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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein (vorerst) recht gelungener Abschlussband

Verraten
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Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich ...

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich nicht ihm, doch weder die Justiz, noch seine Vorgesetzten wollen ihm das glauben. Als dann auch noch ein Kopfgeld auf ihn angesetzt wird, kann er die Schlinge um seinen Hals schon spüren – und muss gemeinsam mit seinem Team alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung
Auch wenn ich mich mit den letzten Teilen der Reihe etwas schwerer getan habe, als das zu Beginn der Fall war, mochte ich das Team aus dem Sonderdezernat Q immer wirklich gerne. Dem Abschlussband habe ich daher durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen, denn insbesondere so lange Reihen und ihre Charaktere wachsen mir irgendwann fast schon zwangsläufig ans Herz.

Der Spannungsbogen war mir persönlich hier fast schon ein wenig zu sprunghaft, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass es immer wieder Rückbezüge auf alte Fälle und Ereignisse gab, die als Erinnerungsstützen zwar sicherlich ganz nett sind, dabei aber definitiv nicht für einen Neueinstieg in die Reihe geeignet waren. Der eigentliche Fall bekam daher meiner Meinung nach auch nicht die Aufmerksamkeit, die er eigentlich verdient hätte, was es mir stellenweise wirklich nicht leicht gemacht hat, mit Konzentration bei der Sache zu bleiben. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte für Carl und sein Team ausgeht, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht durchgehend gelangweilt habe.

Die Figuren sind bei zehn Bänden natürlich ein ganz elementarer Bestandteil der Reihe, die mir fast noch wichtiger sind als die Handlung an sich. Ganz rund fand ich das Gesamtbild auch in diesem Punkt leider nicht, was aber vermutlich einfach daran lag, dass die Geschichte um das Sonderdezernat Q mittlerweile dann doch weitestgehend auserzählt ist. Ich habe das Buch daher insgesamt eher als nettes Wiedersehen mit alten Bekannten gelesen, was ich als Abschluss der Reihe dann insgesamt doch recht nett, wenn auch nicht überragend gut fand.


Fazit
Auch wenn dieses Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt das Rad neu erfindet, fand ich es als Abschlussband dieser langlebigen Reihe durchaus gelungen. Fans der Charaktere werden hier sicherlich noch einmal Freude beim Lesen haben, als Einstieg in die Reihe eignet sich diese Geschichte allerdings eher weniger.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Niedliche Idee mit etwas holperiger Umsetzung

Words Like Feathers
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Worum geht’s?
Für Olivia wird ein regelrechter Lebenstraum wahr, als sie überraschend einen der begehrten Plätze in einem Künstler-Retreat in Schottland bekommt. Zwischen Stars und jeder Menge begeisterter ...

Worum geht’s?
Für Olivia wird ein regelrechter Lebenstraum wahr, als sie überraschend einen der begehrten Plätze in einem Künstler-Retreat in Schottland bekommt. Zwischen Stars und jeder Menge begeisterter Filmfans sollte sie sich eigentlich am wohlsten fühlen – wäre da nicht Musicalstar Tristan, der Mann, dem sie vor Jahren das Herz gebrochen hat und der ihres jedoch noch immer zum Rasen bringt.


Meine Meinung
Die Idee dieser Geschichte fand ich eigentlich wirklich schön, insbesondere weil ich selbst großer Film- und Serienfan bin und daher bereits diesen Aspekt wahnsinnig ansprechend gewählt fand. Auch das Setting in Schottland war ein unglaublich großer Pluspunkt für mich, der das Buch ziemlich direkt auf meine Wunschliste hat wandern lassen. Mit der Umsetzung habe dann aber selbst ich mich eher schwer getan, weshalb ich die durchaus durchwachsenen Meinungen leider absolut nachvollziehen kann.

Protagonistin Olivia fand ich zunächst sehr sympathisch gewählt und grundsätzlich gut charakterisiert, was es mir leicht gemacht hat, sie durch die Geschichte begleiten zu wollen. Mit zunehmendem Fortschreiten der Handlung hatte ich aber leider das Gefühl, dass ihre Charakterentwicklung eher stagnierte und Potenzial liegengelassen wurde. Ganz grundsätzlich mochte ich sie aber bis zum Schluss wirklich gerne, was für mich zumindest ein Pluspunkt ist.

Tristan war dann in meinen Augen leider eher anstrengend, auch wenn ich durchaus nachvollziehen konnte, dass er nicht so leicht über seinen Schatten springen und die Vergangenheit hinter sich lassen konnte. Wirklich tiefgründig dargestellt fand ich seinen Charakter aber leider trotzdem nicht, was es mir bei allem Mitfiebern für die zweite Chance auf die große Liebe zwischen ihm und Olivia schwer gemacht hat, ihn wirklich ins Herz zu schließen.

Etwas anstrengend fand ich leider auch die permanenten Bezüge auf Filme, Serien und Musiktexte, was zwar grundsätzlich nett und unterhaltsam war, in der Menge aber dann leider einfach wie eine Referenzkeule auf mich gewirkt hat. Die poetische Note ging meiner Meinung nach so leider auch eher unter, was es mir beim Lesen schwer gemacht hat, die eigentlich sehr berührenden Momente der Geschichte präsent zu halten und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Darüber hinaus bekam das Retreat in meinen Augen gar nicht die Aufmerksamkeit und den Raum, die mich eigentlich interessiert hätten, was ich aufgrund des wirklich ansprechenden Settings ebenfalls sehr schade fand.


Fazit
Auch wenn ich die Grundidee der Geschichte wirklich gerne mochte, konnte mich die Umsetzung nicht so überzeugen, wie sie es eigentlich hätte tun sollen. Da ich die Autorin bisher immer gerne gelesen habe, war das leider keine besonders schöne Überraschung, ganz von meiner Leseliste streichen möchte ich sie dafür aber noch nicht.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Informative Aufarbeitung eines eher unbekannten Themas

"Ich habe getötet, aber ein Mörder bin ich nicht"
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Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich historisch interessiert bin, war mir der Völkermord an den Armeniern bisher noch kein wirklicher Begriff und somit ein Thema, zu dem ich selbst noch kein Vorwissen ...

Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich historisch interessiert bin, war mir der Völkermord an den Armeniern bisher noch kein wirklicher Begriff und somit ein Thema, zu dem ich selbst noch kein Vorwissen hatte. Die Aufarbeitung der Geschichte hat mir hier daher insgesamt wirklich gut gefallen, insbesondere weil die zunächst vielleicht etwas ausschweifenden Erklärungen Hintergründe erläutern, die es auch ohne Vorwissen recht einfach machen, dem Geschehen zu folgen.

Nicht ganz so überzeugend fand ich dann insgesamt leider den Schreibstil, da man durchaus gemerkt hat, dass das Buch vermutlich nicht in der Reihenfolge der Kapitel geschrieben wurde und ich somit leider den Eindruck hatte, keinem roten Faden von Anfang bis Ende folgen zu können.

Darüber hinaus gab es einige Abschnitte, die in meinen Augen etwas unnötig gestreckt wurden, insbesondere wenn ich innerhalb von zwanzig Seiten sieben Mal die Information lesen muss, dass Istanbul früher einmal Konstantinopel hieß. Da sich dieses Muster glücklicherweise nicht durch das gesamte Buch gezogen hat, konnte ich dabei durchaus ein Auge zudrücken, stilistisch habe ich jedoch auch im Sach- und Fachbuchbereich schon deutlich angenehmer zu lesende Bücher gelesen.

Die Informationen an sich waren für mich überwiegend neu, weshalb ich auch durchaus gespannt darauf war, mit welchen Quellen hier gearbeitet wurde. Die Quellenangaben habe ich als umfangreich wahrgenommen und konnte somit auch direkt weiter recherchieren, wenn mich ein Thema besonders interessiert hat, was ich insgesamt sehr zufriedenstellend fand.


Fazit
Ich konnte in diesem Buch auf jeden Fall eine Menge lernen und war wirklich überrascht, wie umfangreich die Aufarbeitung insgesamt angelegt war. Stilistisch bin ich allerdings nicht ganz glücklich mit der Umsetzung, da ich mich stellenweise durchaus anstrengen musste, um weiterzulesen und bis zum Ende durchzuhalten.

Dafür gibt es trotzdem noch knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Informative Grundlagen, aber keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse

HOW TO LOOK BETTER.
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Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich sehr vielseitig interessiert bin und auch meinen Lesestoff gerne breit aufstelle, kenne ich mich mit dem Thema Haut und Hautgesundheit allenfalls oberflächlich aus. ...

Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich sehr vielseitig interessiert bin und auch meinen Lesestoff gerne breit aufstelle, kenne ich mich mit dem Thema Haut und Hautgesundheit allenfalls oberflächlich aus. Die Idee zu diesem Buch fand ich daher durchaus interessant, insbesondere weil die angepriesenen 10 Maxime nach einer einfach umsetzbaren Handreichung klangen.

Die Umsetzung ist meiner Meinung nach auch durchaus gelungen, insbesondere weil der vorgelagerte Informationsteil sehr umfangreich ausfällt. Die Mischung aus Erfahrungsberichten aus dem Praxisalltag und reiner Wissensvermittlung ist dabei grundsätzlich interessant, stellenweise aber durchaus von Selbstdarstellung geprägt, was man eventuell einfach überlesen muss. Auch die Länge dieses Buchabschnittes wirkt im Vergleich zum zweiten Teil ein wenig arg umfangreich, wer sich für wissenschaftlich fundierte Informationen zum Thema Haut interessiert, dem wird dieser Teil allerdings sicherlich gut gefallen.

Der für mich wirklich interessante zweite Teil des Buches, in dem es um die 10 Maxime für eine schönere Haut ging, hat mir daher tatsächlich auch am besten gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass meine Erwartungen an den Inhalt vermutlich ein bisschen zu hoch angesetzt waren. Bei einem ganzen Buch zu dem Thema hatte ich ehrlicherweise mit vollkommen neuen Erkenntnissen oder überraschenden Geheimtipps gerechnet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür realistisch betrachtet nicht wirklich hoch war.

Insgesamt lohnt sich das Buch meiner Meinung nach trotzdem, man muss aber in Hinblick auf die eigenen Erwartungen eben realistisch bleiben und darf keine geheimen Wundermittel erwarten, die dieses Buch eben (logischerweise) nicht liefern kann.


Fazit
Auch wenn es hier keine bahnbrechenden und geheimen Tipps für die Hautpflege gibt, ist die fundierte Sammlung an Informationen durchaus lesenswert. Als Dekoration oder Nachschlagewerk zur Erinnerungsstütze finde ich das Buch daher gleich mehrfach nützlich, allzu überzogene Erwartungen sollte man hinsichtlich des Inhalts aber nicht hegen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ränkespiele und verwirrende Allianzen

Das Lied von Eis und Feuer 03
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Worum geht’s?
In Westeros ziehen dunkle Zeiten auf, als nach dem Tod von König Robert die Frage um seine Nachfolge geklärt werden soll. Vier Könige sind dabei drei zu viel – und so muss Robb Stark nicht ...

Worum geht’s?
In Westeros ziehen dunkle Zeiten auf, als nach dem Tod von König Robert die Frage um seine Nachfolge geklärt werden soll. Vier Könige sind dabei drei zu viel – und so muss Robb Stark nicht nur alles dafür tun, um als König des Nordens zu bestehen, sondern auch seine Familie beschützen, die in den Händen der Lennisters alles andere als sicher ist.


Meine Meinung
So lange wie ich diese Reihe vor mir hergeschoben habe, mit umso mehr Begeisterung arbeite ich mich aktuell durch die Bände. Auch Band drei hat mich wieder gut unterhalten, wobei ich noch immer ein paar Probleme dabei habe, die zahlreichen Nebenfiguren und Schauplätze sauber auseinanderzuhalten.

Mit dem Schreibstil komme ich mittlerweile sehr gut zurecht und lese ihn tatsächlich auch gerne, was es leicht macht, recht schnell voranzukommen. Auch der Handlungsbogen konnte mich hier recht schnell packen, da die häufigen Perspektiv- und Ortswechsel eine hohe Dynamik mit sich bringen und praktisch keine unnötigen Längen zulassen.

Schwierig wurde es für mich daher tatsächlich nur bei den Allianzen, Intrigen und taktischen Schachzügen, da ich noch immer ein relativ großes Problem mit den Namen der zahlreichen Nebenfiguren habe und mich nicht so leicht mit der Orientierung tue. In Hinblick auf das Geschehen ist zwar bisher noch nicht weltbewegend viel passiert, Tempo und Ereignisse haben mich aber trotzdem auf keinen Fall gelangweilt und machen neugierig darauf, was mit Familie Stark und ihren Gegenspielern noch so alles passieren wird.


Fazit
Auch wenn ich mich bei den ganzen Namen ehrlicherweise noch immer ein bisschen orientierungslos fühle, hatte ich auch hier wieder viel Freude beim Lesen. Für das Setting und den Handlungsbogen lohnen sich die kleinen Unsicherheiten daher in meinen Augen auf jeden Fall, auch wenn man so wirklich aufpassen muss, um der Geschichte folgen zu können.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.