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Veröffentlicht am 19.10.2025

Außergewöhnlich!

MEGA
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Das Buch hat ein außergewöhnliches Format, quadratisch und eine Spur größer als A4, was bei dem Inhalt zu riesigen Tieren auch äußerlich sehr passend ist. Der hochwertige, festere, hochglanz Papierumschlag ...

Das Buch hat ein außergewöhnliches Format, quadratisch und eine Spur größer als A4, was bei dem Inhalt zu riesigen Tieren auch äußerlich sehr passend ist. Der hochwertige, festere, hochglanz Papierumschlag ist gleichzeitig ein Poster, welches einen riesigen, wütenden, ausgestorbenen Elefanten zeigt, kein Mammut, und ein großartiges Cover mit vielen Tieren darunter zur Schau bringt.
Jede Seite ist mit beeindruckenden, wunderschönen Illustrationen im gemalt/gezeichneten, detailgetreuen Stil geschmückt und diese wirken mit den starken, lebensfrohen Farben wie eigenständige Kunstwerke.
Der Aufbau ist strukturiert und folgt nach einer Einleitung mit Erklärungen zu verschiedenen Begriffen, wie etwa Megafauna, einem gleichbleibenden Ablauf.
Einer Überblicksseite zur Tiergattung (Säugetier, Vogel,...) folgt eine größte Ausgestorbene Art (z.B. Menschenaffen), dann die heutigen größten Exemplare dieser Art und Megafauna in Aktion, wo zahlreiche lehrreiche und vielleicht recht außergewöhnliche Fakten rund um das jeweilige Tierart, deren Lebensraum oder das Wirken auf die Umwelt geliefert werden.
Dadurch lässt sich herrlich Nachschlagen und auch nur über das gewünschte Tier lesen, ideal hier ebenso das Format zum Vorlesen bei mehreren Kindern. Wir waren von dem gesamten Buch überaus beeindruckt und obwohl wir schon einige Tierlexika besitzen, gab es viele neue Informationen, die wir zuvor nicht kannten. Besonders die Kombination aus ausgestorbenen Tieren und heute Lebenden hat bei meinen Kindern großes Interesse, Neugier und Freude ausgelöst.
Eindrücklich waren für uns auch die letzten beiden Doppelseiten auf denen es einerseits um das Artensterben geht, das leider zunehmend mehr wird aufgrund von Verlust des Lebensraums, Wilderer, Krankheiten, usw. und andererseits, was besonders schön ist, da es mit positiven Aspekt endet, etwas dagegen zu unternehmen sei es durch bewussten Verbrauch, Patenschaften,..., weil es ist noch nicht zu spät!
Da leider auch der einzige Kritikpunkt, wieso dann in China drucken ?!

Fazit: Großartiges Sachkinderbuch, das uns definitiv stark beeindruckt hat!

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Veröffentlicht am 18.10.2025

Fesselnder Handlungsaufbau

The Business Trip
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Der Aufbau dieses Thrillers hat mich sehr überrascht und direkt bis ca. zur Hälfte durch die Seiten fliegen lassen.
Es wird aus der Sicht mehrerer Personen, wobei Jasmine, Stephanie und Trent im Mittelpunkt ...

Der Aufbau dieses Thrillers hat mich sehr überrascht und direkt bis ca. zur Hälfte durch die Seiten fliegen lassen.
Es wird aus der Sicht mehrerer Personen, wobei Jasmine, Stephanie und Trent im Mittelpunkt der Handlung stehen, erzählt. Das lässt zunächst sehr viele Möglichkeiten und Überlegungen für die LeserInnen offen und brachte viel Spannung mit sich. Es ließ mich auch über den, vielleicht aufgrund der amerikanischen Herkunft der Autorin Vorurteil behafteten, aber sehr einfachen und flachen Schreibstil hinwegsehen.
Jedoch folgten ab der Hälfte dem Erzählstrang logisch erklärbare Wiederholungen einzelner Geschehnisse und verursachte bei mir kurzzeitige Langweile, welche sich mit dem Ende wieder auflöste, aber durch die abgehoben Erklärungen, das Buch nicht befriedigend abschlossen. Zudem war mir Jasmine, die dann hauptsächlich durch die Handlung führt, wahnsinnig unsympathisch, trotz schwieriger Herkunftsgeschichte und daraus resultierendem Verhalten, hat man als LeserIn keine Anknüpfungspunkte mit ihr.

Fazit: Ein durchaus spannender, rasch lesbarer Thriller mit Luft nach oben!

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Von besten Freunden zu Geliebten?!

Weihnachten in Applemore
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Dieses Buch ist für mich das Erste aus der Reihe um die Fraser Geschwister und Applemore, jedoch konnte ich es bequem ohne Vorwissen zu den anderen Teilen eigenständig lesen.
Die Übersetzung aus dem Englischen ...

Dieses Buch ist für mich das Erste aus der Reihe um die Fraser Geschwister und Applemore, jedoch konnte ich es bequem ohne Vorwissen zu den anderen Teilen eigenständig lesen.
Die Übersetzung aus dem Englischen zeigt sich recht rasch im schlichten Schreibstil, führt jedoch zu einem leichtgängigen Lesefluss. Leider konnte mich die Geschichte nicht sehr mitreißen und die kuschelige Stimmung kam nicht auf, aber für zwischendurch und ohne schlimme Dramatik in einer Liebesbeziehung, ist es genau das Richtige. Mir waren die Handlung und eher platten Charaktere, in denen durchaus Potential steckte und gerade Harry und Polly Sympathisanten sind, einfach zu langweilig. Es ist am Ende aber nicht mein bevorzugtes Lesegenre, trotzdem konnte ich kurzweilig in die Welt von Applemore einsteigen und war schnell durch mit dem Roman.

Fazit: Auf die richtige weihnachtliche Zeit warten, um den Roman richtig genießen zu können!

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Die Wut, die alles überrollt

Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?
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In dieser Buchreihe der Autorin über die gefühlsstarken und gefühlvollen Tiere, besitzen wir tatsächlich bisher alle und so musste auch der wütende kleine Panda bei uns einziehen, da es sich noch dazu ...

In dieser Buchreihe der Autorin über die gefühlsstarken und gefühlvollen Tiere, besitzen wir tatsächlich bisher alle und so musste auch der wütende kleine Panda bei uns einziehen, da es sich noch dazu um mein absolutes Lieblingstier handelt.
Welches Elternteil kennt diese Wutausbrüche aus dem Nichts, meistens genau dann, wenn man selbst am Limit ist, denn nicht auch.
In schöner, aber gut verständlicher Reimform wird der aufregende Tag des kleinen Panda Tilly erzählt. Im Laufe dessen wird sichtbar, dass er ganz oft nicht mit der Emotion Wut reagiert, obwohl für ihn sehr ärgerliche und unverständliche Dinge passieren. Erst wie seine Energie ruhig zu reagieren aufgebraucht ist, taucht bei einer "Kleinigkeit" der Wutanfall auf. Meine Kinder waren beim Vorlesen dieses Abschnitts plötzlich sehr ruhig, aufmerksam und man spürte ihre Unruhe, als ihnen vor Augen geführt wurde, wie jemand, vielleicht ja sogar sie selbst, wütend auf andere in ihrer Umgebung wirken. Eindrücklich war zudem, dass sie mit diesem Verhalten andere sogar sehr, sowohl physisch als auch emotional, verletzen können.
Wie auch in den anderen Büchern der Reihe richtet Nora Imlau ihren Appell im Nachwort an die Eltern. Dieser regt stark zum Nachdenken an und soll verdeutlichen, dass unsere Kinder vieles auf der Welt noch lernen und verstehen müssen, wir ihnen zugewandt und aufmerksam gegenüber reagieren sollen oder es zumindest versuchen.
Inhaltlich potentiell das beste Buch der Reihe, leider kamen die kleinen Pandas in der Zeichnungen dümmlich rüber, was ich sehr schade fand.
Dafür ein herzliches Detail waren die anderen Tiere der Reihe, wie etwa das Krokodil Juli, die ebenfalls in der Geschichte vorkamen.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch, um Kindern das Gefühl Wut verständlich näher zu bringen und für Erwachsene eine Erinnerung an mehr Aufmerksamkeit bei diesem Thema!

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Veröffentlicht am 13.10.2025

Schrecklicher Verdacht: Ich bin gar nicht besser als alle anderen!

Hustle
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Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert!
Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil ...

Bei diesem Roman haben mich die Kurzbeschreibung und das Kommentar auf dem Cover "Bildet Banden!", zum Lesen animiert!
Schon nach den ersten Kapitel hatte mich der nüchtern, ironische Schreibstil der Autorin Julia Bähr total gefangen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der kritische Angriff auf gesellschaftliche Themen wie Kapitalismus, die falsche Welt der High Society oder den wahnsinnig überteuerten Wohnungsmarkt von Zentraleuropa ist gespickt mit schwarzem Humor und ließ mich etliche Male auflachen.
Die Geschichte führt hauptsächlich durch das Leben von Leonie, die mit ihrem Umzug nach München neue Freundschaften mit einer "Ladysgang" macht, Genevieve, Kim und Yasmin, die alle auf legal/illegalen Wege zusätzlich Geld verdienen. Sehr unterhaltsam fand ich hierbei die Abschnitte über Leonies Haustiere, den Schleimpilzen, das Kennenlernen mit Genevieve und ihrer Erklärungsversuche der bayrischen Art von der Uhrzeitbenennung.
Zudem war es ein sehr interessanter Aspekt, dass die männlichen Charaktere in Leonies Umfeld (Nam, Steffen,..) äußerst sympathisch dargestellt wurden, im Gegenzug zu den ebenfalls überwiegend männlichen Übeltätern, denen sie in ihrem Nebenjob begegnet.
Meiner Meinung nach hatte der Roman einen sehr starken Einstieg, ließ jedoch leider im Laufe der Handlung ein wenig nach und am Ende waren ein paar Handlungsstränge unzureichend und unbefriedigend aufgeklärt.

Fazit: Trotzdem kann ich "Hustle" nur empfehlen- ich hatte das Buch rasch ausgelesen und vergnügliche Lesestunden!

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