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Veröffentlicht am 20.04.2020

Ein Krimi wie ein Tsunami

Das Schweigen des Fjords
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Polizeichef Bengt Alvsaker lernt nach 11 Jahren seinen Sohn Thomas kennen, der ihn für eine Woche besucht. Doch statt Zeit mit ihm zu verbringen, erreicht Bengt ein Hilferuf von seinem Nachbarskind Ina. ...

Polizeichef Bengt Alvsaker lernt nach 11 Jahren seinen Sohn Thomas kennen, der ihn für eine Woche besucht. Doch statt Zeit mit ihm zu verbringen, erreicht Bengt ein Hilferuf von seinem Nachbarskind Ina. Ihr 6-jähriger Bruder Anders ist spurlos verschwunden. Der allein erziehende Vater hoffnungslos überfordert. Bei der eilig anberaumten Suche stößt Bengt nicht nur auf merkwürdige Dorfbewohner, auch in der Familie von Ina scheint einiges nicht zu stimmen. Dann findet die Polizei die Schlafanzughose von Anders am Strand.........

"Das Schweigen des Fjords" ist das erste Buch der norwegischen Autorin, welches ins Deutsche übersetzt wurde. Erstaunlich flüssig haben sich die Seiten lesen lassen. So habe ich nur zwei Tage für diesen Krimi gebraucht. Lediglich mit den ungewohnten Namen hatte ich anfangs meine Probleme. Das hat sich aber schnell gelegt. Es beginnt relativ harmlos. Fast wie ein Tsunami. Man merkt da liegt etwas in der Luft. Kann es nicht greifen. Nach und nach breiten sich die Wellen der Spannung immer mehr aus. Verdächtige gibt es viele, denn die Dorfbewohner verhalten sich alles andere als normal. So ist es kein Wunder, dass am Schluss das ganze Ausmaß der Katastrophe über die Ermittlungen herein bricht. Der Schein hat offenbar getrogen. Aber hätte man es tatsächlich verhindern können?

Fazit: Eine Geschichte in der deutlich wird, vor was unsere Gesellschaft gerne die Augen verschließt. Ich hatte spannende und kurzweilige Unterhaltung. Da verzeihe ich es auch, wenn ein paar Details ins Leere geführt haben. Eine große Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 18.04.2020

Spannender Krimi mit viel Lokalkolorit

Karl Valentin ist tot
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Hauptkommissar Tom Perlinger wird mitten in der Nacht zum Karl Valentin Gymnasium in der Münchner Altstadt gerufen. Dort hat es einen Brand gegeben. Bei den Löscharbeiten wird die Leiche der stellvertretenden ...

Hauptkommissar Tom Perlinger wird mitten in der Nacht zum Karl Valentin Gymnasium in der Münchner Altstadt gerufen. Dort hat es einen Brand gegeben. Bei den Löscharbeiten wird die Leiche der stellvertretenden Direktorin Marianne Eichstätt gefunden. Je mehr Tom während der Ermittlungen hinter die Kulissen schaut, umso mehr scheint die Schule alles andere als ein Vorzeigegymnasium zu sein. Oder wieso wurde der mysteriöse Tod eines Schülers vor einem Jahr vertuscht? Steht der Brand sogar in einem Zusammenhang damit?

"Karl Valentin ist tot" ist der dritte Band um den Münchner Hauptkommissar Tom Perlinger, den man aber auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. Ich kannte bisher nur Band 1, der mich nicht so überzeugen konnte. So war ich auf den neuen Fall sehr gespannt und dieser hat mich überrascht. Der Krimi ist kurzweilig, spannend und flüssig zu lesen. Auch Lokalkolorit ist ausreichend vorhanden. Die Charaktere haben die bayrische Lebensart gut rüber gebracht. Neben einem spannenden und verzwickten Fall, erfährt man auch einiges aus dem Privatleben der Protagonisten. Dieses zieht sich wie ein roter Faden durch die Reihe. Die Autorin hat es jedoch geschafft, es auch für Erstleser verständlich darzustellen. Ein Markenzeichen der Krimis ist, dass eine Geschichte rund um eine bayrische Persönlichkeit gesponnen wird. So hat man diesmal einiges Wissenswertes über Karl Valentin kennengelernt.

Fazit: Ein spannender Regionalkrimi, dessen Figuren die bayrische Lebensart gut rüber bringen. Ich unterhaltsame Lesestunden hatte und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 14.04.2020

Gefühlvoller Roman um Trauerbewältigung

Schicksalssommer
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Bis heute hat Regina den plötzlichen Kindstod ihres Sohnes nicht verwunden. Noch immer plagen sie Ängste und auch ihre Ehe mit Rudi ist dadurch in die Brüche gegangen. Nun lebt sie mit ihrem besten Freund ...

Bis heute hat Regina den plötzlichen Kindstod ihres Sohnes nicht verwunden. Noch immer plagen sie Ängste und auch ihre Ehe mit Rudi ist dadurch in die Brüche gegangen. Nun lebt sie mit ihrem besten Freund Daniel, den sie schon von Kind an kennt, in einer Art WG zusammen. Eines Tages zieht der attraktive Ben mit seinem Sohn Tim ins Nachbarhaus. Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Doch auch Ben hat einen großen Verlust zu verarbeiten. Kann eine Liebe der beiden überhaupt Bestand haben?

"Schicksalssommer" ist eine einfühlsam erzählte Geschichte, die von Verlust und Ängsten geprägt ist. Dabei trotz des ernsten Themas leicht zu lesen ist. Von Anfang an hat mich der Roman in seinen Bann gezogen. Erzählt auf sensible Art über das Schicksal von Regina und Ben. Aber auch von der aufkeimenden Liebe der beiden, die sich dabei selbst im Weg stehen. Die Protagonisten sind alle gut ausgearbeitet und authentisch dargestellt. Vor allem Daniel hat mich mit seiner besonderen Art oft zum Schmunzeln gebracht. Hier hat die Autorin einen wundervollen Spagat zwischen ernsten Themen und humorvollen Passagen geschaffen. Bis zum Ende hin habe ich mitgefiebert wie alles wohl ausgeht. Ganz großes Lob. Ich bin tief beeindruckt.

Fazit: Ein gefühlvoller, aber auch humorvoller Roman über Verlust, Ängste und eine aufkeimende Liebe. Wunderbar leicht erzählt. Empfehle ich sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Ruhig und düster zugleich

Zurück im Zorn
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Gollwitz in Brandenburg 1995. Durch einen Brand des Wohnhauses, wird die Familie der 12-jährigen Anna getötet. Schon länger geht ein Feuerteufel um. Doch bisher sind dabei nur Tiere ums Leben gekommen. ...

Gollwitz in Brandenburg 1995. Durch einen Brand des Wohnhauses, wird die Familie der 12-jährigen Anna getötet. Schon länger geht ein Feuerteufel um. Doch bisher sind dabei nur Tiere ums Leben gekommen. Wer Anna gerettet hat, bleibt unklar. Durch einen Tipp kann der Täter gefasst werden und landet in der Psychiatrie.

Berlin 20 Jahre später. Anna erhält einen Drohbrief. Damals wäre nur der Anfang gewesen. Jetzt ist ihre Ersatzfamilie dran. Auch wenn Anna nichts mehr mit ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie nach der Brandnacht aufgenommen haben, zu tun hat, möchte sie sie doch warnen und begibt sich zurück nach Gollwitz. Doch das Dorf heißt sie nicht Willkommen. Zudem steht die Entlassung des Täters kurz bevor.....

"Zurück im Zorn" ist düster, aber eher ruhig. So baut sich die Spannung erst allmählich auf. Offenbart aber am Schluss was in Gollwitz im Argen liegt. Der Schreibstil ist flüssig und lebendig gehalten. Lässt die Mentalität der Dorfbewohner gut erkennen. Die mir im übrigen manchmal unheimlich waren. Nach und nach erfährt man mehr über die Protagonisten. Jeder hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Und genau so handeln sie oft. Ein bisschen kam mir das Szenario wie in einem Stephen King Roman vor. Sehr gut fand ich das Personenregister am Anfang, welches mir einige Male geholfen hat.

Fazit: Ein Roman, der gemächlich daher kommt, es jedoch ins sich hat. Der gut die Mentalität der Dorfbewohner einfängt und auch ein paar Überraschungen parat hat. Ein paar Information bezüglich der Protagonisten mehr hätte meiner Ansicht nach jedoch nicht geschadet. Empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 09.04.2020

Lebendiger Frankfurt Krimi mit viel Lokalkolorit

Das Geheimnis des Roten Hauses
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Gaby, Tochter von Kommissar Lutz Weigand, hat eine neue Freundin. Jette Grubenmacher, deren Vater einer der sieben Architekten des Frankfurter Altstadtbaus ist und deren Familie sogar in einem der Häuser ...

Gaby, Tochter von Kommissar Lutz Weigand, hat eine neue Freundin. Jette Grubenmacher, deren Vater einer der sieben Architekten des Frankfurter Altstadtbaus ist und deren Familie sogar in einem der Häuser - das sogenannte rote Haus - wohnt. Seitdem hat Gaby ein großes Interesse an der neuen Altstadt und verbringt fast jede freie Minute bei Jette. Dann geschieht ein Mord auf einer Dachterrasse eines noch nicht fertig gestellten Hauses. Noch während Kommissar Weigand ermittelt, kommt Gaby ungeahnt einem Geheimnis auf die Spur.........

"Das Geheimnis der roten Hauses" ist der zweite Band um den Frankfurter Kommissar Lutz Weigand. Ich kenne den Vorgänger "Mainkur Tod" nicht, was aber überhaupt kein Problem war. Der Schreibstil ist lebendig, teilweise mit Wortwitz und einer ganz gehörigen Portion Lokalkolorit. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und auch ohne große Beschreibungen konnte ich sie mir sehr gut vorstellen. So tat mir Kommissar Weigand fast schon leid, dass ihm seine Leidenschaft fürs Kaugummi kauen zum Verhängnis wird. Seine Tochter hingegen war mir teilweise zu altklug. Habe aber durch sie einiges Wissenswertes über die neue Frankfurter Altstadt und der Geschichte hinter den Häusern kennengelernt. Die Autorin streut von Anfang an Puzzleteile als Fährte in die Geschichte. Diese haben mich schnell auf die Spur des Täters geführt. Allerdings hat das meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Vielmehr wollte ich unbedingt wissen, wann denn auch Kommissar Weigand den wahren Täter entlarvt.

Fazit: Ein lebendig geschriebener Frankfurt Krimi, der mir kurzweilige Lesestunden beschert hat. Der neben viel Lokalkolorit, auch einiges Wissenswerte bietet. In dessen Protagonisten ich mich gut hinein versetzen konnte. Empfehlenswert.

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