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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2017

Wenn du deine Bestimmung triffst...

Ich bin die Nacht
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"Ich bin die Nacht" ist der Auftakt der Thriller-Serie um Marcus Williams, Ex-Polizist und weiterhin auf der guten Seite und Francis Ackerman jr., Serienkiller, dessen Taten kaum grausamer und gefühlloser ...

"Ich bin die Nacht" ist der Auftakt der Thriller-Serie um Marcus Williams, Ex-Polizist und weiterhin auf der guten Seite und Francis Ackerman jr., Serienkiller, dessen Taten kaum grausamer und gefühlloser sein könnten... Durch eine Leserunde bin ich allerdings erstmal mit den vierten Band eingestiegen, deshalb kannte ich einige Begebenheiten schon, was die Spannung natürlich ein bißchen geschmälert hat. Nichtsdestotrotz: Dies ist für mich einer der besten Thriller, die ich in den vergangenen Monaten gelesen habe! Meiner Meinung nach ist Ethan Cross definitiv in einem Atemzug mit brillanten Autoren wie Cody McFadyen, James Patterson und Karin Slaughter zu nennen.

In diesem Werk geht es um Marcus Williams, Ex-Polizist, der von New York in das kleine Örtchen Asherton, Texas zieht, um nochmal ganz von vorne anzufangen. Und anfangs sieht es auch noch so aus, als könnte dies klappen, denn Marcus lernt Maggie kennen und es sieht so aus, als könnte aus dieser Begegnung vielleicht sogar eine Beziehung entstehen. Doch dann entdeckt er mit Maggie seine auf bestialische Weise ermordete Nachbarin und Marcus gerät in die Fängen von Korruption, Vertuschung und nichts scheint so zu sein, wie es nach außen scheint. Und wäre das nicht schon genug, treibt der Serienkiller Francis Ackerman jr. in der Gegend sein Umwesen und tötet auf eine Art und Weise, die sich ein gesunder Menschenverstand kaum vorstellen kann. Und ausgerechnet dieser gnadenloser Mörder glaubt in Marcus endlich einen ebenbürtigen Gegner und seine Bestimmung gefunden zu haben...

Kaum angefangen, konnte ich diesen Pageturner kaum noch aus der Hand legen und ich mir stockte wirklich der Atem, als die Geschichte eine plötzliche Wendung nahm, mit der ich niemals gerechnet hätte. Ich werde jetzt erstmal den zweiten Teil "Ich bin die Angst" und dann den dritten Fall "Ich bin der Schmerz" lesen und hoffe sehr, dass wir noch viel mehr von Ethan Cross lesen werden! Für jeden Thriller-Fan sind meiner Meinung nach diese Werke ein MUSS!

Veröffentlicht am 05.01.2017

Einfach fantastisch wunderbar :-)

Ich, Johannes der V.
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Das Cover dieses Buches hat mich wirklich magisch angezogen. Es ist wunderschön gestaltet und man blickt aus einer Höhle auf einen Menschen. Und auch der Klappentext klang wunderbar, selbst wenn ich trotzdem ...

Das Cover dieses Buches hat mich wirklich magisch angezogen. Es ist wunderschön gestaltet und man blickt aus einer Höhle auf einen Menschen. Und auch der Klappentext klang wunderbar, selbst wenn ich trotzdem nicht genau wusste, was mich in diesem Buch erwartet.

Die Geschichte erleben wir aus Sicht von Johannes, einem Buchhändler aus Österreich. Während eines Kurztrips in Paris findet er in einem kleinen Lädchen ein altes Familienfoto. Aber das war nicht nur irgendeine Familie, nein, es war ein Bild, auf dem seine Vorfahren zu sehen sind. Johannes ist sehr überrascht und nach seiner Rückkehr gräbt er alte Fotoalben aus und stößt auf Geheimnisse, die weit in der Vergangenheit liegen. Und plötzlich gibt es auch einen sehr mysteriösen Interessenten, der unbedingt das Bild erwerben will, welches auf seiner Homepage zu sehen ist. Doch was ist an diesem Bild, das er mit anderen Zeichnungen Jahre zuvor in einem alten Sekretär gefunden hat, so besonders? Er macht sich auf die Suche nach Antworten und trifft auf die „Wise Women“, eine geheime Gemeinschaft und zwei Isländerinnen werden zu seinen Verbündeten. Und da erfährt Johannes, dass es noch so viel mehr gibt, als er jemals auch nur annähernd ahnte…

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, vorallem, weil es ein Genre ist, das normalerweise nicht so ganz meins ist und ich hatte keine Ahnung, wie es auf mich wirken wird. Aber kaum hatte ich mit dem Lesen angefangen, konnte ich es kaum noch weglegen. Ich mag den Schreibstil, finde es klasse, wie der Leser die Geschichte in der Ich-Form Johannes miterlebt. Generell ist der Charakter Johannes für mich absolut faszinierend. Er scheint in sich selbst zu ruhen, sich selbst zu genügen und macht sein Seelenheil nicht von anderen abhängig. Es wäre so schön, wenn man diese Einstellung zum Leben, die er in sich manifestiert hat, einfach weitergeben könnte, denn ich glaube, dann wäre es viel friedlicher in der Welt Auch seine Ansicht bezüglich Medien fand ich sehr interessant. Generell sind die Charaktere in dem Buch sehr liebevoll und außergewöhnlich gestaltet und bis auf M. F. habe ich jede Figur sofort ins Herz geschlossen Das Fantastische in diesem Buch ist eine perfekte Mischung… noch hat man das Gefühl, sich in einer ganz normalen Welt zu befinden und plötzlich passiert etwas, von dem man sich denkt: Moment! Das kann doch gar nicht wahr sein! Oder doch? Dieses Werk wirkt mit Sicherheit noch sehr lange nach und ich werde noch einige Zeit darüber nachdenken, ob nicht doch ein Fünkchen (oder auch ein Feuerwerk) Wahrheit hinter dieser Geschichte steckt. Doch falls das alles gar nicht „Science Fiction“ wäre… wäre die Welt tatsächlich bereit für die Wahrheit? Der Schluß lässt gar nichts anderes zu, als den Nachfolger zu lesen. Und was soll ich noch sagen? Ich freu mich darauf, Johannes den V. wieder zu treffen!

Veröffentlicht am 02.01.2017

Eine bittersüße Geschichte...

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm
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"Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm"... als ich diesen Titel gelesen habe, wusste ich, dieses Buch MUSS ich haben! Als Jugendliche und mit einem drei Jahre älteren Bruder habe ich in den ...

"Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm"... als ich diesen Titel gelesen habe, wusste ich, dieses Buch MUSS ich haben! Als Jugendliche und mit einem drei Jahre älteren Bruder habe ich in den 90er Jahren Nirvana verehrt und ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Und auch, als ich den Klappentext las, war ich begeistert: es geht um Maggie, eine 16jährige Amerikanerin. Als hätte man es als Jugendliche nicht schon schwer genug, muss sie sich mit ihrer Mutter Laura rumschlagen, die alle Nase lang einen neuen Partner hat. Diesmal ist es Colm, den sie nach nur ein paar Monaten heiratet und beschließt, mit ihm und ihren Töchtern Maggie und Ronnie von Chicago nach Irland zu ziehen. Ein großer Schritt und für Maggie beginnt über dem Ozean ein komplett neues Leben. Zwar hatte sie es in Chicago schon nicht leicht, Freundschaften zu schließen und auch das ändert sich in Irland nicht, aber sie lernt Eoin kennen und mit ihm öffnet sich in ihr eine komplett neue Gefühlswelt. Dennoch fehlen Maggie ihr Onkel Kevin, gerade mal 10 Jahre älter als sie selbst und ihre Großmutter Nanny Ei und es ist hart für sie, sie nicht mehr regelmäßig sehen zu können. Und eines Tages schlägt das Schicksal grausam zu...

Erstmal muss ich sagen, dass ich es einfach herrlich fand, auf Titel längst vergessener Songs zu stoßen Durch das Buch fühlte ich mich wieder richtig in die 90er Jahre zurück versetzt und mir wurde bewusst, wie sehr ich Grunge mochte und eine Erinnerung nach der anderen tauchte wieder auf. Möglich war dies natürlich nur durch den tollen Schreibstil von Jessie Ann Foley, der sich sehr flüssig lesen lässt. Wer hinter diesem Werk einen spannenden Pageturner vermutet, der einen komplett fesselt, wird aber wahrscheinlich enttäuscht. Meiner Meinung nach liest sich die Geschichte ruhig, eine bittersüße Geschichte für zwischendurch und um in Erinnerungen zu schwelgen. Die Charaktere sind klasse gezeichnet und ich war wirklich beeindruckt, wie schön sich die Personen in ihren Rollen herauskristallisierten. Hauptprotagonistin ist Maggie und oftmals wirkte sie auf mich etwas arg naiv. Das liegt aber höchstwahrscheinlich daran, dass ihr Alter mittlerweile doch etwas in meiner Vergangenheit liegt Begeistert war ich von Eoin, ein Junge, der Maggie verzaubert... ihn fand ich für sein Alter sehr reif und ich wünschte, ich hätte in meiner Jugend auch einen Eoin kennengelernt. Ebenso fand ich den Charakter von Dan Sean klasse! Schon immer verbringe ich sehr gerne Zeit mit älteren Menschen und lausche deren Geschichten. Ich finde, man kann soooo vieles von ihnen lernen und auch das kam in diesem Buch gut zum Vorschein. Diese drei waren meine Lieblinge, aber auch Kevin und Nanny Ei versuchen Maggie lehren, die besonderen Momente im Leben zu genießen. Mein Lieblingszitat in diesem Buch lautet: "Alles, was du erlebst, erlebst du nur ein Mal, deshalb solltest du immer mit wachen Sinnen durch die Welt gehen." Ich finde, vorallem im heutigen Zeitalter mit Facebook, Instagram, Whatsapp... sollte man sich diese Worte immer wieder ins Bewusstsein rufen. Genieße den Moment und überleg nicht während eines Erlebnisses, wie du es am Besten in Facebook präsentierst. Meiner Meinung nach hat die Autorin da einen sehr aktuellen Punkt aufgegriffen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und freue mich jetzt schon drauf, es meiner Nichte in zwei oder drei Jährchen zu leihen, damit sie mal sieht, wie ihre Tante so aufgewachsen ist Für Leseratten, die in den 90er Jahren ihre Jugend verbracht haben und auf Grunge stehen/standen, ist dieses Buch definitiv zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.12.2016

Hätte viel mehr Potenzial gehabt!

Stiefkind
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„Stiefkind“ ist mein erster Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne, ein Autor, der in Devon geboren wurde und heute mit seinen beiden Töchtern in London lebt.
In diesem Werk geht es um Rachel, die ...

„Stiefkind“ ist mein erster Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne, ein Autor, der in Devon geboren wurde und heute mit seinen beiden Töchtern in London lebt.
In diesem Werk geht es um Rachel, die in einer Galerie David kennenlernt und sich enorm schnell in ihn verliebt. Für ihn gibt sie ihr Leben in London auf und schon wenige Monate nach ihrem Kennenlernen heiraten sie. Rachel könnte kaum glücklicher sein und da gibt es ja auch noch Jamie, Davids Sohn, den sie ebenso sofort ins Herz geschlossen hat. Er entstammte Davids erster Ehe, die vor zwei Jahren damit endete, dass seine erste Frau in einer Mine umkam. Rachel zieht überglücklich in Davids Herrenhaus nach Cornwall, doch leider währt dieses Glück nicht besonders lange. In dem riesigen Haus fühlt sich Rachel oftmals einsam und auch Jamie benimmt sich ihr gegenüber immer merkwürdiger. Und da lässt Jamie einen Satz fallen, der Rachels Blut in den Adern gefrieren lässt: „ An Weihnachten wirst du sterben ... und meine Mummy kommt zurück."
Im Grunde liebe ich derartige Bücher, doch ich muss gestehen, dass ich für dieses Buch ein paar Wochen gebraucht habe. Was leider schon meine „Begeisterung“ für das Werk verrät Den Grundgedanken fand ich super und ich MUSSTE dieses Buch einfach lesen, aber schnell stellte sich ein bißchen Frust ein. Wir erleben die Geschichte aus zwei Perspektiven, zum einen als Ich-Erzählung von Rachel, zum anderen verfolgen wir David in der dritten Person. Wirklich sympathisch war mir kein Charakter, was dazu führte, dass ich mich manchmal richtig aufraffen musste, weiter zu lesen. Normalerweise fiebere ich immer mit Protagonisten mit, aber nachdem ich hier keinen mochte, fiel es mir teilweise echt schwer, in der Handlung zu bleiben. Vieles wirkt sehr konstruiert, echte Spannung kam nur in wenigen Kapiteln vor und auch der Schluß hat mich ganz und gar nicht überzeugt. Zwischendrin gab es meiner Meinung nach auch viele Längen, die nicht hätten sein müssen Es gab einfach viel zu viel, das ich einfach nicht nachvollziehen und schon gar nicht nachempfinden konnte. Schade, dieses Buch hätte viel mehr Potenzial gehabt! Und wahrscheinlich wird „Stiefkind“ mein einziger Thriller aus der Feder von S. K. Tremayne bleiben.

Veröffentlicht am 28.12.2016

Möge diese Reihe niemals enden...

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 1: Das Erwachen (Bände 1-3)
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Eigentlich bin ich ja eher im Genre Thriller zuhause, aber als ich dieses Cover sah, musste ich mir einfach die Leseprobe durchlesen. Zu sehen ist eine Hand, über der ein Feuerball schwebt und dieses Mystische ...

Eigentlich bin ich ja eher im Genre Thriller zuhause, aber als ich dieses Cover sah, musste ich mir einfach die Leseprobe durchlesen. Zu sehen ist eine Hand, über der ein Feuerball schwebt und dieses Mystische hat mich sofort angesprochen. Es handelt sich hierbei um eine ebook-Reihe und in diesem Hardcover sind die ersten drei Bände vereint. Als ich es dann endlich in meinen Händen hielt und zu Lesen beginnen konnte, war’s um mich geschehen.

Gleich zu Anfang lernen wir Alex kennen. Ein ganz normaler junger Mann, der seine Mutter und seinen kleinen Bruder unterstützen möchte. Doch schlagartig ändert sich alles, als ein grünes Licht in ihn fährt, das sogenannte Sigil und von diesem Moment an wird sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes magisch. Denn von nun an gehört er zu einer Reihe Magier, die ihn in ihren Kreisen aufnehmen und ihm beibringen, was es heißt, ein Lichtkämpfer zu sein und nun auch die „andere Seite“ der Welt zu sehen. Doch ebenso schnell lernt er, dass es nicht nur die guten Zauberer gibt, nein, auch Schattenkämpfer existieren, die alles daran setzen, denn Wall zu zerstören, der die magische Welt vor den Nimags (Nichtmagiern) verborgen hält… und auch eine rätselhafte Schattenfrau taucht immer wieder auf, deren wahres Ziel erstmal wohl nur sie selbst kennt und deren Gesicht für die Lichtkämpfer ein Geheimnis darstellt.

Schon lange hatte ich bei keinem Buch mehr diesen „Wow-Effekt“, den dieses Buch in mir ausgelöst hat! Schon die ersten Seiten haben komplett gefesselt und ich musste mich richtig zwingen, es auch mal wieder aus der Hand zu legen und mich meiner Family zu widmen Die Spannung war von der ersten Seite an da und wich keiner einzigen Zeile. Einfach unglaublich, was für eine Welt der Autor Andreas Suchanek in seinem Buch erschaffen hat! Der Schreibstil ist grandios, flüssig und ebenso witzig und schlägt einen sofort in den Bann. Die Charaktere sind meisterhaft gezeichnet und ich fühlte mich sofort wohl mit Alex, Jen, Kevin, Chris, Max, Chloe und Clara und auch die Unsterblichen habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sehr schön, dass man auf diese Weise Größen der Menschheitsgeschichte wie Leonardo Da Vinci, Johanna von Orléans und Einstein wieder trifft! Einfach eine geniale Idee, diese Charaktere in der magischen Welt einzubinden. Nicht nur einmal musste ich laut auflachen, denn manche Situationen sind einfach wunderbar witzig geschrieben und man kann sich unglaublich gut in die Szenen hineinversetzen. Freundschaft, Liebe, Verrat, Magie, überraschende Wendungen… alles ist zwischen den zwei Buchdeckeln wunderbar vereint und lässt den Leser manchmal auch nachdenklich zurück. Im Grunde könnte ich noch seitenweise von diesem Werk schwärmen, aber nachdem ich natürlich nicht spoilern möchte, hier alles kurz noch auf den Punkt gebracht: Welt, lies dieses Buch! Für mich ein absolutes Meisterwerk und ich freu mich sehr auf alle weiteren Bände, die folgen werden! DANKE Andreas Suchanek!