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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2023

Opulent und atmosphärisch

Dampfer ab Triest
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Der Serienstart für Bruno Zabini, "Inspector I. Klasse" der Polizei in Triest, entführt den Leser in "Dampfer ab Triest" zum einen auf eine abenteuerliche Reise und zum anderen direkt hinein in die bessere ...

Der Serienstart für Bruno Zabini, "Inspector I. Klasse" der Polizei in Triest, entführt den Leser in "Dampfer ab Triest" zum einen auf eine abenteuerliche Reise und zum anderen direkt hinein in die bessere Gesellschaft Europas zur Jahrhundertwende. Denn Bruno Zabini bekommt den Auftrag den Grafen Maximilian von Urbanau, auf den kürzlich ein Attentat verübt wurde, und dessen Tochter auf deren Mittelmeer-Reise auf dem Luxus-Dampfer Thalia zu beschützen. Eigentlich nicht das bevorzugte Arbeitsumfeld für Zabini, aber Pflicht ist Pflicht, und so bekommt der Inspector I. Klasse alsbald alle Hände voll zu tun. Und die alles entscheidende Frage für Bruno ist dabei - Wer ist der Attentäter und befindet er sich an Bord?

Auch wenn sich der Autor für meinen Geschmack in zu weit schweifenden Darstellungen der „feinen Gesellschaft“ mit ihren täglichen Ritualen und Befindlichkeiten verzettelt und die Krimihandlung dadurch eher an zweiter Stelle kommt, entwirft er aber ein sehr lebendiges Bild vom Leben der „Reichen und Schönen“ jener längst vergangenen Ära. Die Kombination Historisches und fiktive Krimihandlung ist dem Autor gelungen, es passiert vieles und man erfährt einige interessante geschichtliche Fakten, sodass keine Langeweile aufkommt. Auch Bruno Zabini ist eine sehr sympathische und lebensecht charakterisierte Hauptfigur, die definitiv ein Serienheld werden kann.

Fazit: Wer gern historische Krimis liest, dem kann ich „Dampfer ab Triest“ mit seinen nostalgischen Schauplätzen, dem pfiffigen Ermittler und der Atmosphäre zu Zeiten der K.u. K.Monarchie absolut empfehlen. Es ist ein opulenter und stimmungsvoller (Kriminal-)Roman, der gut unterhält und den ich mit 3.5 von 5 Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 07.10.2022

Gelungener Auftaktband

Die Tribute von Panem 1. Tödliche Spiele
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Dies ist der Serienbeginn der Panem Trilogie von Suzanne Collins. Im Mittelpunkt steht Katniss und wir befinden uns im post-apokalyptischen Amerika mit einem Oberhaupt als Regierungschef, der alles andere ...

Dies ist der Serienbeginn der Panem Trilogie von Suzanne Collins. Im Mittelpunkt steht Katniss und wir befinden uns im post-apokalyptischen Amerika mit einem Oberhaupt als Regierungschef, der alles andere als ein Menschenfreund ist. Neben gladiatorähnlichen Kämpfen und Schlachtfeldern gibt es viele interessante Charaktere und auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Der angenehme detailreiche Schreib- und Erzählstil lies mich Seite um Seite verschlingen. Die Tribute von Panem hat alles was eine gute Dystopiegeschichte braucht und bietet super Unterhaltung. Dieses Buch ist ein fantastischer Auftaktband, der eindeutig neugierig macht, wie es mit und um Katniss weitergehen wird.

Alles in allem eine spannende, gut durchdachte Mischung aus Überlebenskampf und Liebesgeschichte. Mir hat das Buch gut gefallen und so vergebe ich gern 4.5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 03.10.2022

Solide Krimis

Zwei Fälle für Thomas Andreasson (2in1-Bundle)
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Dies sind die ersten beiden Fälle der Sandhamn-Reihe mit Thomas Andreasson und Nora Linde als freiwillig/unfreiwilliges Ermittlergespann. Die Stories sind so angelegt, dass es reichlich Verdächtige gibt ...

Dies sind die ersten beiden Fälle der Sandhamn-Reihe mit Thomas Andreasson und Nora Linde als freiwillig/unfreiwilliges Ermittlergespann. Die Stories sind so angelegt, dass es reichlich Verdächtige gibt und man als LeserIn kräftig mitraten kann, wer, wieso, wie. Alle dabei auftretenden Charaktere sind einnehmend, sehr menschlich, teils unvollkommen und damit glaubwürdig.

Neben den Ermittlungen werden auch die Privatleben der beiden Hauptcharaktere thematisiert. Die Erkenntnisse pro Fall aus welcher Motivation der Täter mordete wird letztlich glaubhaft erzählt und die Eheprobleme von Nora und Hendrik werden wohl auch im nächsten Band noch weitergehen.

Alles in allem zwei Krimis die jetzt nicht unbedingt mit großen Knalleffekten punkten können, sondern eher beschaulich daherkommen, aber doch einen interessanten Plot und Figuren haben.

Veröffentlicht am 10.09.2022

Beschaulicher Küstenkrimi

Nordwestnacht
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Die SOKO St. Peter-Ording ermittelt nun schon zum dritten mal. Und der neue Fall ist auch eine Bewährungsprobe für den jungen Polizeiobermeister Nils Schefflers, der als Polizeiberater am Filmset für einen ...

Die SOKO St. Peter-Ording ermittelt nun schon zum dritten mal. Und der neue Fall ist auch eine Bewährungsprobe für den jungen Polizeiobermeister Nils Schefflers, der als Polizeiberater am Filmset für einen Kriminalfilm für Nachfragen zur Verfügung stehen soll. Als der Aufnahmeleiter tot aufgefunden wird und auch noch andere Merkwürdigkeiten geschehen, nehmen Anna Wagner und Hendrik Norberg die Ermittlungen auf.

Wie schon in den Vorgängerbänden werden neben der Ermittlungsarbeit auch die privaten Probleme der Hauptcharakter weiter beleuchtet. Ebenfalls nicht vergessen wurde das Flair St. Peter-Ordings und so spürt man beim Lesen immer wieder Wind und Meer und ich bekomme Lust auf Urlaub. Der Schreib- und Erzählstil ist leicht und flüssig zu lesen. Durch stetes hin und her in der Handlung wird ein wenig Spannung aufgebaut, die allerdings „überschaubar“ ist. Dass der Fall gelöst wird steht außer Frage, nur das Wer und Wie verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht.

Fazit: Der neue Fall für die SoKo St. Peter-Ording ist erneut ein gelungener Küstenkrimi, der mit authentisch charakterisierten Figuren, einer durchdachten Handlung und viel Lokalkolorit punkten kann. Auch wenn es ein eher beschaulicher Küstenkrimi ist, hat er mich gut unterhalten und ich vergebe 3,5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.09.2022

Spannender 2. Fall für John Adderley

Die andere Schwester
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Dies ist der zweite Band vom Autorenduo Mohlin/Nyström über den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley, der jetzt unter einem neuen Namen als Polizist in Schweden lebt. Die Geschichte fing ganz harmlos an, ...

Dies ist der zweite Band vom Autorenduo Mohlin/Nyström über den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley, der jetzt unter einem neuen Namen als Polizist in Schweden lebt. Die Geschichte fing ganz harmlos an, aber je weiter sie voranschritt, desto interessanter wurde sie. Neben der Krimihandlung um den Mord an Stella und dem Schutz ihrer Schwester Alicia geht das Buch in Bezug auf John Adderley da weiter, wo das erste Buch aufgehört hat.

Alicia Bjelke ist ein gebrochener Charakter, die eine dunkle Vergangenheit und kein leichtes Leben hatte. Sie entwickelt sich im Verlauf zu einem komplexen Charakter mit Tiefe. Auch die Figur John Adderley lernt man hier wieder ein Stück besser kennen, er wird noch vielschichtiger dargestellt, und man versteht immer besser warum er so handelt wie er handelt. An dieser Stelle möchte ich für ein besseres Leseverständnis seiner hier beschriebenen Lebensumstände empfehlen den ersten Teil gelesen zu haben. Ansonsten haben es die Autoren geschafft, mich an das Buch zu fesseln. Die Spannung und das Tempo stimmen und es gibt immer wieder überraschende Wendungen.

Fazit: Wer einen gut geschriebenen und mit interessanten Figuren besetzten Kriminalroman sucht, dem kann ich diesen 2. Band der John-Adderley-Reihe empfehlen. Mich hat das Buch gut unterhalten und auch ein Stück weit neugierig auf den nächsten Band gemacht. Meine Bewertung sind deshalb auch 4 von 5 Sterne.