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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Ein leises Buch für zwischendurch

Katzentage
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Inhaltlich passiert nicht viel und genau das ist Programm. Arenz interessiert sich weniger für Handlung als für das, was zwischen zwei Menschen entsteht, wenn der Alltag kurz ausgesetzt ist. Die Beziehung ...

Inhaltlich passiert nicht viel und genau das ist Programm. Arenz interessiert sich weniger für Handlung als für das, was zwischen zwei Menschen entsteht, wenn der Alltag kurz ausgesetzt ist. Die Beziehung der von Peter und Paula steht in einem Schwebezustand: offen, vorsichtig, nie ganz sicher, ob sie Bestand haben kann oder nur ein Moment bleibt. Das Buch liest sich schnell und flüssig, was vor allem an Arenz’ klarer, ruhiger Sprache liegt. Er kann Stimmungen sehr gut einfangen: Herbstlicht, leere Straßen, das Gefühl von Zeit, die plötzlich keine Rolle mehr spielt. Die Atmosphäre ist definitiv die größte Stärke von Katzentage. Die Illustrationen von Florian Bayer untermauern diese außergewöhnliche Stimmung. Er bleibt seinem Schreibstil, den ich in all seinen anderen Werken so gerne mag, treu. Mit den beiden Hauptfiguren bin ich allerdings nicht ganz warm geworden. Trotz der Nähe, die zwischen ihnen entsteht, blieben Paula und Peter für mich seltsam unnahbar. Ihre Gedanken und Gespräche wirken oft zurückhaltend, fast vorsichtig kalkuliert, sodass ich sie eher aus der Distanz beobachtet habe, statt mich ihnen wirklich verbunden zu fühlen. Gerade weil das Buch stark auf Stimmung und Beziehung setzt, hätte ich mir hier mehr emotionale Tiefe gewünscht. Die Katze zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Sie taucht immer wieder auf, und beobachtet die Figuren. Dabei wird sie fast selbst zu einem Charakter.


Das Buch ist für all diejenigen, die ruhige Geschichten schätzen und sich gern auf Stimmungen statt auf Handlung einlassen. Katzentage überzeugt vor allem durch die großartige Atmosphäre. Ein leises Buch für zwischendurch, das einen den Alltag kurz ausblenden lässt. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit weggelesen und mochte gerade, dass es sich gut nebenher lesen lässt. Der gewohnte Ewald-Arenz-Stil ist sofort wieder da, hier allerdings in einer deutlich kürzeren Form. Das tut dem Schreibstil keinen Abbruch, im Gegenteil. Katzentage liest sich sehr angenehm und leicht. Trotzdem freue ich mich nach dieser kleinen Zwischenlektüre wieder auf den nächsten großen Roman.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Ein Roman, der tief ins Herz geht!

Mitternachtsschwimmer
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M E I N E M E I N U N G

Das Cover ist es, das mir beim Durchblättern der Verlagsvorschau sofort ins Auge gesprungen ist, und mich so auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Ich bin ein großer Fan von den ...

M E I N E M E I N U N G

Das Cover ist es, das mir beim Durchblättern der Verlagsvorschau sofort ins Auge gesprungen ist, und mich so auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Ich bin ein großer Fan von den Farbkontrasten und der 'Leinwandoptik'.

Der Roman überzeugt durch die Darstellung von Gemeinschaft. Ballybrady ist kein idyllisch verklärtes Dorf, sondern ein Ort voller Eigensinn, Widerständigkeit und doch auch Wärme. Gerade in den Zeiten des erzwungenen Stillstands während des Lockdowns wird deutlich, wie sehr kleine Gesten, Nachbarschaftshilfe und das alltägliche Miteinander tragen können. Dieser Dorfzusammenhalt wirkt nie kitschig, sondern in seiner Brüchigkeit authentisch und dadurch umso berührender. Normalerweise bin ich kein Fan davon, wenn aktuelle Ereignisse wie die Corona-Pandemie in Literatur oder Film mit eingebunden werden. Hier jedoch wurde der Lockdown als Aufhänger der Geschichte benutzt, und die Gemeinschaft des Dorfes konnte noch eindringlicher dargestellt werden.

Besonders eindringlich bleibt mir Luca in Erinnerung, Evans gehörloser Sohn. Er bringt eine stille Lebendigkeit in die Handlung und öffnet Räume für andere Formen der Verständigung: Blicke, Gesten, gemeinsame Handlungen. Ich habe ihn als unglaublich sympathisch empfunden, fast als Herzensfigur des Romans. Auch die Protagonisten Evan und Grace sind mir ans Herz gewachsen. Beide haben vieles in ihrem Leben erlebt, auf das die meisten Menschen gerne verzichten würden. Daraus ergibt sich jedoch eine Verbindung, die die beiden nicht leugnen können. Die Entwicklung der Beziehung zwischen ihnen wird ganz natürlich erzählt. Es gibt keine unpassenden zu kitschigen Momente, es werden keine voreiligen überladenen Liebeserklärungen vorgetragen. Der Plottwist des Romans trägt dazu bei, Evans und Graces Beziehung zu stärken. Sie halten einander und geben sich gegenseitig Kraft. Kraft, die vor allem Evan benötigt, um eine absolute Ausnahmesituation zu überstehen.

Maguire gelingt es, in ihrem Roman, einen Ort zu beschreiben, an den man sich selbst gerne hinträumen möchte. Das raue Küstenwetter, das Rauschen des Meeres...das Buch ist perfekt für Lesestunden an einem herbstlichen Regentag geeignet.


F A Z I T

Die Autorin hat mit Mitternachtsschwimmer einen Roman verfasst, der tief ins Herz geht. Ihr gelingt es, die raue irische Küste und das Dorfleben so lebendig einzufangen, dass man sich beim Lesen unmittelbar dorthin versetzt fühlt. Das perfekte Buch für einen verregneten Sonntag im Herbst!

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Veröffentlicht am 28.02.2024

Ein großartiger Roman!

Die Wolkengucker
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"Erinnere dich daran, was Astrid Lindgren gesagt hat: "Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht."

A L L G E M E I N E S

Titel: Die Wolkengucker

Autorin: Kristina ...

"Erinnere dich daran, was Astrid Lindgren gesagt hat: "Wie schön muss es erst im Himmel sein, wenn er von außen schon so schön aussieht."

A L L G E M E I N E S

Titel: Die Wolkengucker

Autorin: Kristina Fritz

Verlag: Lübbe

Erscheinungsdatum: 22.12.2023

Seitenzahl: 384

Preis: 16,00€ [Hardcover]

ISBN 978-3-7577-0001-0

Das Buch wurde mir freundlicherweise von der Bloggerjury und dem Bastei Lübbe Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung.

I N H A L T

Der Klappentext:

Matt Williams kann nicht verstehen, warum seine kleine Tochter Mia so hingebungsvoll Wolken betrachtet. Sie sieht darin eine ganze Welt, für ihn sind es schlicht viele kleine Wassertröpfchen. Das ändert sich, als er und Mia die alte Wilma kennenlernen. In ihrer alten Münchener Villa trifft sich nämlich die Wolkengucker-Gesellschaft, ein Grüppchen der unterschiedlichsten Menschen. Hier teilt man nicht nur Mias Liebe zu den Zuckerwatte- und Sahneeis-Gebilden am Himmel, sondern noch viel mehr. Und nach und nach werden aus Fremden Freunde...



M E I N E M E I N U N G

Ich habe das Buch extra über einen längeren Zeitraum gelesen, da mir bereits nach den ersten Kapiteln klar war, dass es eins meiner Jahreshighlights sein wird und ich es nicht innerhalb kürzester Zeit beenden möchte. Zwei Wochen lang habe ich abends ein paar Seiten des Buchs gelesen und jede Minute davon geliebt.

Der Schreibstil der Autorin hat mich vollkommen abgeholt und mich aus meinem Alltag gerissen. Kristina Fritz schreibt mit so einer Leichtigkeit, dass es meiner Meinung nach unmöglich ist, die Geschichte nicht zu lieben. Die Charaktere sind allesamt tiefgründig ausgearbeitet und sind gleichzeitig sympathisch. Vor allem mit Ayla konnte ich sympathisieren, da sie ebenfalls wie ich das WG-Leben mit all seinen Tücken kennt und versucht ihren stressigen Alltag zu meistern. Dass sie sich dabei mit der vermeintlich mürrischen Wilma angefreundet, hat mich sehr berührt. Solch besonderen Freundschaften sind so wertvoll und durch nichts zu ersetzen!

"Die Wolkengucker" ist ein herzerwärmendes Buch. Während des Lesens konnte ich mir oftmals ein Lächeln nicht verkneifen, weil die Charaktere so authentisch und lebensnah handeln.

Die Figuren entstammen verschiedenen Gesellschaftsschichten und sozialen Hintergründen, stehen allesamt an unterschiedlichen Stellen im Leben und trotzdem sind sie miteinander durch verschiedene Themen miteinander verbunden. Dass Ayla und Matt zueinander finden, war bereits absehbar und dass in Ferdinand ein liebenswerter Mensch steckt, ebenso. Meiner Meinung nach tut das der Geschichte aber keinen Abbruch, da dies dem märchenhaften Charme des Buches zugute kommt.

Freundschaft und Hilfsbereitschaft stehen in der Wolkengucker-Vereinigung an erster Stelle. Denn wie heißt es so schön: Zusammen ist man weniger allein! Sich treffen und gemeinsam in die Wolken schauen - wie großartig ist das!

Ich möchte auf den Inhalt nicht näher eingehen, da ich sonst spoilern würde. Aber ich kann das Buch JEDEM ans Herz legen. Lest es!!!!



F A Z I T

"Die Wolkengucker" hat mich berührt und mir eine tolle Auszeit in einer aktuell stressigen Lebensphase beschert. Trotz tiefgründigen Themen, wird Optimismus und Freundschaft in der Geschichte groß geschrieben. Kristina Fritz hat ein wundervolles Werk erschaffen und ich freue mich auf alles, was wir in Zukunft noch von ihr lesen dürfen.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Wer Lust auf eine leichte und süße Liebesgeschichte hat, sollte sich "Alice in La La Land" auf keinen Fall entgehen lassen.

Alice in La La Land
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I N H A L T

Der Klappentext: Alice will unbedingt Musikerin werden. Doch ihre Mutter würde sie lieber an einem Elite-College sehen und weigert sich, sie zu unterstützen. Als Alice erfährt, dass ihr leiblicher ...

I N H A L T

Der Klappentext: Alice will unbedingt Musikerin werden. Doch ihre Mutter würde sie lieber an einem Elite-College sehen und weigert sich, sie zu unterstützen. Als Alice erfährt, dass ihr leiblicher Vater berühmt ist und ihr Bruder niemand Geringeres ist als Brian Oliver, will sie die beiden unbedingt sehen. Kurzerhand stiehlt sie sich auf die Filmpremiere ihres Vaters – nur um dort von Teeniestar Dylan Reese erwischt zu werden. Der verrät sie jedoch nicht, sondern bietet ihr einen Deal an: Er will Alice helfen, ihren Vater zu treffen, wenn sie ihm hilft, seine Ex-Freundin eifersüchtig zu machen. Alice geht darauf ein und findet sich wieder in einem Wirbel aus Musik, Hollywood-Drama und unerwarteten Gefühlen …



M E I N E M E I N U N G

Vor mehreren Jahren habe ich bereits die "Cinder & Ella" Dilogie gelesen. Als ich gehört habe, dass ein weiteres Buch erscheinen wird, das in dem gleichen Universum spielt, habe ich mich sehr gefreut.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, sodass man das Buch schnell lesen kann - ich habe die Geschichte innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen. Blitzlichtgewitter, Paparazzi und Glamour - die Autorin nimmt uns mit, auf eine Reise durch ganz Hollywood und zeigt uns jegliche Facetten, die das Leben als Star zu bieten hat. Auch die Schattenseiten werden aufgezeigt.

Alice begibt sich auf die Suche nach ihrem leiblichen Vater und damit auf die Suche nach einem verbleibenden Teil ihrer eigenen Identität. Sie ist in einem Selbstfindungsprozess, den ihre Mutter nicht zu unterstützen scheint. Alice liebt die Musik und möchte ihren Traum einer eigenen Band gemeinsam mit ihren beiden Freunden Matt und Lexie verwirklichen. Doch ihre Mutter stellt sich Alice in den Weg...als Alice schließlich herausfindet, wer ihr Vater ist, lässt sie sich nicht mehr aufhalten und stürzt sich Hals über Kopf in das Leben der Superstars. Dabei wird sie tatkräftig von Matt und Lexie unterstützt, die selbst für das Abenteuer "Hollywood" und die Mission "Daddy" brennen.

Durch einen Zufall trifft Alice auf Dylan Reese. Er ist der Teenieschwarm schlechthin und einer der bekanntesten Schauspieler in ganz LA. Was jedoch keiner weiß ist, dass Dylan gar kein großer Fan der Schauspielszene ist und sich lieber der Fotografie widmet. Alice und Dylan verstehen sich auf Anhieb sofort und verbringen gezwungenermaßen viel Zeit miteinander, da die beiden einen ganz besonderen Deal eingehen.

Damit, dass sich die beiden letztendlich ineinander verlieben, hat wohl weder Dylan noch Alice gerechnet. Als LeserIn ist es so schön, die Liebesgeschichte der beiden zu verfolgen, die sich zwischen all dem Trubel und aufregenden Hollywood-Drama entwickelt. Dabei bleiben sie auch nicht von Intrigen verschont, die das Glück zu zerstören drohen. Auch wenn die Storyline ein wenig vorhersehbar, so leicht und locker war das Buch zu lesen. Der Epilog hat die Geschichte wunderbar abgerundet!

Toll fand ich auch, dass Brians und Ellas Vorgeschichte kurz erwähnt wird, sodass Vorkenntnisse zu den anderen Büchern nicht notwendig sind.



F A Z I T

Wer Lust auf eine leichte und süße Liebesgeschichte hat, sollte sich "Alice in La La Land" auf keinen Fall entgehen lassen. Ich freue mich auf alle weiteren Geschichten der Autorin.

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Jahreshighlight 2023

Der Duft von Schokolade
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Ich habe mich sehr gefreut, dass dieser Roman nun als Taschenbuch im Buchhandel verfügbar ist. Schon seit über einem Jahr habe ich auf den Erscheinungstermin hingefiebert, da mich der Klappentext direkt ...

Ich habe mich sehr gefreut, dass dieser Roman nun als Taschenbuch im Buchhandel verfügbar ist. Schon seit über einem Jahr habe ich auf den Erscheinungstermin hingefiebert, da mich der Klappentext direkt überzeugen konnte und Lust auf den Roman machte. Und das Warten hat sich absolut gelohnt! Ich würde es tatsächlich nun als mein Lieblingsbuch des Autors bezeichnen.

Der Roman ist bereits 2007 veröffentlicht worden. Meiner Meinung nach merkt man einen Unterschied zu Arenz' aktuelleren Romanen. Das tut der Besonderheit des Schreibstils aber keinen Abbruch - ich finde dieses Buch sogar noch besser als die anderen.

Der Schreibstil ist wie man es als LeserIn von Arenz bereits gewöhnt ist, großartig! Detailreiche Beschreibungen der beiden Metropolen Wien und Berlin stehen auf der Tagesordnung. Ganz besonders stechen jedoch die Beschreibungen der Düfte heraus - Beschreibungen von Parfum- und Schokoladendüften, die verzaubern. "Jeder Duft ist wie eine andere Welt." - so beschreibt der Protagonist August Liebeskind seine Wahrnehmung.

Pralinen, Konfekt, Schokolade, Gewürze, Confiserie, Zuckerbäckerei - Ewald Arenz nimmt uns mit auf eine Reise durch die Welt des Genusses.

"Jeder Duft hatte eine Farbe, für die es in der Sprache keine Wörter gab."

Mit dem ehemaligen Soldaten August begibt man sich als LeserIn auf eine Zeitreise durch das Wien aus dem Jahr 1881. August spaziert gemeinsam mit Elena Palffy durch die Gassen der Großstadt. Gemeinsam erleben sie die Genusskultur der 1880er-Jahre. Sie besuchen ein Pferdederby, gehen in einem See schwimmen und statten der Oper einen Besuch ab. Auch Kaffeehäuser wie das Demel, Landtmann oder Café Sperl finden in dem Roman Erwähnung. Bei dem Flanieren und Erleben der Wiener Kultur hätte ich die beiden gerne begleitet. So begleiten wir als LeserInnen August, Elena und den Beginn ihrer Romanze.

Dass die Geschichte realhistorische Elemente beinhaltet, merkte ich erst, als der Wiener Ringtheaterbrand einen Teil der Handlung einnahm. Der Ringtheaterbrand gilt bis heute als der größte Theaterbrand aller Zeiten. Dass selbst reale Formulierungen der Polizei wie "Alles gerettet!" (dies war übrigens eine Fehleinschätzung) mit in den Roman eingearbeitet wurden, ist mir erst aufgefallen, als ich mich online über jenen Großbrand informiert habe. Das sind ganz besondere Details, die den Roman noch authentischer wirken lassen.

Ewald Arenz erschafft mit Elena Palffy und Louise Brenner zwei ganz fantastische Frauenfiguren! Unterschiedlicher könnten die beiden Frauen nicht sein, trotzdem schaffen es die zwei, jeweils einen außergewöhnlichen Platz in Augusts Leben einzunehmen.

Nicht nur Wien spielt in dem Roman eine bedeutende Rolle, sondern auch die Metropole Berlin nimmt einen Teil der Handlung ein. Die Reise von August nach Berlin verändert sein Leben nachhaltig - auch als LeserIn ist jener Leseabschnitt von großer Bedeutung. Der Plottwist hat mich persönlich sehr überrascht, aber nicht im negativen Sinne.

Die Kapitel sind alle logisch aufgebaut und durch das Einflechten realer Ereignisse, schafft es Arenz, dem Roman eine Authentizität zu verleihen, die in der Literaturwelt mittlerweile selten geworden ist.



F A Z I T

"Der Duft von Schokolade" ist mein Jahreshighlight von 2023! Der perfekte Leseabschluss für dieses Jahr. August Liebeskind sagt an einer Stelle in dem Roman: "Vielleicht sind manche Düfte auch nur Essen für die Seele." - dieser Roman ist definitiv ein "Essen" für die Seele. Ich würde die Geschichte am liebsten direkt noch einmal von vorne lesen.

Auch mit diesem Roman hat der Autor auf ganzer Linie überzeugt und mich erneut in der Meinung bestätigt, dass er die Liste meiner deutschen LieblingsautorInnen mit Abstand anführt.

Ich freue mich wie immer auf all das, was wir in den nächsten Jahren von Ewald Arenz lesen dürfen.

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