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Veröffentlicht am 03.04.2024

Alles hat seinen Preis...

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Nach einem spektakulären Mordfall, den er als einziger überlebte, ist Johann Winkler aka “Inspektor Jacket“ das Aushängeschild der Wiener Polizei. Er ist eine Werbeikone, der sich von einem Event zum ...


Nach einem spektakulären Mordfall, den er als einziger überlebte, ist Johann Winkler aka “Inspektor Jacket“ das Aushängeschild der Wiener Polizei. Er ist eine Werbeikone, der sich von einem Event zum nächsten Promidinner begibt. Seit dem er sich nach seiner traumatischen Gefangenschaft befreien konnte, funktioniert er nur noch auf Psychopharmaka, leidet unter Schlafstörungen, Herzrasen, Panikattacken und Blackouts. Gut, dass er nicht mehr ermittelt – bis sein Nachbarhaus zu einem Tatort wird. Die Szene die er dort vorfindet schockiert ihn nicht nur, sie treibt ihn an den Rand des Wahnsinns: Er erkennt sofort die Szene aus dem noch unveröffentlichten Manusskript seines künftigen Bestsellers. Um die Kontrolle zu erhalten, reißt er den Fall an sich, gemeinsam mit Mo, dem einzigen Ermittler mit Migrationshintergrund und größtem Pedanten jenseits des Weißwurstäquators. Niemand hat dem Jahrgangsbesten mit persischen Wurzeln bisher eine Chance gegeben, doch außer ihm, sind alle Mitarbeiter der Mordkommission in Quarantäne. Es ist Mos großes Glück, dass er von den anderen ausgegrenzt wird, weil er anders ist, auch viel gründlicher. Diese Gründlichkeit verzweifelt schier an dem selbstverliebten Showpolizisten Jacket, der jeden einzelnen Tatort verunreinigt. Doch Mo ist nicht nur bei der Aktenanlage und – Führung penibel, ihm fallen auch sämtliche Ungereimtheiten in diesem Fall auf, der eine Verbindung zu Jackets legendärer „Blutnacht“ um einen Organhändlerring aufweist.

Hier sollen zwei gemeinsam ermitteln, die innerhalb der Mordkommission niemand leiden kann. Der Showman, der sich im Glanze seines Ruhmes sonnt, aber keinen Handschlag tut und der Fremde, der hier nicht hingehört. Der sensible Mo fühlt sich ja stets rassistisch ausgegrenzt, aber jetzt vor den anstehenden Wahlen, in denen sich ein Wahlsieg der neuen Rechten abzeichnet, wird die Stimmung ihm gegenüber im Präsidium immer offener feindseelig. Das hat der wirklich liebenswerte Pedant absolut nicht verdient, ebenso wenig wie die „Zusammenarbeit“ mit dem Egozentriker Jacket, der weder etwas von „zusammen“ noch von „Arbeit“ versteht. Doch während die Medien Jacket überschätzen, wird Mo definitiv unterschätzt. Das hilft ihm jedoch ungemein bei der Arbeit, weil man nicht so genau auf ihn achtet und nicht ahnt, welche Netzwerke zu anderen Underdogs er inzwischen aufgebaut hat.

Der Fall wird aus wechselnden Perspektiven von Jacket (Cornelius Obonya), Mo (Timur Isik) und X (Stefan Kaminski) erzählt. Mos Interpretation von Timur Isik, als sympathischen Loser fand ich absolut auf den Punkt. Ich konnte seine sympathische junge, bisweilen etwas unsichere und doch auch wieder aufmüpfige Art nur mögen. Bei Cornelius Obonya mit seinem leichten Wiener Schmäh und seiner Überheblichkeit war das gar nicht beabsichtigt. Diesen Egomanen kann man doch gar nicht mögen! Dennoch hätte ich mir in Abgrenzung zu Stefan Kaminski, dessen Rolle mir immer irgendwie nebulös vorkam, weil er eben nicht wie die anderen beiden als „Mo“ oder „Jacket“ eingeführt wurde, sondern einfach uns an seinen Gedanken teilhaben ließ, mir einen stärkeren Wiener Einschlag gewünscht. Sowohl Cornelius Obonya, als auch Stefan Kaminski sind großartig, mir aber stimmlich zu ähnlich. Das hat mich bisweilen beim Hören irritiert. Da Jacket eh ein nebulöser Charakter mit Aussetzern ist, ging bei mir als Zuhörerin immer wieder das Gedankenkarussel an. Wen spricht eigentlich Stefan Kaminski? Es hat mich absolut gewurmt und ich verrate nicht, zum welchem Schluss ich gekommen bin...

Erst treten Jacket und Mo nebeneinander auf der Stelle, bis es zu einem überraschendem Twist kam und ich dachte, ach nö. das deckt sich aber nun gar nicht mit meinen eigenen Beobachtungen zu dem Thema und alles dreht sich. Ja, das war wirklich überraschend, hat mich aber nicht zufrieden gestellt, Mo aber auch nicht...

Bis zur letzten Minute ist nicht klar, was passieren wird, dafür verspreche ich, dass Henri Faber mit uns Erbarmen hat und am Ende alles auf den Tisch kommt und wenn noch nicht alles gut ist, ist es noch nicht das Ende. Die Gründlichkeit seines Abschlusses hat mich begeistert, es ist eine runde Sache und ich erwarte keine Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Wie die Freundschaft mit den Drachen begann...

Die geheime Drachenschule - Feuerschattens erster Reiter
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Hiermit beginnt die Prequel zur beliebten Reihe: „Die geheime Drachenschule“ welche noch vor Beginn der geheimen Drachenschule auf Sieben Feuer startet. Es spielt in einer Zeit in der auch die mächtigen ...

Hiermit beginnt die Prequel zur beliebten Reihe: „Die geheime Drachenschule“ welche noch vor Beginn der geheimen Drachenschule auf Sieben Feuer startet. Es spielt in einer Zeit in der auch die mächtigen Clans wie die Murrays und die McBains oder die Crawfords noch vor Angst vor den Drachen erstarrten und sie als Feinde betrachteten. Mit ihnen ein Band zu knüpfen und auf ihnen zu reiten, was damals noch unbedenkbar, bis ausgerechnet das clanlose Findelkind Jeremias sich am Lagerfeuer mit den Sprösslingen der mächtigen Clans zu einer Mutprobe im verbotenen Wald hinreißen lässt. Er soll aus einem Glutnest eines gefährlichen Teufelsgrinds nachts eine Goldmünze stehlen. Hochkonzentriert macht er sich an die Aufgabe, wird überwältigt und in einem Grube mit dem wütenden Teufelsgrind geworfen. Kann er dieses Abenteuer überleben und von einem der Clans aufgenommen werden?

Dieses Abenteuer startet unmittelbar ohne großes Fackeln, am nächtlichen Lagerfeuer der Nachfahren der großen Clans plus Jeremias mit dem Drachenmal, der Schutz bei den McBains gefunden hat. Nia McBain betrachtet ihn auch als ihren Bruder, dennoch fühlt sich Jeremias unvollständig, so ohne Kenntnis seiner Herkunft. Alles was er von seiner leiblichen Familie hat, ist ein scharfer Dolch, den der großspurige Marcus Murray ihm zu stehlen versucht. Ob seine Familie ihn wegen des Drachenmals verstoßen hat?

Die geheime Drachenschule um die mutigen und einfallsreichen Drachenreiter ist hier so beliebt, dass ich unbedingt auch wissen wollte, wie alles begann! Ich hoffe, dass die zweite Staffel ebenso viele Kinder zu Leseratten machen wird, wie die erste! Der Vorteil: Wer jetzt mit dem Drachenschulengen infiziert wird, hat bereits eine abgeschlossene erste Staffel, die er durchsuchten kann! Diese zweite Staffel ist komplett unabhängig, so dass es kein Problem ist mit dieser zu starten, man wird dann nur auch die übrigen 7 Bände kennenlernen wollen!

In diesem Auftaktband wird der Grundstein für die geheime Drachenschule gelegt und es wird ganz klar, warum dort so großer Wert auf Loyalität, Freundschaft, Einfallsreichtum und Geschick gelegt wird. Hier wird nicht einfach nur Mathe, Deutsch, Englisch etc. unterrichtet, hier geht es um die Freundschaft und Loyalität mit den ebenso mächtigen, wie auch magischen Drachen. An deren Existenz glauben nicht mehr, daher ist es umso wichtiger, dass ihr Aufenthaltsort so geheim bleibt. So stehen hier vor allem Jeremias und der alte Teufelsgrind im Mittelpunkt, da ihre Verbindung bislang absolut einzigartig und kaum zu glauben ist. In seiner Pflegeschwester Nia hat er eine mutige und loyale Verbündete. Dennoch leidet er unter den Vorurteilen, denen er wegen seines Feuermals ausgesetzt ist. Dass können Kinder schon sehr gut nachvollziehen, denn wer kennt es nicht, für etwas gehänselt zu werden, für das man nichts kann. Da solidarisieren sich die jungen Zuhörer gleich mit Jeremias, aufgrund des angeborenen kindlichen Gerechtigkeitssinns.

Zum Schluss wachsen Jeremias und Teufelsgrind Feuerschatten über sich hinaus und zeigen was in ihnen steckt. Das kommt leider nicht bei allen gut an und so wird der Grundstein für ewigen Groll und jede Menge aufregende Fortsetzungen gelegt.

Ich finde es super, dass wie bei der ersten Staffel diese auch wieder von Philipp Schepmann erzählt wird und das Hörbuch von Pascal Nölder gestaltet ist. Es ist wieder ein echter Hingucker! Philipp Schepmann enttäuscht die hohen Erwartungen nicht. Geschickt variiert er seine Stimme, um sich mal vom mutigen, aber bisweilen auch verunsicherten Waisenjungen in einen geheimnisvollen Drachen oder einen hinterhältigen, großmauligen Clankronprinzen zu verwandeln. So klingt es richtig lebendig. Durch die warme Stimme des Sprechers wird es für die Altersklasse aber nie zu gruselig, sondern angenehm spannend.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Einfach eine richtig tolle Geschichte mit Spaß und Umweltschutz!

Unterholz-Ninjas. Das Abenteuer beginnt
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Das erfinderische Eichhörnchen-Mädchen Ella, der mutige Igel-Junge Piks und der unerschrockene Uhu-Junge Bubo sind entsetzt! Sie entdecken ein Bauplanungsschild in ihrem Wald! Der Baulöwe Bauwal plant ...

Das erfinderische Eichhörnchen-Mädchen Ella, der mutige Igel-Junge Piks und der unerschrockene Uhu-Junge Bubo sind entsetzt! Sie entdecken ein Bauplanungsschild in ihrem Wald! Der Baulöwe Bauwal plant den Wald zu fluten und an einem künstlichen See Ferienhäuser anzusiedeln. Wo sollen sie denn dann alle hin? Jetzt steht schon die Ruine des verlassenen Waldbads in ihrem schönen Wald und verrottet, das können sie nun wirklich nicht zulassen. Doch der Rat der großen Waldtiere nimmt sie nicht ernst und möchte erst einmal nichts unternehmen, sondern abwarten. Kampflos wollen die Freunde nicht aufgeben und gründen die „Unterholz-Ninjas“ und haben natürlich auch schnell einen coolen Schlachtruf! Was nun noch fehlt ist ein schlauer Plan und vielleicht auch noch etwas Hilfe.. diese finden sie in der engagierten Naturschützerin Maya, die mit ihren Eltern am Rande des Waldes lebt. Zusammen hecken sie einen gerissenen Plan aus, doch der Bauwal handelt schneller, als sie gedacht haben, nun müssen sie improvisieren.

Frei nach ihrem Schlachtruf:
„Erfinden, werfen, kämpfen, fliegen,
darauf sind wir superstolz.
Niemand kann uns je besiegen,
die Ninjas aus dem Unterholz!

gehen die Freunde unerschrocken vor! Unterholz-Ninjas, weil sie ein Comicheft zu einer Ninja-Zeichentrick-Serie mit einer Ninja-Augenbinde im Wald gefunden haben. Das ist so cool! Zufällig ist das auch die Lieblingsserie der jungen Naturschützerin Maya, die deswegen so richtig krasse Ninja-Moves kann, die sie ihnen nun nach und nach beibringen wird! Zusammen mit Ellas noch krasseren Erfindungen sind sie damit ja eigentlich unschlagbar und jetzt fangen die Abenteuer ja erst mal so richtig an!

Sehr originell ist es, wenn die zwei Welten aufeinanderprallen. Denn natürlich haben die 3 tierischen Freunde von Fellwechsler (Menschen)-Technik keine Ahnung, beobachten diese Dinge in ihren Händen aber immer mit Faszination und geben ihnen eigene Namen, wie z.B. die Augenklette, so nennen sie Tabletts, weil Menschen ihre Augen nicht von ihnen lösen können. Nur Fellwechsler? Nein, als Maya ihnen eine Folge der Ninja-Cats zeigt, geht es Ella, Piks und Bubo eigentlich ganz genauso. So werden die tierischen Namen für die Fellwechslertechniks sicherlich für so manchen Lacher sorgen, sobald die jungen Hörer verstehen, was sich dahinter verbirgt und wie wir es so nennen.

Jonas Minthe spricht dieses Abenteuer mit hörbarem Spaß und wechselt von Tierstimmen gekonnt zu denen der großen und kleinen Fellwechsler. Als polternder, großspuriger Bauwal kann er ganz schön einschüchtern, während die pfiffe Maya einfach nur sympathisch klingt, ebenso Ella, Piks und Bubo. Die vielfältigen Stimmcharaktere sind unglaublich unterhaltsam und lebendig und machen dieses Naturschutzabenteuer noch spannender.

Michael Mantel ist nicht nur der Erfinder dieser cleveren Gang, sondern auch ihr Zeichner, denn er hat Kommunikationsdesign studiert und zeichnet auch gerne Storyboards. Ein Gruppenbild aus seiner Feder von den vier Unterholz-Ninjas findet sich im Booklet des Hörbuchs natürlich mit Namen und Trackliste. Auch auf den Tonträgern finden sich seine Illustrationen wieder.

Für mutige und erfinderische Naturschützer ab 6 Jahren!

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Gemeinsam vereint, trotz aller Vorurteile!

Andor Junior (5)
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Die junge Zauberschülerin Eara ist ganz aufgeregt: Eine Delegation von der Insel Hadria hat sich angekündigt. Sie hofft sie mit ihren Zauberkünsten beeindrucken zu können, um dort auf die Zauberakademie ...

Die junge Zauberschülerin Eara ist ganz aufgeregt: Eine Delegation von der Insel Hadria hat sich angekündigt. Sie hofft sie mit ihren Zauberkünsten beeindrucken zu können, um dort auf die Zauberakademie aufgenommen zu werden. Doch tatsächlich, bringt die Delegation schlechte Nachrichten. Der finstere Magier Varkur hat den Speer der Mächte des Wassers gestohlen und kann nun mit dessen Hilfe das Wasser kontrollieren. Die Mächte des Meeres verstehen da keinen Spaß, sind sie nun doch stark geschwächt. Sie geben den Menschen 3 Tage und 3 Nächte Zeit ihnen den Speer zurück zu bringen, sonst würden sie alle Wasser untrinkbar machen, wie das im Brunnen des Burghofes. Während Prinz Thorald stolz, hoch zu Ross mit der Novizin Tenaya in den Wald reitet, um Varkur das Speer abzujagen, machen die vier Nachwuchshelden im Burg Keller eine finstere Entdeckung. Varkur lässt ihnen noch weniger Zeit, denn er unterspült den Burgfried mit Wasser. Entschlossen wollen Eada, Kram, Chada und Thorn gemeinsam mit ihren magischen Wolfsjungen sowie Forn und dessen Wardrak die Gunst der Stunde nutzen. Der Einsatz der Macht des Speeres schwächt Varkur und erhöht somit die Chance der Kinder.

In dieser Folge kehren der arrogante Fiesling Prinz Thorald und der schwarze Magier Varkur zurück, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Andor zu besiegen und sich die Macht über die Rietburg zu sichern. Thorald hingegen ist lediglich ein aufgeblasener Depp, der selbst berauscht von der Wichtigkeit als Thronfolger ist, allerdings leider völlig talentfrei, lediglich darauf bedacht die vier Nachwuchshelden schlecht da stehen zu lassen. In der hochnäsigen Novizin Tenaya hat Thorald eine würdige Begleiterin gefunden, die ihn in Sachen Arroganz in nichts nachsteht.

Klangvolle und ausdrucksstarke Geräusche prägen die Spannungskurve dieses neuen Fantasyabenteuers für Kinder. Diese Geräuschkulisse entführt uns beim Hören in das magische Land Andor voller Zauberei, böser Magie und mächtiger Fabelwesen. Der Herr der Stürme klingt natürlich entsprechend mächtig und urgewaltig und so wird seine Stimme natürlich auch noch klangvoll untermalt durch Brausen und Rauschen. Der Cast bleibt der Reihe treu und so kann man wunderbar die jungen Stimmen von Eada, Chade, Kram, Thorn und Forn zu ordnen, wobei sie dieses Mal ergänzt werden durch die frische Stimme für Tenaya (Julia Lenska).

Das Abenteuer hat es dieses Mal in sich und der Ausgang ist äußerst knapp! Die Herausforderungen sind aber auch wirklich ganz beachtlich und eigentlich scheint die Aufgabe dieses Mal unlösbar. Da diese Reihe jedoch fortgesetzt wird, ist sie natürlich nur scheinbar unlösbar. Dabei reicht die Kraft der fünf jungen Freunde nicht aus. Gemeinsam sind sie nicht stark genug, aber mit den vereinten Kräften aller auf der Rietburg, unabhänging diversen Animositäten gelingt es ihnen doch. Gemeinsam vereint für ein höheres Ziel. Das finde ich eine sehr schöne Botschaft inmitten einer Geschichte voller Urkräfte, böser Zauber und gefährlicher Fabelwesen. Ich bin ja mal gespannt, wie sich diese gemeinsame Zusammenarbeit künftig entwickeln wird, war es ein einmaliges Erlebnis oder doch ein bleibendes Bündnis.

Das Cover und der Tonträger sowie das Innenteil zeigen die Illustrationen von Falk Holzapfel (Künstlername ZAPF) und lassen die Figuren damit noch plastischer werden. Für alle die schon mal gerne durcheinander kommen, werden die einzelnen Charaktere und ihre Sprecher in der Innenhülle aufgelistet.

Auch dieses Mal gilt: das Abenteuer ist in sich abgeschlossen, aber man sollte dennoch unbedingt mit Teil 1 beginnen, um die Charaktere besser kennen zu lernen und zu verstehen.

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Veröffentlicht am 24.03.2024

Von dem Abenteuer ein großer Bruder zu werden!

Mein liebstes Kuscheltier & ich. Theo bekommt ein Geschwisterchen
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Theo, den wir schon von seiner ersten Übernachtung ohne Mama und Papa, bei Oma und Opa kennen und sein Kuschelhase Bommel haben eine aufregende Zeit. Alles verändert sich. Mama ist oft müde und es geht ...

Theo, den wir schon von seiner ersten Übernachtung ohne Mama und Papa, bei Oma und Opa kennen und sein Kuschelhase Bommel haben eine aufregende Zeit. Alles verändert sich. Mama ist oft müde und es geht ihr nicht gut. Aber keine Sorge, sie ist nicht krank, nein Theo wird großer Bruder, denn Mama ist schwanger! Wenn Mama sich ausruhen muss unternehmen nun Papa, Theo und Bommel was zusammen. Theo weiß anfangs noch nicht so ganz, wie er das finden soll. Gemeinsam schauen sie Fotoalben und sie staunen, wie klein Theo damals war und wie groß Bommel neben ihm wirkte. Im Kindergarten machen im alle Mut und erzählen ihm, wie schön es ist Geschwister zu haben – meistens zumindest. Theo darf sogar mit Mama zur Frauenärztin und mit einem Spezialgerät einen Blick in Mamas Bauch zum Baby werfen. Das finden sowohl Theo als auch Bommel spannend, der natürlich wieder mit dabei ist. Mamas Bauch wir immer größer und Mama immer schwerfälliger. Langsam müssen die Eltern planen, wer eigentlich auf Theo aufpasst, wenn die Geburt losgeht, außer Bommel natürlich!

Sehr gut gefällt mir, dass Theo sehr früh in den neuen Lebensabschnitt der Familie eingebunden ist und auch mit zur Ärztin darf. Das erlauben Ärzte aber erst ab einem gewissen Alter, ich meine ab 3 Jahren. Erstaunlicherweise werden Mama und Theo aber nicht von Papa begleitet. Ist er denn gar nicht neugierig? Dafür machen sie sich aber schon Gedanken, wer sich denn um Theo kümmert, wenn es denn so weit ist. Ein liebevolles und zuverlässiges Unterstützungsnetzwerk greift hier ein, so dass Theo keine Angst haben muss, obwohl sein liebster Bommel ihm stets zur Seite steht. Anders als Papa ist er in der Praxis mit dabei und beobachtet alles und kuschelt sich an Theo. Die Illustrationen von Marie Zapf sind sehr detailreich, so dass während des Vorlesens der doch recht langen Texte, die kleinen Zuhörer auch einiges zu entdecken haben.

Der Verlag empfiehlt die Reihe ab 3 Jahren, das finde ich nicht thematisch, sondern von der Textmenge her zu früh, ich finde 5 Jahre passender. Die Geschichte ist doch recht textlastig und 3 Jährige haben noch keine so lange Konzentrationsspanne. Da empfiehlt es sich, diese Geschichte auf mehrmaliges Vorlesen zu verteilen. Das Thema interessiert Kita-Kids aber auf jeden Fall, entweder weil sie selbst Geschwister bekommen, oder weil sie es bei ihren Freunden beobachten und sich vielleicht fragen, ob sie nicht auch ein Geschwisterchen bekommen.

In der Reihe werden gerade sehr weit verbreitete Kindernamen für die jeweiligen kleinen Helden genommen, so dass sich noch mehr Kinder in den Geschichten wiederfinden. Mein Neffe Theo (er bekommt gerade, genau wie in der Geschichte eine kleine Schwester) stellt sich immer als Theo B. Vor, weil es in der Kita gerade 3 Theos gibt.... Alle kleinen Helden der Reihe besuchen dieselbe Kita, so dass es auch schön ist, in dem Kitateil der Geschichte, wieder bekannte Charaktere wieder zutreffen, wobei wir Theo und seine Familie ja auch schon kennen.

Für eine bessere Orientierung ist daher auch wieder eine kurze Vorstellung des fünfjährigen Theo und seines Hasen Bommel mit Bild vorangestellt, zusammen mit einer Übersichtskarte von „Theos Welt“. Also dem Viertel in dem er wohnt, mit der Kita, Theos Haus, dem von Oma und Opa, von Zoe, wichtige Orte in Theos Leben... das finde ich sehr gut, um Kindern einen Eindruck von räumlicher Orientierung und Karten zu vermitteln, auch wirkt es sehr persönlich.

Ein schönes Geschenk für werdende Geschwister!

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