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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2021

Finalband der Neapolitanischen Saga

Die Geschichte des verlorenen Kindes
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Auch in Teil 4 dieser Saga über die Leben von Elena und ihrer Freundin seit Kindertagen Lila kann die eine nicht ohne die andere. Es geht auch hier um die Liebe, Familie und Kinder. Was oberflächlich betrachtet ...

Auch in Teil 4 dieser Saga über die Leben von Elena und ihrer Freundin seit Kindertagen Lila kann die eine nicht ohne die andere. Es geht auch hier um die Liebe, Familie und Kinder. Was oberflächlich betrachtet wie ein Frauenroman anmutet ist aber vielmehr. Geht es doch auch um Politik und den Status als Frau in einer noch immer männerdominierten Gesellschaft. Dabei ist der Schreib- und Erzählstil so überzeugend, dass die Emotionen und das Erlebte der beiden Hauptcharaktere so echt und gut beschrieben sind, dass es sich fast nach einer Autobiografie als einem fiktiven Roman anfühlt. Ein bisschen traurig bin jetzt schon, dass ich mich von Elena und Lila verabschieden muss, waren sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Für alle die die Beiden erst noch kennelernen möchten, empfehle ich diese Saga in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber auch keinen Teil auszulassen. Ich empfehle also nicht nur diesen 4. Teil sondern in diesem Fall die gesamte Neapolitanische Saga und vergebe für diesen letzen Teil 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.03.2021

Überzeugender Folgeband

Die Geschichte der getrennten Wege
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Auch der 3. Teil der Neapolitanischen Saga ist in Hinsicht auf die Seitenzahl alles andere als ein „Leichtgewicht“. Aber auch diesen Roman hatte ich im Nu ausgelesen. Der Roman, der ja die Geschichte um ...

Auch der 3. Teil der Neapolitanischen Saga ist in Hinsicht auf die Seitenzahl alles andere als ein „Leichtgewicht“. Aber auch diesen Roman hatte ich im Nu ausgelesen. Der Roman, der ja die Geschichte um die beiden Hauptprotagonistinnen Elena und Lila weiterführt, ist in deren 20er bis 30er Lebensjahre angekommen. Parallel und sich auch gelegentlich überschneidend, werden ihre beider Lebenswege mit Heirat, Kinder, Familie, Liebhaber aber auch vielen Selbstzweifeln erzählt. Als Leser erkennt man, wie die beiden Frauen durch die Gesellschaft in der sie leben bzw. mit den Menschen mit denen sie sich umgeben geprägt werden und sich verändern oder verändert werden. Da der Hauptfokus auf Elena und Lila liegt bleiben andere Charaktere eher blass, aber wirklich unangenehm fand ich das im Ganzen betrachtet nicht. Ich fand es sehr überzeugend, wie es der Autorin gelungen ist, die beiden doch recht unterschiedlich verlaufenden Leben letzlich wieder so gekonnt zu verweben. Ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt. Für diesen gibt es von mir eine Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Tolle Fortsetzung

Die Geschichte eines neuen Namens
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Dieser zweite Teil der Neapolitanischen Serie setzt die Geschichte der Freundschaft von Lenu und Lila bis ins junge Erwachsenenalter fort. Es ist eine komplexe, konkurrierende Verbindung, die zu vielen ...

Dieser zweite Teil der Neapolitanischen Serie setzt die Geschichte der Freundschaft von Lenu und Lila bis ins junge Erwachsenenalter fort. Es ist eine komplexe, konkurrierende Verbindung, die zu vielen Kämpfen, gebrochene Herzen, Verrat und viel Drama führt. Aber ich war absolut fasziniert und gefesselt, wie die Autorin es geschafft hat die unterschiedlichen Entwicklungen von Lenu und Lila in Szene zu setzen. Der Kampf, es aus der heimischen Umgebung heraus zu schaffen, etwas zu tun, was einen letzlich auch voranbringt, der Beste zu sein, durch Bildung einen Weg aus der Enge und der Armut zu finden und somit seine Träume und Hoffnungen und natürlich auch die Liebe zu leben ist sehr anschaulich erzählt.
Ich war erneut überrascht wie schnell ich diesen Schmöker doch durch hatte. Einmal begonnen war ich wieder so eingenommen von der Geschichte, dass ich das Buch nur sehr schwer aus der Hand legen konnte. Auch der 2. Teil hat mir wieder gut gefallen und deshalb vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Zeitgenössischer Roman

Meine geniale Freundin
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Dieses Buch ist der 1. Teil der Neapolitanischen Saga, einem zeitgenössischen realistischen Romanzyklus. Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre ...

Dieses Buch ist der 1. Teil der Neapolitanischen Saga, einem zeitgenössischen realistischen Romanzyklus. Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch Bildung zu entkommen, bleibt ihrer Freundin nur die Aussicht im Schuhgeschäft des Vaters zu arbeiten.
Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Verhältnisse der einfachen Leute in der Zeit der 1950er bis 1960er Jahre in Neapel am Bild der beiden heranwachsenden Mädchen. Die kurzen Kapitel aber auch der sehr angenehm zu lesende Schreib- und Erzählstil sorgten dafür, dass ich in Null Komma Nichts das Buch schon wieder beendet hatte. Die einzelnen Figuren aber auch die beschriebenen Lebensbedingungen wirkten auf mich sehr authentisch. Der Roman ist im besten Sinne des Wortes episch und doch ruhig und persönlich in seinem Umfang.
Am Ende gibt es einen Cliffhanger, der mich schon jetzt nach Teil 2 fiebern lässt. Mir hat das Buch schöne Lesestunden bereitet. Ich empfehle es gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Kein einfaches Buch

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
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Elena Ferrante beschreibt hier die Gefühlswelt der 13jährigen Giovanna, die eines Tages feststellen muss, dass ihre heile kindliche Welt gar keine so heile Welt ist. Dabei versteht es die Autorin den Unmut ...

Elena Ferrante beschreibt hier die Gefühlswelt der 13jährigen Giovanna, die eines Tages feststellen muss, dass ihre heile kindliche Welt gar keine so heile Welt ist. Dabei versteht es die Autorin den Unmut und die Unsicherheiten der pubertierenden Giovanna durch eine manchmal derbe dann aber auch wieder schöne Sprache uns Lesern näherzubringen. Sie beschreibt die Kämpfe um Liebe und das da mit verbundene Unglücklichsein sowie überhaupt das Erwachsenwerden sehr intensiv aber auch nachvollziehbar und authentisch. Was letztlich für Giovanna und den Leser bleibt, ist die Erkenntnis, das jeder für sich einen Weg finden muss, um in der Erwachsenenwelt nicht unterzugehen.
Es ist kein einfaches Buch, wird doch auch das Rollenverständnis Mann/Frau im Italien der 1990er Jahre mitbeleuchtet, wobei die Autorin dabei auch kein Blatt vor den Mund nimmt. Mich hat das Buch gut unterhalten und deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne.