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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2022

Bewegend

Solange gehört das Leben noch uns
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Bereits dem Klappentext ist zu entnehmen, dass dieses Buch sehr wahrscheinlich keines mit Happy End sein wird. Insofern täuscht das zu friedvolle Cover. So lernt man direkt zu Begin Ina und ihren schwerkranken ...

Bereits dem Klappentext ist zu entnehmen, dass dieses Buch sehr wahrscheinlich keines mit Happy End sein wird. Insofern täuscht das zu friedvolle Cover. So lernt man direkt zu Begin Ina und ihren schwerkranken Großvater kennen, denen nicht mehr viel gemeinsame Zeit bleibt.
Durch den emotionalen Schreibstil fühlt (und vor allem leidet) man mit Ina mit, die fortan mit Verlustängsten, Schmerz und Trauer konfrontiert wird. Doch auch ihre innere Zerrissenheit, es in dieser Situation jedem und allem gerecht zu werden, wird gut deutlich. Leider kommt es in diesem Zusammenhang zu überflüssigen Wiederholungen ihres Gedankenkarussells.
Stellenweise erscheint Ina mir zudem auch unbeholfen in ihrer Schusseligkeit sowie recht naiv mit ihrer Vorstellung eines Hospizes und bei den ersten Zusammentreffen mit Richard.
Ihrer beider Geschichte sorgt im Anschluss für eine neuerliche Achterbahn der Gefühle. Allerdings wird sie zum Ende hin schon arg rührselig und drückt auf die Tränendrüse.
Das müsste nicht sein, denn aufgrund der Thematik wäre es auch so ein sehr emotionales und nachdenklich stimmendes Buch.

Veröffentlicht am 25.07.2022

ungenutztes Potenzial

Breaking Through
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Leider ist dieses Buch wieder eines für mich, das ich unter „vertane Zeit“ ablegen kann.
Obwohl das Buch abwechselnd aus der Ich-Sicht der drei Protagonisten geschrieben ist, kann ich keine Beziehung zu ...

Leider ist dieses Buch wieder eines für mich, das ich unter „vertane Zeit“ ablegen kann.
Obwohl das Buch abwechselnd aus der Ich-Sicht der drei Protagonisten geschrieben ist, kann ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Die Schilderungen sind emotionslos und distanziert.
Auch finden die im Klappentext erwähnten Überfälle im Buch kaum Erwähnung, wodurch es ebenfalls an Spannung mangelt.
Die einzelnen Stränge, ob Job-, Wohnortswechsel oder neue Lieben im Licht von LGBT* bieten für sich jede Menge Potenzial. Doch statt die Unsicherheiten zu beleuchten, die damit einhergehen, oder auf die inneren und äußeren Konflikte einzugehen, die aufgrund der Gemengelage entstehen, plätschert die Story belanglos oberflächlich dahin.
Das Ende wirkt dann aufgesetzt und zu sehr gewollt. Ebenso stören das schlechte Korrektorat und Lektorat.

Veröffentlicht am 18.07.2022

Feel-Good-Selbstfindung

Lieber Instagram-Liebe ... als gar keinen Sex!
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Josi, waschechte Berlinerin und Kaffeeliebhaberin, wirkt wie aus dem Leben gegriffen und bietet Identifikationspotenzial für jede(n) von uns. An der Schwelle zur magischen 40 beginnt sie sich zu fragen, ...

Josi, waschechte Berlinerin und Kaffeeliebhaberin, wirkt wie aus dem Leben gegriffen und bietet Identifikationspotenzial für jede(n) von uns. An der Schwelle zur magischen 40 beginnt sie sich zu fragen, ob sie auf dem richtigen Lebensweg ist und ob das alles ist, was sie so tut und hat.
Und so begleiten wir sie ein Jahr lang auf dem Weg zu sich selbst. Zwischen beruflichen Veränderungen, privaten Umstürzen ausgelöst durch „geinstagrammte“ Kaffeetassen, gerät so einiges ins Wanken und kommt später zu einem genre-untypischen Ende. Da das Buch als Band 1 deklariert ist, bleibt zu hoffen, dass es bald mit Josis Erlebnissen weitergeht. Denn das Buch machte einfach Spaß zu lesen und hat mir meinen Urlaub versüßt.
Los geht es zu Beginn jedes aus der Ich-Sicht geschriebenen Kapitels mit einem spritzigen Zitat. Auch im weiteren Verlauf sorgt Josi mit ihrer chaotischen Art und Gedankensprüngen für reichlich Schmunzler. Der Schreibstil ist nicht nur humorvoll, sondern locker-leicht und zieht einen direkt in seinen Bann. Dennoch kommen auch ernstere Aspekte nicht zu kurz und lassen einen auch mal innehalten und reflektieren. Ich wollte das Buch jedenfalls gar nicht mehr aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 18.07.2022

Dieser Umweg lohnt nicht

Umwege- Plan B in Batesville
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An einer Wegkreuzung zu stehen und Entscheidungen treffen zu müssen, bietet sehr viel Potenzial für ein Buch. Leider wird es in diesem nicht genutzt. „Was sind der politische Bezug und emotionale Hauptkonflikt?“, ...

An einer Wegkreuzung zu stehen und Entscheidungen treffen zu müssen, bietet sehr viel Potenzial für ein Buch. Leider wird es in diesem nicht genutzt. „Was sind der politische Bezug und emotionale Hauptkonflikt?“, fragt ein Autorenkollege Vickys im Buch. Und genau diese Frage ließe sich auch an die Autorin dieses Werkes richten, denn aus dem Buch ergibt sich die Antwort nicht.
Sowohl Vickys als auch Brads Story ist jeweils fad und schnell erzählt. Trotz der wechselnden Sichten fehlt es an Spannung, überraschenden Wendungen und Tiefgang. Woher die Gefühle füreinander stammen, wieso sich beide in Situationen entscheiden, wie sie sich entscheiden, lässt sich oft nicht nachvollziehen. Beide bleiben farblos und bieten wenig Möglichkeit zur Identifikation. Vicky verhält sich einerseits wie ein verzogenes reiches Gör, andererseits zickt sie rum wie ein Kind. Brad, der schon etwas älter scheint und am Anfang die Dinge noch wuppt, entwickelt sich mehr und mehr zum unreifen Teenager zurück.
Neben diesen Dingen kommen (trotz erwähnten Lektorats und Korrektorats) noch Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehler hinzu, die es erschwerten, das Buch zu Ende zu bringen.

Veröffentlicht am 02.07.2022

Nichts Halbes und nichts Ganzes

In Kalabrien
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So zurückgezogen wie der eigenbrötlerische Einsiedler Claudio auf seinem Hof lebt, könnte man meinen, er hätte bereits seinen Lebensabend erreicht. Wie sich jedoch im Lauf der Geschichte herausstellt – ...

So zurückgezogen wie der eigenbrötlerische Einsiedler Claudio auf seinem Hof lebt, könnte man meinen, er hätte bereits seinen Lebensabend erreicht. Wie sich jedoch im Lauf der Geschichte herausstellt – als ein bisschen Romantik Einzug hält –, ist er allerdings erst in seinen 40ern. Daneben sorgt die Mafia für etwas Crime und Action, und das Einhorn für ein bisschen Fantasy. Von vielem etwas, von nichts viel. So kann mich weder das Einhorn verzaubern, denn es verliert mehr und mehr Präsenz, noch die sonst eher zähe Story ohne Tiefgang. Wäre das Buch nicht so kurz gewesen, ich hätte es sonst vermutlich abgebrochen.