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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes – spannend, verworren und höchst rasant!

Böse bist du
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Uff, vorab kann ich sagen: dieses Buch lässt mich sprachlos zurück und wirkt noch lange nach!

Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich mich allerdings zuerst für das Rezensionsexemplar bedanken, welches ...

Uff, vorab kann ich sagen: dieses Buch lässt mich sprachlos zurück und wirkt noch lange nach!

Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich mich allerdings zuerst für das Rezensionsexemplar bedanken, welches mir vom Amazon Publishing Verlag Deutschland zur Verfügung gestellt wurde, ich habe mich sehr darüber gefreut! Der Titel "Böse bist du" von Jutta Maria Herrmann wurde vor einem Jahr bereits veröffentlicht und ist nun erstmalig als Printversion erschienen. 2019 wurde das Werk bereits zum Kindle Storyteller Gewinner nominiert, weshalb ich besonders neugierig darauf wurde. Aber auch so wäre ich auf das düster wirkende und gelungene Cover aufmerksam geworden. Der Klappentext sagte mir ebenfalls sofort zu und versprach ein spannendes Buch. Die Autorin Jutta Maria Herrmann war mir bislang nicht bekannt, was sich nun ändern durfte :)

Der Start in die Geschichte weckt direkt auf und sorgt für Spannung. Es wird aus zwei Perspektiven berichtet, aus der Vergangenheit und der Gegenwart der Hautprotagonistin Michaela. Damals, vor 15 Jahren, ereigneten sich schlimme Dinge an einem See, wo ein paar Freunde, unter ihnen Michaela, kampieren waren. Es geschah dort ein grausamer Mord und nur unser Hauptcharakter überlebte. Noch heute suchen sie die Ereignisse aus der Vergangenheit heim, da der Mörder immer noch nicht aus dem Verkehr gezogen wurde.. und Michaela langsam für verrückt erklärt wird! Die Ärmste sieht in manchen Männern immer wieder den vermeintlichen Täter, sie will ihn jedes Mal an seiner Stimme wieder erkennen. Da sie in der Vergangenheit aber bereits mehrmals falsch lag, wird sie seither nicht mehr für voll genommen, nicht mal mehr von ihrer eigenen Mutter. Allerdings ist sie sich dann plötzlich ganz sicher, sie hat den Täter gefunden! Nun setzt sie ALLES daran, dass sie diesen enttarnt und gerät dabei gehörig in Gefahr... und macht Dinge, die sie sonst nie getan hätte...die Geschichte nimmt ihren Lauf. Einiges wird aus der Vergangenheit aufgedeckt und schockiert den Leser zutiefst.

Michaela war mir trotz ihrer Vergangenheit und ihrem "Spleen" als Mensch sehr sympathisch. Ich konnte mich in ihren Seelenkummer hinein versetzen und ihren Tatendrang, die Dinge selber in die Hand zu nehmen, gut nachvollziehen. Leider ist sie dabei ziemlich auf sich alleine gestellt und übertritt die ein oder andere Grenze. Man weiß lange nicht, wem in diesem Werk wirklich zu trauen ist. Kann man vielleicht Michaela selber nicht trauen?! Nicht nur einmal stellte ich mir diese Frage... die Autorin versteht es definitiv mit der Psyche des Lesers zu spielen, ihn in die Irre zu leiten und ihm die vermeintliche Wahrheit aufzutischen und diese dann wieder umzuwerfen. Diese Geschichte ist rasant und verschafft mir ein Wechselbad der Gefühle. Ständig ist mit allem zu rechnen, sodass dieses eher kurze Buch, nicht langweilig wird und auch gar nicht kurz wirkt. Die Ereignisse sind auf den rund 230 Seiten prima verpackt. Der Schreibst ist flüssig und angenehm, die Kapitel halten sich in einer angenehmen Länge. So KÖNNTE man das Buch gut pausieren, will es aber eigentlich gar nicht. Denn: einmal angefangen, will man einfach wissen, wie das Ganze ausgeht! Deshalb musste ich es in einem Rutsch durchlesen und flog nur so durch die Zeilen.

Lange glaubt man, nur aus der Perspektive von Michaela in der Ich-Form zu lesen, was mich am meisten in die Protagonistin versetzen lässt, doch dann stellt sich heraus, dass es noch einen Perspektivwechsel gibt – lasst euch überraschen.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass am Ende alles anders kommt, als man denkt und man noch lange über die Geschichte nachdenkt. Ich musste sogar die Autorin kontaktieren, um eine Verständnisfrage am Ende zu klären, um besser abschließen zu können :D Das hat geholfen :) Meiner Meinung nach ist dies definitiv ein Buch, welches man auch noch mal ein zweites Mal lesen könnte!

Für einen kurzweiligen, extrem rasanten, spannenden und wendungsreichen Psychothriller vergebe ich eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 gelungene Sterne *****

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Eine Fortsetzung, die mich viel mehr überzeugen konnte, als ihr Vorgänger <3

Raureif
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Es hat mich sehr gefreut, dass mir der Piper-Verlag das Exemplar von "Raureif" von Valentina May zur Verfügung gestellt hat. Nachdem ich dessen Vorgänger "Morgentau" gelesen hab, der mich nur mäßig begeistern ...

Es hat mich sehr gefreut, dass mir der Piper-Verlag das Exemplar von "Raureif" von Valentina May zur Verfügung gestellt hat. Nachdem ich dessen Vorgänger "Morgentau" gelesen hab, der mich nur mäßig begeistern konnte, aber mich dennoch auf die Geschichten der anderen Protagonisten neugierig hat werden lassen, war ich auf dieses Werk gespannt und wollte der Autorin noch mal eine Chance geben. Außerdem interessierte mich das Schicksal von der verschwundenen Schwester der Matthiesens, um die es sich auch im zweiten und dritten Teil dreht. Eins kann ich vorab sagen: es hat sich gelohnt an Valentina May dran zu bleiben! Der zweite Teil der Apfelblütenträume kann meiner Meinung nach durchaus unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden, Vorkenntnisse sind allerdings nicht schlecht, da die Geschehnisse rund um die Familie dann doch aufeinander aufbauen. Die Hauptprotagonisten sind aber immer andere der Matthiesens.

In diesem Werk lernt man den "verlorenen Sohn" der Matthiesens – Finanzinvestor Finn – kennen, der sich als einziger seiner Geschwister von der familiären Apfelplantage losgesagt hat. Ihn interessierte körperliche Arbeit einfach viel weniger, als seinen Geschwistern, was seinem Vater gar nicht zusagte. Noch heute wird er von ihm wie ein Aussätziger behandelt, kein Wunder, dass Finn nicht zurück zum Gut möchte. Zumal er damals mit dabei und möglicherweise sogar der Grund war, als/dass seine kleine Schwester Caroline auf diesem verschwand und die Familie beinahe daran zerbrach... nun haben seine Geschwister erste Hinweise, dass die Kleine doch noch leben könnte und suchen ihn auf! Dafür hat Finn aber keinen Kopf, außerdem würde es nur alte Wunden aufreißen. Er hat momentan nur Augen und Ohren für Rederei einer gewissen Maike, die kurz vor der Pleite steht und die er an sich reißen will. Doch die tapfere Maike hängt an ihrem Familienbetrieb und gibt sich nicht so schnell geschlagen. Dass sich die beiden dann auch noch von früher kennen, macht ihre Beziehung zueinander nicht einfacher... und dann geraten sie auch noch bei einem starken Unwetter in Gefahr und das Leben vieler Leute hängt von ihnen ab. Sie erkennen, dass sie immer noch tiefe Gefühle füreinander haben... doch werden diese reichen, bei allem, was noch bevorsteht?

Eine sehr spannende und wendungsreiche Geschichte, die man hier von Valentina May aufgetischt bekommt. Es geht weniger um die Idylle der Apfelplantage, sondern mehr um das Leben außerhalb, und um die Rederei. Man lernt beide Hautprotagonisten kennen und schätzen, da aus beider Sichtweisen berichtet wird. So bekomme ich den größtmöglichen Zugang zu ihnen. Bei Finn brauchte ich etwas länger, um mit ihm warm zu werden. Vermutlich kann er am Ende den alten Finn selber nicht mehr leiden, denn er macht eine ordentliche Wandlung in dem Buch durch und lernt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Er stellt sich schließlich der Vergangenheit und auch seiner Familie und das finde ich wirklich tapfer von ihm. Es ist schön zu sehen, wie er durch Maike, und sogar ihre Tochter, aufblüht, obwohl er doch von Kindern eigentlich nie etwas wissen wollte. Mit der Zeit wächst er mir richtig ans Herz. Maike hingegen ist eine stolze und taffe, alleinerziehende Mutter, die ihren Job in der Rederei und ihre Schiffe liebt. Sie ist total in ihrem Element und setzt sich für die Dinge und Menschen, die ihr wichtig sind, mit Herz und Seele ein. Ein toller Charakter!

Die Dialoge und Auseinandersetzungen zwischen Maike und Finn sind herrlich, es ist toll, wie schlagfertig beide im Umfang miteinander sind. Wie dann aus ihren Reibereien immer mehr Liebe wird, ist total schön zu verfolgen. Doch ein wohlgehütetes Geheimes steht noch zwischen ihnen beiden, welches sie auseinander reißen könnte. Und dies betrifft nicht die Rederei....

Der Schreibstil ist sehr flüssig und kurzweilig gehalten, die Beschreibungen der Schiffe/Schiffsfahrten und der Umgebung verschaffen dem Leser den Eindruck, man sehe alles vor seinen eigenen Augen und sei mit dabei :)

Die Geschichte bietet einige Wendungen und sogar Spannungsmomente, die das Herz schneller schlagen lassen. So konnte ich kaum von dem Buch ablassen und musste es in einem Rutsch durchlesen. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und am Ende wurde ich auch noch mit einem tollen Happy End belohnt. Lediglich in Sachen Caroline geht es im nächsten Band ausführlicher weiter, auf den ich sehr gespannt bin!

Eine klare Lese- und Kaufempfehlung für "Raureif" und 5 gelungene Sterne *****

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Eine leidenschaftliche Geschichte, die BDSM mit einschließt und dem Leser viele Emotionen entlockt.

Broken Wildcat: Entfesselt
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Ich habe mich sehr gefreut, als mir das Buch "Broken Wildcat: Entfesselt" von Dalia Black vom Plaisir d'Amour Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar! ...

Ich habe mich sehr gefreut, als mir das Buch "Broken Wildcat: Entfesselt" von Dalia Black vom Plaisir d'Amour Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Vielen lieben Dank an dieser Stelle für das Rezensionsexemplar! Von der Autorin habe ich bislang weder gehört noch gelesen, aber das Buch sprach mich sehr von seinem Klappentext her an, dass ich es gerne lesen und Frau Blacks Schreibstil kennen lernen wollte. Gespannt startete ich das Buch.

Der Einstieg in die Geschichte fällt mir leicht, ich werde schnell mit Robyn, der Hauptprotagonistin, warm, die eine Assistenzarztstelle in St. Mary’s Hospital in Somerset angenommen hat. Sie ist alleinerziehende Mutter einer 4-jährigen Tochter und ist vor ihrem Stiefbruder geflohen, der ihr viele Dinge in der Vergangenheit angetan hat. Im Krankenhaus begegnet sie Philipp, einem arroganten Anwalt, der über neueste Medikamentendiebstählen im Krankenhaus ermittelt. Wer ist wohl dafür verantwortlich? Und hat diese Sache etwas mit Robyn zu tun?! Die beiden sind sich auf den ersten Blick her unsympathisch, verspüren jedoch eine starke Anziehung zueinander. Vor allem Philipp ist von Robyn angetan, die sich aber auf so einen arroganten, selbstgefälligen Typen nicht einlassen will. Zumal dieser auch noch auf BDSM steht, einer Szene, mit der sie bislang nie etwas zu tun hatte. Doch nach und nach kann auch sie sich ihren Gefühlen zu ihm nicht widersetzen und sie kommen sich schließlich näher. Außerdem scheint Philipp ein ausgesprochenes Gespür für ihre Tochter zu haben. Doch plötzlich ist das Leben von Robyn und ihrer Tochter in Gefahr und Philipp muss alles daran setzen, ihr nicht nur ihre Liebe zu beweisen, sondern sie auch zu retten. Ein spannendes Finale steht bevor...

Zuerst war mir Philipp sehr unsympathisch. Seine eingebildete Art ging nicht nur Robyn auf den Keks! Doch nach und nach wird klarer, dass dies nur Fassade war und er ein weiches Herz hat und es gut mit seinen Mitmenschen meint. Er öffnet sich immer mehr und lässt tiefe Gefühle zu, die mich auf jeden Fall erreichen können! Sein Verhalten gegenüber der Kleinen ist herzzerreißend! Robyn beginnt langsam ihm zu vertrauen, obwohl sie noch nicht mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Doch sie öffnet sich ihm immer mehr. Gemeinsam wollen sie gegen ihren Widersacher handeln... Robyn ist wirklich eine liebevolle Mutter, die alles daran setzt, dass es ihrem Kind gut geht. Und sie öffnet sich auch langsam für das devote Lustspiel, welches dem Leser prickelnde Momente verschafft. Die Autorin versteht es, das Thema BDSM Lesern etwas näher zu bringen, die damit noch nicht in Berührung gekommen sind. Im Groben und Ganzen wird das Thema aber nur grob angerissen und die Seiten sind eher leidenschaftlich, als extremst dominant gehalten. Mir hat das so ganz gut gefallen, war alles doch noch recht soft :)

Es wird aus den Ich-Perspektiven beider Charaktere berichtet, was mir den größtmöglichen Zugang zu ihnen verschafft. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel halten sich in angenehmer Länge. Insgesamt wirkt das Buch eher kurzweilig und man kann es in einem Zuge durchlesen. Auch Humor kommt in diesem Werk nicht zu kurz, sind die Dialoge unter den Protagonisten doch oft sarkastisch und zum schmunzeln!

Die Geschichte beinhaltet einige Wendungen und Spannungsmomente, die dafür sorgen, dass man nicht von dem Buch ablassen möchte und dem Ende entgegen fiebert. Dieses ist nach einigen Aufruhen dann zuckersüß und stimmt mich sehr zufrieden. Mit einem Seufzen beende ich das Buch und freue mich auf weitere Geschichten von Dalia Black. Interessant fand ich ja, dass sie so eine leidenschaftliche Geschichte ihren Eltern widmet, sie müssen ein sehr lockeres Verhältnis haben :P

Eine klare Lese- und Kaufempfehlung und 5 gelungene Sterne für "Broken Wildcat: Entfesselt" *****

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Veröffentlicht am 30.03.2020

"Die Jahresprinzessin" ist ein magischer Auftakt, der überwiegend spannend und misteriös gehalten ist. Der Cliffhanger am Ende ist mies!

Die Jahresprinzessin 1: Blüte der Ewigkeit
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Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Rezensionsexemplar von "Die Jahresprinzessin 1: Blüte der Ewigkeit" von Leni Wambach zur Verfügung gestellt hat, ich habe mich sehr darüber gefreut. ...

Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Rezensionsexemplar von "Die Jahresprinzessin 1: Blüte der Ewigkeit" von Leni Wambach zur Verfügung gestellt hat, ich habe mich sehr darüber gefreut. Fantasygeschichten oder Jugendbücher sind normalerweise nicht mein Genre, aber das Cover und auch der Klappentext zogen mich hier sehr an und ließen mich neugierig werden. Nun muss ich mindestens noch den Nachfolger lesen, aber ich bin auch ein wenig mehr auf den Geschmack gekommen! Die Autorin Leni Wambach war mir demnach auch noch nicht bekannt, weder vom Lesen, noch vom Hörensagen. Ich startete gespannt mit der Geschichte, die der magische Auftakt einer neuen Reihe der Jahresprinzessin ist.

Die Story handelt von Marlowe, einer gewöhnlichen Sterblichen, die von der Königin des Reiches zur Jahresprinzessin auserkoren wird. Für das kommende Jahr soll sie nun im Palast der Königin unter den Ewigen leben, die nicht altern und für diese zur Verfügung stehen. Was zuerst toll und segensreich erscheint, entwickelt sich nach und nach immer mehr zu einem Desaster. Denn Marlowe fühlt sich dort immer unwohler, wird vergesslich, hat Begegnungen, die sich keiner wünscht und plötzlich steht ihr Leben auch noch auf auf dem Spiel. Ein Ausweg scheint nur noch die Kriegerin Charis zu haben, zu der sich Marlowe immer mehr hingezogen fühlt. Diese lernt sie unter ungewöhnlichen Umständen kennen. Doch kann sie ihr wirklich trauen? Und hat eine Beziehung zu ihr überhaupt Potential, da Charis ein Geheimnis verbirgt....

Der Start ins Geschehen gestaltet sich leicht, schnell werde ich mit der Hauptprotagonistin Marlowe warm, die bei ihrer Ziehmutter in einfachsten Verhältnissen lebt. Da ist es nur allzu verständlich, wie herrlich es sich anfangs bei der Königin leben lässt. Sie wird von Zofen eingekleidet, speist gut und braucht sich, so meint man, keine Sorgen um ihr Wohlergehen zu machen. Auch Kontakt zu ihrer Familie dürfte sie halten. Die taffe Marlowe muss aber bald feststellen, dass es einige der Ewigen nicht sehr gut mit ihr meinen, allen voran die Königin. Mit dieser wurde ich auch zu Anfang des Buches nicht wirklich warm, hatte sie doch eine gewisse Aura an sich, die den Leser schlucken ließ.... Auch bei Charis weiß ich lange nicht, was ich über sie denken soll. Ist ihre Gruppierung wirklich so harmlos? Im Reich der Ewigen wurde ihnen schließlich nachgesagt, sie seien böse und zu nichts Gutem im Stande... was nun an den Ewigen zweifeln lässt. Man weiß hier lange nicht, wer ist gut und wer ist böse!

Die Geschichte ist zu größten Teilen spannend gehalten, sodass man kaum von ihr ablassen kann. Ein paar Zeilen hätte man sich vielleicht sparen können, da es schließlich noch eine Nachfolgeband gibt und sich die Geschehnisse manchmal etwas ziehen.

Es wird zuerst ausschließlich aus Marlowes Sichtweise in der Ich-Form berichtet, was mir den größtmöglichen Zugang zu ihrem Charakter verschafft. Später kommt dann noch Charis' Sichtweise in der dritten Person hinzu, was eine wunderbare Ergänzung ist. So blickt man nun auch ein wenig in ihre Seele und lernt sie besser einzuschätzen. Was sich wohl hinter ihrem Geheimnis verbirgt?!

Das Buch endet mit einem miesen Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man den Nachfolger heiß herbeisehnt.

Für eine gelungene Fantasygeschichte, mit Gefühlen zum gleichen Geschlecht, vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 Sterne ****

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Ein fassettenreicher, historischer Cowboyroman, der viele Emotionen beim Leser herbeiruft, aber etwas zu langatmig ist.

Das wilde Herz des Westens
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Nachdem ich von der Autorin Alexandra Fischer (auch alias Bonnie Sharp) bereits mehrere Werke gelesen habe, die mir gefielen, wusste ich quasi schon, worauf ich mich einlasse :P Das Buch "Das wilde Herz ...

Nachdem ich von der Autorin Alexandra Fischer (auch alias Bonnie Sharp) bereits mehrere Werke gelesen habe, die mir gefielen, wusste ich quasi schon, worauf ich mich einlasse :P Das Buch "Das wilde Herz des Westens" sprach mich also vor allem wegen der Autorin an, klang insgesamt aber auch spannend und unterhaltsam. Ich war sehr neugierig, was es mit diesem historischen Werk auf sich hat und ob Frau Fischer wieder bei mir punkten kann. So habe ich mich für die Leserunde des Buches beworben, welche hier bei Lovelybooks angeboten wurde und freute mich über den Gewinn. Vielen lieben Dank an den dp-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

Der Einstieg in das Geschehen ist direkt dramatisch. Die damals noch junge Protagonistin Briana muss miterleben, wie ihre Angehörigen umgebracht werden und kann der Misere nur knapp selbst entkommen. Sie findet eine neue Familie bei Phoebe, dessen Vater sie mit zu sich nimmt. In ihr findet sie eine Freundin. Nach vielen gemeinsamen Jahren, bei der Briana dabei mithilft, Verwundete Krieger zu versorgen, beschließt Phoebe, dass sie in den Westen reisen möchte, um einen Herrn zu heiraten, den sie über eine Heiratsannonce "kennen gelernt" hat. Nach dem Krieg herrscht im Osten des Landes Mangel an Männern. Etwas waghalsig, findet Briana, will sie aber dennoch begleiten, zur Sicherheit, ist so eine Reise schließlich besonders riskant für eine einzelne Frau und auch, weil sie selber mal "raus muss". Auf dem beschwerlichen Weg wird den Frauen aber klar, dass es sich bei dem zukünftigen Ehemann und seinem Bruder allerdings um gesuchte Halunken und keine Gentlemen handelt... doch Phoebe ist fest entschlossen, ihren Zukünftigen dennoch zu ehelichen! Nun nehmen die Dinge ihren Lauf, es geschehen viele Überfälle, Intrigen kommen ans Licht und andere Katastrophen warten bereits auf die Protagonisten...

Es wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen in der dritten Person berichtet, was uns Einblick in das Innere gleich mehrerer Protagonisten verschafft. So lernt man beispielsweise die Kennedybrüder besser kennen, unter denen einer Phoebes Zukünftiger ist. Der andere wird nach und nach für Briana interessanter, allerdings ist er mit einer Hure vermählt und benimmt sich anfangs ganz schön ungehobelt und dreist.
Außerdem liest man aus der Sicht eines weiteren Charakters, der ein Stück der Reise gemeinsam mit Briana und Phoebe unternimmt und diese mitsamt den Kennedys später beschatten soll, das Leben seiner Frau steht nämlich auf dem Spiel... doch ist dieser wirklich in der Lage dazu, die gesamte Truppe an ihren Gegner zu verraten?

Phoebe ist mir lange unsympathisch. Sie ist ein verzogenes Ding, die sich immerzu den Hof machen lässt, wohingegen Briana immer mit anpackt und auch dem Cowboy-Dasein gegenüber aufgeschlossen ist. Sie lernt das Schießen und Reiten, was Phoebe gar nicht gefällt. Nach und nach wird diese auch immer unzufriedener, mit der Reise, dem Westen an sich und ihrem Ehemann. Tja, nicht alles ist eben so, wie sie in ihren Groschenromanen gelesen hat...

Das Buch lehrt den Leser vieles über die damaligen Geschehnisse und zeigt, dass sich die Autorin gut informiert hat. Außerdem wird klar, dass nichts zwangsläufig so ist, wie es scheint. Ein Cowboy muss nichts zwangsläufig sexy sein, eine Hure nicht zwangsläufig billig und charakterlos, usw. Es wirft neues Licht auf die Dinge.

Meine Sympathie gegenüber den meisten Protagonisten stellt sich bei mir erst später ein, nur Briana habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Aber nach und nach entpuppen sich die verschiedenen Charaktere als liebeswürdig. Es war schön diesen Prozess mitzuverfolgen!

Die Geschichte ist sehr ausgeklügelt, spannend und nervenaufreibend, allerdings zieht sie sich an einigen Stellen mächtig. Sicher hätten es hier auch 100 Seiten weniger getan. Der Schreibstil von Frau Fischer ist gewohnt gelungen und auch der frühere Sprachgebrauch tut dem Lesefluss keinen Abbruch. Die Kapitel halten sich recht lange, was das Unterbrechen des Buches manchmal etwas erschwert.

Für eine gelungene Geschichte, die den Leser zwischenzeitlich etwas Nerven und auch Zeit kostet, aber mit einem tollen, emotionalen Ende aufwartet, vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 Sterne ****

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