Vielversprechend, aber unausgereift
The Extraordinaries – Die AußergewöhnlichenEin Buch über Superhelden, in dem der Protagonist nicht der Superheld ist, sondern ein gewöhnlicher Junge? Das klang für mich unglaublich spannend und nach viel Potential! Zumal ich ein vergleichbares ...
Ein Buch über Superhelden, in dem der Protagonist nicht der Superheld ist, sondern ein gewöhnlicher Junge? Das klang für mich unglaublich spannend und nach viel Potential! Zumal ich ein vergleichbares Konzept erst einmal vor vielen Jahren in Patrick Ness’ “Das Morgen ist immer schon jetzt” gelesen hatte und es mich dort eher enttäuscht hat. Da T.J. Klunes Bücher mich jedoch bisher ausschließlich begeistert hatten, hatte ich große Hoffnung für “The Extraordinaries - Die Außergewöhnlichen“. Aber was soll ich sagen? Ich wurde leider erneut enttäuscht. In dem Jugendbuch begleiten wir Nick in seiner Schulzeit, der großer Fan des städtischen Superhelden Shadow Star ist, eine Fanfiction über ihn schreibt und den Wunsch hat, ebenfalls außergewöhnlich zu werden. Der Versuch, Letzteres umzusetzen, nimmt einen Großteil des Buchs ein und ist dabei leider geprägt von Nicks kindlicher Naivität, die das Ganze beim ersten Mal noch niedlich, irgendwann aber langweilig macht. Generell war der Plot die meiste Zeit über unspektakulär und das einzige, was der Langatmigkeit entgegengewirkt hat, war die großartige Gruppe aus Freund:innen, die der Protagonist um sich hat. Zumindest bis 150 Seiten vor Ende - da wurde das Buch tatsächlich auch abseits der Nebencharaktere interessant und konnte mich überraschenderweise nochmal überzeugen. Es gab tatsächlich Plottwists, die ich so nicht erwartet habe und mich trotz des ernüchternden Auftaktbands der Trilogie direkt zum zweiten haben greifen lassen.