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Veröffentlicht am 27.09.2019

Freche Ponys

Die Haferhorde - Vorlesegeschichten mit Schoko und Keks
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Dieses Buch habe ich gemeinsam mit meiner 6-jährigen Tochter gelesen, weshalb ihre Meinung hier auch einfließt. Es ist unser erstes Buch der Haferhordenreihe. Ich muss sagen, dass Cover hat mich erst einmal ...

Dieses Buch habe ich gemeinsam mit meiner 6-jährigen Tochter gelesen, weshalb ihre Meinung hier auch einfließt. Es ist unser erstes Buch der Haferhordenreihe. Ich muss sagen, dass Cover hat mich erst einmal nicht angesprochen, für mich ist es etwas chaotisch und der Zeichenstil erinnert mich eher an einen Comic. Meine Tochter dagegen war gleich begeistert und sie meinte sofort wie süß die Ponys sind. Und der Leuchtturm zeigt ihr, es spielt am Meer.
Das Buch ist in einzelne Geschichten aufgeteilt, die man gut unabhängig voneinander lesen kann. Auch wenn wie die verschiedenen Charaktere vorher noch nicht kannten, kamen wir gut rein. Das lag vor allem daran, dass nochmal alle gut vorgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen natürlich die zwei Ponys Schoko und Keks. Die keine gewöhnlichen Ponys in meinen Augen sind, sondern besonders freche Ponys, die einiges anstellen. Dabei lernen sie aber auch, nicht immer mit dem Kopf durch die Wand ist der beste Weg und das wichtigste überhaupt sind Freunde, die einen zur Seite stehen.
Die Geschichten sind sehr locker erzählt, es gibt tolle neue Wortschöpfungen, über die meine Tochter und ich schmunzeln mussten. Es gibt immer Action, bei der Haferhorde wird es nicht langweilig. Meine Tochter ist ganz begeistert von Schoko und möchte jetzt weitere Bände haben. Die Zeichnungen sind sehr süß. Mir hat vor allem gefallen, dass es sich sehr abwechselt, manchmal großformatige Bilder, dann wieder nur kleine Details neben dem Text. Aber es gibt immer etwas zu sehen.
Uns hat das Buch beide begeistert und es eignet sich sehr gut, in die Welt der Haferhorde hinein zu schnuppern. Das ist sicher nicht unsere letzte Begegnung mit Schoko und seinen Freunden.

Veröffentlicht am 26.09.2019

Ein Ausschnitt aus einem ungewöhnlichen Leben

Die Dame hinter dem Vorhang
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Als erstes ein ganz großes Lob an den Verlag, der sich mit der Gestaltung und der Ausstattung des Buches viel Mühe gegeben hat. Für viele Leser*innen ist das vielleicht nicht wichtig und hat nicht mit ...

Als erstes ein ganz großes Lob an den Verlag, der sich mit der Gestaltung und der Ausstattung des Buches viel Mühe gegeben hat. Für viele Leser*innen ist das vielleicht nicht wichtig und hat nicht mit einer Rezension zu tun, aber für mich sind Bücher Gesamtkunstwerke und dazu zählt eben auch das Cover und die Haptik eines Buches. Dieses Buch fasst sich jedenfalls gut an, es hat einen schönen Leinenrücken, ein Lesebändchen und auch die Innenseiten des Buchumschlages sind schön gestaltet. Das Cover ist einerseits schlicht und trotzdem ausdrucksstark.
Das Cover passt auch sehr gut zur Protagonistin, die auch gerne auffällt. Ich muss zugeben, ich kannte die Edith Sitwell bevor ich das Buch gelesen hatte nicht. Aber jetzt nach dem Lesen habe ich richtig Lust bekommen mehr von dieser außergewöhnlichen Frau und über sie zu lesen. Aber nun zu diesem Buch. Es ist keine gewöhnliche Biografie. Edith Sitwell wird eigentlich nur durch die Augen ihrer Assistentin Jane beschrieben. Dabei ist es zeitlich nicht kontinuierlich, sondern springt etwas in der Zeit. Die Kinder und Jugendzeit von Edith, wird dann aus der Sicht von Emma beschrieben, der Mutter von Jane. Ich muss zugeben, mich haben die Zeitsprünge und auch das Ediths Leben von zwei verschiedenen Personen beschrieben wurde, etwas verwirrt. Des Weiteren bleiben Jane und ihre Mutter Angestellte von Edith, auch wenn sie sie durch schwere Zeiten begleitet haben, fehlte mir oft ein wirklich privater Einblick in Ediths Gefühlswelt. Es ist und bleibt ein Blick von außen für mich.
Das beschriebene Leben von Edith ist wirklich interessant, man trifft auch immer wieder auf sehr bekannte Persönlichkeiten, die mit Edith verbandelt sind. Auch die gesellschaftliche Entwicklung wird am Rande ganz gut beschrieben. Dennoch empfand ich die Geschichte nicht als rund. Edith blieb mir eigentlich bis zum Ende fremd, ihr Verhalten, ihr unberechenbarer Charakter. Schade, denn Edith ist eine wirklich spannende Persönlichkeit. Da mir einfach das Hintergrundwissen zu Edith und auch ihren Künstlerkreisen fehlt, empfand ich die Geschichte als sehr bruchstückhaft mit zu wenig Erklärungen. Es bleibt eine Geschichte einer Angestellten, die einfach auch keinen Zugang zu allen Bereichen von Ediths Leben hat. Aber auch Jane blieb mir fremd, denn sie möchte extra nicht viel zu sich erzählen, da es eine Geschichte über Edith sein soll.
Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Es ist gut lesbar geschrieben, es hat auch seine Spannungsbögen und insgesamt hat es mich neugierig auf Edith gemacht, so dass ich mehr über sie erfahren will.

Veröffentlicht am 23.09.2019

Kaum Spannungsaufbau

Die Waldmeisterinnen
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Dieses Buch habe ich mit meiner 6 bald 7jährigen Tochter gelesen. Das Cover und die Haptik des Buches sind schon einmal sehr einladend. Das Cover bunt und schön gezeichnet. Liebevoll hat meine Tochter ...

Dieses Buch habe ich mit meiner 6 bald 7jährigen Tochter gelesen. Das Cover und die Haptik des Buches sind schon einmal sehr einladend. Das Cover bunt und schön gezeichnet. Liebevoll hat meine Tochter über die erhabene Schrift gestrichen und gleich gesagt „meins!“. Schon einmal ein guter Start. Schon allein die Schriftgröße macht das Buch eher zu einem Vorlesebuch und Selbstlesebuch für den geübten Leser. Für Leseanfänger ist es nicht geeignet. Aber selbst, also wirklich geübte Vorleserin bin manchmal an den Satzkonstruktionen und den immer wieder eingeworfenen englischen Wörtern hängen geblieben. Das machte es meiner Tochter auch schwer dem Buch immer zu folgen.
Die Geschichten um die beiden Schwestern Holly Hollunder und Lia Lavendel sind ganz nett, aber wirklich spannend fanden wir sie beide nicht wirklich. Das lesen wir sonst schon anspruchsvollere Geschichten. Bei diesem Buch fällt es mir schwer eine Zielgruppe festzulegen. Sprachlich ist es wirklich anspruchsvoll, aber inhaltlich eher für jüngere Kinder. Jedenfalls ging es meiner Tochter und mir so.
Das ist wirklich schade, da es wunderschön illustriert ist. Ungewöhnliche Dinge gibt es auf den Bildern zu entdecken und alles schön mit kräftigen Farben. Auch das Leben der sehr ungewöhnlichen Schwestern ist sehr schön beschrieben, aber die Geschichten bleiben eher seicht und es baute sich keine richtige Spannung auf. Meiner Meinung hätte man da wirklich mehr daraus machen können, denn die Idee ist sehr gut.

Veröffentlicht am 20.09.2019

Schönes Gute-Nacht Buch

Die kleine Spinne Widerlich sagt Gute Nacht (Pappbilderbuch)
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Dies ist mein erstes Buch, welches ich aus der Reihe der süßen Spinne gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.
Trotz des Namens ist die kleine Spinne Widerlich eine süße Kleine mit einer ...

Dies ist mein erstes Buch, welches ich aus der Reihe der süßen Spinne gelesen habe und es wird auch nicht mein letztes sein.
Trotz des Namens ist die kleine Spinne Widerlich eine süße Kleine mit einer interessanten Familie. Die kleine Spinne möchte bevor sie ins Bett geht, noch schnell schauen, was die einzelnen Mitglieder ihrer Familie machen. Sie besucht sie und sagt ihnen Gute Nacht. Am Ende wird sie dann selbst ins Bett gebracht.
Meinem 2-jährigen Sohn hat das Buch sehr gut gefallen, er wollte es mehrere Abende hintereinander immer wieder vorgelesen haben. Mir hat das Buch auch sehr gefallen. Besonders die lustigen Namen der Spinnen haben mich zum Schmunzeln gebracht. Dass die die kurzen Texte in Reimform sind, fand ich sehr praktisch zum Vorlesen und auch inhaltlich waren die kurzen Texte sehr schön. Die Illustrationen sind gelungen. Die Bilder sind übersichtlich, aber dennoch gibt es viel zu entdecken. Meinem Sohn gefiel vor allem, dass die Spinne ein kleines Hasenkuscheltier hat, was sie überall hin mitnimmt.
Ich möchte jetzt unbedingt noch weitere Pappbilderbücher der Reihe, denn uns hat das Buch auf ganzer Linie überzeugt.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Interessante Idee, nervige Protagonistin

ATME!
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Auf den ersten Blick hat mich das Cover an Simon Beckett erinnert. Ob gewollt oder nicht, der Inhalt des Buches ist nicht zu vergleichen. Erst dachte ich ja, rein vom Cover und Titel ausgehend, es geht ...

Auf den ersten Blick hat mich das Cover an Simon Beckett erinnert. Ob gewollt oder nicht, der Inhalt des Buches ist nicht zu vergleichen. Erst dachte ich ja, rein vom Cover und Titel ausgehend, es geht um eine Frau auf der Flucht. Aber nein, die Protagonistin des Romans, Nile, ist zwar oft atemlos, aber sie ist auf der Suche und nicht auf der Flucht. Sie sucht ihren Lebensgefährten, der während eines Einkaufbummel plötzlich verschwunden ist. Damit nicht genug, merkt man als Leser sehr bald, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint, irgendetwas stimmt mit Nile nicht. Die Frage was ist wahr und was ist von Nile nur ausgedacht, zieht sich durch den gesamten Roman. Das macht den Roman spannend. Gleichzeitig entpuppt sich Nile als für mich sehr nerviger Charakter. Ich konnte mich nicht in sie hineinfühlen. Auch die anderen Charaktere des Buches bleiben mir fremd und ihr Verhalten nicht wirklich nachvollziehbar.
Dennoch liest es sich ganz spannend und ich hatte es wirklich schnell gelesen, was zum Teil auch an dem großen Zeilenabstand und dem vielen leeren Platz zwischen den einzelnen sehr kurzen Kapiteln lag. Die Idee des Romans ist wirklich gut, aber Nile als Protagonistin ist nicht gelungen. Ihre psychischen Probleme sind zu offensichtlich. Auch wenn es der Autorin immer wieder gelungen ist, mich auf eine falsche Fährte zu locken, war für mich dennoch einiges zu offensichtlich, um den Spannungsbogen wirklich zu halten. Das Ende passte dagegen sehr gut und war für mich die einzige logische Möglichkeit. Es bleiben auch noch einige Fragen offen und man darf seine eigene Phantasie bemühen.
Dies war mein erster Roman der Autorin. Auch wenn er für mich einige Punkte hatte, die mir nicht gefallen haben, wird es sicher nicht mein letzter Roman der Autorin sein, denn Idee und auch der Schreibstil hat mir gefallen.