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Veröffentlicht am 14.06.2024

Robert und das Entenmädchen

Man sieht sich
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“Man sieht sich” das ist ein Kernsatz in Julia Karnicks Roman, in dem sie die Geschichte von Frie und Robert erzählt.

Im Sommer 1988 lernt Robert das Entenmädchen kennen. Er ist neu an der Schule. Friederika ...



“Man sieht sich” das ist ein Kernsatz in Julia Karnicks Roman, in dem sie die Geschichte von Frie und Robert erzählt.

Im Sommer 1988 lernt Robert das Entenmädchen kennen. Er ist neu an der Schule. Friederika zeigt ihn den Weg zu seinem Klassenzimmer. Er verliebt sich eigentlich sofort in dieses Mädchen mit den großen Füßen, die, wie eine Ballerina, etwas zu sehr nach außen geht. Er kennt ihren Namen noch nicht, deshalb gibt er ihr heimlich den liebevoll gemeinten Namen Entenmädchen. Sie werden beste Freunde. Frie, wie sich Friedrika später nennt, scheint nicht zu merken, dass Robert mehr für sie empfindet. Er ist zu Tode betrübt, als sie nach dem Abitur für zwei Jahre nach Australien als Au Pair geht. Danach kreuzen sich Ihre Wege immer wieder, doch Robert lässt tiefere Gefühle nicht mehr zu. Frie erkennt zu spät, dass auch sie mehr für Robert empfindet.

Die Autorin gibt in ihrem Roman beiden Protagonisten eine Stimme. Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus der jeweiligen Perspektive. Damit macht sie es dem Leser leicht Frie und Robert kennenzulernen. Wir lernen sie als Jugendliche kennen und verfolgen ihren Lebensweg dreißig Jahre lang. Sie sind grundverschieden in ihrer Sicht auf das Leben. Robert wächst bei seiner alleinerziehenden kränkelnden Mutter in eher bescheiden Verhältnissen auf, während Frie in einem scheinbar wohlsituierten Elternhaus groß wird. Robert muss schon früh Verantwortung übernehmen. Frie hingegen sucht die Freiheit. Der Schreibstil von Julia Karnick ist gut lesbar und unterhaltsam. Der Roman steckt voller Musik, denn Musik spielt vor allem in Roberts Leben eine große Rolle. Am Ende des Buches findet sich eine Playlist der im Roman erwähnten Songs. Ich habe das Buch genossen. Ich mochte beide Protagonisten. Mit Robert habe ich oft gelitten, wenn seine beste Freundin so überhaupt nicht auf den Trichter kam, wie es in ihm ausschaut. Manchmal hätte ich Frie schütteln mögen.

Fazit: Ein warmherzig und ehrlich erzählter Roman über das Erwachsenwerden, über Träume und Chancen, über Freundschaft und Liebe und die Umwege im Leben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2024

Robert und das Entenmädchen

Man sieht sich
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“Man sieht sich” das ist ein Kernsatz in Julia Karnicks Roman, in dem sie die Geschichte von Frie und Robert erzählt.

Im Sommer 1988 lernt Robert das Entenmädchen kennen. Er ist neu an der Schule. Friederika ...



“Man sieht sich” das ist ein Kernsatz in Julia Karnicks Roman, in dem sie die Geschichte von Frie und Robert erzählt.

Im Sommer 1988 lernt Robert das Entenmädchen kennen. Er ist neu an der Schule. Friederika zeigt ihn den Weg zu seinem Klassenzimmer. Er verliebt sich eigentlich sofort in dieses Mädchen mit den großen Füßen, die, wie eine Ballerina, etwas zu sehr nach außen geht. Er kennt ihren Namen noch nicht, deshalb gibt er ihr heimlich den liebevoll gemeinten Namen Entenmädchen. Sie werden beste Freunde. Frie, wie sich Friedrika später nennt, scheint nicht zu merken, dass Robert mehr für sie empfindet. Er ist zu Tode betrübt, als sie nach dem Abitur für zwei Jahre nach Australien als Au Pair geht. Danach kreuzen sich Ihre Wege immer wieder, doch Robert lässt tiefere Gefühle nicht mehr zu. Frie erkennt zu spät, dass auch sie mehr für Robert empfindet.

Die Autorin gibt in ihrem Roman beiden Protagonisten eine Stimme. Sie erzählt die Geschichte abwechselnd aus der jeweiligen Perspektive. Damit macht sie es dem Leser leicht Frie und Robert kennenzulernen. Wir lernen sie als Jugendliche kennen und verfolgen ihren Lebensweg dreißig Jahre lang. Sie sind grundverschieden in ihrer Sicht auf das Leben. Robert wächst bei seiner alleinerziehenden kränkelnden Mutter in eher bescheiden Verhältnissen auf, während Frie in einem scheinbar wohlsituierten Elternhaus groß wird. Robert muss schon früh Verantwortung übernehmen. Frie hingegen sucht die Freiheit. Der Schreibstil von Julia Karnick ist gut lesbar und unterhaltsam. Der Roman steckt voller Musik, denn Musik spielt vor allem in Roberts Leben eine große Rolle. Am Ende des Buches findet sich eine Playlist der im Roman erwähnten Songs. Ich habe das Buch genossen. Ich mochte beide Protagonisten. Mit Robert habe ich oft gelitten, wenn seine beste Freundin so überhaupt nicht auf den Trichter kam, wie es in ihm ausschaut. Manchmal hätte ich Frie schütteln mögen.

Fazit: Ein warmherzig und ehrlich erzählter Roman über das Erwachsenwerden, über Träume und Chancen, über Freundschaft und Liebe und die Umwege im Leben.


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Veröffentlicht am 07.06.2024

Spannender Hörgenuss

Wer zuerst lügt
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Da ich das Buch ebenfalls gelesen habe, gebe ich hier nur einen Link zu meinem Leseeindruck.
https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3SFODK3J8BBYB?ref=pfovatpdctrvwsrp
Zum Hörbuch kann ich nur sagen: ...



Da ich das Buch ebenfalls gelesen habe, gebe ich hier nur einen Link zu meinem Leseeindruck.
https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3SFODK3J8BBYB?ref=pfovatpdctrvwsrp
Zum Hörbuch kann ich nur sagen: Respekt. Gut gemacht. Die Sprecherin Michaela Gaertner macht einen hervorragenden Job. Sie hat eine vielseitige Stimme, die sie voll zum Ausdruck bringt. Sie liest gut nuanciert. Ihr zu lauschen macht Spaß!
Fazit: Absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Maler und Kunstfälscher

Der falsche Vermeer
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Dem Autor Patrick van Odijk ist mit seinem Debütroman ‚Der falsche Vermeer‘ ein literarischer Erfolg gelungen. Der Roman ist ein Pageturner, unterhaltsam und spannend wie ein Krimi ist.

Der Roman vermischt ...



Dem Autor Patrick van Odijk ist mit seinem Debütroman ‚Der falsche Vermeer‘ ein literarischer Erfolg gelungen. Der Roman ist ein Pageturner, unterhaltsam und spannend wie ein Krimi ist.

Der Roman vermischt geschickt Fakten und Fiktion, denn der Geschichte liegt ein großer Coup zugrunde. Han van Meegeren, der berühmteste Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts, narrte nicht nur Museen und die Kunstwelt mit seinen Werken, er verkaufte auch einen Veermeer an den Nazibonzen Hermann Göring.

Im Roman befinden wir uns in der Nachkriegszeit 1945. Der brisante Fall des Malers Jan van Aelst, dem vorgeworfen wird, niederländische Kunst an Nazis verkauft zu haben, steht im Brennpunkt der Ermittlungen. Es geht vor allem um das berühmte Werk „Christus und die Ehebrecherin“ des alten Meisters Jan Vermeer (1632-1675). Die junge Reporterin Meg van Hettema, die ihren Mut schon im Untergrund während des Krieges unter Beweis gestellt hatte, beginnt für ihre Zeitung zu recherchieren. Jan van Aelst verstrickt sich immer wieder in Widersprüche, doch nach und nach erfahren wir eine unglaubliche Geschichte.

Patrick van Odijk legt mit seinem Roman eine Geschichte vor, in die der Leser voll abtauchen kann. Sein Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Seine Charaktere sind präzise gezeichnet und kommen authentisch rüber. Die junge Reporterin Meg van Hettema ist sehr mutig und scheut auch nicht davor zurück bei ihrer Recherche ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Ich mag diese vorwitzige junge Frau. Megs Chef hingegen versucht sie klein zu halten. Er kann es nicht aushalten, dass Frauen sich in irgendeiner Weise hervortun. Sehr gut ist der widersprüchliche Charakter des Maler Jan van Aelst dargestellt. Ein Highlight ist es, zu erfahren, wie er bei seinen Fälschungen vorging, um seine Werke alt erscheinen zu lassen.

Fazit: Ein fesselnder Kunstkrimi, ein gelungenes Debüt.



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Veröffentlicht am 04.06.2024

Die Frau des Visionärs

Bertha Benz und die Straße der Träume
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Alexander Schwarz hat in seinem historischen Roman “Bertha Benz und die Straße der Träume” das Leben der Ehefrau von Carl Benz nachgezeichnet. Sie war nicht nur die Frau an seiner Seite, sie war ihm eine ...


Alexander Schwarz hat in seinem historischen Roman “Bertha Benz und die Straße der Träume” das Leben der Ehefrau von Carl Benz nachgezeichnet. Sie war nicht nur die Frau an seiner Seite, sie war ihm eine große Stütze und hat letztlich dem Automobil zum Durchbruch verholfen.
Bertha war die Tochter des Zimmermeisters Karl Friedrich Ringer. Sie verliebt sich in den Ingenieur Carl Benz, der fest an sein Projekt einer pferdelosen Kutsche glaubt. 1871 lässt sich Berta vorzeitig ihre Mitgift auszahlen, um mit diesem Kapital ihrem Verlobten die Weiterführung seines Unternehmens zu ermöglichen. Carl hat leider kein Händchen für das Geschäftliche, er ist ein Träumer, der nur die Verwirklichung seiner Erfindung im Kopf hat. Auch nach ihrer Heirat erleben die Eheleute Herausforderungen und finanzielle Rückschläge.

Carls Erfindung der dreirädrigen pferdelosen Kutsche findet auch zwei Jahre nach seinem Patent wenig Zuspruch. 1888 entschließt sich Bertha, ohne Wissen ihres Mannes, zu einem bahnbrechenden Abenteuer. Sie unternimmt mit ihren beiden Söhnen die erste Überlandfahrt von Mannheim nach Pforzheim.
Alexander Schwarz gelingt es meisterhaft, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Er schreib gut lesbar und flüssig. Wir erleben Bertha als mutige Frau, die fest mit beiden Beinen im Leben steht. Sie übernimmt die Führung der Geschäftsbücher, weil ihr Mann, zwar ein genialer Erfinder, jedoch kein Kaufmann ist. Carl und Bertha sind als Charaktere gut gezeichnet. Man fiebert mit ihnen mit.

Der Roman erstreckt sich über die Jahre 1863 bis 1888. “Bertha Benz und die Straße der Träume” ist eine Mischung aus historischen Fakten und Fiktion.

Fazit: Ein gut lesbarer und unterhaltsamer historischer Roman.

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