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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2021

Teils zu weit schweifend erzählt

Mord auf dem Golfplatz
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Nach einem doch recht zähen Beginn, entfaltet sich die Handlung. Durch viele Wendungen und falsche Fährten ist es für den mitratender Leser gar nicht so einfach dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber da ...

Nach einem doch recht zähen Beginn, entfaltet sich die Handlung. Durch viele Wendungen und falsche Fährten ist es für den mitratender Leser gar nicht so einfach dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber da ist man nicht allein, denn der hier erzählende Hastings fehlt auch jeglicher Durchblick. Doch zum Glück hat er ja Herkules Poirot in seiner Nähe, der ihm im richtigen Moment die entscheidenden Hinweise liefert.
Ich muss leider gestehen, dass mir das teils kopflose Agieren Hastings' ein ums andere Mal etwas zu viel war. Poirot hätte auch schon eher einschreiten können, um so manche Fehleinschätzung seitens Hastings' zu korrigieren und die Ermittlungen somit voranzutreiben. Trotz der kleinen Kritikpunkte war „Mord auf dem Golfplatz“ aber immer noch ein unterhaltsamer und raffiniert erdachter Krimi. Ich empfehle ihn gern weiter und vergebe 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 08.09.2021

Spannend, durchdacht, überraschend

Das fehlende Glied in der Kette
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Dies ist das erste Buch, in dem der weltberühmte Hercule Poirot und sein Freund Hastings die Hauptrollen spielen. Poirot ist ein exzentrischer Detektiv aus Belgien, der während des Ersten Weltkriegs nach ...

Dies ist das erste Buch, in dem der weltberühmte Hercule Poirot und sein Freund Hastings die Hauptrollen spielen. Poirot ist ein exzentrischer Detektiv aus Belgien, der während des Ersten Weltkriegs nach England geflohen ist. Hasting ist in seiner Art der typische Gegenpol. Er sorgt damit auch immer wieder für Lacher, wenn er überzeugend die falschen Schlüsse zieht. Durch das Einführen der Charaktere zieht sich der Beginn, was sich im Verlauf dann aber ändert. Verdächtige gibt es genug und sie scheinen auch alle ein Motiv zu haben. Da es viele Unterhaltungen gibt, bei denen Poirot entweder die Verdächtigen befragt oder allgemeine Informationen sammelt, kann man als Leser wunderbar mitraten. Wobei man schon aufmerksam Lesen muss, um bei diesem Hin und Her das komplizierte Geflecht entwirren und auf den Täter schließen zu können.
Mir hat dieser erste Poirot mit seiner fesselnden Handlung und den interessanten Charakteren gut gefallen. Ich bewerte diesen Krimi mit 4 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 03.09.2021

Miss Marple auf Tour

Das Schicksal in Person
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Mr. Jason Rafiel, der wohlhabende Finanzier, den wir in "Ein karibisches Geheimnis" kennengelernt haben, ist gestorben. Zu ihrer Überraschung erhält Miss Marple einen Brief des Verstorbenen, in dem er ...

Mr. Jason Rafiel, der wohlhabende Finanzier, den wir in "Ein karibisches Geheimnis" kennengelernt haben, ist gestorben. Zu ihrer Überraschung erhält Miss Marple einen Brief des Verstorbenen, in dem er sie bittet sich eines Verbrechens anzunehmen welches nie geklärt worden ist. Um dem nachzukommen begibt sich Jane Marple auf Tour 37, bei der die berühmten Häuser und Gärten Großbritanniens besucht werden.
Dies ist eine gut konstruierte Geschichte mit der richtigen Menge an Geheimnissen und ungewöhnlichen Schauplätzen. Auch die einzelnen Charaktere passen wieder gut ins Geschehen und geben dem Leser so manches zu denken. Aber auch in diesem Krimi ist das Mitraten fast schon „Pflicht“. Und so kann man bei aufmerksamen Lesen auch selbst auf Motiv und Täter schließen.
Mir hat dieser Krimi wieder besser gefallen als „Bertrams Hotel“. Das lag vielleicht daran, dass Miss Marple hier wieder präsenter agierte. Ich bewerte deshalb „Das Schicksal in Person“ mir 4 von 5 Sternen und spreche auch eine Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 03.09.2021

Hier fehlt der typische Miss-Marple-Charme

Bertram's Hotel
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Damit Miss Marple mal aus ihrem gewohnten Umfeld herauskommt, wird sie von ihrem Neffen und dessen Frau kurzerhand in Bertram's Hotel einquartiert. Natürlich ahnt der Leser, dass irgendetwas demnächst ...

Damit Miss Marple mal aus ihrem gewohnten Umfeld herauskommt, wird sie von ihrem Neffen und dessen Frau kurzerhand in Bertram's Hotel einquartiert. Natürlich ahnt der Leser, dass irgendetwas demnächst geschehen wird bei dem Miss Marple in Aktion treten wird.
In diesem Roman geht es um einen verschwundenen Geistlichen, einen berüchtigten Rennfahrer, eine reiche Schönheit, deren Tochter und eine Reihe von dreisten Raubüberfällen in London. Genau die richtige Abwechslung für Miss Marple um auf andere Gedanken zu kommen. Nur leider spielt sie nur sporadisch eine Rolle, um dem Ermittler hier und da Informationen zu kommen zu lassen. Für mich war dieser Miss-Marple-Krimi der schwächste Teil. Auch die Handlung selbst wirkte auf mich eher arg konstruiert als leicht und locker erzählt. Die merkwürdige Hotelatmosphäre wird zwar so beschrieben, dass man als Leser eine Gefahr zu spüren glaubt. Aber die Auflösung verpufft dann eher, als dass hier der große Paukenschlag kommt. Alles in allem immer noch eine gut lesbare Geschichte, aber Agatha Christie hat schon bewiesen, dass sie auch anderes kann. Deshalb gibt es von mir diesmal nur 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.09.2021

Mord auf der Insel

Karibische Affäre
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Im vorangegangenen Winter hatte Miss Marple eine Lungenentzündung erlitten, und da die Sonne ihre Genesung förderlich sein soll, wird sie zu einem Aufenthalt im Golden Palm Hotel in St. Honore, Trinidad, ...

Im vorangegangenen Winter hatte Miss Marple eine Lungenentzündung erlitten, und da die Sonne ihre Genesung förderlich sein soll, wird sie zu einem Aufenthalt im Golden Palm Hotel in St. Honore, Trinidad, eingeladen. Das Hotel wurde von einem jungen Ehepaar, Molly und Tim Kendal, übernommen, das sich bemüht, die wiederkehrenden Gäste bei Laune zu halten.
Wie man sich als Miss Marple Fan denken kann, ereignet sich als bald ein mysteriöser Todesfall, von dem Miss Marple überzeugt ist, dass es sich um Mord handelt. Sie nimmt sich der Sache an und beginnt Fragen zu stellen, was naturgemäß nicht jedem gefällt. Doch das war noch nie ein Grund für Jane Marple ihre Ermittlungen einzustellen.
Wie nicht anders zu erwarten wird auch dieser Fall durch das Zusammentragen der Fakten und das clevere Kombinieren all jener von Miss Marple gelöst. Auch als Leser ist es möglich auf die Lösung zu kommen, was ja auch den Reiz dieser Krimis ausmacht. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.