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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2026

Aktuell, aber leider nicht überzeugend

Minnesota
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Worum geht’s?
Bob Oz ist mehr oder weniger am Ende, als er sich auf die Jagd nach einem Serienmörder auf Rachefeldzug macht. Trotz unermüdlicher Ermittlungsarbeit scheint dieser der Polizei immer schon ...

Worum geht’s?
Bob Oz ist mehr oder weniger am Ende, als er sich auf die Jagd nach einem Serienmörder auf Rachefeldzug macht. Trotz unermüdlicher Ermittlungsarbeit scheint dieser der Polizei immer schon einen Schritt voraus zu sein – und kommt Bob dabei näher, als der sich hätte vorstellen können.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider sowohl mit dem Lesen, als auch mit dem Hören eher schwer getan, auch wenn die Geschichte an sich eigentlich recht vielversprechend klang und David Nathan als mein Lieblingssprecher dem Ganzen in der Theorie die Krone hätte aufsetzen können.

Meine Schwierigkeiten begannen dann aber leider direkt zu Beginn der Geschichte, da ich eigentlich mit deutlich mehr Spannung gerechnet hatte und bereits nach wenigen Seiten das Gefühl hatte, dass die Handlung insgesamt eher träge vor sich hin plätscherte. Obwohl noch zahlreiche Morde folgten, hat sich dieser Eindruck nicht signifikant verändert, was für mich sehr irritierend zu verfolgen war.

Erschwerend hinzu kam dann leider auch, dass mir Ermittler Bob einfach nicht sympathisch werden wollte. Die Idee eines gebrochenen Helden hat mir prinzipiell gefallen, seine Art, sein Verhalten anderen Menschen und da insbesondere Frauen gegenüber und vor allem seine Ermittlungsweise haben mich aber überhaupt nicht angesprochen und weder Sympathie noch Mitleid in mir ausgelöst.

Auch der Fall an sich kam nicht ganz so spannend rüber, wie ich mir das für ein wirklich packenden Leseerlebnis gewünscht hätte. Als ich die Geschwindigkeit des Hörbuchs erhöht habe, hat mir immerhin das Erzähltempo nicht mehr so viel ausgemacht, meine Aufmerksamkeit war aber definitiv nicht so hoch, wie ich es eigentlich erwartet hätte. Täter und Motivlage waren schlussendlich dann doch noch eine relativ solide Wendung, die mir beim Hören nicht selbst als Idee gekommen ist, abgesehen davon habe ich jedoch nicht ganz so viel aus diesem Buch mitgenommen, was mich doch eher enttäuscht hat.


Fazit
Dieses Buch ist ehrlicherweise beim Lesen etwas an mir vorbeigezogen, auch wenn ich mich wirklich bemüht habe, aufmerksam dabei zu bleiben. David Nathan bleibt daher zwar noch immer einer meiner Lieblingssprecher, diese Geschichte konnte er aber leider auch nicht wirklich retten.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 08.09.2026

Second-Chance-Romance mit kleinen Schwächen

Happy Place
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Worum geht’s?
Eine Beziehung wie die von Traumpaar Harriet und Wyn wünscht sich jeder – auch die beiden selbst, denn so gut wie sie auch zusammenpassen, liegt ihre heimlich Trennung schon ein halbes Jahr ...

Worum geht’s?
Eine Beziehung wie die von Traumpaar Harriet und Wyn wünscht sich jeder – auch die beiden selbst, denn so gut wie sie auch zusammenpassen, liegt ihre heimlich Trennung schon ein halbes Jahr zurück. Um den Schein zu wahren, reisen sie trotzdem gemeinsam zum jährlichen Urlaub ihrer Freundesgruppe an – auch, wenn das alle Gefühle noch einmal durcheinander wirbeln kann.


Meine Meinung
Second Chance ist bei richtiger Ausführung definitiv genau mein Fall, deswegen musste dieses Buch früher oder später einfach auf meiner Leseliste landen. Den Hype um das Buch und auch um die Autorin kann ich nach dem Lesen definitiv nachvollziehen, auch wenn es ein paar kleine Punkte gab, die mir doch ein Dorn im Auge waren.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal das Setting in Maine, welches sich in den letzten Jahren schon recht deutlich als eines meiner Lieblingssettings herauskristallisiert hat. Beim Lesen hatte ich relativ schnell ein richtiges Urlaubsfeeling und konnte mich daher auch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen. Auch die Clique von Harriet und Wyn mochte ich sehr gerne, da sie trotz der Menge an Figuren vergleichsweise authentisch beschrieben wurden und ich nicht das Gefühl hatte, dass man sie auch alle aus dem Buch hätte streichen können.

Die Sprünge zwischen den beiden Erzählsträngen haben mich dann manchmal aus dem Konzept gebracht, wichtig für die Entwicklung der Geschichte waren sie aber trotzdem. Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten kam mir auf den ersten Blick zwar nicht ganz nachvollziehbar vor, mit der Zeit wollte ich die beiden aber einfach nur wirklich gerne ihr Happy End erleben sehen und habe die Höhen und Tiefen ihrer Beziehung daher auch interessiert verfolgt.

Obwohl der Erzählstil für mich sehr angenehm zu lesen war, gab es außerdem hin und wieder doch ein paar Längen, die meiner Meinung nach nicht unbedingt hätten sein müssen. Auch beim Thema Kommunikation muss ich rückblickend leider wirklich ein wenig mit den Augen rollen, da ich insbesondere angesichts des Alters der Figuren doch ein wenig mehr erwartet hätte.

Schlussendlich bin ich zwar nicht enttäuscht von meinem Leseerlebnis, ein wenig Luft nach oben wäre bei dieser Geschichte aber sicherlich trotzdem noch gewesen. Ich persönlich finde das gar nicht schlimm, denn ich hatte definitiv eine angenehme Zeit beim Lesen und bin schon wirklich gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin, die ebenfalls noch auf meiner Leseliste stehen.


Fazit
Für mich war dieses Buch auf jeden Fall eine gelungene Lektüre für den Spätsommer, die mich grundsätzlich gut unterhalten und trotz kleinerer Schwächen nicht gelangweilt hat. Die Autorin werde ich daher zurecht im Auge behalten, insbesondere da ich den Hype um sie und ihre Bücher bisher nicht überzogen finde.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 08.09.2026

„Besonders“ trifft es auf den Punk

60 Minuten – Die Uhr tickt
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Worum geht’s?
Henry Bins leidet unter einer mysteriösen Schlafkrankheit, die ihm täglich nur eine wache Stunde erlaubt. Als er der Ursache seiner Erkrankung langsam auf die Spur kommt, wirbelt das nicht ...

Worum geht’s?
Henry Bins leidet unter einer mysteriösen Schlafkrankheit, die ihm täglich nur eine wache Stunde erlaubt. Als er der Ursache seiner Erkrankung langsam auf die Spur kommt, wirbelt das nicht nur eine Menge Staub auf, sondern alarmiert auch mächtige Männer – und die wollen Henry unter keinen Umständen noch näher an sicher herankommen lassen.


Meine Meinung
Die Idee dieser Geschichte war auf jeden Fall besonders, weshalb ich auch ehrlicherweise nicht ganz sicher war, ob mir das Buch schlussendlich zusagen würde. Nach dem Lesen bin ich jetzt zwar definitiv nicht enttäuscht, auf die Erzählweise und das Buch an sich muss man sich aber auf jeden Fall einlassen wollen um Spaß daran zu haben.

Die Ausgangslage und vor allem das Leben von Henry fand ich direkt spannend, da das Szenario so ungewöhnlich und in gewisser Weise auch ein wenig beängstigend war. Nur eine Stunde pro Tag wach zu sein klingt für mich nach einem absoluten Albtraum, von daher war ich sehr gespannt darauf, wie das in der Praxis aussehen soll und wer schlussendlich hinter dem Leben, das Protagonist Henry lebt, steckt.

Der Erzählstil war in meinen Augen etwas gewöhnungsbedürftig, was vor allem an der Konstellation der menschlichen und nicht-menschlichen Charaktere lag und sicherlich nicht jedermanns Fall beim Lesen ist. Ganz grundsätzlich wurde ich aber gut unterhalten, was mir trotz der ein oder anderen nicht ganz so überzeugenden Stelle aber nicht die Motivation nimmt, auch die anderen Bücher des Autors lesen zu wollen.


Fazit
Wenn man sich auf dieses Buch einlassen kann, wird man auf jeden Fall mit einer durchaus spannenden Geschichte und dem ein oder anderen schrägen Element belohnt. „Besonders“ finde ich als Beschreibung für dieses Buch daher sehr passend, ob das allerdings jeden Geschmack trifft, wage ich zu bezweifeln.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 08.09.2026

Vielversprechende Idee mit schwacher Umsetzung

Stalker – Er will dein Leben.
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Worum geht’s?
Schauspieler Eric sieht sich nach einer Rolle im Münchener Tatort endlich auf dem aufsteigenden Ast. Als sich dann jedoch zunächst virtuell und dann auch in der Realität ein Stalker seiner ...

Worum geht’s?
Schauspieler Eric sieht sich nach einer Rolle im Münchener Tatort endlich auf dem aufsteigenden Ast. Als sich dann jedoch zunächst virtuell und dann auch in der Realität ein Stalker seiner Identität bemächtigt, gerät er in Panik – denn nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Familie ist plötzlich in höchster Gefahr.


Meine Meinung
Die Bücher von Arno Strobel sind für mich immer eine 50:50 Chance auf einen richtigen Hit oder einen richtigen Flop. In diesem Fall wurde ich leider ziemlich enttäuscht, denn auch wenn die Idee für mich sehr ansprechend klang, konnte ich mit der Umsetzung und vor allem dem Protagonisten kaum etwas anfangen.

Das Ausgangsszenario war eigentlich recht spannend: Ein aufstrebender Schauspieler wird gestalkt und muss sich seiner Vergangenheit stellen. Protagonist Eric konnte mich dann jedoch leider von Beginn an kaum abholen, da ich ihn weder besonders sympathisch, noch besonders interessant fand und mich daher kaum für ihn begeistern konnte. Seine Art war mir auf Dauer zu anstrengend, da er zwischen Opferrolle und Großkotzigkeit hin und her schwankte und mir damit einfach nicht ans Herz wachsen wollte.

Auch der Handlungsbogen an sich konnte mich nicht so richtig abholen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich beim Lesen grundsätzlich nicht gelangweilt habe. Die Idee war definitiv spannend, und insbesondere das Stalking-Szenario konnte einfach nicht langweilig werden, die Umsetzung hat mich dann jedoch stellenweise wirklich kopfschüttelnd zurückgelassen. Neben den spannenden Momenten und den immer wieder eingestreuten Wendungen hatte ich außerdem bis zum Schluss das Gefühl, dass die Geschichte insgesamt nicht besonders durchdacht konstruiert wurde. Sowohl die Ermittlungsbehörden, als auch Protagonist Eric haben sich in meinen Augen nicht immer besonders intelligent angestellt, was sicherlich notwendig war um brenzlige Situationen und einen Fortschritt der Handlung zu provozieren, elegant gelöst oder besonders angenehm zu lesen war das meiner Meinung nach aber insgesamt eher nicht.


Fazit
Auch wenn ich die Grundidee dieser Geschichte ganz spannend fand, habe ich schon deutlich bessere und klüger konstruierte Bücher von Arno Strobel gelesen. Langeweile im klassischen Sinne kommt beim Lesen zwar trotzdem nicht auf, mitgerissen hat mich das Buch aber leider genauso wenig.

Dafür gibt es knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 08.09.2026

Weniger Spannung als erwartet

Nachtwald
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Worum geht’s?
Für Lizzie sollte das Familienwochenende zur Hochzeit ihrer Mutter die Chance sein, um so einiges in ihrem Leben wieder geradezurücken. Das abgelegene Herrenhaus ihres neuen Stiefvaters soll ...

Worum geht’s?
Für Lizzie sollte das Familienwochenende zur Hochzeit ihrer Mutter die Chance sein, um so einiges in ihrem Leben wieder geradezurücken. Das abgelegene Herrenhaus ihres neuen Stiefvaters soll eine traumhafte Kulisse sein – doch schon bald häufen sich unheimliche Ereignisse, und für die Gäste ist nichts mehr so, wie es einmal war.


Meine Meinung
Dieses Buch hatte in meinen Augen auf jeden Fall eine Menge Potenzial, schon alleine des Settings in Irland wegen. Richtig überzeugen konnte mich die Umsetzung dann aber leider nicht, was vor allem daran lag, dass mir persönlich ganz eindeutig die Thriller-Elemente gefehlt haben, die eigentlich jede Menge Spannung hätten aufkommen lassen sollen.

Ganz grundsätzlich mochte ich Schreibstil und Erzählweise aber trotzdem, man erfährt nach und nach immer neue Details zu den Figuren und ihrer Beziehung zueinander und stolpert über das ein oder andere Geheimnis. Unglaublich blutige Ereignisse oder atemlose Spannung gibt es dabei zwar nicht, für mich ist das aber auch nicht zwangsläufig ein Kriterium für einen guten Thriller.

Auch Protagonistin Lizzie fand ich grundsätzlich interessant, da sie definitiv keine perfekte Figur war, aus ihren Fehlern und Schwächen aber gelernt hat und bereit dazu war, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Figuren mit etwas ungewöhnlichen Lebenswegen lese ich mittlerweile tatsächlich lieber als solche, die eher bekannten Klischees folgen, von daher hat mir ihre Charakterentwicklung tatsächlich sehr gut gefallen.

Meine Probleme mit dem Handlungsbogen lagen dann vermutlich auch eher in meinen eigenen Erwartungen begründet, da ich mit deutlich mehr Spannung und Thriller-Elementen gerechnet hatte. Trotz der immer neuen Enthüllungen und Geheimnisse kam es für meinen Geschmack zu einigen Längen in der Geschichte, was meine Motivation weiterzulesen etwas gedrückt hat und doch ein wenig enttäuschend war. Schlecht gemacht ist das Buch in meinen Augen deswegen zwar nicht, wäre ich allerdings eher mit der Erwartung einer mysteriösen Familiengeschichte gestartet, hätte mich die Umsetzung vermutlich etwas mehr überzeugen können.


Fazit
Auch wenn ich persönlich etwas andere Erwartungen an dieses Buch hatte, finde ich die Idee und die Figurengestaltung gar nicht mal so schlecht. Wer weniger auf Hochspannung und mehr auf Geheimnisse oder mysteriösen Familiengeschichten steht, den dürfte diese Geschichte daher deutlich mehr abholen, als das bei mir hier der Fall war.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.