Profilbild von coala

coala

Lesejury Star
offline

coala ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit coala über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2020

Grußliger Abenteuerspaß für Jung und Alt

Echt böse! Den Letzten beißen die Trolle
0

Es handelt sich bei "Echt Böse! Den Letzten beißen die Trolle" um das zweite Abenteuer der Geschwister Anna und Max. Das Buch kann aber auch gut ohne Vorwissen gelesen werden, da am Anfang schön noch einmal ...

Es handelt sich bei "Echt Böse! Den Letzten beißen die Trolle" um das zweite Abenteuer der Geschwister Anna und Max. Das Buch kann aber auch gut ohne Vorwissen gelesen werden, da am Anfang schön noch einmal Bezug genommen wird zu den Geschehnissen aus Band 1.
 
Zusammen mit ihrem Vater reisen Anna und Max nach England in ein kleines beschauliches Dorf. Zwischen nebligen Feldern und unheimlichen Flüssen erfahren sie von einem Jungen, der spurlos verschwunden ist. Er scheint in den Fluss gefallen zu sein, doch man munkelt auch von einem Troll, der unter einer verfallenen Steinbrücke haust. Mutig begeben sich die Geschwister auf die Suche nach dem verlorenen Jungen, nur bewaffnet mit einem magischen Dolch, und stolpern in das nächste Abenteuer.
 
Es geht spannend zu im Abenteuer von Anna und Max und natürlich auch wieder mehr als gruselig. Das Setting im ländlichen England unterstützt dies perfekt. Man kann sich durch die bildhafte Sprache sehr schön in die Umgebung hineinversetzen und fiebert quasi bei jedem Schritt mit. Die Sprache ist dabei sehr schön altersgerecht gehalten, sodass auch Jüngere die Geschichte gut lesen und erfassen können. Die Handlung ist daher auch eher komprimiert gehalten und eher auf das wesentliche konzentriert. Die Spannung und das Gruselfeeling kommen aber nicht zu kurz und steigert sich bis zum dramatischen Ende sehr schön, sodass viele sicherlich das Buch ungern aus der Hand legen wollen, ehe es nicht ausgelesen ist.
 
Ein perfekter Gruselspaß in großer Schrift und nicht zu vielen Seiten, sodass gerade die jüngeren Leser ihren Spaß am Buch haben werden. Was das Cover verspricht wird auch gehalten - nach Vampiren überzeugt auch das zweite Abenteuer von Anna und Max.

Veröffentlicht am 26.02.2020

Rasantes Abenteuer zur Zeit der Goldgräber

Tara und Tahnee
0

Ein Kinderbuch im historischen Kontext findet man nicht allzu oft und schon gar nicht so ein spannendes und fesselndes. Denn die Geschichte von Tara und Tahnee entführt uns in das Amerika der Siedler und ...

Ein Kinderbuch im historischen Kontext findet man nicht allzu oft und schon gar nicht so ein spannendes und fesselndes. Denn die Geschichte von Tara und Tahnee entführt uns in das Amerika der Siedler und Goldgräber. Tahnee begibt sich auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise um ihren Vater zu finden und zu retten, denn Kopfgeldjäger sind ihm auf der Spur. Tara auf der anderen Seite in ihrem gut behütetem Zuhause geht einem Familiengeheimnis nach, welches schon länger die Familie belastet. Die spannende Frage dabei ist, wie hängen diese recht unterschiedlichen Schicksale miteinander zusammen?

Neben dem wirklich sehr gelungenem Äußerem kann die Geschichte von Tara und Tahnee auf ganzer Linie überzeugen. Die beiden Handlungsstränge alleine sind sehr spannend und gerade Tahnee verfolgt man gebannt bei ihrer Reise, denn sie trifft auf Kopfgeldjäger und Mörder, findet unterwegs aber auch treue und überraschende Gefährten. Taras Geschichte wird eher in Form von Briefen an ihre verstorbene Mutter erzählt und nur langsam entschlüsselt sich dem Leser, dass diese beiden unabhängig voneinander erzählten Geschichten vielleicht mehr zusammen hängen, als zuerst vermutet. Das Finale setzt einer guten Geschichte noch einmal die Krone auf, ist es doch sehr spannend und zum mitfiebern.
Tahnee überzeugt als sehr starker Charakter, welcher sich mit allen mitteln für das Schicksal ihres Vaters einsetzt und kein Risiko scheut. Aber auch Tara überzeugt durch Stärke, wenn auch in anderem Umfeld. Besonders gefallen haben auch die Nebenfiguren, welche abwechslungsreich und vielschichtig gestaltet wurden. Das Setting zur Zeit der Goldgräber bietet eine interessante Umgebung, es gilt viel zu entdecken und die bildhafte Sprache macht es dem Leser leicht, sich in diese ungewohnte Zeit hineinzuversetzen. Zudem wurden auch Themen wie Rassismus angedeutet, welches dem Buch noch einmal eine gewisse andere Tiefe verleiht.

Dieses Buch ist ein voller Gewinn! Die Gestaltung des Buches verdient die nicht weniger als die volle Punktzahl und die fesselnde Handlung steht dem in nichts nach. Rasant geschrieben, mit überzeugenden Charakteren und einfach einer überzeugenden Geschichte kann ich es nur jedem Leser ans Herz legen.

Veröffentlicht am 26.02.2020

Spannendes Abenteuer mit frischen Ideen

Kinder des Windes
0

Ein Kind des Windes zu sein, damit hätte Tara nun nicht gerechnet. Doch als ihr Pablo, ein alter Fischer und langjähriger Freund, eröffnet, was sie ist, steht ihre Welt Kopf, es erklärt aber auch die komischen ...

Ein Kind des Windes zu sein, damit hätte Tara nun nicht gerechnet. Doch als ihr Pablo, ein alter Fischer und langjähriger Freund, eröffnet, was sie ist, steht ihre Welt Kopf, es erklärt aber auch die komischen Erlebnisse der letzten Zeit. Pablo versucht neben Tara auch andere Kinder wie sie zu finden, denn sie sind alle in großer Gefahr.. Zusammen begeben sie sich auf eine gefährliche Reise ...
 
Ein spannendes Abenteuer hat Björn Springorum mit „Kinder des Windes" erschaffen. Eine Geschichte, mit der ich am Anfang erst etwas warm werden musst, die sich dann aber sehr steigert und spannend und rasant bleibt bis zum Schluss. Mit tollen Ideen rund um den Wind und wie er so erscheint, konnte mich der Autor faszinieren. Auch Lola ist ein aufgeweckter Charakter, die bestens damit zurechtkommt, dass sie etwas anders als andere Kinder ist. Die Beziehung zum alten Fischer Pablo hat mir dabei von Anfang an sehr gefallen. Die Sprache ist altersgerecht und kann auch von jüngeren Lesern gut erfasst werden. Der Spannungsbogen fängt wie erwähnt etwas langsam an, kann sich jedoch immens steigern und fesselt so an die Geschichte.
 
Ein aufregendes Abenteuer mit neuen spannenden Ideen und Charakteren, die fesseln und überraschen. Nicht nur aber vor allem für jüngere Leser zu empfehlen, die ein einer aufregenden Abenteuergeschichte abtauchen wollen.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Abgedreht, lustig und zum Nachdenken

Kevin und das Wurmloch im 13. Stock
0

Kevin lebt in einem sozial-schwachem Viertel, wird gemobbt, weil er dicklich ist und hat generell wenig Freunde. Aber er hat viel Fantasy, ist neugierig und als er einen komischen Brief von der Grünen ...

Kevin lebt in einem sozial-schwachem Viertel, wird gemobbt, weil er dicklich ist und hat generell wenig Freunde. Aber er hat viel Fantasy, ist neugierig und als er einen komischen Brief von der Grünen Neun bekommt, muss er dem einfach auf die Spur gehen. Er schlittert hinein in ein galaktisch-abgedrehtes Abenteuer. Denn der Multiversale Rat hat eine Substanz auf der Erde entdeckt mit unvergleichlicher Wirkung entdeckt: Schokolade. Und Kevin wurde als Kontaktperson auserwählt...

Die Geschichte sprüht nur so vor abgedrehten Ideen und schafft es von Anfang an zu fesseln und zu begeistern. Um es mit Kevins Worten zu sagen: "Das Multiversum muss echt sein, denn sowas denkt sich doch keiner aus." Sicherlich ein Gedanke, denn man als Leser auch so manchmal während des Lesens hat. Die Figuren sind mit viel Liebe gestaltet, aber auch mit Kevin wird man sofort warm und begleitet ihn gerne auf seinem Abenteuer durch die verschiedenen Universen. Er wächst und reift, während er dem Rat hilft. Gleichzeitig stellt das Buch gesellschaftliche Normen in Frage, die uns im Alltag so normal erscheinen. Warum ist Geld ungleich verteilt oder auch, warum nicht jeder seine Toilette selber putzen kann. Aggressiv und gewalttätig erscheint unsere Welt für andere Augen von weit weg und instinktiv denkt man anders über die eigene Umgebung und das Verhalten, wenn man so die anderen Universen besucht. Die Geschichte ist aus der Sicht von Kevin erzählt und man kann dem leichten und angenehmen Schreibstil gut folgen. Es wird viel mit direkter Rede gearbeitet, sodass die ganze Geschichte sehr aktiv erscheint und man als Leser dabei ist. Dazu gibt es neben den Mitgliedern des Rates auch noch die Anderen, vor denen Kevin auf der Hut sein muss, sodass es mehrere Spannungsbogen gibt. Und was ist am Ende das Multiversum eigentlich?

Ein wahrlich kreatives Abenteuer, welches einen von Anfang an den Atem raubt mit jeder Menge kreativer Idee, einer spannenden Handlung und Gedanken, die zum Nachdenken anregen. Ein Abenteuer für kleine und große Kinder, mit dem Leser viel Spaß haben werden.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Die Hürden des Lebens

Die Liebe der Sonnenschwestern
0

Die Liebe der Sonnenschwestern ist ein eigenständiges Buch von Susan Mallery, welches sich um die drei Schwestern Finola, Zennie und Ali dreht. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch werden ...

Die Liebe der Sonnenschwestern ist ein eigenständiges Buch von Susan Mallery, welches sich um die drei Schwestern Finola, Zennie und Ali dreht. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch werden sie alle am gleichen Tag sitzen gelassen. Die Fernsehmoderatorin Finola ist tough, erfolgreich und glücklich verheiratet. Denkt sie jedenfalls, bis ihr Mann sie kurz vor einer Livesendung für eine 23-jährige Sängerin verlässt. Zennie auf der anderen Seite fühlt sich mit Männern nie so richtig wohl, das spürt auch ihr aktuelles Date Carl, der die beim vierten Date abserviert. Ali wähnt sich kurz vor dem schönsten Tag ihres Lebens, bis der Bruder ihres Ehemanns in spe ihr eröffnet, dass die Hochzeit nicht stattfinden wird.

3 Schwestern, deren Leben auf ganz unterschiedliche Weiße auf den Kopf gestellt wird, und die damit auch auf ganz unterschiedliche Weise umgehen. Daneben finden sie sich selber und den Weg zurück zueinander. Alle Schwestern konnten mich auf ganz unterschiedliche Weise begeistern und waren sehr schön mit ihren Stärken und Schwächen, Sehnsüchten und Zweifeln ausgearbeitet, sodass man sich in alle gut reinversetzen konnte. Die Geschichte ist dynamisch, fesselnd, Augen öffnend und romantisch. Dadurch, dass die Geschichte immer abwechselnd erzählt wird, kommt man gar nicht zur Ruhe und muss einfach immer weiter lesen, denn es ist wirklich eine Menge los und die Handlungsstränge sind meisterhaft miteinander verwoben. Durch den locker angenehmen Schreibstil kann man dennoch sehr gut folgen. Es werden Themen wie Selbstverwirklichung und Kinderwunsch angesprochen, aber auch, dass zu einer Trennung meistens zwei gehören. Mit viel Fingerspitzengefühl werden aber auch diese doch recht schweren Themen gekonnt locker in der Geschichte verarbeitet.

Ein großartiger Roman über die Veränderungen, die das Leben so mit sich bringt und wie man ihnen auf ganz verschiedene Weise begegnen kann, jedoch immer mit dem Blick nach vorne. Die drei Schwestern begeistern auf ganz unterschiedliche Weise und man lernt, dass der Blick auf den Bruder manchmal lohnt. Witzig, romantisch und aufwühlend, das Buch bietet einfach alles für fesselnde Lesestunden. Ein schöner Einzelroman der Meisterin, der Leser glücklich zurück lässt.