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Veröffentlicht am 25.04.2023

Obszönität ist für mich nicht gleich Bewusstseinsschaffung

Selina´s Way
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Dieses Werk lässt mich tatsächlich sehr zwiegespalten zurück. Ich verstehe durchaus, dass die Autorin mit diesem Werk die Gesellschaft „wachrütteln“ möchte, aber müssen deshalb wirklich ständig die abfälligsten ...

Dieses Werk lässt mich tatsächlich sehr zwiegespalten zurück. Ich verstehe durchaus, dass die Autorin mit diesem Werk die Gesellschaft „wachrütteln“ möchte, aber müssen deshalb wirklich ständig die abfälligsten Worte benutzt werden? Natürlich muss es manchmal derb werden, um die Tragweite der Geschichte klar darzustellen und mir ist bewusst, dass dies manchmal mit einer enorm plumpen Sprache „rübergebracht“ werden kann, dennoch war es mir zu brachial. Ein bißchen weniger und die Geschichte hätte dennoch die Brisanz dargestellt. Im Grunde geht es nur um die Machtausübung durch Sex einer leider psychisch schwer kranken Person. Männer werden hier in diesem Buch nur über einen Kamm gesteckt, was mich dann doch erschüttert hat. Wenn es nach der Autorin geht, kennen Männer wohl nur den Gedanken an Sex. Andere Sachen gibt es anscheinend nicht. In manchen Phasen des Werkes wurde ein Spannungsbogen aufgebaut, der allerdings jedes mal auch gleich wieder rapide zusammenfiel. Für mich war diese Lektüre leider Zeitverschwendung und ich bin der Meinung, man könnte auf dieses extrem sensible Thema auch auf eine andere und bessere Art hinweisen. Obszönität ist für mich nicht gleich Bewusstseinsschaffung.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Highlight des bisherigen Jahres

Das Gotteshaus
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„Das Gotteshaus“ ist mein erstes Buch, das ich von C. J. Tudor gelesen habe und es war definitiv nicht das Letzte! Spannend von der ersten Seite an konnte ich den Thriller kaum mehr aus der Hand legen. ...

„Das Gotteshaus“ ist mein erstes Buch, das ich von C. J. Tudor gelesen habe und es war definitiv nicht das Letzte! Spannend von der ersten Seite an konnte ich den Thriller kaum mehr aus der Hand legen. Die Hauptprotagonistin Jack fand ich sofort sympathisch und ich durfte direkt ihre Gedankenwelt begleiten, da sie in der Ich-Erzählung dargestellt wurde. Auch ihre Tochter Flo lernt der Leser kennen, hier jedoch in der dritten Form. Diesen Wechsel der Erzählperspektiven fand ich sehr gelungen. Der Story hing etwas Mystisches an und selbst Horror-Komponenten fehlten nicht, was mich noch mehr fesselte. Die letzten Kapitel hielten so viele Wendungen und Überraschungen bereit, dass ich wirklich mehr als begeistert war! Von mir gibt es volle 5 Sterne und ich danke der Autorin für unglaublich spannende Stunden!

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Bittersüß - nur die Charaktere blieben mir zu oberflächlich

Die Frau des Zeitreisenden
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Dieses Werk ist tatsächlich das erste, das ich zum zweiten Mal gelesen habe. Die erste Lektüre des Buches ist mittlerweile bestimmt um die 15 Jahre her, deshalb war ich sehr gespannt, wie ich es beim erneuten ...

Dieses Werk ist tatsächlich das erste, das ich zum zweiten Mal gelesen habe. Die erste Lektüre des Buches ist mittlerweile bestimmt um die 15 Jahre her, deshalb war ich sehr gespannt, wie ich es beim erneuten Lesen finden werde.
Die Story ist ja mittlerweile vielen bekannt, da es auch schon längst verfilmt wurde und ich habe mich wirklich drauf gefreut, Henry und Clare nochmal zu begegnen. Den Grundgedanken der Geschichte finde ich immer noch wunderschön, jedoch hatte ich diesmal etwas mit den beiden Hauptprotagonisten zu kämpfen. Henry wirkt oftmals unglaublich egoistisch und es scheint ihm oft komplett egal zu sein, wenn er andere verletzt. Vor allem wenn es um Ingrid geht. Aber auch Clare ist nicht gerade die Empathie in Person und bei manchen ihrer Handlungen konnte ich einfach nur den Kopf schütteln. Beide würde ich nicht in meinem Freundeskreis haben wollen. Jedoch kam dann doch zum Schluss ein bisschen der Gedanke auf, ob diese Charakterbeschreibung Henrys letztendlich nicht doch von tieferer Bedeutung ist. Dennoch haben die Figuren etwas das Lesevergnügen geschmälert, deshalb gibt’s ein Sternchen Abzug.

Fazit:
Eine bittersüße Liebesgeschichte, die bestimmt nicht nur Fans von Zeitreisen in den Bann zieht. Auch wenn ich zu Henry und Clare nicht wirklich eine Beziehung aufbauen konnte, habe ich es genossen, die Story nochmal zu lesen. Ein drittes Mal wird allerdings nicht passieren

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Unheimlich berührend!

Tim - Die offizielle Avicii-Biografie
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Ich glaube, es gibt nur wenige Menschen, die gar kein Lied von Aviccii kennen. Selbst wenn einem kein Titel einfällt – sobald die ersten Töne erklingen, denkt man sich „ja klar kenn ich Aviccii“! Die Welt ...

Ich glaube, es gibt nur wenige Menschen, die gar kein Lied von Aviccii kennen. Selbst wenn einem kein Titel einfällt – sobald die ersten Töne erklingen, denkt man sich „ja klar kenn ich Aviccii“! Die Welt war geschockt, als bekannt wurde, dass Tim Bergling, die Person, die Aviccii verkörperte, Selbstmord im Oman begangen hat. Der Journalist Måns Mosesson hat sich dieses extrem sensiblen Themas angenommen und die Biographie des Künstlers geschrieben. Ich hatte mich für die Hörbuch-Version entschieden, gelesen von Julian Mehne und Marian Funk. Der Einblick in Tim Berglings Leben war unheimlich berührend! Ich denke Mosesson ist genau mit der richtigen Feinfühligkeit beim Zeichnen dieses Lebens vorgegangen. Der Leser erfährt viel über diesen jungen Mann, der seinen Traum verwirklichen konnte, aber dennoch nie sein wahres Glück gefunden hat. Im Gegenteil, es wühlt auf, wenn man mitbekommt, wie zerrissen er war und wie sehr er im Grunde einfach nur glücklich sein wollte. Dieses Buch ist unglaublich wertvoll und ich bin mir sicher, dass es nicht nur Aviccii-Fans enorm berührt. Und wer weiß, vielleicht hilft Tim mit seiner Geschichte anderen, die ebenfalls von der Dunkelheit bedroht werden. Denn: Keine Phase dauert ewig und nach dem Dunkel kommt irgendwann die Hoffnung zurück. Danke Aviccii für eine derartige fantastische Musik!! Du wirst durch sie immer im Herzen bleiben!!

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Veröffentlicht am 18.02.2023

08/15-Krimi

Tödlicher Mittsommer
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Ich war von dem Werk „Kalt und Still“ so begeistert, dass ich unbedingt mehr von der Autorin Viveca Sten lesen wollte. Deshalb habe ich mir „Tödlicher Mittsommer“ geholt, der erste Teil der Krimi-Reihe ...

Ich war von dem Werk „Kalt und Still“ so begeistert, dass ich unbedingt mehr von der Autorin Viveca Sten lesen wollte. Deshalb habe ich mir „Tödlicher Mittsommer“ geholt, der erste Teil der Krimi-Reihe um Thomas Andreasson. Ich war enorm gespannt auf dieses Buch, nur leider schlug meine Neugier schnell in Enttäuschung um. Die Kapitel sind zwar kurz und knackig, genauso wie ich es am Liebsten habe, aber das half nur, um den Roman schnell wegzulesen. Denn die Charaktere sind sehr farblos gezeichnet. Leider konnte ich zu keiner Figur richtige Sympathie aufbauen und auch der Schreibstil ließ für mich zu wünschen übrig. Ich habe mich während des Lesens öfter gefragt, ob dies aber vielleicht an der Übersetzung liegen könnte. Denn mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich lese, dass ein Ehemann seine Ehefrau „freundlich anlächelt“ oder eine Person „eine freundliche Grimasse“ zieht. Es tut mir sehr leid, aber derartige Formulieren werfen mich dann komplett aus der Geschichte und mir wird enorm bewusst, dass es sich nur um fiktive Protagonisten handelt. Nora empfand ich als zunehmend unsympathisch und ich konnte oftmals über ihre Handlungsweisen nur den Kopf schütteln. Darüber hinaus: Ist es in Schweden echt üblich, dass Polizisten mit allen und jedem über Ermittlungsergebnisse sprechen?! Ich fand es erstaunlich, dass Thomas Nora und Hendrik alles haarklein erzählt hat. Natürlich sind sie seit zig Jahren Freunde, aber ich fand diese Mitteilungsfreude richtig bedenklich. Allerdings bin ich keine Polizistin, von daher kann ich nicht beurteilen, ob ich hier überreagiere. Auch die Rolle von Carina fand ich gekünstelt dargestellt. Ich wurde einfach nicht warm mit den ganzen Menschen, die in der Story spielen. Auf der Rückseite des Buches habe ich entdeckt, dass die Reihe um Thomas Andreasson verfilmt wurde. Vielleicht hätte mich diese eher begeistern können. Jedenfalls werde ich die Reihe nicht mehr weiter verfolgen und freue mich dennoch auf die Fortsetzung von „Kalt und Still“.

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