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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2025

starker Start, flacht dann ab

Sonst stirbt sie!
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Der Thriller beginnt sehr spannend mit dem Verschwinden eines einjährigen Mädchens und dem eigenartigen Verhalten der Eltern. Svenja Paulus wird als Ermittlerin neu eingeführt und ich finde, dass ihr Charakter ...

Der Thriller beginnt sehr spannend mit dem Verschwinden eines einjährigen Mädchens und dem eigenartigen Verhalten der Eltern. Svenja Paulus wird als Ermittlerin neu eingeführt und ich finde, dass ihr Charakter Potenzial hat, noch ist er nicht ganz ausgereift. Die Geschichte startet spannend, das Gefühl beim Lesen ist beklemmend, doch schon ab der Mitte etwa ist die Luft etwas raus, das Ende ist absehbar und kommt nicht unerwartet, das Tempo ist langsam. Schade, dass der gute Start und das aufgebaute Spannungslevel nicht konstant beigehalten werden konnte, sonst hätte mir der erste Teil sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 12.11.2025

überzeugt mit vielen Alltagssituationen

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Der Psychothriller bereitet Gänsehautmomente schon von Beginn an, obwohl noch gar nichts passiert ist. Als Ines, Marco und Emilia gemeinsam mit ihrem Familienhund ihr neues Haus beziehen, herrscht eine ...

Der Psychothriller bereitet Gänsehautmomente schon von Beginn an, obwohl noch gar nichts passiert ist. Als Ines, Marco und Emilia gemeinsam mit ihrem Familienhund ihr neues Haus beziehen, herrscht eine unangenehme, lauernde Stimmung und dies wird auch schon in der ersten Nacht bestätigt. Als Leserin lauert man schon auf den nächsten Schockmoment, eine innere Anspannung ist durchgehend gegeben. Mir gefällt das geschlossene Setting sehr gut, indem die Bewohnerinnen der kleinen Siedlung die Hauptcharaktere bilden. Sie werden ziemlich gut charakterisiert und man hat es als Leserin nicht leicht, die einzelnen Personen zu verdächtigen, auf der anderen Seite wirken mehrere Personen eigenartig und verheimlichen Dinge, die mit der Zeit ans Licht kommen und auch nicht gerade zur Beruhigung beitragen. Man weiß nicht, wem man noch vertrauen kann und auch Marco ist hin- und hergerissen. Die Hintergrundgeschichte des Ortes ist spannend und wird nach und nach immer klarer und am Ende wusste ich schon in etwa, in welche Richtung die Aufklärung gehen wird, daher war ich vom Schluss nicht komplett überrascht. Der Thriller überzeugt mit vielen alltäglichen Situationen, Zusammenhalt der Nachbarschaft und glänzt weniger mit Ermittlerinnen, die den Fall tragen, im Gegenteil, diese haben einen eher passiven Part.

Veröffentlicht am 12.11.2025

wichtiger und brisanter Themenkomplex

Jetzt bist du fällig!
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Der bereits sechste Teil der Serie ist für Detective Chris Palmer, der für sie persönlichste Teil, indem sie sich selbst wie in einem Albtraum vorkommt, nachdem sie plötzlich selbst unter Mordverdacht ...

Der bereits sechste Teil der Serie ist für Detective Chris Palmer, der für sie persönlichste Teil, indem sie sich selbst wie in einem Albtraum vorkommt, nachdem sie plötzlich selbst unter Mordverdacht steht. Obwohl ich die vorigen Teile nicht kenne, ist mir der Einstieg in die Geschichte leichtgefallen, der Schreibstil ist mitreißend, es werden alle Vorgänge gut erklärt und es ist kein Vorwissen nötig. Der behandelte Themenkomplex ist recht umfangreich für einen Teil, es geht um Menschenhandel, Zwangsprostitution, Missbrauch und wird auch tiefergreifend und umfangreich behandelt, nicht nur an der Oberfläche angerissen. Zwischenzeitlich wird es dadurch etwas komplex, sodass man gedanklich immer auf der Höhe sein muss beim Lesen um alle Wendungen, Personen und die Zusammenhänge mitzubekommen. Dadurch bleibt aber auch die Spannung erhalten und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Veröffentlicht am 11.11.2025

holprig, grausam und wenig Tiefe

Station 22. Wo bist du sicher?
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Für den Thriller habe ich mich aufgrund des Hypes um das Buch und auch aufgrund der für mich sehr ansprechenden Aufmachung entschieden. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und ich habe mich erst an ...

Für den Thriller habe ich mich aufgrund des Hypes um das Buch und auch aufgrund der für mich sehr ansprechenden Aufmachung entschieden. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und ich habe mich erst an die kurzen abgehackten Sätze und Szenen gewöhnen müssen, es passt allerdings zum Gefühl auf der psychiatrischen Station, das hiermit vermittelt werden sollte. Ida erzählt aus der Ich-Perspektive und ist selbst auch stark vorbelastet. Zu Beginn waren recht viele Informationen zu verarbeiten, auch viele unschöne Momente, mit der Zeit errät man als Leser*in allerdings schon in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird und es wird etwas vorhersehbar. Insgesamt war mir der holprige Schreibstil über das gesamte Buch hinweg zu anstrengend und die Charaktere konnten für mich keine Tiefe entwickeln, was ich schade finde, somit konnte mich die Handlung auch inhaltlich nicht richtig in Beschlag nehmen und überzeugen. Gute Unterhaltung, wenn auch grausam gute, war es dennoch.

Veröffentlicht am 11.11.2025

großes Showdown, aber nicht ganz so toll wie der erste Teil

Eisfeld – Dunkle Enthüllungen
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Der zweite Fall, in dem Mara Eisfeld als leitende Ermittlerin mit ihrem Team bearbeitet, gerät schon nach den ersten schnellen Ermittlungserfolgen komplett aus dem Ruder. Einerseits ist Mara privat stark ...

Der zweite Fall, in dem Mara Eisfeld als leitende Ermittlerin mit ihrem Team bearbeitet, gerät schon nach den ersten schnellen Ermittlungserfolgen komplett aus dem Ruder. Einerseits ist Mara privat stark belastet durch ihre Trennung von Matti, die geteilten Betreuungszeiten ihres Sohnes Sami kann sie durch ihren Beruf nur schwer einhalten und der aktuelle Fall bringt sie an ihre Grenzen, zudem ist plötzlich auch noch ihr eigener Vater einer der Verdächtigen. Auf persönlicher und emotionaler Ebene hat mir der Kriminalroman sehr gut gefallen. Die Charaktere erhalten Tiefe und viel Platz für ihre persönlichen Befindlichkeiten und es gibt auch noch die Menschen außerhalb des Berufes. Die Entwicklung des Falles um den getöteten Journalisten kam mir aus kriminalistischer Sicht zwischenzeitlich etwas zu kurz und ist schon fast in den Hintergrund getreten neben all den anderen aufregenden Dingen, die rundherum passiert sind. Am Ende gibt es einen großen Showdown und alle offenen Fragen werden geklärt, auch wenn es für mich etwas too much war und nicht so ganz realistisch ankam. Mir hat der erste Teil etwas besser gefallen als dieser, aber ich bin gespannt, ob und in welchem Fall Mara als nächstes eingesetzt wird und wie es in ihrem privaten Umfeld weitergeht.