geht unter die Haut
Evil EyeDer Roman bietet eine wichtige feminine Sichtweise in das Leben von Yara, einer palästinensisch-amerikanischen Frau, die mit den kulturellen Erwartungen und mit Traumata aus ihrer Kindheit kämpft und in ...
Der Roman bietet eine wichtige feminine Sichtweise in das Leben von Yara, einer palästinensisch-amerikanischen Frau, die mit den kulturellen Erwartungen und mit Traumata aus ihrer Kindheit kämpft und in ihrer Rolle als Ehefrau zunehmend erstickt. Mit Hilfe von Therapie und Beschäftigung mit sich selbst, versucht sie Verhaltensmuster ausfindig zu machen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und Veränderungen in Gang zu setzen. Wie viele Rückschläge sie erleiden muss und wie wenig Zuspruch von der Gesellschaft und Unterstützung sie dafür bekommt, ist traurig zu lesen, aber leider noch immer die Realität. Eigentlich sollte es ihr ja gut gehen, sie hat einen Ehemann, der zwar noch immer die alten traditionellen Werte und Normen vertritt, der sie aber nicht schlägt und der sie arbeiten lässt, sie hat zwei tolle Kinder, aber wo bleibt sie selbst? Yara schreibt sich in ihren Tagebucheinträgen ihre negativen Erlebnisse aus ihrer Kindheit und mit ihren Eltern von der Seele. Zwischenzeitlich ist es nicht leicht zu lesen, da sie in eine Depression abrutscht und zunehmend negative Gedanken hat, trotzdem ist die Entwicklung von Yara über die Zeit hinweg als positiv zu sehen, mit Rückschlägen und Schwierigkeiten, emotional und ungeschönt. Das Buch geht unter die Haut und wirkt auch nach dem Lesen noch lange nach, ist aber ein mutiger Schritt, um Missstände aufzuzeigen und auch Mut zu machen, dass sich harte Arbeit an sich selbst und den Lebensumständen lohnt.