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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2026

düster und beklemmend

Home Before Dark
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Der Psychothriller lebt sehr stark von der düsteren, unheilvollen Atmosphäre und einer Familiengeschichte, in der mehr verschwiegen als ausgesprochen wird. Vor zehn Jahren ist die Schwester von Marsi in ...

Der Psychothriller lebt sehr stark von der düsteren, unheilvollen Atmosphäre und einer Familiengeschichte, in der mehr verschwiegen als ausgesprochen wird. Vor zehn Jahren ist die Schwester von Marsi in der Nacht unter mysteriösen Umständen am Heimweg von ihren Freunden verschwunden. Es konnte nie aufgeklärt werden, was damals wirklich passiert ist. Marsi belasten dies auch heute noch sehr stark und als sie wieder für ein paar Tage in ihr Elternhaus zurückkehrt und alte Bekannte wiedertrifft, ist sie überzeugt davon, dass ihr etwas Verschwiegen wird und sie sich selbst auf die Suche nach alten und neuen Spuren machen muss. Marsi kämpft stark mit ihren inneren Dämonen und mit Schuldgefühlen, zudem kann sie ihren eigenen Erinnerungen nicht immer vertrauen. Das Thema rund um Schlafwandeln und nächtlichen Aktivitäten scheint in der Familie ebenfalls ein großes Thema zu sein. Die Spannung ist durchgehend hoch, bis zum Schluss und dieser hat es in sich. Obwohl ich schon in etwa geahnt habe, wie sich das Ende entwickeln wird, war ich dennoch überrascht und auch etwas schockiert von der emotionalen Tiefe der Ereignisse.

Veröffentlicht am 10.06.2026

Nachbar oder Stalker?

Der Nachbar
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Der Psychothriller spielt in einer Berliner Wohnsiedlung und hat als zentrales Thema einen Stalker, der Sarah nicht bedrohen oder schädigen möchte, sondern ihr Gutes tun möchte, indem er Menschen, die ...

Der Psychothriller spielt in einer Berliner Wohnsiedlung und hat als zentrales Thema einen Stalker, der Sarah nicht bedrohen oder schädigen möchte, sondern ihr Gutes tun möchte, indem er Menschen, die sie verletzen, aus ihrem Leben beseitigt. Klingt ungewöhnlich und ist auch für Sarah äußerst befremdlich. Zudem leidet sie noch an Monophobie und hat dadurch Angst vor dem Alleinsein, wobei sie mit ihrer Angst gut umzugehen gelernt hat. Die Geschichte entwickelt sich schnell, es gibt viele Wendungen, wer der geheimnisvolle Stalker sein könnte, bleibt lange Zeit unklar und gewisse Szenen waren nicht glaubwürdig dargestellt und auch realitätsfern. Gelungen ist es, dass man an Sarahs psychischen Zustand und ihrer Glaubwürdigkeit zu zweifeln beginnt und dadurch, dass nur relativ wenige Charaktere vorkommen, kann man sich intensiver mit ihnen auseinandersetzen. Der offen gehaltene Schluss lässt Spielraum für Interpretationen und regt zum Weiterdenken an.

Veröffentlicht am 09.06.2026

Killer oder Perfect Match?

Ausgespielt
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Der Psychothriller startet spannend mit Liv Dorn als Undercover-Ermittlerin, die in verschiedenste Milieus eingeschleust wird und sich dort immer wieder Gefahren aussetzt. Besonders spannend ist ihre Registrierung ...

Der Psychothriller startet spannend mit Liv Dorn als Undercover-Ermittlerin, die in verschiedenste Milieus eingeschleust wird und sich dort immer wieder Gefahren aussetzt. Besonders spannend ist ihre Registrierung auf der Online-Plattform AMOR, wo sie einem gründlichen Hintergrundcheck durchlaufen muss und dann Blind-Dates mit potenziellen Liebespartnern zugeteilt bekommt. Nachdem schon einige junge Frauen nach ihrem Date ermordet wurden, wird es ein Spiel mit dem Feuer, als sich Liv auch gefühlsmäßig zu einem Kandidaten hingezogen fühlt. Der Ermittlungsfall gleicht einem Katz- und Maus-Spiel, es liegt die Vermutung nahe, dass auch aus den internen Ermittlerkreisen Personen involviert sein könnten und gleichzeitig gibt es eine zweite Zeitebene aus den 1980er Jahren, als auch ähnliche Todesfälle bei der damaligen Dating-Plattform Cupido aufgetreten sind. Spannend finde ich den Input der damaligen Ermittlerin Alice, die auch ihre Sichtweisen und Erfahrungen einbringen kann. Liv mag ich als Charakter sehr gerne, sie ist sehr wandlungsfähig, authentisch und liebenswert, mit all ihren positiven wie auch negativen Seiten. Die Idee ein perfektes Match nach maximal sechs Dates zu finden, ist anspruchsvoll und wäre bestimmt ein Verkaufsgarant, wenn es so einfach klappen könnte, aber vielleicht gelingt dies ja in ferner Zukunft.

Veröffentlicht am 01.06.2026

Albtraum oder Realität?

Der Sarg
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Der Thriller gehört zu einer Reihe, daher empfehle ich die Reihenfolge einzuhalten für ein besseres Verständnis und mehr Lesespaß. Die Grundstimmung ist beklemmend, das Tempo wird gleich zu Beginn gesteigert ...

Der Thriller gehört zu einer Reihe, daher empfehle ich die Reihenfolge einzuhalten für ein besseres Verständnis und mehr Lesespaß. Die Grundstimmung ist beklemmend, das Tempo wird gleich zu Beginn gesteigert und danach hochgehalten und es gibt immer wieder bildhaft beschriebene Szenen, die man selbst niemals erleben möchte, die man sich aber aufgrund der detaillierten Schilderung gut vorstellen kann. Die Charaktere sind schon vom vorigen Teil bekannt, außer die neu hinzugekommenen. In diesem Teil steht Eva im Zentrum, da sie immer wieder von schrecklichen Albträumen geplagt wird, in denen sie in einen Sarg eingesperrt panisch aufwacht. Auch nach dem Erwachen in ihrem Bett hat sie Verletzungen und kann sich dies nicht erklären, die Realität und Traumwelt verschwimmen etwas und man hinterfragt, ob Eva eine zuverlässige Erzählerin ist. Gleichzeitig gilt es eine Mordserie aufzuklären, die damit zusammenhängen könnte. Es gibt zahlreiche Wendungen, wobei mir manche besser, andere weniger gut gefallen haben. Teilweise wirken sie konstruiert und nicht ganz schlüssig.

Veröffentlicht am 31.05.2026

Horrorzug

Komm spielen
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Der Thriller hat nicht nur die Elemente eines spannenden Thrillers, sondern zusätzlich einen Horror-Einschlag inklusive, der mit der Zeit immer stärker hervortritt. Zuerst beginnt die Geschichte rund um ...

Der Thriller hat nicht nur die Elemente eines spannenden Thrillers, sondern zusätzlich einen Horror-Einschlag inklusive, der mit der Zeit immer stärker hervortritt. Zuerst beginnt die Geschichte rund um Annie, einer Kinderbuchautorin und ihrer Familie erzählend, wie ein Familienroman, aber schon bald ändert sich die Stimmung und die negativen Ereignisse überwiegen. Annie und Charlie können der negativen Energie auch nicht entkommen, indem sie in ein abgelegenes Sommerhäuschen ziehen, um sich dort eine Auszeit von ihrer schwierigen Zeit zu gönnen, im Gegenteil, hier beginnt der Horror erst so richtig. Die Gegenstände, vor allem rund um die gefundene Lokomotive beginnen ein Eigenleben zu entwickeln und man verfällt als Leser*in in einen Sog von Ängsten, Sorgen, Anspannung davor, was als nächstes passieren könnte. Die gruselige Stimmung mit der unterschwelligen Bedrohung ist so stark ausgeprägt, dass man sie beim Lesen durchgehend spürt. Als Charakter mag ich Annie gerne, sie wirkt authentisch, mutig und lässt sich durch keine Lebenskrise unterkriegen. Auch der zweite Handlungsstrang, der abwechselnd vorkommt, ist gleich spannend und mitreißend, vielleicht sogar noch um etwas Grausamer in den tatsächlich passierten Handlungen. Mehr möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht verraten, am Ende werden die zwei Stränge perfekt zusammengefügt und alle offenen Fragen aufgeklärt. Der Horror wirkt allerdings auch nach dem Lesen noch lange nach und Lust auf eine Spielzeugeisenbahn habe ich durch das Buch nicht gerade bekommen.