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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2016

Unterhaltsamer Weihnachtsroman mit Witz und Charme

Schuld war nur der Mistelzweig
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Treffen mit der Familie zu Weihnachten, das ist wohl jedem wohlbekannt, ob nun mit positiven oder eher schlechten Erinnerungen. Auf jeden Fall trifft auch Familie von Thea zu Weihnachten wieder aufeinander, ...

Treffen mit der Familie zu Weihnachten, das ist wohl jedem wohlbekannt, ob nun mit positiven oder eher schlechten Erinnerungen. Auf jeden Fall trifft auch Familie von Thea zu Weihnachten wieder aufeinander, doch dieses Jahr ist alles anders, denn die Eltern wollen sich scheiden lassen. Schnell wird klar, dass dies nicht das einzige Problem ist, denn alle scheinen mit ihren Dämonen und Problemen zu kämpfen.

Doch das Buch ist mitnichten nur ein Drama, denn es geht auch höchst romantisch zu, nur eben mit dem spannenden Twist, denn einfach war das Leben in den seltensten Fällen. Jedes von Theas Familienmitgliedern kommt in der Geschichte zu Wort und wir erfahren von Eheproblemen, vergessenen Leidenschaften und Liebe, mit der man so nicht gerechnet hatte. Das Buch bietet Überraschungen für die Protagonisten, die teilweise etwas vorhersehbar sind für den Leser, aber hey, es ist ein Liebesroman und dazu noch ein weihnachtlicher, da darf man auch nichts anderes erwarten. Man wird gut unterhalten und hat ein wohliges Gefühl nach dem Lesen. Die Figuren sind lebensnah und relativ nachvollziehbar. Witzig, romantisch und unterhaltsam – das Buch bietet die ganze Palette an Unterhaltung. Leichte Kost für amüsante Stunden, die einem auch nicht zu schwer auf dem Magen lieben.

Ein schöner Weihnachtsroman mit Witz und Charme und der nötigen großen Portion Liebe. Unterhaltung ist garantiert, wenn man Theas Familie zu Weihnachten beobachten und miterleben darf.

Veröffentlicht am 27.12.2016

Cornwall mal in gruseliger Ausführung

Stiefkind
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Der Autor entführt uns mit diesem gruseligen Thriller an die Küste Cornwalls, die diesmal alles andere als romantisch daherkommt. Obwohl am Anfang durchaus soetwas wie Liebesromanstimmung aufkommen will, ...

Der Autor entführt uns mit diesem gruseligen Thriller an die Küste Cornwalls, die diesmal alles andere als romantisch daherkommt. Obwohl am Anfang durchaus soetwas wie Liebesromanstimmung aufkommen will, wenn die Fotografin Rachel aus eher ärmlichen Verhältnissen den reichen Anwalt und Witwer David heiratet und mit ihm in seine Familienvilla in Cornwall zieht, um den Sohn mit ihm auszuziehen. Schnell wird allerdings klar, dass beide Männer der Familie noch nicht wirklich über den Tod der Frau und Mutter hinweg sind. Der kleine Jamie scheint dabei mehr als verstört und macht beunruhigende Aussagen, spricht sogar vom Tod Rachels zu Weihnachten. Und auch der Tod der Mutter kommt mysteriös daher, denn die Leiche wurde nie gefunden. War es wirklich ein Unfall?

Die Landschaften und Kulissen kommen mehr als malerisch daher, wenn der Autor die Umgebung beschreibt. Aber auch die doch etwas rauerer Seite kommt zum Vorschein, wenn von rauen Klippen, Regen und der Dunkelheit gesprochen wird. Und das Setting passt auch perfekt zur Geschichte, die doch eher gruselig daher kommt, denn dieses Kind ist ziemlich gruselig. Doch Rachel hat auch eine Vergangenheit mit eingebildeten Stimmen und ihrer angeschlagenen Psyche, von daher schwebt über allem der Gedanke, ist es eingebildet oder real, denn manche Ereignisse können schlicht nicht eingebildet sein.

Ein wirklich fesselnder Roman, der durch eine gruselige Geschichte überzeugt und die Personen passen wirklich perfekt zur Geschichte, denn sie sind nicht immer, was man auf den ersten Blick vermutet. Sehr schön vielschichtig, bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Man mag von der Auflösung am Ende halten was man will, aber man wird aufs Beste unterhalten und gefesselt, Ein wirklich toller Roman für kalte schaurige dunkle Winternächte.

Veröffentlicht am 27.12.2016

Erschreckend reale Version unserer Welt

Gut & Böse
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Ein Buch, welches mehr als spannend beginnt, als Samuels Freund Ben im Einsatz verletzt wird und sich anschließend nach seiner Rückkehr ohne Angabe von Gründen zu einem geheimen Einsatzort versetzen lässt. ...

Ein Buch, welches mehr als spannend beginnt, als Samuels Freund Ben im Einsatz verletzt wird und sich anschließend nach seiner Rückkehr ohne Angabe von Gründen zu einem geheimen Einsatzort versetzen lässt. Doch alles scheint eine Lüge gewesen zu sein, denn war es wirklich Ben, der damals Familie und Freunde einfach im Stich ließ?

Das Buch ist sehr spannend geschrieben und punktet durch viele Einfälle, die sich oftmals leider viel zu realistisch lesen. Es könnte tatsächlich so sein, das macht das Buch so spannend und fesselnd. Eine Organisation übernimmt in dieser Dystrophie nach und nach die Kontrolle über die Menschen und maßt sich an, über Gut und Böse zu entscheiden. Die Personen sind gut und überzeugend ausgearbeitet und vielschichtiger, als zunächst vermutet. Durch unterschiedliche Sichtweisen bekommt man verschiedene Einblicke in die Geschichte. Einzig die Zeitsprünge waren mitunter etwas verwirrend, sodass man das Buch nicht eben mal so nebenbei lesen sollte. Die Handlung an sich ist spannend. Teilweise kommt sie etwas zu konstruiert und zu glatt rüber, aber das stört den Lesefluss nur marginal.

Ein unterhaltsamer Roman, der eine erschreckende Vision einer möglichen Zukunft aufzeigt, in der etwas zu viel Kontrolle herrscht. Die Figuren sind überzeugend, die Handlung mit kleineren Schwächen auch.

Veröffentlicht am 27.12.2016

Zähe Geschichte mit zu vielen Personen

Das Nest
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Hochgelobt, aber mich kann das Buch nur bedingt überzeugen. Eher ruhig wird das Leben von vier Geschwistern erzählt und welche Probleme ihnen im Leben so begegnen. Der Vater ein Selfmade Millionär, wartet ...

Hochgelobt, aber mich kann das Buch nur bedingt überzeugen. Eher ruhig wird das Leben von vier Geschwistern erzählt und welche Probleme ihnen im Leben so begegnen. Der Vater ein Selfmade Millionär, wartet am Ende ein großes Erbe, welches alle Kinder aufgrund so manche Probleme gebrauchen können, aber wie immer gibt es auch hier so manche Hürde.

Es scheint, als ob alle mit familiären und finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Vom väterlichen Erbe scheint nicht viel weitergegeben worden sein. Das große Grundproblem scheint, dass hier ständig mit Geld hantiert und geplant wird, welches man noch gar nicht besitzt. Das Sprichwort „Verkaufe nie das Fell, bevor du den Bären erlegt hast“ fällt im Buch und ist sehr treffend. Grundsätzlich hängt das Leben aller 4 Geschwister zusammen und man verfolgt, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen wollen. Leider sind es zu viele Handlungsstränge und Personen und die wirkliche Verbindung wird auch erst am Ende sichtbar. Spannung will nur langsam aufkommen und wirklich sympathisch sind auch die wenigsten Protagonisten. Einzig, dass die Handlung so manche Wendung bereit hält, kann man dem Buch zugute halten. Die Geschichte kam schwer in Fahrt und der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Eine etwas chaotische Geschichte, die leider nicht so ganz überzeugen konnte. Einzig die Ideen sind gut, aber die Umsetzung kann wahrscheinlich nicht jeden Leser überzeugen.

Veröffentlicht am 18.12.2016

Überraschend fesselnde magische Geschichte

Herzen aus Asche
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Die Autorin entführt uns mit ihrem Roman nach Schweden, in dem die Studentin Amelie aus Geldnot in eine verlassene Villa zieht. Der Vermieter überlässt ihr das Haus ohne Miete, solange sie es nur bewohnt ...

Die Autorin entführt uns mit ihrem Roman nach Schweden, in dem die Studentin Amelie aus Geldnot in eine verlassene Villa zieht. Der Vermieter überlässt ihr das Haus ohne Miete, solange sie es nur bewohnt und somit in Stand hält. An sich schon ungewöhnlich genug, aber trotzdem entwickelt Amelie nach einer Zeit Gefühle für den unnahbaren Vermieter. Ob dies so eine gute Idee ist, wo ihre Mutter sie doch immer vor den Männern gewarnt hat? Irgendetwas scheint in jedem Fall in diesem Haus und mit dem Vermieter nicht so ganz mit rechten Dingen vor sich zu gehen und ehe Amelie es versieht, steckt sie mitten drin in düsteren Familiengeheimnissen und einer wirklich düsteren Geschichte.

Die Geschichte ist gruseliger als zunächst vermutet, wenn diese doch noch recht junge Studentin alleine in ein großes altes verfallendes Haus zieht. Gewürzt mit ein paar spannenden Geistergeschichten und Erscheinungen wird schnell klar, dass es hier nicht immer mit rechten Dingen zugeht. Amelie ist dabei als Person sehr gut rausgearbeitet und ihre Handlungen erscheinen zumeist nachvollziehbar, auch wenn ich nicht davon ausgehe, dass eine junge Frau alleine heutzutage alleine in ein Haus zieht ohne Mietvertrag und alles. Aber der familiäre Hintergrund machen es doch noch glaubhaft, auch wenn hier teilweise die letzte Konsequenz gefehlt hat. Die übervorsorgliche Mutter hätte zum Beispiel ihre Tochter auf jeden Fall mal im Haus aufgesucht. Aber dies schmälert das Erlebnis der Geschichte nicht, die sich durch einige Überraschungen und Entdeckungen immer mehr entwickelt und eine ungeheure Sogwirkung aufbaut bis zum Ende. Bis zuletzt ist die Spannung garantiert, denn die Autorin versteht es, viele Mitspieler ins Spiel zu integrieren, aber die Auflösung des ganzen bis zuletzt aufzuheben. Das ganze beruht dabei auf alten heidnischen Wikingerbräuchen, wie sie nun einmal in Schweden auch wirklich vorgekommen sind. Spannend, dass man einige angesprochene Bräuche und Handlungsstätten auch wirklich so in Schweden und genauer hier Uppsala anfinden kann, was der Geschichte noch einmal einen etwas realistischeren Gruselfaktor verleiht.

Eine wirklich spannende Geschichte, die durch Magie und alten Wikingerglauben begeistern kann. Die Charaktere handeln zumeist nachvollziehbar und die Geschichte kann durch einige Wendungen und Überraschungen überzeugen. Eine überraschend fesselnde Geschichte, die abseits von bekannten Klischees begeistern kann.