melodramatische Leidensgeschichte
Noch fünf TageDen Kriminalroman würde ich eher in das Genre Drama einordnen, auch die Grundstimmung passt dazu, sie ist durchwegs düster, deprimierend, hoffnungslos, mit einem kleinen Lichtblitz kurz vor dem Ende.
Amanda ...
Den Kriminalroman würde ich eher in das Genre Drama einordnen, auch die Grundstimmung passt dazu, sie ist durchwegs düster, deprimierend, hoffnungslos, mit einem kleinen Lichtblitz kurz vor dem Ende.
Amanda plant ihren Suizid in fünf Tagen und zählt den Countdown herunter, was sie noch alles besorgen muss und überlegt, wie sie es anstellen wird. Ihre Familie hat eine lange Vorgeschichte an Suiziden und unglücklichen Lebensgeschichten. In einem Online-Forum teilt sie mit Betroffenen ihr Leid und holt sich Tipps und Zuspruch. Ihre Entscheidung beginnt zu wackeln, nachdem sich in ihrem Leben einige Veränderungen auftun und durch ihren Großvater lange gehütete Geheimnisse ans Tageslicht kommen. Nun droht Amanda die Zeit zu knapp zu werden. Wird sie weiterhin an ihrem Plan festhalten oder ist er noch abänderbar?
Die gesamte Geschichte ist hart zu verarbeiten, unvorstellbar wie viel Leid einer gesamten Frauengeneration dieser Familie angetan wurde und wie sie es still ertragen mussten. Man kann die inneren Kämpfe mit Amanda durchleben, mitfühlen und sie ein Stück weit verstehen. Amanda gibt viel von ihrer Gefühlslage preis, auch wenn sie es vor der Außenwelt zu verstecken versucht und mit Tabletten und Alkohol betäubt. Das Ende bietet eine unerwartete Überraschung, die die gesamte Geschichte rückblickend von einem weiteren Blickwinkel betrachten lässt.