Spiel mit Unterschwelliger Angst und Bedrohung
The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?Der Thriller ist psychologisch dicht und punktet eher mit subtilen Andeutungen und regt das Gedankenkarussell an, denn das Setting ist so gestaltet, dass es mit weniger an Action oder mit wenigen Situationswechseln ...
Der Thriller ist psychologisch dicht und punktet eher mit subtilen Andeutungen und regt das Gedankenkarussell an, denn das Setting ist so gestaltet, dass es mit weniger an Action oder mit wenigen Situationswechseln auskommt. Als Leserin beschäftigt man sich mit den inneren Abgründen von anderen Menschen, macht sich selbst Gedanken dazu und versucht so eine innere Bindung zu den Hauptcharakteren aufzubauen und ihre Handlungsweisen und Gedankengänge nachzuvollziehen.
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in der Nacht zu einem fremden Mann ins Auto steigt. Alleine schon diese Szene lässt die Alarmglocken angehen und sorgt für Gänsehautmomente. Je länger die beiden unterwegs sind, stellt sich die Frage, wer stellt hier die eigentliche Bedrohung dar und wer ist das Opfer? Die Autorin spielt mit den Emotionen der Leserinnen und dies auf spannende Weise. Es gibt ein paar Momente, wo ich meine Vermutungen wieder revidieren musste und die Geschichte eine andere Richtung eingenommen hat, als ich mir erwartet hatte. Das Besondere ist allerdings die Lesestimmung, bei der man ständig eine unterschwellige Angst und ein Unwohlsein fühlt, wie der Moment, kurz bevor etwas passiert.