Erschreckende Idee mit etwas wackeligem Spannungsbogen
How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)Worum geht’s?
Um nicht als Kanonenfutter in einem aussichtslos wirkenden Krieg an der Front zu landen, will Kiana unbedingt ihren Seelenpartner finden. Als dieser jedoch bereits kurz nach der Zeremonie ...
Worum geht’s?
Um nicht als Kanonenfutter in einem aussichtslos wirkenden Krieg an der Front zu landen, will Kiana unbedingt ihren Seelenpartner finden. Als dieser jedoch bereits kurz nach der Zeremonie stirbt, blickt sie ihrem schlimmsten Albtraum ins Auge – und setzt alles daran, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Meine Meinung
Saskia Louis war für mich bisher immer eine Garantie auf spannende und wirklich unterhaltsame Bücher, weshalb auch diese Reihe direkt bei mir einziehen musste. Im Nachhinein betrachtet war das leider ein bisschen vorschnell von mir, denn so cool wie ich die Idee dieses Buches auch fand, hat mich das Tempo der Geschichte schlussendlich nicht ganz so überzeugen können.
Schreibstil, Idee und Figuren haben mir dabei allerdings grundsätzlich gut gefallen, da ich das Konzept der Hierarchisierung von „Liebe“ und Partnerschaft gleichermaßen spannend wie erschreckend fand. Meine Erwartungen in Hinblick auf das Entwicklungspotenzial der Charaktere wurde dabei ebenfalls nicht enttäuscht, was mich zumindest in weiten Teilen der Geschichte dazu motiviert hat, weiterlesen zu wollen.
Protagonistin Kiana und ihre beiden Mitstreiter Tyron und Nevin fand ich grundsätzlich sympathisch und habe sie gerne begleitet, da ich unbedingt wissen wollte, ob sie ihre Flucht unbeschadet überstehen und tatsächlich alle ihre Ziele erreichen. Durch die ab und an wechselnde Perspektive hatte ich zudem nicht den Eindruck, immer wieder den Zugang zu den Figuren, insbesondere zu Tyron, zu verlieren, was mich sehr positiv überrascht und es mir leichter gemacht hat, mich wirklich auf alle Charaktere einzulassen.
Meine Schwierigkeiten mit dem Buch beziehen sich daher tatsächlich primär auf den Spannungsbogen, der mein Interesse leider phasenweise eher gedämpft hat. Ich hätte mir insgesamt eine etwas konsistentere Spannung gewünscht, da große Teile der Geschichte mit wenigen Unterbrechungen relativ ereignislos auf mich gewirkt haben. Das Ende kam daher etwas sehr rasant daher, was zwar einerseits neugierig auf Band zwei gemacht, mich gleichzeitig aber auch etwas überrumpelt hat.
Fazit
Saskia Louis hat sich den Platz auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen auf jeden Fall verdient, auch wenn der Spannungsbogen hier nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Lust auf den zweiten Teil der Reihe habe ich aber trotzdem, auch wenn ich vielleicht auf etwas mehr Straffung im Handlungsbogen hoffe.
Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.