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Veröffentlicht am 26.04.2019

Interessantes Thema

Die Frauen von Salaga
1

Bei diesem Buch hat mich das Cover angelockt. Es ist farbenprächtig und fällt dadurch auf. Der Hintergrund erinnert mich an afrikanische Stoffmuster. Man sieht sofort, dass es Afrika als Thema hat, ohne ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover angelockt. Es ist farbenprächtig und fällt dadurch auf. Der Hintergrund erinnert mich an afrikanische Stoffmuster. Man sieht sofort, dass es Afrika als Thema hat, ohne das es mit diesen typischen Kitschbeladen Afrikabildern versehen ist.
Der Klappentext erzählt schon sehr viel über diese Geschichte, die zwar im vorkolonialen Afrika spielen soll, aber eigentlich ist Afrika schon mitten drin in der Zeit der Fremdbestimmung. Die Protagonisten sind zwei sehr verschiedene Frauen, die jede auf ihre Weise um Unabhängigkeit kämpfen. Wobei Aminah, gefangen von Sklavenjägern, das härtere Los erwischt. Wurche dagegen, Tochter einer Herrscherfamilie, kämpft vor allem um Emanzipation.
Im Buch wechseln sich die Kapitel über Wurche und Aminah ab, das erhöht natürlich die Spannung, da man gerne wissen möchte wie es mit dem Handlungsfaden weitergeht, der gerade unterbrochen wird. Das Aufeinandertreffen der Frauen erfolgt erst sehr spät, da erzählt der Klappentext einfach schon zu viel.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen, auch wenn er wenig Emotionen transportiert, was ich aber gerade bei den schrecklichen Ereignissen, die Aminah erlebt hat, gut fand. Aminahs Gefühle brauchten auch Schutz, weshalb sie ihre Gefühle anderen und auch dem Leser kaum zeigte. Dennoch die Trennung von ihrer Familie und deren Schicksal haben mich tief berührt. Wurches Charakter hat mich zu anfangs nicht so stark berührt. Sie ist doch sehr eigensinnig und zum Teil doch sehr egoistisch. Dennoch fand ich ihre Entwicklung sehr spannend.
Insgesamt fand ich die Hintergründe, vor allem das Leben am Hof bei Wurche sehr interessant, denn darüber habe ich bis jetzt sehr wenig gelesen. Gerne hätte die Autorin da noch ausführlicher sein können. Auch das Zusammentreffen mit den Europäern war für mich aus dieser Sichtweise, also von Wurche aus gesehen, sehr interessant.
Für mich ein sehr gelungener historischer Roman, der eine spannende und wenig beleuchtete Zeit in Afrika zum Thema hat. Insgesamt hätte er ruhig ausführlicher sein können und auch das Ende ließ mich nicht ganz befriedigt zurück. Dennoch hoffe ich in Zukunft noch mehr Bücher der Autorin lesen zu können.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Spannend, aber oberflächlich

Nightflyers
1

Als großer Fan George R.R. Martins Fantasy Epos war ich sehr neugierig diesen kurzen Science-Fiction Roman von ihm zu lesen. Den Hörbuchsprecher Reinhard Kuhnert kannte ich bereits von den GOT Hörbüchern ...

Als großer Fan George R.R. Martins Fantasy Epos war ich sehr neugierig diesen kurzen Science-Fiction Roman von ihm zu lesen. Den Hörbuchsprecher Reinhard Kuhnert kannte ich bereits von den GOT Hörbüchern und mag seine ruhige Art, wenn er auch nicht unbedingt zu meinen Lieblingssprechern gehört, da seine Stimme relativ gleichbleibend ist.
Die Geschichte ist schnell erzählt: ein Raumschiff mit Wissenschaftlern auf dem Weg zu einer unbekannten Spezies. Dann beginnt das Morden. An sich sehr spannend und mysteriös. Leider hatte ich von Anfang an Probleme mit den Charakteren. Sie bleiben alle sehr farblos. Und gerade bei einem Hörbuch ist es dann schwierig sie auseinander zu halten. Die einzige, von der ich mir wirklich ein Bild machen konnte, war Melantha Jhirl, sozusagen die Protagonistin.
Gekonnt schwillt im gesamten Buch eine unterschwellige Spannung und Angst mit, weshalb auch der Spannungsbogen relativ hoch ist. Das Ende ist für mich überraschend, ließ aber auch einige Fragen offen und war für mich an sich auch nicht gut nachvollziehbar.
Insgesamt zwar ein spannender Roman, der aber auf mich unausgereift wirkt. Die doch interessanten Wissenschaftler sind viel zu grob gezeichnet. Ich bin ihnen nicht nah gekommen und konnte deshalb an ihrem Schicksal wenig mitfiebern. Wirklich schade, denn die Idee ist wirklich gut, weshalb wahrscheinlich auch eine gute Fernsehserie gedreht wurde.

Veröffentlicht am 04.04.2019

Sehr gutes Set

Zoogami-Set
1

Mit meiner 6jährigen Tochter bastle ich sehr gerne und sehr viel. Dennoch hatten wir kaum Origamierfahrung bevor wir mit diesem Set angefangen haben. Das Buch ist sehr gut aufgeteilt. Es beginnt mit den ...

Mit meiner 6jährigen Tochter bastle ich sehr gerne und sehr viel. Dennoch hatten wir kaum Origamierfahrung bevor wir mit diesem Set angefangen haben. Das Buch ist sehr gut aufgeteilt. Es beginnt mit den Grundlagen des Falzens und Knickens und geht dann über in einfachere Motive, mit denen wir auch begonnen haben. Neben jeder Anleitung kann man das passende Papier heraustrennen. Da manche Anleitungen über mehrere Seiten gehen und man auch bei der Einführung immer Papier zum heraustrennen hat, kann man mit diesem Buch immer mehr als ein Tier pro Motiv falten. Papier ist also genug da. Trotz unserer wenigen Erfahrung haben die ersten Vögel sehr gut geklappt. Auch meine Tochter konnte mit meiner Hilfe einiges selbst falten. Dank dem schönen Papier sieht das Ergebnis richtig toll aus.
Die Auswahl an Tieren ist gelungen und meiner Meinung nach ausreichend. Obwohl meine Tochter anmerkte, dass ein Pferd fehlt. Dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen. Die Anleitungen sind logisch aufgebaut und wenn man mal nicht genau weiß, welche Falzung jetzt gemeint ist, kann man gut zur Einleitung zurückblättern. Mich hat es auch nicht gestört, dass man praktisch das Buch „zerstört“, weil man die Papierseiten herausreißt. Das macht das blättern zwischen den Anleitungen etwas schwieriger, aber so fliegt das Papier nicht extra rum, sondern ist immer beim Buch. Falls man es wirklich schafft, alle Papiere zu verbrauchen, hat man am Ende ein kleines schmales Buch mit den Anleitungen.
Absolute Kaufempfehlung, besonders für Familien mit Kindern ab 6 Jahren zu empfehlen.

Veröffentlicht am 02.04.2019

Guter Science Fiction

Die Reinsten
1

Der Roman spielt ca. 150 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit wurde fast ausgelöscht. Die Umweltveränderungen durch den Klimawandel sind verheerend. Eine kleine Elite von Menschen hat überlebt und ihr ...

Der Roman spielt ca. 150 Jahre in der Zukunft. Die Menschheit wurde fast ausgelöscht. Die Umweltveränderungen durch den Klimawandel sind verheerend. Eine kleine Elite von Menschen hat überlebt und ihr Leben in die Hände einer künstlichen Intelligenz (KI) namens „Askit“ gegeben. Die sogenannten „Reinsten“ der letzten Menschen können sich direkt mit Askit verbinden und Askit wertet die Gedanken dieser aus. Protagonistin Eve (sehr bezeichnend ihr Name) gehört zu den „besten“ der Reinsten, sie steht kurz vor ihrem größten Karrieresprung, bis alles anders kommt und Eve ihr bisheriges Leben völlig hinterfragen muss.
Der Autor nimmt sich viel Zeit fürs Detail, besonders für die wissenschaftlichen Details. Die Theorien und die Technik wirken logisch und gut recherchiert auf mich. Das erdachte Zukunftsszenario ist sehr realistisch und erschreckend beschrieben. Es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, denn die beschriebenen Konsequenzen fußen auf unserer jetzigen Gesellschaft.
Die erste Hälfte des Romans las sich sehr gut, nach und nach erfährt man immer mehr über Askit, Eve und die Gesellschaftsordnung. Es ist spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dann aber fällt der Spannungsbogen ab. Für mich dreht sich die Geschichte irgendwie im Kreis und einige Handlungsstränge wurden nicht weiterverfolgt. Auch die Veränderung von Eve konnte ich nicht richtig nachvollziehen. Das Ende empfand ich als verwirrend. Vielleicht soll es einen zweiten Teil geben, dass würde dieses offene Ende ansatzweise erklären.
Insgesamt für mich ein sehr interessanter Science Fiction Roman, der leider ab der Hälfte an Tempo und Einfallsreichtum verlor. Aber dennoch gerade von wissenschaftlicher Seite sehr gut erklärt wurde und mich zum Nachdenken anregte.

Veröffentlicht am 26.03.2019

Setting gut, Charaktere naja

Der Maharadscha und ich | Erotischer Roman
1

Das Cover verspricht mir eine romantische Geschichte in märchenhaftem Ambiente. Die Farben sind gut gewählt, es wirkt harmonisch. Von außen sieht es schon mal top aus.
Leider hat sich der gute Eindruck ...

Das Cover verspricht mir eine romantische Geschichte in märchenhaftem Ambiente. Die Farben sind gut gewählt, es wirkt harmonisch. Von außen sieht es schon mal top aus.
Leider hat sich der gute Eindruck von außen bei mir nicht gehalten und das lag zum größten Teil an der Protagonistin Sandrine. Eine Frau, wie aus dem Nachmittags-Reality-Fernsehen. Sandrine fährt mit ihren Freundinnen nach Indien. Sie selbst hat keinen Bock sich irgendwas in dem Land anzuschauen, alles Mist, zu heiß zu laut und dann noch die Inder. Sie selbst und auch ich frage mich, was sie dann dort macht. Naja immerhin gibt es tolle Massagen, die sie natürlich sofort zum Höhepunkt bringen. Kein Verwundern, immerhin hat sie eine „normale“ Massage bestellt. Aber gut realistisch sind Erotikromane selten. Dann ihre zwei Freundinnen, die mir auch nicht wirklich sympathischer sind. Immerhin sind sie mehr am Land interessiert. Aber ansonsten benehmen sie sich wie zwei 14jährige, die alles ganz komisch finden. Sandrine hat nun doch was gefunden, was ihr an Indien gefällt. Der Rest des Buches geht um die Befriedigung von Sandrine mit starkem spirituellem Bezug.
Insgesamt ein Buch was sich schnell weg liest, viele Sexhöhepunkte zu bieten hat, dagegen wenig literarische Höhepunkte. Das Setting hat eine Menge zu bieten und die Autorin versucht die Schönheit der indischen ansatzweise auch gut zu beschreiben, aber leider machen es für mich die sehr oberflächlichen Charaktere kaputt. Sprachlich gesehen schwankt es sehr zwischen sehr bildhaften verspielten Beschreibungen „langsam nach und nach zupfte er wie an einer Blume die Blütenblätter“ im nächsten Satz strich er ihr einfach über die Möse. Ein wenig anregend, aber nicht mehr. Schade denn mit der Grundgeschichte hätte man wirklich mehr daraus machen können.