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Veröffentlicht am 04.06.2017

Die Bewahrung des Geheimnisses geht weiter...

Das Panama-Erbe
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"Das Panama Erbe" ist der zweite Band der Trilogie um das Wunderheilmittel Amakuna. Das erste Buch der Reihe "Tochter des Drachenbaums" habe ich regelrecht verschlungen und ich konnte es kaum erwarten, ...

"Das Panama Erbe" ist der zweite Band der Trilogie um das Wunderheilmittel Amakuna. Das erste Buch der Reihe "Tochter des Drachenbaums" habe ich regelrecht verschlungen und ich konnte es kaum erwarten, mit "Das Panama Erbe zu starten".

Doch um was geht es hier? Amakuna, das Heilmittel von der Kanaraninsel La Palma, hat wahrlich die Kraft die Welt zu verändern. Zum einen heilt es jede Verletzung, jede Krankheit und wäre das nicht Wunder genug, lässt einen Amakuna in die Vergangenheit bzw. auch in die Zukunft reisen und verbindet Seelen. Amakuna wäre die Rettung der Welt, würden nicht so viele Menschen wegen der Gier nach Macht und Reichtum buchstäblich über Leichen gehen. Solange dies noch so ist, muss das Geheimnis von Amakuna bewahrt werden und auf dieser Mission begegnen wir in diesem Werk Sina in der heutigen Zeit. Sie ist die zukünftige Erbin der größten Bank Panamas unn dementsprechend wird sie erzogen und auf Erfolg getrimmt. Doch da stößt sie auf die Kunas, die Ureinwohner Panamas und entdeckt das uralte Geheimnis des Pilzes, aus dem Amakuna gewonnen wird. Nicht jedem gefällt dies und plötzlich wird klar, dass sich Sina mit der Entdeckung Amakunas in Lebensgefahr gebracht hat.

Der Leser begleitet ebenso Tamanca, der im 16. Jahrhundert als Médico in das gerade von Spanien eroberte Panama ankommt. Bei sich trägt er Amaakuna, das unter allen Umständen geheim bleiben muss. Auch, wenn es seinem Vater überhaupt nicht passt, stellt er sich auf die Seite der unterdrückten Ureinwohner und verliebt sich unsterblich. Nicht nur sein Vater ist gegen die Verbindung mit den Ureinwohnern und Tamanca begibt sich in große Gefahr...

In jeder Zeile in diesem Buch spürt man die Liebe der Autorin Susanne Aernecke zu den kanarischen Inseln. Sie hat ein Meisterwerk geschaffen, in dem sie die Vergangenheit perfekt mit der Gegenwart verbindet. Viele der historischen Begebenheit sind belegt und der Leser erfährt hier viel über die Geschichte von Panama und den kanarischen Inseln. Alles verpackt in einer spannenden Geschichte, besser geht es nicht. Man begleitet ein paar Kapitel Sina in der heutigen Zeit und dann reist man für ein paar Kapitel in die Vergangenheit und verfolgt mit, wie Tamanca für die Ureinwohner kämpft, bevor man wieder zu der Gegenwart wechselt. Beide sind jede Sekunde danach bestrebt, Amakuna zu schützen. Ich habe mich sehr gefreut, auch wieder Personen zu begegnen, die ich aus "Tochter des Drachenbaums" kannte. Vorallem sehr interessant, nachdem dieses Werk ungefähr 25 Jahre nach dem ersten Band spielt. Ich habe den Kapiteln um Sina immer sehr entgegengefiebert, konnte es immer kaum erwarten zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht. Die Geschichte um Tamanca hat mich leider nicht so sehr gefesselt und ich fand, manchmal waren in den Kapiteln ein paar Längen, die unnötig waren. Dennoch hat mich natürlich auch seine Geschichte interessiert und vorallem am Schluß habe ich extrem mit ihm mitgefühlt.

Fazit: Alles in allem eine gelungene Fortsetzung, auch wenn es mich nicht ganz so sehr gepackt hat wie "Tochter des Drachenbaums". Deshalb gibt es auch ein Sternchen Abzug. 2019 soll der letzte Band der Trilogie erscheinen, den ich natürlich auch unbedingt lesen möchte. Susanne Aernecke besitzt ein ganz besonderes Talent dafür, Geschichten so zu erzählen, dass man sich mittendrin fühlt und ich kam mir manchmal wirklich so vor, als wäre ich gerade auf den Kanaren. Das geht soweit, dass für nächstes Jahr ein Urlaub auf Teneriffa geplant ist. DANKE auch dafür



Veröffentlicht am 24.04.2017

Schlaflose Lesenächte garantiert...

Insomnia
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Mein erstes Buch von Jiliane Hoffman und ich bin begeistert! Rasant und packend geschrieben, zieht dieser Thriller einen total in den Bann. Es geht um die Jugendliche Mallory Knight, die verschwindet ...


Mein erstes Buch von Jiliane Hoffman und ich bin begeistert! Rasant und packend geschrieben, zieht dieser Thriller einen total in den Bann. Es geht um die Jugendliche Mallory Knight, die verschwindet und komplett verstört, verängstigt und mit Schnittwunden wieder auftaucht. Was ist mit ihr passiert? Mallory erzählt, dass sie der "Hammermann" gekidnapt hat, sie ihm jedoch entkommen konnte und somit das erste Opfer war, das lebend der Hölle entfliehen kann. Doch stimmt ihre Aussage wirklich? Agent Bobby Dees kommt der Wahrheit auf die Spur und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf und Mallory muss erkennen, dass ihre Behauptungen fatale Folgen haben...


Ich habe erst etwas anderes hinter diesem Werk erwartet und nahm an, man würde den Agenten Bobby Dees bei seinen Ermittlungen begleiten. Dies geschieht tatsächlich, aber weit weniger als von mir gedacht. Hauptsächlich verfolgt man das Leben von Mallory und das hat mich erst überrascht, denn in den meisten Thrillern hängt man sich als Leser an die Ermittler. Aber ich empfand dies als erfrischend anders und spannend, dem ganzen Geschehen mal aus einer völlig anderen Perspektive zu verfolgen. Ich habe Mallory richtig gerne gewonnen und konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie ihre Geschichte weitergeht. Auch Bobby Dees habe ich ins Herz geschlossen, auch wenn ich mir manchmal gewünscht habe, ihn noch ein bißchen besser kennenzulernen. Es wird immer wieder Bezug auf seine Vergangenheit genommen, zum einen auf das Verschwinden seiner Tochter, zum anderen auf einen früheren Fall und ich habe mich gefragt, ob es vielleicht besser gewesen wäre, den ersten Thriller mit Bobby Dees, nämlich "Mädchenfänger" zu lesen. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, etwas Grundlegendes verpasst zu haben und ich denke nach wie vor, man kann diesen Thriller auch ohne Vorgänger genießen. Der Schluß hat mich ein kleines bißchen enttäuscht, deshalb gibt es von mir einen Stern Abzug, denn mit einem Teil des Endes hatte ich schon fast gerechnet. Dennoch werde ich definitiv den ersten Band mit Bobby Dees noch nachholen und ich hoffe sehr, man wird Bobby Dees noch oft begegnen


Fazit:

Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans, denn hier kommt man mit Sicherheit auf seine Kosten und die eine oder andere Gänsehaut ist garantiert

Veröffentlicht am 10.04.2017

Leider sehr enttäuschend!

Mörderfall im Isartal
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Nachdem ich im Landkreis Dingolfing-Landau aufgewachsen bin, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut! Ein Krimi, der in meiner Heimat spielt! Doch schon bald nach Start des Buches machte sich eine enorme ...

Nachdem ich im Landkreis Dingolfing-Landau aufgewachsen bin, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut! Ein Krimi, der in meiner Heimat spielt! Doch schon bald nach Start des Buches machte sich eine enorme Enttäuschung breit. Als allererstes will ich aber noch kurz den Inhalt zusammen fassen:

Der Neurologe Rolf Hornasser wird von Theo Mutz, der unter dem Tourette-Syndrom leidet, tot aufgefunden. Theo Mutz verspricht, dessen Mörder zu finden, war Rolf Hornasser doch sein bester Freund. Während seiner "Ermittlungen" lernt er eine Reihe von Menschen kennen, die ihm manchmal wohlgesonnen, manchmal aber auch das komplette gegenteil davon sind. Und so nimmt die Geschichte seinen Lauf und Theo Mutz muss bald am eigenen Leib erfahren, dass Nachforschungen lebensgefährlich sein können...

Die Kapitel über Theo Mutz sind in der Ich-Erzählung gehalten, was sich für mich leider als sehr problematisch erwiesen hat, denn dieser Protagonist war mir von der ersten Seite an einfach unheimlich unsympathisch. Im Grunde ist er hinter jeder Frau her und dabei spielt es keine große Rolle, wie sie aussieht, hauptsache weiblich. Und diese Thematik nimmt einen sehr großen Teil dieses Buches ein und der Mordfall wird dadurch nicht selten in den Hintergrund gerückt. Seine Gedankengänge auf Frauen bezogen wollte ich meist gar nicht erst wissen. Ich hätte es besser gefunden, ihn so kennenzulernen, wie man auch Rudi Kapellmeister begegnet ist, nämlich in der dritten Person. Dann wäre seine Persönlichkeit vielleicht etwas "sanfter" angekommen und das ist jetzt sehr diplomatisch ausgedrückt. Die Geschichte war hervorsehbar, die Protagonisten oberflächlich gezeichnet und der Schreibstil flach. Eine wirkliche Spannung kam nicht wirklich auf, im Gegenteil, immer wenn ein Kapitel kam, in dem man wieder in die Gedankenwelt Theos eintauchte, musste ich mich regelrecht aufraffen, überhaupt weiterzulesen. Einzig die Hintergründe zur Geschichte Dingolfings waren interessant, das war's dann aber leider auch schon. Schade um die Zeit.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Was für ein Thriller!

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Als allererstes fiel mir bei dem Thriller Ragdoll das Cover auf. Das nenne ich wirklich einen absoluten Eyecatcher! Die Schrift als auch der Vogel sind glänzend unterlegt und der Titel wurde sogar geprägt. ...

Als allererstes fiel mir bei dem Thriller Ragdoll das Cover auf. Das nenne ich wirklich einen absoluten Eyecatcher! Die Schrift als auch der Vogel sind glänzend unterlegt und der Titel wurde sogar geprägt. Und auch der Klappentext fesselt einen schon total! In diesem Werk geht es um den Detective Wolf. Er wird zu einem Tatort gerufen und kann kaum glauben, mit was er dort konfrontiert wird. An unzähligen Fäden hängt eine Leiche, doch bei genauerem Hinsehen wird klar, dass es sich hier um eine "Ragdoll" handelt. Eine Leiche mit sechs Opfern, deren Körperteile mit groben Stichen zusammen genäht wurde. Und wäre das nicht schon genug, wird Wolfs Exfrau plötzlich eine Liste mit Namen zugespielt: die nächsten Opfer des Ragdoll-Killers und auch Wolf taucht darauf auf. Und somit macht er sich auf die Jagd nach diesem wahnsinnigen Mörder und versucht alles, um ihn aufzuhalten...

Meiner Meinung nach ist dieser Thriller ein absolut gelungenes Debut eines neuen Autors! Schon die ersten Seiten ziehen einen in den Bann, so dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Ich liebe undurchsichtige Detectives und auch Wolf war von anfang an ein ganz besonderer Charakter, der in diesem Werk neu erschaffen wurde. Generell finde ich, dass hier interessante Personen aufeinander treffen und es hat sehr viel Spaß gemacht, zum Beispiel die Weiterentwicklung des Protagonisten Edmunds zu verfolgen. Auch Baxter wurde sehr facettenreich gezeichnet, so wie natürlich auch Wolf. Spannend finde ich aber auch die Botschaft, die hinter diesem Thriller steckt: Wie weit geht man in abgrundtiefer Verzweiflung? Wieviel Böses steckt in einem selber? Für mich war dieses Buch auf keiner Seite vorhersehbar und ich wurde auch so manches mal überrascht. Ebenso überzeugt mich das Ende, doch um nicht zu spoilern, möchte ich nur dazu noch anmerken, dass ich wirklich sehr gespannt bin, wie es mit Wolf weitergeht!


Fazit:
Ich kann es kaum erwarten, wieder von Daniel Cole zu lesen und von meiner Seite aus kommt eine glasklare Leseempfehlung für jeden Thriller-Fan! Hoffentlich wird auch in sienen kommenden Werken der Spannungspegel so hoch gehalten wie auf den Seiten von Ragdoll!

Veröffentlicht am 25.03.2017

Gefangen in der Vergangenheit...

Dunkelheit
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Ich liebe Romane, die von Zeitreisen handeln und so kam ich natürlich auch nicht an diesem Werk vorbei, das gut 700 Seiten umfasst. Meine Vorfreude war riesig und wir begeben uns auf den ersten Seiten ...

Ich liebe Romane, die von Zeitreisen handeln und so kam ich natürlich auch nicht an diesem Werk vorbei, das gut 700 Seiten umfasst. Meine Vorfreude war riesig und wir begeben uns auf den ersten Seiten ins Jahr 2060, wo Reisen in die Vergangenheit unter den Historikern üblich waren. Die Charaktere finde ich richtig gut gezeichnet und Eileen (bzw. Merope), Polly, Mike, aber auch Colin und Charles waren mir sofort sympathisch. Und ich habe richtig mitgelitten, als es gleich zu Anfang große Probleme gab, denn einige Einsätze, die vorallem den Zweiten Weltkrieg betrafen, wurden ohne Begründung verschoben, was unsere Historiker zum Teil in große Bedrängnis brachte. Doch dann war’s geschafft, Eileen war bei ihrem Einsatzort um evakuierte Kinder zu beobachte, Polly sollte sich als Verkäuferin unter die Gegenwärtler mischen und auch Mike kam in Kriegszeiten an. Doch nichts verlief so, wie geplant und plötzlich war keine Rückkehr mehr ins Jahr 2060 möglich…

Mehr zur Handlung möchte ich hier jetzt nicht verraten. Vom Start ins Buch war ich begeistert, es versprach Spannung, auch wenn ich mich erstmal von den vielen Charakteren und Begebenheiten etwas erschlagen fühlte. Doch ich dachte, das legt sich mit der Zeit und mit dem Lesefortschritt. Und als ich dann endlich alles in meinem Kopf koordiniert hatte, kamen neue Protagonisten hinzu, was mich ehrlich gesagt wieder komplett zurück geworfen hat. Mir wäre es lieber gewesen, wenn es weniger Charaktere gäbe und damit die Möglichkeit, sich viel besser in die einzelnen Personen reinzuversetzen. Zudem waren mir bei ein paar Protagonisten auch deren Sinn in der Geschichte nicht ganz klar. Im Klappentext hieß es, es gäbe drei Historiker in der Vergangenheit, doch plötzlich tauchten da noch ganz andere Zeitreisende auf, was mich teilweise sehr irritierte und deren Sinn mir vollkommen unklar war. Aber vielleicht klärt sich da mehr im Nachfolgeband. Die erste Hälfte des Buches war somit gespickt mit Verwirrungen und Irritationen. Auch die Spannung, die ich anfangs spürte, wich immer mehr und teilweise plätscherte das Buch so dahin ohne nennenswerte Ereignisse. Deshalb hoffte ich sehr, dass die zweite Hälfte dieses Werks mich mehr mitreißen würde. Und das traf zum Glück erstmal ein! Das Buch schaffte meine gewünschte Wendung und ich fing wieder an, mit Mike, Eileen und Polly mitzufiebern. Nach der Durststrecke baute sich eine Spannung auf und ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit den dreien weitergeht. Die Autorin hat den Protagonisten so gekonnt Leben eingehaucht, so dass ich die Panik und Verzweiflung richtig spüren konnte. Dennoch wurde ich erneut enttäuscht, denn die Spannungskurve sackte leider auch wieder ab und die Geschichte fing wie schon gehabt an, sich in die Länge zu ziehen. Meiner Meinung nach hätte es diesem Buch gut getan, etwas kürzer auszufallen. Ich bin hin- und hergerissen, einige Kapitel sind so spannend erzählt, dass ich es kaum erwarten konnte, weiterzulesen und dann gibt es wieder Abschnitte, die einfach vor sich hinplätschern und ich mich richtiggehend aufraffen musste, weiterzulesen. Sehr schade, denn im Grunde finde ich den Schreibstil der Autorin klasse! Auch das Ende ließ mich enttäuscht zurück. Es war von Anfang an klar, dass es eine Fortsetzung geben wird, aber der hier hinterlassene "Cliffhanger" wirkt auf mich eher so, als wär einfach mitten im Kapitel der Rest abgeschnitten worden. Zumindest ein paar Klärungen hätte ich mir in diesem Band noch gewünscht, dafür weniger Nebensächlichkeiten.

Fazit:

Die Grundidee finde ich super, nur mit der Umsetzung hat es meiner Meinung nach nicht richtig geklappt. Dabei beweist die Autorin in einigen Kapiteln, dass sie es eigentlich drauf hat, Spannung zu erzeugen. Aber mir war dieses Werk einfach zu langatmig, mit zu wenigen Ereignissen, die wirklich fesseln. Ich glaube leider nicht, dass ich die Fortsetzung lesen werde. Die ganze Geschichte und auch das Ende haben mich nicht so wie erhofft mitgerissen, deshalb muss ich nicht unbedingt erfahren, wie es mit den Zeitreisenden weitergeht...