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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Starke Grundidee mit schwacher Auflösung

Fünf Fremde
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Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich ...

Worum geht’s?
Eigentlich hatte Annika Lundt gar nicht vor, länger als nötig bei ihrer erkrankten Mutter auf ihrer Heimatinsel Neuwerk zu bleiben. Als ein aufziehender Orkan die Abreise dann jedoch unmöglich macht, muss sie bleiben – und mit ihr auch alle anderen Gäste, von denen nicht bloß einer ein Geheimnis mit sich herumträgt, das auch Annika in große Gefahr bringt.


Meine Meinung
Auf dieses Buch hatte ich mich vor allem wegen des Settings gefreut, da ich selber viel Zeit auf Neuwerk verbringe und daher unglaublich gespannt darauf war, wie sich hier die Geschichte im Setting machen würde. Da es sich bei diesem Buch für mich außerdem gleichzeitig auch um das erste Buch der Autorin gehandelt hat, war ich natürlich gleich doppelt so neugierig.

Gut gefallen hat mir bereits der Einstieg in die Geschichte, da der Spannungsbogen direkt unglaublich hoch angesetzt wurde und ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Durch die kurzen Kapitel und den angenehm zu lesenden Schreibstil war mein Lesefluss außerdem sehr hoch, was es leicht gemacht, schnell vorwärts zu kommen.

Auch die ständig wechselnden Perspektiven sowie die Zeitsprünge haben das Tempo hoch gehalten, wobei es für mich persönlich tatsächlich sogar etwas weniger hätten sein dürfen. Die Figuren waren in meinen Augen so nämlich leider nicht ganz so in der Tiefe ausgearbeitet, wie es vielleicht wünschenswert gewesen wäre, auch wenn das sicherlich dem Erzählstil geschuldet war.

Was mich dann leider wirklich gestört hat, war das meiner Meinung nach nicht wirklich durchdachte Ende. Die Auflösung hat auf mich ein wenig hektisch zusammengezimmert gewirkt, was es mir schwer gemacht hat, das Motiv und vor allem die Umsetzung des Racheplans authentisch zu finden. Darüber hinaus ging mir der Schluss etwas zu glatt über die Bühne, was mir persönlich die zuvor aufgebaute Spannung ziemlich kaputt gemacht hat.

Da mir das Buch abgesehen davon wirklich gut gefallen hat, war meine Enttäuschung über das Ende gleich etwas größer, was ich auch jetzt noch extrem schade finde. Mein vorheriger Lesespaß wurde mir dadurch allerdings nicht genommen, weshalb ich zumindest mit gemischten Gefühlen auf meine Lesestunden zurückblicken kann.


Fazit
Auch wenn mich die Auflösung leider eher mit dem Kopf hat schütteln lassen, konnte mich die Geschichte insgesamt gut unterhalten. Die Autorin werde ich daher definitiv im Auge behalten, denn wer über die Ungereimtheiten hinwegsehen kann, der wird hier definitiv Spaß beim Lesen haben.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 28.02.2026

Hat leider Potenzial liegengelassen

Die Yacht
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Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt ...

Worum geht’s?
Obwohl sich Hannah und Libby schon ewig kennen, könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Die Einladung, Silvester gemeinsam mit einigen Bekannten auf Libbys Luxusyacht zu verbringen, nimmt Hannah daher nur sehr widerwillig und mit dem festen Vorsatz an, so schnell wie möglich wieder nach Hause zu fahren. Als sie am Neujahrsmorgen aufbrechen will, liegt die Yacht jedoch nicht mehr im Hafen – und auf dem Boot ist plötzlich niemand mehr sicher.


Meine Meinung
Die Bücher von Sarah Goodwin habe ich bisher immer wirklich gerne gelesen, daher muss ich bei diesem wirklich mit Bedauern feststellen, dass es definitiv nicht ihr stärkstes Werk ist.

Verfestigt hat sich dieser Eindruck bei mir leider direkt mit dem Setting, welches in meinen Augen das am stärksten räumlich begrenzte aller ihrer bisherigen Settings war. Ein richtiges Gefühl der Beklemmung ist trotz der vielen Beschreibungen der Yacht und der Umgebung leider nicht bei mir aufgekommen, was ich wirklich schade fand.

Auch mit den Figuren konnte ich nicht besonders viel anfangen, da mir abgesehen von Hannah und Harry eigentlich jeder Charakter wie ein Pappaufsteller vorkam. In gewisser Weise kann man das zwar vielleicht noch als Symbol für das Sprichwort „Geld verdirbt den Charakter“ verstehen, wirklich überzeugt hat mich das allerdings nicht.

Davon abgesehen fand ich leider auch den Spannungsbogen nicht ganz so überzeugend, da sich viele Szenen an Belanglosigkeiten aufhängen und so in meinen Augen praktisch kein Tempo aufgebaut werden konnte. Immer wieder die selben Szenen in unterschiedlichen Abwandlungen zu lesen hat leider auch nicht dazu beigetragen, dass ich dem Ende mit Begeisterung entgegengefiebert habe.

Insgesamt habe ich leider schon deutlich stärkere Bücher von Sarah Goodwin gelesen, was ich wirklich schade finde. Wer bisher noch nie einen Locked-Room-Thriller gelesen hat, der könnte hier allerdings trotzdem ganz gut unterhalten werden, vorausgesetzt, man kann über die Längen des Handlungsbogens hinwegsehen.


Fazit
Auch wenn das Setting und der Handlungsbogen einiges an Potenzial hatten, fand ich die Umsetzung nicht ganz so stark, wie ich es eigentlich von der Autorin erwartet hätte. Einige Passagen haben mich zwar recht gut unterhalten, das Gesamtbild war für mich aber leider deutlich weniger mittreißend, als ich eigentlich erwartet hätte.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.02.2026

Konnte mich leider nicht überzeugen

Road of Bones – Straße des Todes
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Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt ...

Worum geht’s?
Dokumentarfilmer Felix Teigland kommt eher schlecht als recht über die Runden und schuldet selbst seinem besten Kumpel eine ganze Menge Geld. Ein Film über die Kolyma-Straße soll das Blatt für ihn wenden – doch in Sibirien angekommen, treffen die beiden nicht nur auf eine absolut lebensfeindliche Umgebung, sondern auch auf eine verlassene Stadt und Kreaturen, die sie schon bald an ihrem Verstand zweifeln lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch habe ich mich leider unglaublich schwer damit getan, überhaupt bis zum Ende durchzuhalten, obwohl der Klappentext eigentlich sehr vielversprechend klang. Als Fan außergewöhnlicher Settings hatte diese Geschichte in meinen Augen ein unglaublich großes Potenzial, was sich in meiner Vorstellung vor allem in der lebensfeindlichen Gegend Sibiriens hätte niederschlagen sollen, mich beim Lesen dann aber leider kaum überzeugen konnte.

Besonders genervt hat mich dabei, dass eigentlich kaum etwas wirklich spannendes passiert und sich der Handlungsbogen insbesondere für die Kürze der Geschichte relativ viel Zeit lässt. In der Theorie hätte diese Zeit genutzt werden können, um ein beklemmendes Setting zu erschaffen, was vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um eine Horrorgeschichte handeln soll wichtig und meinem Lesespaß deutlich zuträglicher gewesen wäre.

Auch die Figuren waren für mich nicht wirklich greifbar beim Lesen, zumal ich recht lange Schwierigkeiten dabei hatte, Felix und Prentiss auseinander zu halten. Abgesehen davon kamen dann deutlich später noch Charaktere dazu, die zwar schlussendlich wichtig für den Plot waren, zuvor aber noch gar keine Rolle gespielt und mich daher fast ein wenig überrumpelt haben. In Kombination mit der eher unglaubwürdigen Entwicklung des Handlungsbogens war ich leider so gar nicht überzeugt, weshalb ich dann eher erleichtert darüber war, dass das Buch nicht länger war. Da Horror ohnehin nicht mein Lieblingsgenre ist, werde ich mich in Zukunft vermutlich lieber auf die Autoren verlassen, deren Bücher mich in der Vergangenheit auch in diesem Genre eher überzeugen konnten.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider weder hinsichtlich der Atmosphäre, noch hinsichtlich der Figuren oder des Handlungsbogens besonders mittreißend erzählt. Das Potenzial für ein überzeugendes Buch war dabei zwar irgendwo gegeben, ausgeschöpft wurde das in meinen Augen aber leider gar nicht.

Dafür gibt es noch knappe zwei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Guter Ansatz, aber nicht das richtige Buch für mich

Klein & wild
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Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert ...

Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert Prozent die Tatsache, dass das Verständnis der Autorin bezüglich der Definition von „klein“ absolut nicht mit meinem übereinstimmt.

Das Konzept an sich kam mir sehr plan- und magazinmäßigig vor, was durchaus zu den bisherigen Veröffentlichungen der Autorin passt. Wer diesen Stil mag, der wird auch an diesem Buch sicherlich Freude haben, mich persönlich hat dieser Aufbau aber leider überhaupt nicht angesprochen.

Auch der Schreibstil war eher nicht mein Fall, da ich die runtergeratterte Aufzählung zahlreicher Pflanzen mit ihren lateinischen Namen, dafür aber nicht immer mit passenden Bildern auf Dauer einfach repetitiv und wenig ansprechend fand. Darüber hinaus waren mir die Beetpläne nicht aussagekräftig genug, da die Illustrationen zwar nett gemacht waren, mir bei der Frage nach der konkreten Pflanzung aber nicht weitergeholfen haben.

Immer wieder gestört hat mich dann auch die Tatsache, dass die Definition von „klein“ hier ganz offensichtlich nicht zur Lebensrealität der meisten Menschen passt. Wenn jeder Baum, Strauch und jede Beetart „unverzichtbar“ oder ein „Must-have“ ist und „in jeden Garten passt“, sprengt das ganz objektiv betrachtet jeden Garten, nicht nur die besonders kleinen Exemplare.

Auch wenn ich meinen eigenen Garten nicht gerade als winzig bezeichnen würde, könnte ich den Großteil der Inspirationen aus diesem Buch daher gar nicht umsetzen, was ich angesichts der Prämisse des Buches sehr schade finde. Die Tätigkeit der Autorin als Landschaftsarchitektin erklärt zwar in gewisser Weise, warum sie deutlich größere Gärten als Ausgangslage für ihre Planung nimmt, in meinen Augen hält das Buch auf dieser Grundlage aber leider nicht wirklich das, was es eigentlich verspricht.


Fazit
Auch wenn ich den Grundgedanken dieses Buches wirklich mochte, war die Umsetzung für mich definitiv nicht die richtige. Wer auf Magazin-Stil steht oder einen größeren Garten hat, der dürfte sich sicherlich von diesem Buch angesprochen fühlen, die Intention wurde hier mit der Umsetzung in meinen Augen aber leider eher verfehlt.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Leider keine gelungene Fortsetzung für mich

Ari und Dante 2: Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens
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Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre ...

Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre Beziehung zueinander, sondern auch das Erwachsenwerden ausloten – und dabei herausfinden, was ihnen wirklich wichtig ist.


Meine Meinung
Auch wenn mich schon Band eins nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, wollte ich der Fortsetzung noch eine Chance geben. So richtig überzeugen konnte aber auch die mich leider nicht, was ich angesichts der wichtigen Thematik wirklich schade fand.

Der Schreibstil und auch die Ausdrucksweise waren in meinen Augen deutlich bemühter poetisch gehalten, als das in Band eins der Fall war. Richtig begeistert hat mich das beim Lesen zwar nicht unbedingt, denn dadurch wurde die Geschichte nicht deutlich tiefgründiger, auch wenn das sicherlich irgendwo ein Ziel war. Da man beide Bücher unabhängig voneinander lesen kann, hatte ich außerdem kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl, was mich irgendwie immer ein kleines bisschen gestört hat.

Die sich eher ziehenden Stellen lassen sich vielleicht auch durch den deutlich größeren Ausmaß des Buches an sich im Vergleich zu Band eins erklären, was meiner Meinung nach auch nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Einerseits war das zwar prinzipiell gut gelungen, da so Raum für Entwicklungen und die Gefühlswelt der Figuren gelassen wurde, andererseits gab es so aber auch deutlich mehr zu lesen, was mich leider insgesamt nicht besonders angesprochen und es somit langwieriger gemacht hat, das Buch überhaupt zu beenden.

Wer Band eins mochte, wird sich hier sicherlich darüber freuen, Aristoteles und Dante beim Erwachsenwerden begleiten zu können, ich persönlich hatte jedoch trotz der deutlich spürbaren Entwicklung der beiden Protagonisten Schwierigkeiten, mich beim Lesen wirklich für die Geschichte zu begeistern. Queere Jugendbücher und Liebesgeschichten habe ich daher auch hier schon bessere gelesen, weshalb der Autor und ich vermutlich einfach kein gutes Match sind.


Fazit
Ich persönlich hätte diese Fortsetzung nicht unbedingt gebraucht, auch wenn queere Repräsentation unglaublich wichtig ist. Wer den ersten Band der Reihe mochte, wird auch an dieser Geschichte sicherlich Freude haben, ich persönlich hatte jedoch auch hier deutliche Probleme damit, bis zum Ende mit Begeisterung dran zu bleiben.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.