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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2018

Ich bin beeindruckt

Ich bin der Hass
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Dies ist mein erster Ethan Cross und ich bereue etwas vor diesem Teil nicht die ersten vier Teile gelesen zu haben. Das werde ich nachholen. Die Reihe lebt vor allem von den Protagonisten. Ackermann und ...

Dies ist mein erster Ethan Cross und ich bereue etwas vor diesem Teil nicht die ersten vier Teile gelesen zu haben. Das werde ich nachholen. Die Reihe lebt vor allem von den Protagonisten. Ackermann und Marcus sind wirklich ein außergewöhnliches Brüder und Ermittlerpaar. Ihre ganz eigene Geschichte finde ich spannender als der eigentliche Fall, obwohl der auch einige Highlights bietet.
Ein neuer Serientäter verängstigt die Menschen. Er nennt sich der Gladiator und hat es auf junge Frauen abgesehen. Marcus und sein Team versuchen ihn zu schnappen, was schwieriger ist als gedacht. Informationen erhoffen sie sich von einem anderen Serientäter Demon. Dieser soll in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt werden. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen, gelingt Demon die Flucht.
Nach und nach zeigt sich welcher absurder und grausamer Plan hinter allem steckt und selbst Marcus Team kommt an seine Grenzen. Neben der komplexen Handlung, die meiner Meinung manchmal etwas viele Abzweigungen hatte, die für die Geschichte nicht nötig sind, gefiel mir vor allem der Charakter Ackermann. Sein Witz, seine Ruhe und seine Intelligenz sind wirklich erfrischend. Er ist wirklich das Highlight des Romanes.
Ich habe den Roman als Hörbuch genossen, dabei hatte ich aber das Gefühl, dass zuviel gekürzt wurde. Die Sprünge in der Handlung sind oft abrupt und der Faden der Handlung manchmal für mich nicht logisch weitergeführt. Das ist wirklich schade und nahm mir etwas den Hörgenuss. Großartig war dagegen der Sprecher, der so gut die einzelnen Charaktere betonte und für eine spannende Atmosphäre sorgte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Originalität
  • Spannung
  • Stil
Veröffentlicht am 20.03.2018

Lässt mich zwiegespalten zurück

Idaho
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Dieses Buch ist mir alleine schon wegen des wunderschönen Covers aufgefallen. Die Blumen, die kräftigen Farben, einfach ein Eyecatcher. Kein Wunder, dass die englische Originalausgabe das gleiche Cover ...

Dieses Buch ist mir alleine schon wegen des wunderschönen Covers aufgefallen. Die Blumen, die kräftigen Farben, einfach ein Eyecatcher. Kein Wunder, dass die englische Originalausgabe das gleiche Cover hat. Am Ende muss ich aber sagen, dass das Cover wenig mit dem Inhalt zu tun hat, jedenfalls hat sich mir der Zusammenhang nicht erschlossen.
Der Roman beginnt mit dem schlimmsten, was ich mir vorstellen kann, ein Kind, May, wird ermordet. Das unvorstellbare: die Mutter Jenny wird festgenommen und gesteht. Und die ältere Schwester von May, June, verschwindet. Von den direkt Beteiligten erfährt man nichts, sondern die neue Frau, Ann, des Vaters, Wade, versucht herauszufinden was tatsächlich geschah und warum. Wade leidet an Demenz und Ann will die Erinnerung an die Familie festhalten. Dabei denkt sich Ann immer wieder Szenarien aus, was passiert ist und als Leser weiß man nie was ist die Wahrheit.
Schon nach wenigen Seiten erschafft die Autorin eine dichte Atmosphäre, die mich gefesselt hat. Die Handlungsstränge wechseln zwischen den Charaktere und auch Zeiten und immer spürte ich etwas unheilvolles, selbst die schönsten Momente sind durchzogen von Unruhe und der Erwartung das etwas negatives passiert. Alle Charaktere im Buch hatten für mich eine dunkle Seite, die immer im Hintergrund schlummerte.
Als Leserin versuchte ich aus den verschiedenen hingeworfenen Puzzleteilen ein Bild zu erschaffen, aber es gelang mir nicht. Das Ende überraschte mich dann sehr und hinterließ eine Menge Fragezeichen.
Ich bin zwiegespalten. Einerseits gefiel mir die dichte Atmosphäre des Buches, auch die Beklemmung, die ich bei jeder Szene spürte, fand ich sehr gelungen. Anderseits habe ich keinen der Charaktere wirklich verstanden. Ihre Beweggründe blieben mir bis zum Ende fremd. Die größte Enttäuschung bildet für mich aber das Ende, was mich einfach enttäuschte. Wirklich schade, denn Schreiben kann die Autorin, ihr Schreibstil hat mir wirklich gefallen, deshalb bin ich sehr auf ihren nächsten Roman gespannt.

Veröffentlicht am 20.03.2018

Emotional und Berührend

Summ, wenn du das Lied nicht kennst
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Dieses Buch ist erst einmal eine Augenweide, wunderschön in seiner Schlichtheit. Mit einem Buchrücken aus Leinen, schönen Pappeinbänden und das Titelbild darauf geprägt. Als ich es in der Hand hielt, musste ...

Dieses Buch ist erst einmal eine Augenweide, wunderschön in seiner Schlichtheit. Mit einem Buchrücken aus Leinen, schönen Pappeinbänden und das Titelbild darauf geprägt. Als ich es in der Hand hielt, musste ich es erst einmal streicheln. Herzlichen Dank an den Wunderlich Verlag, die wissen, dass Bücher Gesamtkunstwerke sind und nicht nur der Inhalt zählt. Das Cover selbst verrät erst einmal nicht viel von dem Inhalt, es lockt aber die Inhaltsangabe zu lesen.
Der Roman spielt in den 70er Jahren in Südafrika, kurz vor und nach dem berühmten Soweto Aufstand. Mit zwei sehr unterschiedlichen Handlungssträngen zeigt die Autorin das menschenverachtene System der Apartheid auf. Aber auch wenn das Politsche eine wichtige Rolle im Roman spielt, stehen vor allem die Menschen und ihre Emotionen im Vordergrund.
Im ersten Handlungsstrang geht es um die 9jährige Robin, ein weißes Mädchen in privilegierten Verhältnissen. Ihr sorgenfreies Leben endet plötzlich als sie im Soweto Aufstand ihre Eltern verliert. Der Aufstand und seine Auswirkungen verbindet das Leben von Robin und Beauty, einer schwarzen Frau, die ihre Tochter sucht, die bei den Unruhen verschwunden ist. Beide Handlungsstränge treffen nach einem Drittel des Romans aufeinander. Es wird deutlich wie sehr sich beiden sehr unterschiedlichen Menschen brauchen. Aber ein Geheimnis scheint die Beziehung zu zerstören.
Der Roman hat mich sehr berührt. Zum einen fand ich den politischen Hintergrund sehr spannend. Zum anderen hat die Autorin die beiden Hauptcharaktere sehr differenziert beschrieben, so dass sie mir nahe gingen und ich mit ihnen mitfühlte. Wobei mir das bei Beauty besser gelang, aber das liegt sicher daran, dass ich mich schwerer in eine 9 jährige einfühlen kann. Wahrscheinlich auch deswegen hatte der Part mit Robin für mich ein paar Längen.
Trotzdem der Roman ist absolut empfehlenswert. Man erfährt einiges über ein wichtiges politisches Ereignis und anderseits ist es ein Roman über zwei starke Menschen, die plötzlich ein neues Leben führen müssen. Ein emotionaler Roman über Liebe, Freundschaft und Verlust. Ein Buch was mir noch lange nachhallen wird.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Plot verrät zuviel

Fanatisch
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Die Inhaltsangabe und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht. Und auch das Cover gefällt mir sehr. Sechs Mädchen werden entführt, sechs Tage gefangen gehalten und tauchen dann wieder auf und tragen ...

Die Inhaltsangabe und die Leseprobe haben mich neugierig gemacht. Und auch das Cover gefällt mir sehr. Sechs Mädchen werden entführt, sechs Tage gefangen gehalten und tauchen dann wieder auf und tragen alle das gleiche. Damit erfährt man schon einiges am Anfang des Buches. Das nimmt die Spannung, als die Gefangenschafft in Rückblicken erzählt wird, man weiß dass sie alle überleben.

Die meisten Passagen im Buch sind in der Ich-Perspektive von Nara gehalten. Sie ist eine typische 17jährige, sie hat liebevolle Eltern und einen jüngeren Bruder. Sie sind moderne Muslime. Nara ist sympathisch, aber für mich in vielen Dingen doch etwas naiv, oft wollte ich sie einfach schütteln und ihre Entscheidungen ändern.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Selbst für ein Jugendbuch hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung im Satzbau gewünscht. Mich störte auch, dass sehr viel erklärt wurde und man dadurch wenig selbst Schlüsse ziehen konnte. Gleichzeitig blieb für mich bezüglich der/des Täter/s einiges unklar und auch über die anderen Mädchen hätte ich gerne mehr erfahren. Aber vielleicht liegt es nur daran, dass ich mit meinen ü30 nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre.
Die Themen wie Religion und Flüchtlinge werden geschickt eingebaut und machen das Buch aktuell. Auch dass die Autorin sich für eine muslimische Protagonistin entschieden hat, gefiel mir sehr gut. Dennoch aus diesem tollen Plot hätte man einfach mehr machen können, denn für mich blieb die ganze Zeit der Schreibstil und der Spannungsbogen auf mittleren Niveau, das Buch packte mich einfach nicht. Schade.

Veröffentlicht am 19.03.2018

Nicht alle Geschichten sind neu

Die Eiskönigin. Olaf taut auf und weitere Geschichten
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Ich habe zu Hause eine fünfjährige sitzen, die absoluter Eisköniginfan ist. Aus diesem Grund entkomme ich dem ganzen Hype nicht. Ich bin deshalb froh, wenn es immer mal neue Bücher und Hörbücher gibt, ...

Ich habe zu Hause eine fünfjährige sitzen, die absoluter Eisköniginfan ist. Aus diesem Grund entkomme ich dem ganzen Hype nicht. Ich bin deshalb froh, wenn es immer mal neue Bücher und Hörbücher gibt, denn Abwechslung tut gut.
Meine Tochter war natürlich auch gleich begeistert als sie die schön gestaltete CD in der Hand hielt. Es sind mehrere Geschichten, insgesamt neun Stück auf der CD, dabei natürlich auch die Geschichte „Olaf taut auf“, die Ende 2017 als Kurzfilm im Kino war. Eine wirklich süße Weihnachtsgeschichte. Aber das ist keine Weihnachts-CD. Im Mittelpunkt steht hauptsächlich Olaf, der mit Anna und Elsa viel über Freundschaft und was im Leben wirklich wichtig ist.
Wie auch die anderen Hörbücher spricht wieder Yvonne Greitzke die Geschichten, sie ist auch die Synchronstimme von Anna in den Filmen, ist also den jungen Fans sehr bekannt. Yvonne Greitzke macht ihren Job sehr gut, sie spricht die unterschiedlichen Charaktere sehr gut und es macht Spass ihr zuzuhören.
Etwas schade ist, dass wir die Hälfte der Geschichten schon kennen, denn sie sind auf der Doppel CD „Die Eiskönigin – Die schönsten Geschichten“ vom gleichen Verlag. Wahrscheinlich gibt es im Moment nicht mehr Geschichten, aber es ist trotzdem etwas enttäuschend. Aber meine Tochter hat sich trotzdem gefreut und das ist das wichtigste.