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Veröffentlicht am 11.03.2018

Ein neuer Stern am Ermittlerhimmel

Planetenpolka
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Stella Albrecht ist Anfang 30, hat Psychologie studiert, arbeitet aber sehr zum Leidwesen ihrer Mutter Felicitas, einer respektablen Schulkonrektorin, genau wie ihre Oma Maria Schmidt, als Astrologin. ...

Stella Albrecht ist Anfang 30, hat Psychologie studiert, arbeitet aber sehr zum Leidwesen ihrer Mutter Felicitas, einer respektablen Schulkonrektorin, genau wie ihre Oma Maria Schmidt, als Astrologin. Hierzu hat sie sich einen Bereich in der Orangerie im Park von Marias Bochumer Villa eingerichtet. Diese herrschaftliche Villa teilen sich die drei Damen einer Familie, jeder bewohnt eine Etage, erarbeitet in Marias Zeit auf dem Rummel. Zu dumm nur, daß ihr Beruf auch beim anderen Geschlecht nicht gut ankommt, lediglich ihr bester Freund Ben, Journalist beim Ruhrgebietsanzeiger, kann darin einen gewissen Reiz sehen. Als sich dann eine reiche Erbin in spe unter falschen Namen von ihr ein Horoskop für ihre Erbtante erstellen lässt, um zu erfahren wann sie diese vor der Mord-und-Totschlags-Konstellation, der Mars-Pluto-Konjunktion, zu beschützen hat, ist sie verwirrt. Als Oma Maria ihr offenbart, daß jene Erbtante ihr alte Freundin Cäcilie von Breidenbach trotz attestierter bester Gesundheit, plötzlich verstarb, wird sie stutzig. Doch der von ihr aufgesuchte Kommissar Arno Tillikowski hält sie für wahnsinnig und schickt sie weg. Dennoch hat sich ein böser Verdacht in seinem Unterbewusstsein festgesetzt. Davon nichts ahnend, nehmen Stella, Maria und Ben Nachforschungen auf. Diese führen sie sowohl in die gehobene Bochumer Gesellschaft, als auch in die Abgründe des Kiez.
Dieses ungewöhnliche Ermittlerteam muß man einfach mögen, dafür muß man überhaupt keinen Zugang zu Esoterik oder Astrologie zu haben, denn Stella setzt ihre Kenntnisse aus ihrem Studium über Mikromimik und Antizipation ein – ganz seriös und erfolgreich. So wird sie auch nicht als Scharlatanin dargestellt, die nur den Leuten das Geld aus der Tasche zieht, sondern mehr als Lebensberaterin für diejenigen, die sonst wohl nie den Weg zu einem Therapeuten finden würden. Keine Sorge, die Gauner der Zunft bekommen schon noch ihr Fett weg, auf sehr unterhaltsame Art und Weise, wenn man mit Maria und Stella, einem Vortrag eines Selbstdarstellers der Astrologie folgen darf.
Sehr interessant finde ich die Ausgangssituation der Figuren, die zwei schillernden Schausteller Maria und ihre langjährige Flamme Otto, im krassen Kontrast zu Felicitas und Arno, die von so einem Spökes nichts wissen wollen. Stella und Ben hingegen nehmen das Beste aus beiden Welten und sind eigentlich sehr zufrieden damit. Doch wird Ben immer „nur“ Stellas bester Freund bleiben, oder wird Arno irgend mal wann seine Scheu vor Stellas Berufung verlieren? Aus das sind spannende Fragen, die einen weiteren Folgen dieser Krimödie entgegenfiebern lassen.
Eingefleischte Thrillerfans, werden bei diesem Fall nicht auf ihre Kosten kommen, aber sie sind nicht die Zielgruppe. Diese Krimödie soll Spaß machen und gut unterhalten. Die Spannung ist vor allem dem Showdown vorbehalten. Bei diesem geht es dann aber auch wirklich zur Sache und die Ereignisse überstürzen sich. Bis es jedoch soweit ist, kann die geneigte Leserin sich an verbalem Schlagabtausch und Ruhrpottslang auf dem Kiez und mit Otto erfreuen. Aber keine Sorge, auch Nordlichter und Bayern sollten das gut verstehen können.
Da Bochum ja schon etwas feiner ist als Duisburg, gibt es hier keine Laubenkolonien, sondern bislang Gründerzeitvillen, auch der Hochzeit der Kohle- und Stahlindustrie. Das macht aber nichts, denn Stella möchte ja kein Abklatsch von Lotte Mincks erfolgreicher Loretta Luchs (einer Ermittlerin, die ihr Geld an einer Erotik-Hotline verdient), sondern eigenständig sein. Gewisse Parallelen werden einem beim Lesen schon auffallen, wenn man Loretta kennt, aber das ist eigentlich der Garant dafür, daß man dann auch diese Serie mag.
Für Fans locker, leichter Krimiunterhaltung mit Herz und Humor ein vielversprechender Serienstart.

Veröffentlicht am 09.03.2018

Freundschaft, Liebe, Magie!

Julie Jewels – Teil 1: Perlenschein und Wahrheitszauber
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Julie fiebert ihrem 16. Geburtstag entgegen. Sie träumt von ihrer Sweet Sixteen Party, die ein rauschender Erfolg werden soll und sie endlich aus dem Schatten in die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler und ...

Julie fiebert ihrem 16. Geburtstag entgegen. Sie träumt von ihrer Sweet Sixteen Party, die ein rauschender Erfolg werden soll und sie endlich aus dem Schatten in die Aufmerksamkeit ihrer Mitschüler und vor allem des coolen Noah, dem Gitarristen der Drunken Seagulls, der Schulband bringen soll. Sie spürt, daß er ihr Seelenverwandter ist, doch bisher scheint er sie noch nicht einmal wahrzunehmen. Zu zurückhaltend ist sie wohl, trotz ihres selbst gestalteten Schmucks, der ihr den Spitznamen Jewels eingebracht hat und ohne den sie nicht das Haus verlässt. Als der große Tag kommt, überrascht sie ihre Eltern in einem Gespräch in der Küche. Ihre unbekannte Großmutter mütterlicherseits Daria, hat für Sie ein Geburtstagsgeschenk geschickt, daß ihre Mutter ihr nicht geben will, egal wie sehr der Vater auch auf sie einredet. Aber Julie sucht es und findet eine Schatulle mit geheimnisvollen Zeichen und wunderbaren Schmucksteinen. Als sie ihrer besten Freundin Merle ihre neueste Kreation zeigen will, reagiert diese ganz merkwürdig. Langsam wird Julie klar, daß dies kein gewöhnliches Geschenk war, mit Hilfe des Schmucks aus Darias Schatulle kann sie ihre Mitmenschen magisch beeinflussen. Das ist so unglaublich, daß sie es sogar vor ihrem besten Freund Ben verheimlicht. Fortan stolpert Julie dank des unberechenbaren Schmucks von einem Chaos ins nächste. Auch ihre Sweet Sixteen Party läuft anders als geplant!
Welches junge Mädchen kennt das Gefühl nicht, daß ihr Potenzial von ihrer Umwelt nicht ganz wahrgenommen wird? Julie fühlt sich stets als Mauerblümchen, dabei ist sie doch sooo kreativ. Aber eben nicht so forsch wie ihre ehemals beste Freundin Chrissy in ihren kurzen Röcken und der schwingenden Haarpracht, die kein Problem damit hat Jungs, die ihre gefallen anzusprechen. Durch diese heimlichen Wünsche und Sehnsüchte, die Träume und Erwartungen an den 16. Geburtstag ist Julie Jewels die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörerin gewiß. Dazu kommt das Geheimnisvolle. Wer ist ihre Großmutter und warum darf Julie sie nicht kennenlernen? Was ist so schlimm an Daria?
Die Geschichte hat mich gleich gepackt, allerdings hatte ich die Befürchtung, sie wäre vorhersehbar und könne wohl nicht für 4 CDs, geschweige denn für eine Triologie reichen. Aber die Geschichte ging stets weiter, ohne Längen, dafür mit jeder Menge ungeahnter Katastrophen, auch wenn man mit Julie dachte, daß ja eigentlich nichts schief gehen könnte. Ja, eigentlich, was soll da schon groß passieren? Aber bei Julie, Merle und Ben passiert immer was. Dabei sind Merle und Ben oft sowas wie Julies Stimmen der Vernunft. Auch wenn Merle wohl nicht minder romantisch ist und ebenso fasziniert von der Magie und ihren ungeahnten Möglichkeiten, so wird sie doch von einem ausgesprochenen Harmoniebedürfnis geprägt. Ben hingegen, ist etwas fassungslos, wozu verliebte Mädchen denn alles in der Lage sind. Dennoch gibt er seine Sandkastenfreundin nicht auf, sondern hält zu ihr. Mit Ben und Noah enthält die Geschichte zwei sympathische Protagonisten, während Merle eine super beste Freundin ist und Chrissy und Leonie, die Freundinnen, die dann doch eher Feindinnen sind, sobald sie ihr wahres Gesicht zeigen. So wird die Geschichte gefühlvoll und auch gleichzeitig spannend, denn Chrissy macht Julie das Leben nicht leicht, als ob die Schmuckmagie nicht schon für genug Komplikationen sorgen würde.
Der Stil ist angenehm und frisch, so wie das Klima bei Julie am Meer, leicht und unbeschwert, könnte doch Julies Leben nur ebenso sein. Und genauso spricht Nana Spier auch Julies magische Abenteuer. Ihre wandelbare Stimme klingt erstaunlich jung und passt sich vielen Charakteren wirklich gut an, den weiblichen natürlich besser als den männlichen. Dennoch klingt keiner der von Nana Spier gesprochenen furchtbar nach verstellter Stimme (was mich persönlich immer furchtbar nervt), auch Atemaussetzer muß man nicht fürchten. So bekommt man fast ein Hörspielgefühl, kann der Geschichte aber deutlich besser folgen, da mit immer genau weiß, wer gerade spricht und es gibt keine störenden Lautstärkeschwankungen, wie häufig in Hörspielen. Das magische Gefühl wird noch durch die Instrumentalmusik zu Beginn und zwischen einzelnen Abschnitten in Julies Leben. Spannend und mysteriös zugleich. Auch wenn Nana Spier die deutsche Synchronstimme von Drew Barrymore, Clare Danes und Sarah Michelle Gellar ist, die alle deutlich älter als 16 Jahre alt sind, hört man ihr ihr Alter nicht an, sondern nimmt ihr die 16 Jahre durchaus ab.
Das Hörbuchcover ist sehr liebevoll wie Julies Schmuckschatulle gestaltet und wenn man es aufklappt, findet man Julies „Sweet 16“ Liste, ihre Vorsätze und Erwartungen an diesen lang ersehnten 16. Geburtstag! Wirklich sehr gelungen und ansprechend, passt genau zum Buch, vor allem da auch die Tonträger optisch zu der Schmuckschatulle passen.
Die Geschichte endet sehr harmonisch, doch man ahnt, daß wo Magie im Spiel ist, es so harmonisch wohl kaum weitergehen kann. Sehr sympathische Hauptpersonen, die den Glauben an Magie wach halten und von denen wir noch einige romantische und katastrophale Krisen erwarten können.

Veröffentlicht am 07.03.2018

Ein unvergesslicher Sommer

Sommerby 1. Ein Sommer in Sommerby
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Martha (12), Mikkel (7) und Mats (4) wachsen modern und gut behütet in Hamburg auf. Ihre Eltern verdienen sehr gut, sie sind im Geldhandel an der Börse tätig und reisen viel. Während einer Geschäftsreise ...

Martha (12), Mikkel (7) und Mats (4) wachsen modern und gut behütet in Hamburg auf. Ihre Eltern verdienen sehr gut, sie sind im Geldhandel an der Börse tätig und reisen viel. Während einer Geschäftsreise in New York hat Mutter Leonie einen schweren Unfall und muß ins Krankenhaus mit mehreren Knochenbrüchen und Gehirnerschütterung. Der Vater bucht sofort einen Flug nach New York und bittet die beste Freundin seiner Frau, die Kinder zur Oma nach Sommerby zu bringen, an die sich Martha nur noch vage erinnern kann und die die jüngeren Brüder noch nie gesehen haben. Aus unbekannten Gründen herrscht Funkstille zwischen Oma und Eltern. Mit sehr gemischten Gefühlen tauchen die Kinder auf dem abgelegenen Hof der Großmutter auf, zu der noch nicht einmal eine richtige Straße führt. Wer zu ihr auf die Landzunge am Meer möchte, muß entweder eine Kuhweide überqueeren oder ein Boot nehmen. Logisch, daß es so weit ab vom Schuß kein Wlan, kein Fernsehen und keinen Handyempfang gibt. Während Martha sich ein Leben ohne soziale Netzwerke nicht vorstellen kann, sind ihre kleine Brüder ganz begeistert von den Tieren und dem Leben am Wasser. Nach uns nach stellt auch Martha fest, daß dieser Sommer ganz schön aufregend ist!
So wie die Eltern der Kinder, immer wieder die Köpfe über die Oma zu schütteln scheinen, habe ich beim Lesen immer wieder den Kopf über die Eltern geschüttelt. Tischmanieren und das Auslassen von Fäkalsprache ist in der Erziehung anscheinend wichtiger, als Selbstständigkeit. Die Kinder sind offensichtlich sehr behütet und jede Gefahr soll von ihnen fern gehalten werden. Doch das Leben ist voller Gefahren, wie man schon an dem schweren Unfall der Mutter inmitten der „Zivilisation“ sehen kann. Dennoch ist es den Eltern gelungen, den Kindern ein Gefühl von Liebe und Verantwortung mitzugeben. Denn ganz alleine bei der unbekannten Oma, die sie ständig mitarbeiten lässt und sie nicht betüddelt, macht sich bei Martha ein starkes Verantwortungsgefühl für ihre jüngeren Brüder breit und ihr wird bewußt, wie sehr sie sie liebt. Nichts da, mit „nervige kleine Brüder“! Wenn die Oma so schroff und fordernd ist, hat sie das Gefühl, sie in Liebe hüllen zu müssen. Abgeschnitten von Wlan und Fernsehen, entdeckt Martha auch den Reiz der Bücher, die ihre Mutter früher offensichtlich verschlungen hat (ich habe Désir´´ von Annemarie Selinko auch geliebt) und zum Einschlafen liest sie ihren kleinen Brüdern Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ vor. Bücherliebhaber werden an Marthas Stöbertour durch Omas Bücherregal ihre wahre Freude haben! In der Einsamkeit von Oma werden die Kinder auch mit der Realität des Überlebens konfrontiert. Rehkitze sind nicht nur süß und Landwirte müssen ihr Vieh durchaus schlachten, um Leben zu können. Harte, ehrliche Arbeit, die aber erfüllt und einen mit dem guten Gefühl etwas geschafft zu haben einschlafen lässt. Als diese Idylle dann bedroht wird, merkt auch Martha, daß Whatsapp nicht alles ist und wie sehr sie dieses Leben und auch ihre Oma liebgewonnen hat. Wetten, daß sie sicher nicht die langweiligsten Ferienerlebnisse der Klasse hat und das obwohl ihre Freundin auf den Malediven ist?
Nach und nach merken Kinder beim Lesen oder zuhören, wie die Bedeutung von Handy und Fernsehen abnimmt. Gut, da wir selbst nicht in der Großstladt leben, können sich unsere Kinder das durchaus vorstellen und kennen es auch, daß das Spielen draußen wichtiger ist, als Fernsehn zu schauen. Aber in Städten sind ja schon Schnecken nicht mehr bekannt (ja, habe ich selbst erlebt, als vor Jahren eine Freundin im Urlaub fasziniert zum ersten Mal im Leben eine Schnecke beobachtete!). Es ist auch toll, wie Mikkel den Lesern zeigt, daß es schön ist, das Gefühl zu bekommen, gebraucht zu werden. Denn zu helfen, heißt nicht ausgebeutet zu werden, sondern daß es auf jeden einzelnen ankommt, daß jeder gebraucht wird und wichtig ist. Erzählt wird aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern einfach durch Beobachten der Kinder und ihrer Entwicklung. Klingt langweilig? Ist es aber nicht, sondern richtig spannend, denn wie bereits angedeutet, ist die Idylle in Gefahr und das muß unbedingt verhindert werden! Und auch im Spannungsteil des Buches dürfen die Kinder noch Kinder sein und handeln entsprechend, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber außerhalb dessen, was ihnen ihre Eltern raten würden.
Eine wirklich tolle Geschichte, über das was wirklich zählt, wie z.B. Zeit im Snne von sich Zeit nehmen und Natur.
Spannend, kurzweilig und einfach wunderschön!

Veröffentlicht am 06.03.2018

Prima Witze für Kinder!

Der kleine Drache Kokosnuss - Die besten Feuerdrachenwitze
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Klappentext: „Der kleine Drache Kokosnuss, Fressdrache Oskar und Stachelschwein Matilda haben auf ihren Abenteuerreisen schon viele lustige Witze gehört…Bei den wilden Piraten werden andere Witze erzählt ...

Klappentext: „Der kleine Drache Kokosnuss, Fressdrache Oskar und Stachelschwein Matilda haben auf ihren Abenteuerreisen schon viele lustige Witze gehört…Bei den wilden Piraten werden andere Witze erzählt als bei den mutigen Indianern oder bei den kopflosen Gespenstern. Feuerdrache Kokosnuss und seine Freunde haben die besten Witze aufgenommen, damit sich auch seine Fans kaputtlachen können.“
Der beliebte Sprecher der Kokosnuss-Hörbücher spricht die Witze mit verteilten Rollen mit seinem bekannten Stimmrepertoire von den Kokosnuss-Abenteuern. Er wurde 1966 geboren und genoss eine Schauspielausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Diese Schauspielkünste legt er selbst beim Erzählen der Feuerdrachenwitze in seine Stimme.
Die Witze sind in 11 Kapitel unterteilt: 1. Beste Freunde 2. Drachenfamilien zum Knutschen 3. Wie schön, dass Du geboren bist 4. Einfach tierisch 5. Die besten Scherzfragen aus der Drachenschule 6. Neulich beim Inselarzt 7. Lehrer sind auch nur Drachen 8. Neues von den Nachtgestalten 9. Von allen Piraten und frechen Hexen 10. Bei den Indianern 11. Spitzendrachenwitze
Es werden über 200 neue Witze zum Kringeln und Kaputtlachen versprochen. Meine Töchter finden die Witze auch wirklich witzig und wollten beide unbedingt reinhören sofort, auch beim Abendessen.
Ein Beispielswitz: Matilda fragt Oscar: „Weißt Du, was Hexe auf Englisch heißt?“ Oscar antwortet: „Natürlich, Witch!“ Matilda fragt: „Weißt Du, wie auf Englisch eine Hexe, die am Strand wohnt heißte?“ Oscar sagt: „Nein!“ Matilda erwidert: „Sandwich!“ (aus dem Gedächtnis) Oder: Oscars Papa fragt Oscar: „Hast Du den Salat gewaschen?“ – „Ja, sogar mit Spülmittel!“
Ob Kinder ab 5 Jahren wirklich alle Witze schon verstehen können, wage ich gerade bei den Scherzfragen aus der Drachenschule zu bezweifeln, aber sie sind so witzig vorgetragen, daß auch jüngere Kinder das Interesse nicht verlieren bis zum nächsten Track.
Allerdings kennen meine Kinder auch schon „Der kleine Drache Kokosnuss, die besten Witze von der Dracheninsel“ auswendig, daher haben sie sofort gemerkt, daß einige Witze auf beiden Witze-CD’s, nur mit kleineren Abänderungen also dann Oskar statt Matilda o.ä. vorkommen, Für diejenigen, die aber die erste Kokosnuss-Witze-CD noch nicht auswendig kennen, ist das daher kein Spaßverlust. Sogar meine Tochter aus der 5. Klasse kann noch über die Witze lachen. Man muß nur damit rechnen, daß man anschließend ständig neue Witze zu hören bekommt. Aber keine Sorge, die meisten Witze bekommen wohl die Mitschüler zu hören.
Das Hörbuch-Cover kann man herausnehmen und auffalten, dann ist es sogar ein Miniposter. Außerdem ist eine Trackliste und eine Kurzbiografie von Ingo Siegner und Sprecher Philipp Schepmann auf dem Cover abgedruckt. Nimmt man den Tonträger heraus, findet man ein weiteres Bild, daß einen gemalten Feuerdrachenwitz darstellt. Sogar der Tonträger ist farbig bedruckt.
Kinder die Witze lieben, kommen hier voll auf ihre Kosten! Meine Töchter finden die CD wirklich witzig, auch wenn nicht alle Witze für sie neu waren. Dennoch hat sie gute Laune garantiert und ich darf auch endlich mal wieder andere Witze von meinen Kinder vorgetragen bekommen. Das Kinderkichern zu hören ist aber wirklich das Beste an der CD, die strahlenden Kinderaugen, kurz bevor sie Losprusten und Kichern! Eine ganz klare Kicherempfehlung!
Wir bedanken uns ganz herzlich bei cbj audio für diesen gelungenen Kicheralarm!

Veröffentlicht am 04.03.2018

Es gibt verschiedene Wege ans Ziel

Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte
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George ist ein Gänserich (Ganter), der den ganzen Tag schwer beschäftigt ist und stets irgendetwas zu tun hat, er backt, macht Yoga, übt Gitarre oder Bügelt. Er ist stets gastfreundlich und bewirtet jeden, ...

George ist ein Gänserich (Ganter), der den ganzen Tag schwer beschäftigt ist und stets irgendetwas zu tun hat, er backt, macht Yoga, übt Gitarre oder Bügelt. Er ist stets gastfreundlich und bewirtet jeden, der bei ihm vorbeischaut, besonders die Zugvögel auf ihren Reisen- Moment mal, ist George als Gans nicht auch ein Zugvogel? Nein, George nicht, denn er hat einfach keine Zeit! Anders als alle anderen Vögel, die ständig irgendwohin reisen, fliegt George nirgendwohin, er bleibt zu Hause und beschäftigt sich. Damit ist er sehr zufrieden, zum Erstaunen seiner Artgenossen, die ihn immer wieder fragen, ob er sie nicht begleiten wolle. Doch ist George kein Außenseiter, sondern einfach anders.. Dennoch, als der Winter kommt und alle Zugvögel verreist sind, ist es ziemlich einsam, niemand kommt mehr bei ihm vorbei, um bei ihm auszuruhen und von seinen Reisen zu berichten. Dann trifft er Pascal Lombard, einen Bären auf der Suche nach einem warmen Plätzchen, wo er den Winter verbringen kann und nun wird es für beide richtig aufregend!
Dieses Buch habe ich auf der Pressemesse für Kinderbuchverlage in Köln in die Hand genommen und mich sofort verliebt. Es war mir auch klar, daß es ganz den Geschmack meiner Jüngsten treffen würde. Ein Held der ständig mit irgendwas beschäftigt ist und daher keine Zeit für die Dinge hat, die er eigentlich gerade erledigen sollte. Ist das nicht typisch für Kinder? Sie sind so beschäftigt mit dem Erkunden ihrer Welt, mit dem Ausprobieren, da ist Anziehen oder Aufräumen absolut unmöglich! Sehr gut finde ich auch, daß George von allen gemocht und akzeptiert wird, obwohl er nicht wie alle anderen ist. Niemand ärgert ihn, alle hätten ihn gerne mit dabei, wobei sie es auch sehr genießen, sich von ihm bewirten zu lassen.
Mit dem Auftauchen von Pascal Lombard erscheint ein angeblicher Spezialist für alles Mögliche und George muß feststellen, daß dieser zwar ausgesprochen sympathisch ist, aber man nicht alles unbedingt für bare Münze nehmen kann, was er sagt (ein liebenswerter Aufschneider hat, auch ein sehr typisches Kinderverhalten und auch noch über dieses Alter hinaus).
Dieses großformatige Bilderbuch ist in hellen fröhlichen Farben gehalten, die sofort zum Durchschauen einladen. Der Text ist kurz und nicht sehr groß gedruckt. Es ist wirklich zum Vorlesen für jüngere Kinder geeignet, die viel Bild brauchen und sich noch nicht auf lange Textpassagen konzentrieren können. Dennoch ist die Botschaft so universell und zeitlos, daß auch meine Achtjährige sich für sie begeistert kann. Besonders fasziniert sie die Illustrationstechnik. In die gezeichneten Illustrationen sind stets Kollagen aus Katalogen oder Zeitungen integriert, zum Teil mit französischem oder englischen Wörter. Die haben ihr dann Rätsel aufgegeben und gemeinsam haben wir diese gelöst. Das war dann das Extra-Vergnügen für die mitlesende Mutter! Sie konnte die Seiten sehr lange bewundern und hat sie wie ein Wimmelbuch genau untersucht, um all die eingefügten Kollagen zu entdecken und die Fotoaufnahmen von den Zeichnungen zu unterscheiden. Bisweilen keine ganz einfache Aufgabe.
Eine wunderbare Geschichte über jemanden, der sein Ziel auch auf Umwegen erreicht. Umwege, die einfach für ihn der richtige Weg sind. Ein echtes Entdeckerbilderbuch, daß wir jedem kleinen Abenteuer und Vielbeschäftigtem ans Herz legen.