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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2021

mit der Verantwortung wachsen

Die letzten Romantiker
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Das Buch beschreibt die enge Verbindung, die man in einer Familie empfindet, sehr gut – mit all ihren Vorteilen und Nachteilen. Interessant finde ich auch den Epochenwechsel innerhalb des Buches. Zu Beginn ...

Das Buch beschreibt die enge Verbindung, die man in einer Familie empfindet, sehr gut – mit all ihren Vorteilen und Nachteilen. Interessant finde ich auch den Epochenwechsel innerhalb des Buches. Zu Beginn sind die Kinder noch relativ jung und nach dem plötzlichen Tod des Vaters und der Depression der Mutter völlig sich selbst überlassen und versuchen, so gut es ihnen möglich ist, aufeinander zu schauen und füreinander da zu sein. Diese schwierige Zeit hat ein besonderes Band zwischen den Geschwistern geknüpft, das auch lange, nachdem alle das „Nest“ verlassen haben und inzwischen neue Partner, Freunde gefunden und Familien gegründet haben, noch immer hält. Tragödien schweißen die Kernfamilie wieder enger zusammen, das wird auch in diesem Roman noch einmal deutlich. Egal, wie lange man sich in der Zwischenzeit nicht gesehen hat oder wie weit man auseinander wohnt oder welchen Blödsinn man angestellt hat, wenn es hart auf hart kommt, ist die Familie wieder wie selbstverständlich füreinander da. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, loszulassen, wenn jemand keine Hilfe bekommen möchte, auch wenn man am liebsten alles für den anderen tun möchte und das Leben der anderen regeln möchte. Manche Situationen sind nur sehr schwer auszuhalten und manchmal gibt man mehr als man zurückbekommt.

Veröffentlicht am 22.10.2021

nachdenkliche Stimmung

Auszeit
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Der Roman hat eine eigene Grundstimmung, die mir sehr gut gefallen hat – auf der einen Seite traurig, melancholisch und dann sind auch wieder Lichtblicke und schöne Momente vorhanden. Die Autorin beschreibt ...

Der Roman hat eine eigene Grundstimmung, die mir sehr gut gefallen hat – auf der einen Seite traurig, melancholisch und dann sind auch wieder Lichtblicke und schöne Momente vorhanden. Die Autorin beschreibt sehr intensiv: Die Bilder in der Natur sind klar und frisch, als ob man sich selbst in diesem Ferienhaus mitten im Nirgendwo befinden würde, aber auch die menschlichen Gefühle und Gedanken sind ungeschönt und realtitätsnah beschrieben. Mich hat das Buch sehr berührt und ich hätte sehr gerne noch weiter gelesen und erfahren, wie es Henriette weiterhin im Leben ergeht. Sie hat ja zumindest erstmals nach ihrer Abtreibungserfahrung eine gedankliche Verarbeitung in Gang gesetzt und begonnen an sich zu arbeiten, Trauer zuzulassen und auch wieder mit den Menschen in ihrem Umfeld in Kontakt zu treten, auch wenn ihr dies noch nicht so recht gelingen will.

Veröffentlicht am 29.09.2021

bewegter Thriller - Ende nicht stimmig

Bonuskind
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Meine Meinung zum Buch:
Vorweg, das Cover gefällt mir sehr gut, da es Interpretationsspielraum lässt und zudem optisch ein Hingucker ist. Dafür finde ich den Titel auch noch nach dem Lesen des Buches nicht ...

Meine Meinung zum Buch:
Vorweg, das Cover gefällt mir sehr gut, da es Interpretationsspielraum lässt und zudem optisch ein Hingucker ist. Dafür finde ich den Titel auch noch nach dem Lesen des Buches nicht stimmig und nur an den Haaren herbeigezogen passend, „Bonuskind“ weckt bei mir komplett andere Signale.
Lies hat mir als Charakter sehr gut gefallen, auch wenn sie für eine 15jährige schon sehr erwachsene Züge aufweist, aber das ist gut möglich, wenn man als Kind früh auf sich alleine gestellt hat. Eine sympathische Stütze ist ihre liebenswerte Oma, dafür finde ich ihren kleinen Bruder etwas farblos und charakterlos dargestellt – aber jede/r kann eben nicht als „Hauptcharakter“ agieren.
Als besondere Aufwertung finde ich die Auszüge aus den Tagebucheinträgen der Mutter. Ich finde, dass man so einen sehr guten Eindruck über ihre Gefühlswelt und ihr Unglück bekommen kann, auch wenn sie im Buch aktiv nur eine sehr begrenzte Zeit mitgewirkt hat.
Das Buch hat mir bis auf den Schluss sehr gut gefallen, den Schluss habe ich übertrieben und nicht stimmig im Gegensatz zum restlichen Buch empfunden – vor allem die Aktion von Lies, ohne näher darauf eingehen zu wollen und zu spoilern.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender, aufwühlender und bewegter Thriller – leider mit einem für mich nicht stimmigen Schluss.

Veröffentlicht am 20.06.2021

abruptes Ende - hätte gerne noch weiter gelesen

Mittwochs am Meer
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Meine Meinung zum Buch:
Der Roman beginnt ruhig und harmonisch. Maurice verfolgt einen immer gleichbleibenden Rhythmus und verbringt seine Tage beruflich von Mittwoch bis zum Wochenende in einem kleinen ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Roman beginnt ruhig und harmonisch. Maurice verfolgt einen immer gleichbleibenden Rhythmus und verbringt seine Tage beruflich von Mittwoch bis zum Wochenende in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Doch von einem Tag auf den anderen verändert sich die Situation, Maurice verliebt sich Hals über Kopf in eine verheiratete Frau und kann an nichts anderes mehr denken. Zuerst ist auch die Affäre aufregend, harmonisch, doch mit der Zeit nimmt sie immer mehr Raum in seinen Gedanken ein, bis er gar nicht mehr leistungsfähig und kurz vorm Durchdrehen ist. Den Schluss möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber ich fand es schade, dass das Buch so plötzlich zu Ende war, vor allem, da es fast schon ein Kurzroman ist. Ich hätte noch gerne weitergelesen.

Veröffentlicht am 18.06.2021

niemand hat eine weiße Weste

Eine perfekte Ehe
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Meine Meinung zum Buch:
Das Cover wirkt so unschuldig und unscheinbar, der Titel ist natürlich ironisch gemeint – aber der Thriller hat es in sich. Kaum hat man sich als LeserIn gedanklich auf eine Intrige ...

Meine Meinung zum Buch:
Das Cover wirkt so unschuldig und unscheinbar, der Titel ist natürlich ironisch gemeint – aber der Thriller hat es in sich. Kaum hat man sich als LeserIn gedanklich auf eine Intrige eingestellt, kommt auch schon die nächste Überraschung. Das Buch ist voll mit solchen Momenten, man wird von einer verdächtigen Person zur nächsten gelockt und dadurch bleibt auch die Spannung aufrechterhalten. Die Anwältin Lizzie, gleichzeitig ehemalige Studienfreundin von Zach, versucht selbst den Überblick zu behalten und Ordnung in das Chaos zu bringen. Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, umso mehr wird aus dem Privatleben der Freunde und Nachbarn und des Ehemannes der ermordeten Amanda ausgegraben und wirklich niemand kann eine weiße Weste aufweisen. Zeitweise fand ich schon jede und jeden verdächtig. Ein Krimi genau nach meinem Geschmack!