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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2020

weniger als kurzweilig

Wardrobe Malfunction - Stichprobe ins Herz
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Klassisches Screwballing mit wenig Handlung, dafür umso mehr Sex, und einem vorhersehbaren Ende.
Durch die vielen Dialoge mit kurzen Sätzen kommt nicht wirklich Lesefluss auf.
Die Personen auf dem Cover ...

Klassisches Screwballing mit wenig Handlung, dafür umso mehr Sex, und einem vorhersehbaren Ende.
Durch die vielen Dialoge mit kurzen Sätzen kommt nicht wirklich Lesefluss auf.
Die Personen auf dem Cover passen für mich nicht zu den geschilderten.

Veröffentlicht am 19.07.2020

Cosy Crime in Ägypten

Mord im Mena House
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Bereits das Cover deutet auf die Kultiviertheit der Gesellschaft im Goldenen Zeitalter hin. Dementsprechend sind auch das Setting und die Charaktere gezeichnet. Davon gibt es einige - darunter reiche Tanten, ...

Bereits das Cover deutet auf die Kultiviertheit der Gesellschaft im Goldenen Zeitalter hin. Dementsprechend sind auch das Setting und die Charaktere gezeichnet. Davon gibt es einige - darunter reiche Tanten, Trickdiebe, Gigolos -, mit denen man direkt zu Beginn konfrontiert wird. Dennoch gelingt der Einstieg ins Buch gut.

Über die Personen erfährt man im Laufe der Handlung immer wieder persönliche Geheimnisse und Hintergründe, die für unerwartete Wendungen sorgen. Hält man eine davon noch für sympathisch oder glaubt man, einen Verdächtigen ausgemacht zu haben, ist man sich wenige Seiten später schon nicht mehr so sicher.
Die Spannungskurve wird dadurch gut aufgebaut und gehalten. Vieles bleibt lange mysteriös, wodurch es zu einem für mich eher überraschenden Ende kommt. Dieses bietet Raum für eine Fortsetzung und wie dem Web zu entnehmen ist, soll es noch mindestens zwei weitere Bücher mit Jane Wunderly geben.

Die historischen Fakten scheinen gut recherchiert und werden durch detaillierte Schilderungen sehr bildlich transportiert. Wer bereits Kairo und die Pyramiden besucht hat, bei dem werden vermutlich Erinnerungen wach.
Der Schreibstil - das Buch ist in der Ich-Form Janes geschrieben - ist großteils flüssig und gut zu lesen. Die wenigen kurzen Sätze zwischendurch kommen etwas abgehackt daher und trüben so an mancher Stelle das Lesevergnügen. Das wird jedoch ausgeglichen durch Stil, Witz und Herz in den Beschreibungen und Dialogen.

Leider ist nicht alles immer ganz logisch. Zudem haben sich einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen, was zum Punktabzug führt. Dennoch ist dieser charmante, altmodische Cosy Krimi in exotischer Umgebung für ein Erstlingswerk recht gelungen.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Mehr Politik als Romantik

Die sardische Hochzeit
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Der Einstieg in dieses Buch fiel mir etwas schwer. Einerseits wirken ein langes Personenverzeichnis und Glossar abschreckend, andererseits gibt es eine separate Vorgeschichte, deren wenige Seiten m. E. ...

Der Einstieg in dieses Buch fiel mir etwas schwer. Einerseits wirken ein langes Personenverzeichnis und Glossar abschreckend, andererseits gibt es eine separate Vorgeschichte, deren wenige Seiten m. E. auch in den Roman hätten integriert werden können. Denn so ergibt sich ein besseres Verständnis für den Werdegang Leos.
Nach der Rückkehr von der Front soll er sich nun auf der familieneigenen Olivenplantage nützlich machen, doch kommt es bei seiner Forschungsreise nach Sardinien ganz anders - er begegnet Gioia. Ihr beider Miteinander ist jedoch alles andere als einfach im Verlauf, denn sie ist nicht frei, sondern soll durch eine arrangierte Hochzeit eine sardische Vendetta beenden.

Neben der Beleuchtung der Familienverhältnisse, bekommt der Leser Einblick in sardische Mythen jeweils zu Kapitelbeginn, die jedoch nicht immer im Zusammenhang mit der Geschichte stehen und so eher den Lesefluss trüben. Gleiches gilt für recht viele italienische Worte, die in den Sätzen eingestreut sind. Ein Nicht-Sprachkenner möchte in einem Roman nicht ständig Worte nachschlagen.
Da ist die Autorin vermutlich bei der Recherche etwas übers Ziel hinausgeschossen, denn neben so viel "Italien-Flair" nehmen auch die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit sehr viel Raum ein und drängen Familien- oder Liebesgeschichte in den Hintergrund.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 06.07.2020

Wie sieht die Zukunft aus?

Der Grüne Planet
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Das Grundthema des Klimawandels ist hochaktuell und wurde uns evtl. durch Corona nochmals besonders vor Augen geführt. So nehmen sich in diesem Buch verschiedene Autoren diesem Thema an. Während die einen ...

Das Grundthema des Klimawandels ist hochaktuell und wurde uns evtl. durch Corona nochmals besonders vor Augen geführt. So nehmen sich in diesem Buch verschiedene Autoren diesem Thema an. Während die einen den Untergang prophezeien, keimt bei anderen wiederum etwas Hoffnung.
So unterschiedlich wie die Autoren mit dem Thema umgehen, so unterschiedlich sind auch die Schreibstile und genommene künstlerische Freiheit. Während sich einige Geschichten durchaus so zutragen könnten, sind andere doch sehr Science Fiction. So kann ich nicht mit jeder der Storys etwas anfangen; Anthologien sind eben Geschmackssache.

Veröffentlicht am 13.06.2020

Machenschaften der Oberschicht

25 Knoten
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Mit dem (Unfall-)Tod des Hamburger Patriarchen Magnus Johansson offenbaren sich stückweise die Machenschaften in seiner Reederei und Familie. Um hinter die ganzen Geheimnisse ihres Großvaters zu kommen ...

Mit dem (Unfall-)Tod des Hamburger Patriarchen Magnus Johansson offenbaren sich stückweise die Machenschaften in seiner Reederei und Familie. Um hinter die ganzen Geheimnisse ihres Großvaters zu kommen und die Puzzleteile zusammenzufügen, begibt sich Maja auf Spurensuche, die sie über drei Kontinente führt. Eher als graues Mäuschen der Familie gesehen und von vielen unterschätzt, wächst sie im Laufe ihrer Nachforschungen über sich hinaus und entwirrt die vielen Knoten.
Zu Beginn des Buches lässt sich die Autorin Zeit, viele Personen und Handlungsorte einzuführen, bei denen erst mal nicht klar ist, wie sie alle zusammenhängen. Stück für Stück kommt man als Leser dahinter; manches ist dabei überraschend, manches vorhersehbar. Insbesondere im letzten Drittel entwickelt sich dann eine Dynamik, bei der man mitfiebert und einfach nur weiterlesen möchte.
Geschickt sind in die ausführlichen und augenscheinlich gut recherchierten Schilderungen immer wieder kurze Passagen mit u. a. Zeitungsberichten oder email- und Chatverläufen eingefügt, die zur Auflösung des Falls beitragen. Denn '25 Knoten' ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch ein Wirtschaftskrimi, der selbst kritische Seitenhiebe auf manch aktuelle Entwicklung nicht ausspart.