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Veröffentlicht am 15.09.2016

Nette, aber nicht wirklich notwendige Ergänzung im Harry Potter-Universum

Die Märchen von Beedle dem Barden (Harry Potter )
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Ich wollte die Märchen von Beedle dem Barden schon lesen, seit in Harry Potter die Rede davon war und Ron sein Entsetzen zum Ausdruck gebracht hat, weil weder Harry, noch die so belesene Hermine je von ...

Ich wollte die Märchen von Beedle dem Barden schon lesen, seit in Harry Potter die Rede davon war und Ron sein Entsetzen zum Ausdruck gebracht hat, weil weder Harry, noch die so belesene Hermine je von diesen Geschichten gehört hatten, die doch in der Zaubererwelt jedermann kennt. Genau so interessant finde ich die Begleitbücher zum Thema Quidditch oder Zauberwesen und Tiere, aber die haben noch nicht ihren Weg zu mir gefunden – vielleicht reicht es ja aus, die Filmversionen zu sehen.

Der Zauberer und der hüpfende Topf – Nette Idee, um jemanden zu zwingen, seinen Charakter auf positive Weise zu verändern und damit einem ganzen Dorf zu helfen. Aber dieses Märchen finde ich nicht so spannend und ich bin nicht sicher, ob es so klug ist, das Buch mit dieser Geschichte anzufangen, da sogar ich geneigt war, es schon wieder zu beenden. Der Kommentar von Dumbledore ist ganz nett, aber macht es auch nicht unbedingt besser.

Der Brunnen des wahren Glücks – Diese Geschichte erinnert in ihrer Art an die Märchen der Gebrüder Grimm und vermutlich liegt es auch daran, dass sie dadurch etwas vertrauter wirkt, dass sie mir besser gefällt.

Des Hexers haariges Herz – Etwas grausam, aber bisher die spannendste Geschichte. Ich bin noch nicht sicher, warum dem Herz Haare wachsen mussten, aber gut. Dumbledores Kommentar bringt etwas Licht ins Dunkle und sogar ein Muggel wie ich versteht die Moral der Geschichte.

Babbitty Rabbitty und der gackernde Baumstumpf – Auf dieses Märchen war ich besonders spannend, da es, wenn ich es recht in Erinnerung habe, Ronald Weasleys Lieblingsmärchen aus seinen Kindertagen war. Und auch dieses Märchen ähnelt den Grimm’schen Geschichten. Doch ich habe wesentlich mehr erwartet, vielleicht eine so sagenhafte Geschichte wie die des letzten Märchens aus dieser Sammlung.

Das Märchen von den drei Brüdern – Die wohl berühmteste Geschichte von Beedle dem Barden, weil grundlegend für die gesamte Harry Potter-Misere, und daher ist es sicherlich Berechnung, dass diese Geschichte am Ende steht. Sie gefällt mir sehr – wohl, weil ich mich eben durch die Harry Potter-Thematik schon häufiger und länger mit ihr beschäftigt habe – und ich vermute, dass sie der Ausgangspunkt für die Figur Beedle ist: Rowling brauchte diese Legende für ihr Potter-Universum und musste eben eine Figur dazu erfinden, die dann eben mehr als ein Märchen geschrieben haben muss, um so berühmt zu werden… und eines führt zum Anderen.

Insgesamt hatte ich wesentlich mehr erwartet. Als erstes war ich überrascht, das in einer sogenannten Märchensammlung nur fünf Geschichten angesammelt sind. Ich hatte mit vielleicht fünfundzwanzig, dreißig Märchen gerechnet. Dann sind die Kommentare von Dumbledore zwar interessant, was den historischen Hintergrund betrifft, aber ich habe doch irgendwie damit gerechnet, dass Hermine auch ihre Spuren hinterlassen hätte. Vorn steht ja extra, dass die Übersetzung aus den Runen von Hermine Granger angefertigt wurde – und zumindest die Romanversion dieses Mädchens hätte mit hundertprozentiger Sicherheit irgendwelche kleinen Bleistiftkorrekturen oder -kommentare hinterlassen, wenn ihr etwas gegen den Stich ging oder sie noch eine Kleinigkeit hinzuzufügen gehabt hatte. Solche Kleinigkeiten hätten sich gerade in dieser Art Buch, das sowieso vor Fußnoten (von Dumbledore und J. K. Rowling selbst) strotzt, sehr leicht einbringen lassen und vermutlich wären diese nicht nur bei mir gut angekommen. Was mich auch etwas stört, aber das liegt wohl an der nicht vorhandenen Dicke des Buches (Gibt es eine Dünne? Wenn ja, dann meine ich die.), ist die Aufmachung. Es gibt zwar ein paar Illustrationen, ja. Aber unter einem Märchenbuch stelle ich mir eben keine Taschenbuchausgabe, die vielleicht einen Finger dick ist, vor.

Fazit
Nette Ergänzung zu den grundlegenden sieben Harry Potter-Romanen, aber nicht zwingend notwendig.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Klasse Fortsetzung!

Royal Desire
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Nachdem der erste Band alles andere als leserfreundlich geendet hatte – also mit einem wirklich guten Cliffhanger -, musste ich dieses Buch natürlich auch auf meine Wunschliste setzen. Gelesen habe ich ...

Nachdem der erste Band alles andere als leserfreundlich geendet hatte – also mit einem wirklich guten Cliffhanger -, musste ich dieses Buch natürlich auch auf meine Wunschliste setzen. Gelesen habe ich es an einem Tag, aber fand es nicht ganz so super wie den Vorgänger. Dennoch hat diese fortgeführte Geschichte ihre Qualitäten: Alexander kommt mehr aus sich heraus und offenbart, was hinter seiner allzu häufig auftretenden Kälte und Unnahbarkeit steckt, Clara findet mehr über sich selbst heraus und erkennt, was sie sich von der Beziehung zum britischen Thronfolger Nummer eins erwartet.

Die Beziehungen zu Belle, Edward, Pepper und all den anderen Nebencharakteren entwickeln sich genauso weiter, wie die zwischen den Protagonisten. Das gefällt mir, da sich in den Büchern, die ich sonst so lese, selten auch die Nebencharaktere verändern. Die Handlung an sich ist auch okay, aber geht mir zu schleppend voran in diesem Band. Ich meine, man sollte doch auf größere Hürden stoßen, wenn man als halb-amerikanische Staatsbürgerin in England in einer Beziehung mit dem Thronfolger, der von jedem, mit Ausnahme des eigenen Vaters, geliebt wird, zusammenlebt oder das zumindest anstrebt. Es sollte nicht nur die anstrengende Mutter, der gemeine König oder der Exfreund eine Rolle spielen, ganz zu schweigen von dem persönlichen Drama der oben bereits erwähnten Unnahbarkeit.

Aber – man will ja als Leser doch irgendwie ein bisschen „heile Welt“ vorgegaukelt bekommen, daher ist das nicht so schlimm. Clara ist mir noch immer nicht soo sympathisch, aber bei Alexander wird es immer besser. Das Ende gefällt mir hier einigermaßen gut, es macht neugierig auf das Finale der Trilogie. In diesem Band, insbesondere am Ende, erscheint mir doch zu viel Glückseligkeit und „heile Welt“ vorhanden zu sein. Es fehlt der Pepp. Ich hoffe, dass das im Finale wieder mehr wird und die Trilogie mit einem Knall endet. Zuzutrauen wäre das der Autorin.

Fazit
Nicht so berauschend wie Band 1, Royal Passion, aber noch immer sehr, sehr gut.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Na ja...

Die unsichtbare Bibliothek
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Dieses Buch habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen und seitdem liegt es unberührt im Regal. Jetzt habe ich es endlich geschafft, meine Nase zwischen die Seiten zu stecken. Die ...

Dieses Buch habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt bekommen und seitdem liegt es unberührt im Regal. Jetzt habe ich es endlich geschafft, meine Nase zwischen die Seiten zu stecken. Die Idee gefällt mir recht gut und erinnert mich an Die Seiten der Welt von Kai Meyer:

Alles dreht sich um ein bestimmtes Buch, das scheinbar die Welt aus den Angeln heben kann. Deshalb streiten sich verschiedene Parteien darum, es in die Hände zu bekommen, und gehen dabei auch mal über Leichen. Was mir hier aber nicht gefällt, ist die Langatmigkeit der Geschichte, die besonders durch den Schreibstil entsteht. Es werden ganze Textpassagen wiederholt, indem sie nur etwas anders formuliert werden, aber dabei wird derart um den heißen Brei herumgeredet, dass es schwer ist, die Bedeutung dieses Abschnittes – der ja wichtig zu sein scheint, sonst hätte man ihn nicht wiederholt – überhaupt zu erfassen. Passend zu der Zeit, in die sich die Bibliothekare begeben, nämlich in das viktorianische London, wird die Sprache angepasst – aber, wenn ich es denn richtig verstanden habe, die eigentliche Zeit ist schon wesentlich weiter vorangeschritten (Irene setzt sich in der Bibliothek an einen Computer), weshalb mir nicht einleuchtet, warum sie nicht einmal in ihren inneren Monologen „modern“ spricht oder denkt. Auch herrscht nicht nur in dem London, in das sie sich begeben, ein Chaos, das inhaltlich beabsichtigt ist und Sinn ergibt, sondern in dem gesamten Buch werden Dinge wiederholt (und ich wiederhole das Wiederholen jetzt mit Absicht, damit ihr merkt, wie das nervt…), auf drei verschiedene Arten erklärt und dann an anderen Stellen Lücken gelassen, sodass ich beim Lesen teilweise so verwirrt war, dass es kaum noch Spaß gemacht hat.

Die Charaktere sind auch nicht so ganz nach meinem Geschmack, am ehesten noch Kai. Irene ist wankelmütig, aufbrausend und einfach trist, Vale scheint die ganze Zeit zwischen Vertrauen und Verrat hin und her zu schwanken, die Elfen sind sowieso alle irgendwie komisch. Dann gibt es noch diese Wesen, die mit irgendeiner Technik versehen wurden, damit sie auch ja ordentlich so wirken, wie dieser Stil, dessen Name mir jetzt natürlich nicht einfällt. Dieses Schreibmaschinen-retro-Zeug. Also, pseudo-retro, nicht echt. Wisst ihr, was ich meine? Na ja. Kai wirkt auf mich als einziges ein bisschen wie ein richtiger Mensch – und dabei ist er gerade einer der wenigen Nicht-Menschen ].

Ich habe für dieses Buch wirklich einen ganzen Tag und eine halbe Nacht gebraucht, und so lange habe ich seit einiger Zeit nicht mehr an einem Buch knabbern müssen.
Nach dem Lesen stellte ich dann fest, dass Die unsichtbare Bibliothek nur der erste Band einer Reihe, wohl einer Trilogie ist. Vermutlich werde ich es aber hierbei belassen.

Fazit
Nette Idee, aber viel zu langatmig und mit sehr schwachen Charakteren. Hätte man viel besser umsetzen können.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ohne Vorkenntnis schwer zu verstehen

Tochter der Schwarzen Stadt
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Dieses Buch fand ich spannend, weil hier wieder eine starke Frau im Fokus steht und mir so etwas gerade sehr gut gefällt. Auch gefiel – und gefällt – mir das Cover sehr. Ich habe inhaltlich mit einer Geschichte ...

Dieses Buch fand ich spannend, weil hier wieder eine starke Frau im Fokus steht und mir so etwas gerade sehr gut gefällt. Auch gefiel – und gefällt – mir das Cover sehr. Ich habe inhaltlich mit einer Geschichte nach Art der Trudi Canavan-Romane gerechnet, und diese Erwartung war auch nicht ganz verkehrt. Leider spielt dieser Roman im Universum einer Reihe dieses Autors, sodass es besser gewesen wäre, hätte ich diese Reihe gelesen. Es handelt sich hierbei um einen Einzelband, deshalb dachte ich, das wäre nicht nötig. Falsch gedacht.

Die Charaktere sind mir recht sympathisch, auch und gerade die Antagonisten. Besonders der richtige Hauptbösewicht, den ich erst gegen Ende des Romans zusammen mit der Protagonistin entlarven konnte, ist sehr gut gezeichnet worden. Leider ist die Protagonistin nicht so recht nach meinem Geschmack. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich eben die Hintergrundgeschichte dieses Romans nicht kenne, weil ich die Reihe, in deren Universum dieser Roman spielt, nicht gelesen habe. So verstehe ich zwar, dass die Menschen die Skorpionprinzen fürchten und verabscheuen, doch mich kann nicht recht fassen, warum Hass, Furcht und Abscheu diese Ausmaße angenommen haben. Auch die Praxis von Magie und die Gebräuche der Menschen erschließen sich mir nicht ganz. Weil die Protagonistin ein reines Produkt dieser Gebräuche, der Art der Menschen und eben dieser Welt ist, in der die Handlung sich befindet, kann ich auch sie nicht richtig zu fassen kriegen. Das ist natürlich ärgerlich, denn diese Person begleitet mich durch das ganze Buch.

Inhaltlich passt dieser Roman hervorragend in die Low Fantasy, ist auch – eben mit Mängeln an der Nachvollziehbarkeit – ganz gut geschrieben. Nur ist es eben ohne Vorwissen, anders, als angegeben, schwer zu verstehen. Vielleicht werde ich es noch einmal lesen, nachdem ich die Reihe um die Skorpionprinzen gelesen habe. Vermutlich finde ich dann mehr Gefallen an ihm.

Fazit
Unterhaltsam, aber ohne Kenntnis über die anderen Bücher des Autors fiel es mir manchmal schwer, der Handlung zu folgen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Hilfreich und gut durchdacht

111 Arbeitgeberfragen im Vorstellungsgespräch
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Ich gehöre zu den Menschen, die sich sehr unwohl fühlen, wenn sie vor Menschen sprechen oder auf unerwartete Fragen, die nicht unbedingt ihrem Fachbereich entsprechen, schnell und kompetent reagieren müssen. ...

Ich gehöre zu den Menschen, die sich sehr unwohl fühlen, wenn sie vor Menschen sprechen oder auf unerwartete Fragen, die nicht unbedingt ihrem Fachbereich entsprechen, schnell und kompetent reagieren müssen. Deshalb ging bei mir sofort der signalrote „Muss-Haben“-Alarm an, als ich dieses Buch und seinen Titel entdeckt habe. Und nach der meiner Meinung nach etwas zu langen Einleitung (in der Dinge wie angemessenes Auftreten, Kleidung, Vorbereitung besprochen wurden) ging es schon gleich los mit dem Frage-Antwort-Spiel.

Ich möchte jetzt keine langatmigen Abschnitte zitieren, aber hier ein paar Beispiele. Unter anderem diesen Fragen und den zugehörigen Hintergedanken wurde auf den Zahn gefühlt:

Haben Sie gut hergefunden? Ist das nicht ein wunderbares Wetter? (S. 56)
Haben Sie sich noch bei anderen Firmen beworben? (S. 70)
Was haben Sie aus Ihren früheren Anstellungen gelernt? (S. 87)
Was spricht gegen Sie als Bewerber für diese Stelle? (S. 157)
Diese und andere Fragen (laut Titel sind es ja 111 Fragen, die es zu beantworten gilt, nicht nur vier) werden in jeweils drei Schritten erklärt und abgearbeitet: Das steckt dahinter, Tipps für Ihre Antwort, Fazit. Besonders der erste Schritt einer jeden Frage, in dem erläutert wird, was zum Teufel eigentlich gefragt wird, auch wenn die Frage auf den ersten Blick – und auch auf den zweiten – völlig klar erscheint, ist für mich sehr wichtig und auch immer sehr überzeugend gewesen. Ich meine, gerade mit der letzten genannten Frage würde ich nicht rechnen. Warum fragt man mich, warum ich nicht auf diese Stelle passe? Das ist doch unsinnig. Dieses Buch erklärt mir, dass es das nicht unbedingt ist, und auch, warum das der Fall ist. Natürlich werden einem wohl kaum alle diese Fragen gestellt, das kommt ja immer auf die Situation an. Doch Eßmanns Ratgeber ist durchaus als grundlegendes Hilfsmittel anzusehen. Ich bin froh, dass ich danach gegriffen habe. Denn selbst, wenn es die nächsten zwei Jahre unberührt im Regal liegen sollte: Das nächste Vorstellungsgespräch kommt bestimmt…

Fazit
Dieses Buch bereitet wirklich gut auf Vorstellungsgespräche und andere Situationen, in denen man sich im Kreuzverhör befindet, vor. Ich habe das Wissen noch nicht anwenden können, habe aber das Gefühl, die Situation später meistern zu können. Es lohnt sich, die Nase hier mal reinzustecken.