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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2018

Guter Thriller, bis auf das Ende

Zu nah
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Detective Frankie, noch gezeichnet von ihrem letzten Fall, wird zu einem Selbstmord gerufen, der sich als komplizierter Mordfall entpuppt. Als es dann noch Parallelen zu einem anderen Mordopfer gibt, rennt ...

Detective Frankie, noch gezeichnet von ihrem letzten Fall, wird zu einem Selbstmord gerufen, der sich als komplizierter Mordfall entpuppt. Als es dann noch Parallelen zu einem anderen Mordopfer gibt, rennt ihr langsam die Zeit davon. Denn wann schlägt der Mörder wieder zu.<br />Dies ist der erste Roman um die irische Ermittlerin Frankie, auch wenn ich vor allem zu Beginn immer das Gefühl hatte, es gibt schon vorhergehende Bände, da immer wieder Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wird. Dieses wird zwar versucht in den aktuellen Fall einzubauen, aber dennoch blieb bei mir das Gefühl, mir fehlt ein bestimmtes Vorwissen. Es gibt dann schnell ein paar Verdächtige und als Leser wird man dazu eingeladen, mitzurätseln. Immer wieder wurde ich von der Autorin an der Nase herum geführt. Bis es dann für mich zum völlig überraschenden Ende kommt. An sich mag ich Überraschungen, aber diese war mir zu groß. Ich hatte das Gefühl mir fehlt etwas Entscheidendes. Das kann aber auch an der Hörbuchfassung liegen, die leider gekürzt war.<br />Insgesamt hat mich das Hörbuch gut unterhalten, was auch an der angenehmen Sprecherin lag, die vor allem die Protagonistin gut betonte. Leider fehlte mir aber oft der rote Faden, die Geschichte hatte für mich nicht immer nachvollziehbare Sprünge. Ich kann nicht sagen, ob das an der Kürzung liegt oder ob auch der Originalroman die gleichen Sprünge verzeichnet. Wirklich schade, denn der Fall ist interessant und die Frage nach Opfer und Täter nicht immer eindeutig. Da ich ein großer Irlandfan bin, hätte ich mich auch über eine größere Einbeziehung des Handlungsortes gefreut, aber der spielt im Thriller kaum eine Rolle und ist damit völlig austauschbar.<br />Da ich mich trotz der genannten Kritikpunkte gut unterhalten fühlte, hoffe ich, dass Detective Frankie bald wieder ermittelt.<br />

Veröffentlicht am 11.07.2018

Unterhaltsam, aber keine neuen Einblicke

Racheopfer
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Ein dünnes Buch, was außerhalb der erfolgreichen Reihe von Ethan Cross gelesen werden kann. Es wird als Vorgeschichte über den Serientäter Francis Ackermann beworben. <br />Ich kenne bereits einen Teil der ...

Ein dünnes Buch, was außerhalb der erfolgreichen Reihe von Ethan Cross gelesen werden kann. Es wird als Vorgeschichte über den Serientäter Francis Ackermann beworben. <br />Ich kenne bereits einen Teil der Reihe, wobei ich besonders Ackermann als faszinierend wahr nahm. Deshalb freute ich mich sehr, dass es ein Buch herausgegeben wurde, dass seine Entwicklung und seine Psyche näher beschreibt. Mit diesen Erwartungen bin ich an den Roman herangegangen und wurde enttäuscht.<br />Die Geschichte ist spannend erzählt, ich fieberte richtig mit. Ackermann kommt für eine experimentelle Behandlung in eine neue Klinik. Dort hat aber die Ärztin Dr. Kelly noch eine Rechnung offen und dank ihrer Selbstüberschätzung kann Ackermann seine Spielchen spielen. Dabei wird nur wenig auf seine Entwicklung als Mörder eingegangen. Es gibt kurze Rückblicke, diese gibt es aber bereits auch in den anderen Romanen der Reihe. Bis auf Ackermann bleiben die weiteren Protagonisten etwas farblos. Dr. Kelly wirkt richtig naiv und ich griff mir immer wieder an den Kopf bezüglich ihrer Selbstüberschätzung und der daraus folgenden falschen Entscheidungen. Beim Sicherheitschef wurde versucht, ihn mit einem Kriegstraume, etwas interessanter zu gestalten. Da dies auch nur oberflächlich angesprochen wurde, wirkte es auf mich eher störend.<br />Dennoch fand ich den Roman ganz unterhaltsam und spannend. Dieser kurze Roman kann dennoch nicht mit den anderen Romanen der Reihe mithalten. Dafür ist er zu oberflächlich und man erfährt auch nicht mehr über Ackermann. <br />

Veröffentlicht am 12.02.2018

Heiße Bären

Age of Trinity - Silbernes Schweigen
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Das ist bereits der 16. Band der erfolgreichen Gestaltwandlerreihe und ich werde nicht müde sie zu lesen. Warum ist das so? Zum einen liegt das am sehr angenehmen Schreibstil der Autorin, der beschreibend, ...

Das ist bereits der 16. Band der erfolgreichen Gestaltwandlerreihe und ich werde nicht müde sie zu lesen. Warum ist das so? Zum einen liegt das am sehr angenehmen Schreibstil der Autorin, der beschreibend, aber nicht langatmig ist. Dazu kommen detailliert beschriebene Charaktere, die einfach sympathisch sind. Zum Anderen hat Nalini Singh eine ganz besondere Welt erschaffen, die nach so vielen Teilen, wie ein geliebter Ort erscheint, den ich immer wieder gerne besuche.<br />Auch dieser Teil nahm mich gleich wieder gefangen. Diesmal spielt er nicht bei meinen geliebten Leoparden und Wölfen in Los Angeles, sondern in Moskau und ein Bärenclan steht im Vordergrund. Der Wechsel des Handlungsortes hat mir sehr gefallen und trotz der neuen Umgebung fühlte ich mich dort schnell zu Recht. Das Protagonistenpaar besteht diesmal aus der Medialen Silver und des Bärenanführers Valentin. Beide haben Geheimnisse aus der Vergangenheit, die auch ihre Zukunft beeinflussen. Silver ist eine Mediale, die keine Gefühle zulassen möchte oder kann. Aber der Bär Valentin hat aber ausgerechnet sie zu seiner Herzensdame ausgesucht und lässt nichts unversucht sie von ihm zu überzeugen. Ein Mordanschlag auf Silver bringt die beiden näher.<br />Wer die Gestaltwandlerreihe kennt, weiß natürlich, dass die Geschichte von einer Medialen ohne Gefühle und einem Gestaltwandlerchef nicht neu ist. Dennoch habe ich wieder mitgelitten und gefreut über das Paar was langsam zueinander findet. Bei diesem Pärchen gibt es auch noch ein paar überraschende Wendungen, die ich so noch nicht kannte. Was mir hier nicht so gefiel, war das die Wandlung von der eiskalten Silver zur Liebenden zu schnell und für mich dadurch auch etwas unlogisch geschah. Später wird klar warum alles so schnell gehen musste, aber so richtig konnte ich diesem Paar nicht ganz folgen.<br />Dennoch sind die Seiten bei mir nur so dahin geflogen, besonders der zweite Teil des Buches war wirklich spannend. Ein guter Teil der Reihe, wenn auch nicht der beste. Da habe ich andere Gestaltwandlerpärchen, die mir näher gingen. Ich freue mich aber schon sehr auf den nächsten Band, denn es blieb einiges offen.<br />

Veröffentlicht am 17.10.2018

Gute Idee, aber sehr langatmig

Sleeping Beauties
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Steven King kenne ich noch aus meiner Jugend, es ist also lange her. Und jetzt wollte ich ihn mal wieder für mich neu entdecken. Die kurze Inhaltsangabe gefiel mir. Eine Welt, wo Frauen, wenn sie einschlafen ...

Steven King kenne ich noch aus meiner Jugend, es ist also lange her. Und jetzt wollte ich ihn mal wieder für mich neu entdecken. Die kurze Inhaltsangabe gefiel mir. Eine Welt, wo Frauen, wenn sie einschlafen in einen Kokon gehüllt werden und nicht wieder aufwachen, aber auch nicht tot sind. Die Männer auf sich allein gestellt. Der Handlungsort konzentriert sich wie so oft bei King auf eine amerikanische Kleinstadt. Vom Rest der Welt bekommt wenig mit, obwohl es ein weltweites Phänomen ist.<br />Das Thema des Buches ist eindeutig Gender, Feminismus. Leider wenig subtil rübergebracht. Im Buch sind eindeutig die Männer die Bösen und die Frauen die Opfer, auch die Frauen im Gefängnis sind eigentlich nur dort, weil sie böse Männer hatten. Diese einfach schwarz/weiß Zeichnung gefiel mir nicht. Erst am Ende wird es differenzierter.<br />Was es für mich schwierig machte dem Hörbuch zu folgen, waren vor allem die Vielzahl an Charakteren. Gerade die Männer konnte ich kaum auseinanderhalten. Die Namen schwirrten in meinem Kopf und ich hatte sie bildlich nicht vor Augen. Das lag für mich eindeutig daran, dass die Autoren bei der Charakterisierung eher auf Quantität als auf Qualität seine Aufmerksamkeit setzten. Dazu kommt das sich die Geschichte sehr zog. Eigentlich bin ich nicht für gekürzte Hörbücher, aber hier hätte es gutgetan. <br />Positiv möchte ich den Sprecher des Hörbuches David Nathan hervorheben, der seinen Job sehr gut umsetzte. Er spricht gut betont und versucht den einzelnen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu verleihen, was aber bei der Vielzahl leider aber kaum möglich ist. Seine Stimme ist angenehm.<br />Insgesamt konnte mich das Hörbuch nicht überzeugen. Die Idee gefällt mir immer noch, aber die Umsetzung scheiterte für mich zum einen an der Langatmigkeit der Geschichte, den vielen Charakteren und der schwarz/weiß Zeichnung der Geschlechter.<br />

Veröffentlicht am 16.10.2018

Ein Ferkel, dass Mut macht

Bis bald im Wald!
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Der Wald ist für Mama Susa ein gefährlicher Ort, vor allem für ihre kleinen Ferkel. Deshalb warnt sie ihre Kinder auch immer, ja nicht in den Wald zu gehen. Alle Ferkel hören auf sie, bis auf eins. Es ...

Der Wald ist für Mama Susa ein gefährlicher Ort, vor allem für ihre kleinen Ferkel. Deshalb warnt sie ihre Kinder auch immer, ja nicht in den Wald zu gehen. Alle Ferkel hören auf sie, bis auf eins. Es möchte selbst herausfinden, was es im Wald gibt und ob er wirklich so gefährlich ist.<br />Meine Tochter war erst nicht so begeistert als sie das Buch sah, denn da es nicht rosa ist und keine Prinzessin mitspielt, passt es im Moment so gar nicht in das Beuteschema meiner 5jährigen. Dennoch war sie nach anfänglichen kritischen Blick sehr schnell von der Geschichte gefangen. Auch die Illustrationen gefielen ihr, schön bunt, meint sie. Die Protagonisten sind gut zu erkennen, es ist nicht überladen, aber trotzdem entdeckte sie beim mehrmaligen Lesen immer wieder neue Dinge. Der Mut des Ferkels imponierte meiner Tochter, die doch eher zu den ängstlichen zählt. Auch noch Stunden nach dem Vorlesen hat sie darüber nachgedacht und doch gemeint, dass sie auch mutig sein möchte.<br />Für mich ist dieser Nachhall an einer Geschichte einer der wichtigsten Punkte, deshalb möchte ich das Buch sehr empfehlen. Es macht Spass zu Lesen, auch mir Erwachsenen und die Illustrationen passen sehr gut zur Geschichte.<br />