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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2021

Unterhaltsamer Krimi

Das Geheimnis von Sittaford
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Der Schauplatz ist ein verschneites englisches Dorf. Nach einer Seance, die förmlich nach Mord „geschrien“ hat, ist plötzlich der sonderbare aber reiche Captain Trevelyan tot und einige aus dem Dorf hätten ...

Der Schauplatz ist ein verschneites englisches Dorf. Nach einer Seance, die förmlich nach Mord „geschrien“ hat, ist plötzlich der sonderbare aber reiche Captain Trevelyan tot und einige aus dem Dorf hätten ein Motiv um als Täter in Frage zu kommen.
Der Krimi liest sich bis dahin wie ein Marple- oder Poirot-Krimi. Doch die Ehre diesen reichlich verzwickten Fall lösen zu dürfen, gebühren zum einen Emily Trefusis, die ihren Verlobten durch ihre aktiven Ermittlungen entlasten will, und zum anderen Inspektor Naracott, ein sehr engagierter und pfiffiger Polizeibeamter. Jeder auf seine Art kann nun zur Lösung des Falles beitragen und mit der Nennung des Mörders haben mich beide dann doch überraschen können.
Fazit: Ja, auch dieser Krimi läuft nach bewährtem Muster ab, ein abgeschiedener Ort, eine beträchtliche Anzahl möglicher Verdächtiger mit eben so vielen Motiven. Aber die Art wie die beiden Ermittler charakterisiert worden sind, sprich ihre Intelligenz und Tatkraft in den Fokus gestellt sind, hat mir gut gefallen. Deshalb spreche ich gern eine Leseempfehlung aus und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Abwechslungsreiche Erzählungen

Die große Miss-Marple-Edition
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„Der Dienstagabend-Club“ ist kein herkömmlicher Miss-Marple-Krimi, es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen allerdings auch Fälle gelöst werden. Mit von der Partie in diesem Club sind unter anderem ...

„Der Dienstagabend-Club“ ist kein herkömmlicher Miss-Marple-Krimi, es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen allerdings auch Fälle gelöst werden. Mit von der Partie in diesem Club sind unter anderem Neffe Raymond, die Künstlerin Joyce Lemprière und Ex-Scotland-Yard-Chef Sir Henry Clithering, die berühmte Schauspielerin Jane Helier und das Ehepaar Bantry.
In raffinierten Kriminalfällen wird auch hier wieder der Leser dazu eingeladen mit den Clubmitgliedern den Täter und dessen Motiv zu erraten. Die Bandbreite der Taten ist weit gefächert, so dass innerhalb der Erzählungen keine Langeweile aufkommt. Dass natürlich Miss Marple stets die richtige Antwort auf so manche offene Frage hat versteht sich eigentlich von selbst. Trotzdem haben mir die doch recht unterschiedlichen und abwechslungsreichen Geschichten gut gefallen. Für Fans der Hobbydetektivin Jane Marple ist der vorliegende Band ein Muss, allen anderen kann ich ihn aber definitiv empfehlen und vergebe gerne 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Typischer Miss-Marple-Ratekrimi

Ruhe unsanft
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Miss Marple und ihre Freunde Gwenda und Giles untersuchen einen Mord, der vor 18 Jahren passiert sein soll/ist. Wobei sie sich nicht einmal sicher sind, ob es überhaupt einen Mord gegeben hat oder nicht. ...

Miss Marple und ihre Freunde Gwenda und Giles untersuchen einen Mord, der vor 18 Jahren passiert sein soll/ist. Wobei sie sich nicht einmal sicher sind, ob es überhaupt einen Mord gegeben hat oder nicht.
Der Roman konzentriert sich in erster Linie auf das Paar Gwenda/Giles und lässt Miss Marple eher im Hintergrund tätig werden. Das surreale Gefühl, während die Hauptperson Gwenda von der Sorge, dass sie ihren Verstand verliert und die Realität in Frage stellt, zu der Überzeugung gelangt, dass es wirklich ein Geheimnis gibt, fand ich glaubwürdig umgesetzt und gab dem Krimi einen mysteriösen Aspekt, was mir wirklich gut gefallen hat. Die Handlung ist mit den üblichen Wendungen versehen und dank der kriminalistischen Ader Janes kommen die drei der Lösung des Rätsels Stück für Stück näher.
Wie schon in den anderen Miss-Marple-Krimis kann man auch hier bei aufmerksamen Lesen den Bösewicht erraten.
Alles in allem ist auch „Ruhe unsanft“ in seinem Aufbau ein typischer Miss-Marple-Ratekrimi der zu unterhalten vermag. Ich empfehle auch diesen Krimi aus der Feder von Agatha Christie gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Kammerspiel mit Poirot

Mord im Orientexpress
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Was mir nach dem Lesen aufgefallen war ist, dass Agatha Christie hier reale Begebenheiten in die Krimihandlung eingebaut hat. Zum einen die Entführung des Lindbergh-Babys und zum anderen, dass der Orientexpress ...

Was mir nach dem Lesen aufgefallen war ist, dass Agatha Christie hier reale Begebenheiten in die Krimihandlung eingebaut hat. Zum einen die Entführung des Lindbergh-Babys und zum anderen, dass der Orientexpress tatsächlich mal auf offener Strecke wegen Schneefalls zum Halten kam. Aber auch bei diesem Kriminalroman gibt es wieder das altbewährte Muster, ein abgeschiedener Ort, ein Mord, und ein überschaubarer Personenkreis aus dem der Mörder/die Mörderin kommen muss.
Im „Mord im Orientexpress“ erhebt Agatha Christie diese Art einen Krimi zu erzählen zur Perfektion. Denn nach dem Mord wird nur noch geredet. Dass aber wiederum so intensiv und geschickt in Dialoge verpackt, das es schon wieder Spaß macht „mitten drin“ zu sein. Trotz der zahlreichen Verdächtigen, Informationen und falschen Alibis gipfelt das Ende von Poirots Schlussfolgerungen in einem spannenden und erstaunlichen Schluss.
Wer Kammerspiele mag und gern knifflige Rätsel löst, dem kann ich diesen Poirot-Krimi absolut empfehlen.

Veröffentlicht am 09.09.2021

Zu ausschweifend erzählt

Dreizehn bei Tisch
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Lady Jane Wilkinson soll ihren Gatten, den 4. Lord Edgeware, getötet haben. Doch wie sich herausstellt hat sie ein Alibi für die Tatzeit. Sie war an jenem Abend mit Zwölf anderen Personen auf einem Empfang. ...

Lady Jane Wilkinson soll ihren Gatten, den 4. Lord Edgeware, getötet haben. Doch wie sich herausstellt hat sie ein Alibi für die Tatzeit. Sie war an jenem Abend mit Zwölf anderen Personen auf einem Empfang. Und alle Dreizehn bei Tisch können beschwören, dass Lady Jane tatsächlich da war. Während Scotland Yard als bald eine Erklärung für diesen Fall hat kann sich Hercule Poirot nicht zurückhalten, gefällt ihm diese Lösung doch so gar nicht, und beginnt genauer hinzuschauen und präzise Fragen zu stellen.
Auch hier wird wieder das Zusammenspiel Poirot/Hastings sehr genau beleuchtet. Ein ums andere Mal erhält Hastings eine unliebsame Belehrung seitens Poirots, was wiederum dem Leser neue Ansichten in Bezug auf Motiv und Täterschaft offenbart. Denn das Mitraten ist ja faktisch ein Muss bei einem Poirot-Krimi. Wie immer gibt es eine Vielzahl von Verdächtigen und Motiven. Aber für meinen Geschmack war es eben von allem ein wenig zu viel. Dadurch hatte ich das Empfinden, dass die Geschichte zu ausschweifend erzählt war. Die Aufklärung durch Poirot war dann natürlich logisch und folgerichtig.
Fazit: Wie immer ist auch „Dreizehn bei Tisch“ ein typischer Hercule-Poirot-Krimi, der allerdings für meinen Geschmack ein paar Wendungen und falsche Fährten zu viel hatte. Deshalb von mir nur 3 von 5 Sterne.