Bitter enttäuscht
Ich schreib dir morgen wiederWer kennt sie nicht, die Autorin des Welt-Bestsellers „P. S. Ich liebe dich“. Mit diesem Buch hat die irische Schriftstellerin die Messlatte enorm hoch gelegt. Vielleicht zu hoch? Ich muss gestehen, ich ...
Wer kennt sie nicht, die Autorin des Welt-Bestsellers „P. S. Ich liebe dich“. Mit diesem Buch hat die irische Schriftstellerin die Messlatte enorm hoch gelegt. Vielleicht zu hoch? Ich muss gestehen, ich war von „P. S. Ich liebe dich“ extrem begeistert und konnte es kaum erwarten, mehr von dieser Autorin zu lesen. Doch je mehr ich von ihr lese, desto mehr werde ich enttäuscht. Schon bei „Zeit deines Lebens“ konnte ich mir kaum vorstellen, dass dies aus der gleichen Feder stammt. Aber gut, ich dachte, eine Chance gebe ich ihr noch und das sollte mit „Ich schreib dir morgen wieder“ geschehen. Doch um was geht es denn eigentlich in dieser Story?
Tamara wird jäh aus ihrem gewohnten Leben gerissen, als ihr Vater Selbstmord begeht und sie mit ihrer Mutter zu Verwandten aufs Land zieht. Ihre Mom ist kaum ansprechbar und ihre Tante und ihr Onkel sind nicht gerade das, was sich Tamara als tolle Familie vorstellt. Deshalb streift sie lieber durch die Gegend, als Zeit in ihrem neuen Zuhause zu verbringen und entdeckt die ausgebrannte Ruine des alten Kilsaney-Schlosses. Dort entdeckt sie ein Buch, was sie erstmal komplett verstört, nämlich ein Tagebuch, in dem ihr eigenes Leben aufgeschrieben ist. Und das für jeden nächsten Tag!
Mein Eindruck vom Buch:
Wie auch bei „Zeit des Lebens“ habe ich hier die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Geschichte mich endlich gefangen nimmt. Ich hatte gehofft, dass Tamara ein ganz eigener Zauber umgibt und diese Tagebucheinträge, die sie findet, voller Emotionen sind, die den Leser auf eine phantastische Reise mitnehmen. Doch leider haben sich meine Hoffnungen nicht erfüllt. Ganz im Gegenteil, je mehr ich gelesen habe, umso enttäuschter wurde ich. Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber die Protagonisten fand ich alles andere als sympathisch, allen voran Tamara. Dies ging sogar soweit, dass ich mich nicht nur nicht mit ihr identifizieren konnte, sondern dass sie mich regelrecht nervte. Auch ihre Verwandtschaft fand ich alles andere als authentisch dargestellt, ganz zu schweigen von ihren „neuen Freunden“. Und die Tagebucheinträge ließen mich komplett kalt. Ganz ehrlich? Ich war froh, wie das Buch rum war.
Fazit:
Dies ist nun schon das zweite Werk von Cecelia Ahern, das mich sehr enttäuscht hat. Vielleicht werde ich irgendwann noch die Fortsetzung von „P. S. Ich liebe dich“ lesen/hören, das wird es aber für mich von dieser Autorin gewesen sein. Die zwei Sternchen gibt es nur aufgrund der flüssigen Schreibweise.