Der Fluch der Ahnen
Auf das Buch, das zum Teil in Lagos spielt, bin ich aufmerksam geworden, weil ich im Rahmen des Weltgebetstags Informationen zu Land und Leuten in Nigeria gesammelt habe. Darum ist mir der Einstieg in ...
Auf das Buch, das zum Teil in Lagos spielt, bin ich aufmerksam geworden, weil ich im Rahmen des Weltgebetstags Informationen zu Land und Leuten in Nigeria gesammelt habe. Darum ist mir der Einstieg in die Geschichte, die nicht ganz einfach geschrieben und auch nicht leicht zu verstehen ist, vielleicht nicht so schwergefallen wie Leser*innen, die das Land wenig oder gar nicht kennen.
„Die Stimmen der Nacht“ gehören zu Margaret, die Christin, aber gleichzeitig immer noch tief mit ihren kulturellen Wurzeln verbunden ist. Ihre Geschichte hat auf mich eine große Faszination ausgeübt. Auf der einen Seite ist Margaret eine intelligente Frau mit großem Selbstbewusstsein, auf der anderen Seite scheint sie ängstlich und hilflos.
Welche Verbindung gibt es zwischen Margarets Familie und Ben, der zwar in London aufgewachsen ist, aber eine nigerianische Großmutter hat? Was verbindet die beiden, nachdem sie sich 1960 kennenlernen, und was trennt sie?
Tochi Eze hat einen Debütroman geschrieben, der mich gefesselt und nicht losgelassen hat. Gekonnt schwenkt sie zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und lässt keine Langeweile aufkommen. Einzig die Zuordnung der vielen Personen mit den ungewohnten Namen machen das Lesen vor allem am Anfang nicht einfach und fordern hohe Aufmerksamkeit. Da hätte ich mir ein Glossar gewünscht. Aber vielleicht hätte das etwas von der Spannung genommen.
Für mich ein Lesehighlight, das ich gerne allen empfehle, die etwas über Menschen aus einem anderen und vielleicht fremden Land erfahren möchten.