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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2021

Eine facettenreiche Frau

Lady Churchill
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Das historische Buch "Lady Churchill" ist nach "Frau Einstein" das zweite Buch der Autorin, wo wieder eine starke Frauenpersönlichkeit geschildert wird, die hinter einem erfolgreichen Mann stand und ihn ...

Das historische Buch "Lady Churchill" ist nach "Frau Einstein" das zweite Buch der Autorin, wo wieder eine starke Frauenpersönlichkeit geschildert wird, die hinter einem erfolgreichen Mann stand und ihn stützte. Nach wahren Begebenheiten erzählt und mit einem fiktiven Teil beschreibt das Buch erfolgreich und bemerkenswert. Clementine ist die Frau von Winston Churchill und vielen von uns, mir einbezogen, wahrscheinlich nicht bekannt. Sie unterstützt ihn in seiner Karriere, gibt ihm Ratschläge, leitet ihn zu Entscheidungen und verhindert sicher so manche Fehlentscheidung. Viele Ereignisse, die Churchill damals meistern musste und welche für wichtige Veränderungen gesorgt haben, wären vielleicht nicht so passiert.
Wäre Clementine heute in der politischen Welt, wäre sie wahrscheinlich eine große politische Persönlichkeit. Dennoch hat sie immer der Rücken ihres Mannes gestärkt und das obwohl sie gleichzeitig fünf Kinder großgezogen hat. Das müsste so manche ihr nachmachen. Ich bin beeindruckt, wie Clementine dies alles schafft.
Was den Roman betrifft, so lässt dieser sich flüssig und gut lesen. Wer sich etwas für Politik interessiert, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen, mich hat es auf jeden Fall gut unterhalten und somit erteile ich meine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.04.2021

Sehr gelungener zweiter Teil

Die Wunderfrauen
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Luise, Annabel, Helga und Marie kenne die meisten Leser schon von ersten Teil. Hierzu sei gesagt, dass es sich um zwei Teile einer Trilogie handelt, die man besser nacheinander lesen sollte, weil man andererseits ...

Luise, Annabel, Helga und Marie kenne die meisten Leser schon von ersten Teil. Hierzu sei gesagt, dass es sich um zwei Teile einer Trilogie handelt, die man besser nacheinander lesen sollte, weil man andererseits das Hintergrundwissen nicht hat. In diesem 2ten Band Von allem nur das Beste befinden sich die Wunderfrauen bereits in den 1960er Jahren und ihr Leben entwickelt sich weiterhin. Luise hat mit ihrem kleinen Laden rechtlich Erfolg, im Familienleben hinkt es allerdings. Ihr Mann hat nicht nur im ersten Teil ihre Freundin Helga sexuell belästigt und regelrecht vergewaltigt, er macht sich nun auch an Annabel ran. Das darf und soll nicht ungestraft bleiben. Die tollen Rezepten hin und wieder und die Tipps von Luise haben mir sehr gefallen. Bewundernswert ist allerdings auch Helga, die sich zur studierte Frauenärztin entwickelt und welche mit ihrem Sohn David zurück nach Starnberg und alle Vorurteile regelrecht in den wind schießt. Annabel von Thaler hat inzwischen ihr zweites Kind bekommen, allerdings ist Töchterchen Marlene mit einem Handycap ins Leben gekommen, was Annabel schwer zu schaffen macht. Marie Brandstetter ist auch mittlerweile Mutter geworden und das sogar dreifach und hat es auch nicht einfach.
Und inmitten dieser aller Leben, die wir als Leser lebendig mitbekommen können und den verlauf der Ereignisse folgen können, entwickelt sich die Geschichte Deutschlands immer weiter. Alle Protagonisten sind facettenreich, charakterstark und realitätsnah gestaltet und ermöglichen dem Leser ein vollkommenes Lesevergnügen. Selbst diese Charaktere, die mir nicht sympathisch waren, haben in dem Buch ihre wichtigen Rollen.
Jetzt fiebere ich dem dritten Teil entgegen und kann einfach zur dieser Lektüre nur eines sagen: herrlich!!!

Veröffentlicht am 18.04.2021

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Als wir uns die Welt versprachen
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Der Roman hat einen sehr ernsten historischen Hintergrund. Es handelt von den Schwabenkindern. Diese wurden von ihren mittellosen Eltern für wenig Geld an Großbauern in Oberschwaben verkauft und mussten ...

Der Roman hat einen sehr ernsten historischen Hintergrund. Es handelt von den Schwabenkindern. Diese wurden von ihren mittellosen Eltern für wenig Geld an Großbauern in Oberschwaben verkauft und mussten für eben diese wie Sklaven für mehrere Dekaden arbeiten. So ein Schicksal ist auch Edna widerfahren. Sie schuftet in den 30er Jahren und erlebt Armut, Missbrauch und Missachtung. Ihr gelingt es zu fliehen doch sie lässt ihre Freund Jacob zurück. Jahre später beschließt sie ihn zu suchen. Sie macht sich auf dem Weg und der Leser erfährt auf diesem Jacobsweg von all ihren kleinen und großen Erinnerungen, ihren Begegnungen mit den verschiedensten Menschen und ihren Erlebnissen.
Ich fand es sehr interessant von dieser Zeit und von den Schwabenkindern zu lesen. Auch wenn das Buch in einigen Stellen etwas übertrieben rüberkommt, sind schon die Gräueltaten die den Schwabenkindern zugefügt wurden durchaus real. Mich hat das Buch sehr berührt und ich habe Edna auf ihre ungewöhnliche Reise gerne begleitet.

Veröffentlicht am 18.04.2021

Es ist nie zu spät neu anzufangen

Fritz und Emma
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Marie ist die Frau von Pfarrer Jakob und als er seine Gemeinde wechselt ziehen beide nach Oberkirchbach. Marie hat es am Anfang nicht leicht mit dem Einleben in die neue Gesellschaft, obwohl die Dorfgemeinde ...

Marie ist die Frau von Pfarrer Jakob und als er seine Gemeinde wechselt ziehen beide nach Oberkirchbach. Marie hat es am Anfang nicht leicht mit dem Einleben in die neue Gesellschaft, obwohl die Dorfgemeinde sie empfängt. Aber sie kommt von der Stadt und demnach ist das Dorfleben kein einfacher Umstieg für sie. Als sie die 750-Jahrfeier des Dorfes organisieren möchte, trifft sie auf die Geschichte von Franz und Emma. Einst einig und unzertrennlich, hat der Krieg ihr ganzes Leben umgekrempelt und nun sprechen sie sich seit nunmehr siebzig Jahren nicht. Marie sieht es als ihre eigene Herausforderung die beiden Alten Menschen wieder zu vereinen und das Schweigen zwischen ihnen zu brechen. Doch die beiden sind stur und machen es der Pfarrersfrau nicht leicht...wir sie es dennoch schaffen, die alte Kluft zwischen ihnen zu brechen?
Ein warmherziger Roman über Freundschaft und Vergeben, Schicksalsschlägen und Hoffnung, Verlust und einen Neuanfang für den es nie zu spät ist.

Veröffentlicht am 18.04.2021

Camille Claudel, eine außergewöhnliche Künstlerin

Die Bildhauerin
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Das Leben der Bildhauerin Camille Claudel ist wahrscheinlich nicht so vielen von uns bekannt, umso mehr war ich positiv überrascht die Geschichte dieser talentierten Frau kennenzulernen. Der Schreibstil ...

Das Leben der Bildhauerin Camille Claudel ist wahrscheinlich nicht so vielen von uns bekannt, umso mehr war ich positiv überrascht die Geschichte dieser talentierten Frau kennenzulernen. Der Schreibstil von Pia Rosenberg ist angenehm und flüssig und lebendig erzählt und man taucht im Nu in die Geschichte ein. Der Roman spielt im Jahr 1881 in Paris und bildet den fünften Band der Reihe "Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe''.
Camille mietet eine Atelier mit ihren Freundinnen und zusammen erstellen die Künstlerinnen ihre Werke. Früh genug erregen sie die Aufmerksamkeit des älteren Auguste Rodins, der entscheidet, sie zu unterrichten. Dabei wird Camille seine Geliebte aber ihre Wünsche sind weitaus größer.
Nicht alle Bände dieser Reihe haben mir gefallen aber Pia Rosenberg schreibt sehr fesselnd und alles andere als langatmig, daher hat mir die Geschichte mit dem historischen Hintergrund sehr gut gefallen und die temperamentvolle Persönlichkeit der Künstlerin hat mich berührt. Da ich ihr Ende anschließend weiterverfolgt habe, fand ich ihr Ende sehr traurig aber auch emotionsreich. Ich dachte mir das Ende der talentierten Camille wird auch in dem Buch erwähnt aber dies war nicht der Fall. Vielleicht wollte sich die Autorin nicht mit diesem Thema befassen, weil es in andere, tiefe Gewässer eintaucht. Dennoch ein lesenswerter Roman für alle kunstinteressierten Leser.