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Veröffentlicht am 23.05.2026

Eine einsame Hallig. Unheimliche Vorkommnisse.

Das Gehöft
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Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch ...

Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch zu bewirtschaften. Doch schon bei der Ankunft läuft nicht alles nach Plan. Die Möbelpacker verlassen die Hallig, obwohl der ganze Hausrat noch am Ufer steht. Ein Unwetter ist im Annarsch und ein Gehilfe, der vorübergehend in einem Anbau wohnt, um Reparaturen am Haus zu erledigen, erweist sich als komischer Kauz. Zu allem Überfluss entdeckt Lara auf dem verlassenen Nachbargehöft eine Gestalt am Fenster. Als sie nachschauen geht, ist aber niemand mehr zu sehen. Dann bricht ihr Bruder einen Streit vom Zaun und in der Folge verschwindet Malte spurlos......

Leseeindruck:
"Das Gehöft" ist ein Thriller, der mit der fiktiven, verlassenen Hallig Westeroog und dem herrschenden Unwetter ein passendes Setting zur erzählten Geschichte hat. Das hat mir gut gefallen. Während des Lesens ist es auf jeder Seite spürbar, dass etwas Unheimliches in der Luft liegt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und bauen durch kleinere Cliffhanger Spannung auf. Gleichzeitig war ich aber auch etwas verwirrt. Zum Beispiel ging es mit einer Szene weiter, in der vorherigen war aber für mich nicht ersichtlich, dass genau so eine Entdeckung gemacht wurde. Die Protagonisten werden nach und nach vorgestellt und man bekommt einen Einblick in ihr Leben. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Durch die Hauptfigur Lara werden die Geschehnisse erzählt. Teilweise habe ich mit Spannung erwartet wie es weitergeht. Doch oft konnte ich ihre Handlungen und ihre gedanklichen Wendungen nicht nachvollziehen. Ein zweiter Nebenerzählstrang über zwei Brüder und eine verschwundene Ehefrau, der am Ende irgendwie verwoben wird, hat mir sogar etwas besser gefallen. Am Schluss kommt es zu einem Showdown, bei dem sich die Ereignisse überschlagen und Lara auf sich alleine gestellt ist. So ganz packen konnte mich dieser dann leider nicht mehr, da es mir einfach zu viel hin und her war.

Fazit:
"Das Gehöft" ist ein spannender Thriller, der von seinen Wendungen lebt. Das Unheimliche, das auf der Hallig vor sich geht, ist spürbar und passt gut zum Setting einer kleinen, einsamen Hallig und dem aufkommenden Unwetter. Emotional konnte mich die Geschichte leider nicht mitnehmen. Mir hat die Tiefe gefehlt, um wirklich mitfiebern zu können. Eventuell hat das an den zahlreichen Beschreibungen und Rückblicken in das Leben der Figuren gelegen. So kam es mir eher wie ein hin und her vor. Lara hat es mir dabei nicht einfacher gemacht.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Erster Band der dritten Trilogie der Reihe.

Die Tiefe: Versunken
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Inhalt:
Als Hobbyschatztaucher auf dem Grund der Ostseeküste am Darß eine gesunkene Segeljacht entdecken, ist der Schreck groß. Auf dem Schiff befinden sich 4 Leichen. Die herbeigerufene Polizei um Kriminalhauptkommissar ...

Inhalt:
Als Hobbyschatztaucher auf dem Grund der Ostseeküste am Darß eine gesunkene Segeljacht entdecken, ist der Schreck groß. Auf dem Schiff befinden sich 4 Leichen. Die herbeigerufene Polizei um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt stellt schnell ein Gewaltverbrechen fest. Seine Freundin, die Kryptologin Mascha Krieger, wird unterdessen von ihrem Stiefbruder Holger nach Anklam angefordert, um einen rätselhaften Brief, der im Zuge der Ermittlungen um eine getötete Ärztin aufgetaucht ist, zu entschlüsseln. Beide Soko's haben es nicht leicht ein Motiv zu finden und damit den Tätern näher zu kommen. Dann tauchen weitere Leichen auf. Ist hier ein Serienmörder am Werk?

Leseeindruck:
"Die Tiefe - Versunken" ist der erste Band der dritten Trilogie mit Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Obwohl ich die vorherigen Trilogien nicht gelesen habe, ist mir der Einstieg leicht gefallen. Es beginnt spannend und ich war sofort mittendrin. Die Kapitel sind kurz, aus wechselnder Sicht geschrieben und hören meistens mit kleineren Cliffhangern auf. Das hat mich animiert immer weiter zu lesen. Bisher habe ich noch keinen Thriller gelesen, der in mehrere Trilogien mit den selben Ermittlern aufgeteilt ist. Die Idee dahinter gefällt mir gut. In jedem Band wird ein Fall aufgeklärt. In jeder Trilogie ein Geheimnis gelüftet. So kommt es, dass nach diesem ersten Band der aktuellen Trilogie zwar ein Verbrechen aufgeklärt wird, aber bei einem anderen noch nicht wirklich ein Ermittlungserfolg zu sehen ist. Auch im Privatleben ist Mascha auf der Suche nach ihrer wirklichen Mutter, dieser noch kein bisschen näher gekommen. Es bleibt also spannend.

Fazit:
Ich war mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, ausgerechnet mit der neuesten Trilogie der Reihe anzufangen. Aber das wurde schnell in den Wind geschlagen. Ich konnte mich gut in die Figuren versetzen und auch die Fälle waren richtig spannend. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und irgendwann später auf die Vorgänger. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für "Die Tiefe - Versunken"

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Geschichte, die ich bisher noch nicht kannte.

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Inhalt:
Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, ...

Inhalt:
Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, entlässt er Carl und schickt Julie in ein Kloster. Eines Tages erhält Julie einen heimlichen Brief von Carl, in dem er sie bittet, ihn nach Poyais zu begleiten, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ein gewisser Gregor MacGregor, der Kazike dieses Landes in Mittelamerika, verkauft dort unter großen Versprechungen Land. Julie flieht und schlägt sich, verkleidet als junger Mann, bis London durch. Von dort werden die Siedler nach Poyais verschifft. Was mit freudiger Erwartung beginnt, entpuppt sich bald als Alptraum. Poyais existiert nicht. Die Siedler sind auf einen Hochstapler hereingefallen.......

Leseeindruck:
"Poyais, ein Land das es nie gab" basiert auf wahren Begebenheiten. Den Hochstapler Gregor MacGregor gab es wirklich und er hat auch Land in Poyais verkauft, das nicht existent war. In einem Erzählstrang geht es um Julie und Carl. Anhand ihrer fiktiven Geschichte habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie es den Siedlern damals erging. Unvorstellbar, dass sie tatsächlich von den Kapitänen der Schiffe, in der Wildnis ausgesetzt und dann sich selbst überlassen wurden. Aber damals galt, ohne Geld keine Rückfahrt und das hatten die Siedler in Land und einer Währung investiert, die es nicht gab. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie die Siedler ums Überleben gekämpft haben, manch einer aber verlor. Ein weiterer Erzählstrang führt ein paar Jahre zurück und beschreibt durch die Soldaten Liam und Jeffrey was sie unter General Gregor MacGregor in den Befreiungskriegen in Mittelamerika erlebt haben. Dieser kreuzt sich am Ende mit Julie und Carls Geschichte und ich fand ihn mindestens so spannend wie die Hauptstory. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die Autorin es geschafft hat, Gregor MacGregor dem Lesenden nahe zu bringen, obwohl er immer nur sporadisch aufgetaucht ist. Ich konnte mir jedenfalls ein gutes Bild von ihm machen. Den Erzählstil habe ich als sehr lebendig und bildlich empfunden. Was genau meinen Geschmack getroffen hat.

Fazit:
Mit "Poyais, ein Land das es nie gab" erzählt Uli Aechtner ein Stück Geschichte, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Geschickt wird fiktives mit wahren Begebenheiten vermischt. Von Anfang bis Ende wirkt die Erzählung authentisch. Ich habe den Roman gerne gelesen und gebe deshalb eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

So geht Krimi.

Alsterfluch
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Inhalt:
Der Immobilienhai Uwe Snyder wird tot am Ufer der Alster aufgefunden. Was zunächst nach Rache eines ehemaligen Mieters aussieht, entpuppt sich bald als Bandenkrieg der italienischen Mafia. Snyder ...

Inhalt:
Der Immobilienhai Uwe Snyder wird tot am Ufer der Alster aufgefunden. Was zunächst nach Rache eines ehemaligen Mieters aussieht, entpuppt sich bald als Bandenkrieg der italienischen Mafia. Snyder war für diese tätig und es gibt weitere Tote innerhalb der Organisation......

Leseeindruck:
"Alsterfluch" ist der 3. Band um den Ermittler Erik van der Kolk. Endlich mal wieder ein klassischer Krimi, der den Fokus auf die Ermittungsarbeit setzt, die Kommissare normal sind und nicht solch kaputte Typen wie in unzähligen anderen Krimis. Man ist sofort mitten im Geschehen. Von Anfang an konnte ich mich, ohne viel Schnickschnack, auf den Fall konzentrieren. Innerhalb der Kapitel wechselt die Perspektive, getrennt durch Absätze. Kleinere Cliffhanger inklusive. Die Spannung bleibt auf einem gleichbleibenden Level. Mich hat es dazu animiert immer weiter zu lesen. Zugegeben. Nach etwas über der Hälfte konnte ich mir denken, wer der ominöse Täter ist, aus dessen Sicht immer wieder Kapitel eingestreut werden. Trotzdem hat das meinen Lesegenuss nicht getrübt und die ein oder andere Überraschung gab es auch noch.

Fazit:
"Alsterfluch" konnte mich, genau wie seine Vorgänger, begeistern. Die Spannungskurve ist gleichbleibend. Kleinere Cliffhanger innerhalb der Kapitel tragen zusätzlich dazu bei. Ein Einstieg in Band 3 ist problemlos möglich, ohne dass man die Vorgänger kennt. So geht Krimi. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannung mit viel Privatleben.

Stecknitz-Mörder
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Inhalt:
Es herrscht dichter Nebel. Katja Burmester geht, wie jeden Tag, am Kanal der Stecknitz mit ihrer alten Hündin Bonnie spazieren. Da sie ihre Hündin nicht mehr sehen kann, pfeift sie nach ihr. Doch ...

Inhalt:
Es herrscht dichter Nebel. Katja Burmester geht, wie jeden Tag, am Kanal der Stecknitz mit ihrer alten Hündin Bonnie spazieren. Da sie ihre Hündin nicht mehr sehen kann, pfeift sie nach ihr. Doch sie kommt nicht zurück. Auf einmal hört Katja ein metallisches Geräusch, das näher kommt. Sie bekommt Panik, da sie durch die Nebelwand nichts erkennen kann. Bevor sie reagieren kann, trifft sie ein Schlag und Katja fällt tot um. Wenig später wird ihr Leichnam im Kanal gefunden. Das Team der Lübecker Kripo um Morton Sandt steht bei den anschließenden Ermittlungen vor einem Rätsel. Die Frau war beliebt und hatte anscheinend keine Feinde. Dann geschieht ein weiterer Mord......

Leseeindruck:
"Stecknitz-Mörder" ist ein neuer Fall für die Lübecker Kripo. Gleich zu Anfang herrscht durch den dichten Nebel eine düstere Stimmung und passt gut zur ersten Szene, in der ein Mord geschieht. Der Schreibstil von Jobst Schlennstedt ist wie immer flüssig und aufs wesentliche konzentriert. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz. Für Spannung sorgen immer wieder neue Wendungen, die mich Miträtselnlassen haben. Wer schon Krimis des Autors gelesen hat weiß, dass neben den Ermittlungen auch das Privatleben eine große Rolle spielt. Eine Mischung, die mir gut gefällt. Allerdings entwickeln einige der Ermittler privat in ihren "Beziehungen" Abhängigkeiten, die mir persönlich in der Häufigkeit zu viel waren. Am Ende wird der Fall aufgeklärt und hat mich überrascht. Im Privatleben von Morton Sandt bleibt jedoch eine Frage offen und lässt mich neugierig zurück wie es weitergeht.

Fazit:
Alles in allem konnte mich "Stecknitz-Mörder" gut unterhalten. Der Krimi bietet Spannung und einiges an Privatleben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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