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Veröffentlicht am 31.10.2023

Neues magisches Hexenabenteuer mit herbstlichem Grusel

Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe
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Es ist Herbst, die Zeit der Äpfel, doch statt den Apfelmännchen bei der Ernte zu helfen, muss Petronella in die Hexensümpfe auf einen exklusiven Hexenkongress reisen. Dank des Gewinns des goldenen Hexenzopfes ...

Es ist Herbst, die Zeit der Äpfel, doch statt den Apfelmännchen bei der Ernte zu helfen, muss Petronella in die Hexensümpfe auf einen exklusiven Hexenkongress reisen. Dank des Gewinns des goldenen Hexenzopfes letztes Jahr ist Petronella mit dabei! Um die Apfelmännchen dennoch nicht mit der Arbeit ganz alleine zu lassen, lässt sie ihnen 3 „Wünschekerne“ da. Auch bei Lea und Luis ist die Aufregung groß! Für die Zwillinge geht es auf Klassenfahrt auf Burg Giebelstein, die tatsächlich in der Nähe der Hexensümpfe liegt. Dort ist es deutlich gruseliger als gedacht. Es spukt tatsächlich und nicht nur ein bisschen. Kein Wunder dass die Klasse vor ihnen Hals über Kopf abgereist ist. Doch für Luis und Lea kommt es noch viel dicker: sie werden in einen Hinterhalt gelockt, aber Petronella hatte ihnen zum Abschied zum Glück noch eine kleine mechanische Spottdrossel überreichen lassen, mit der die Kinder sie zu Hilfe rufen können.

Passend zur dunkler werdenden Jahreszeit und auch zu Halloween, wird es bei Petronella etwas gruselig! Dabei freuen sich sowohl die kleine Apfelhexe als auch die Kinder total auf die anstehenden Ereignisse: den Hexenkongress und die Klassenfahrt.

Was mich aus pädagogischer Sicht stört, ist das Rabine, die sich heimlich auf den Kongress eingeschlichen und dann auch noch gestohlen und betrogen hat, für ihre heimtückische Intrige belohnt wird, obwohl sie zu allem Übel ihre Gruppe auch noch um den Sieg beim Wettbewerb gebracht hat. Hier hatte ich immer auf eine erzieherische Auflösung des Konflikts gewartet, aber leider kam er nicht. Klar, würde das im wahren Leben wohl auch nicht passieren, aber da nehmen wir auch eher selten an Hexentreffen teil und dieses Buch richtet sich ja an eine Zielgruppe ab 8 Jahren. Den Konflikt zwischen der Menschen und Gespensterwelt, sowie zwischen den Apfelmännchen, die ja die Arbeit in ihrer Abwesenheit selbstständig erledigen mussten, löst sie dabei viel besser.

Natürlich gibt es auch auf dieser Klassenfahrt wieder welche, die sich in den Vordergrund spielen wollen und es ist mal wieder Mona. Aber mittlerweile wissen die Freunde sie zu nehmen und so kann sie dabei sein, ohne die Harmonie groß zu stören. Selbst als einige Klassenkameraden offen zugeben Angst vor den Gespenstern zu haben und an der Gespensterjagd nicht teilnehmen zu wollen, ist das kein Problem und niemand lacht sie aus! Das finde ich sehr schön, dass es so selbstverständlich ist!

Natürlich ist es nicht nur pädagogisch, sondern vor allem aufregend, kurzweilig und hexenmagisch!
Sowohl die Abenteuer auf der Gruselburg, als auch der Ausflug zur Burgruine werden altersgerecht und lebendig erzählt, so dass junge Ohren sich auf eigene Klassenfahrten freuen können und gespannt mitfiebern, ob es wohl echte Gespenster sind und was da eigentlich los ist!

Nana Spier ist Petronella auch in ihrem 11. Abenteuer treu geblieben und schenkt allen Charakteren mit ihrer unverwechselbaren Stimme eine ganz eigene Note. Hinzu kommt ihr hörbares Vergnügen an der abwechslungsreichen Geschichte. Lebendig betont sie die jeweiligen Höhepunkte und erzeugt gekonnt eine angenehm gruselige Spannung, ohne es je zu übertreiben. Dafür arbeitet sie auch die Situationskomik der auf sich gestellten Apfelmännchen heraus. Es ist ein Vergnügen ihr zuzuhören.

Ein neues aufregend magisches Abenteuer, mit der erwähnten pädagogischen Schwäche. Petronella Fans dürfen sich auf feinen herbstlichen Grusel mit Spaß freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Sprecherin
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 29.10.2023

Ein etwas anderes Haustier!

Das Vampirtier und die Sache mit den Tomaten
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Solange Emma denken kann, lebt sie mit ihrem Papa einen Autor von Ratgebern, alleine in der kleinen, engen Wohnung im Parterre von Frau Meiser. Einen Tag vor ihrem 8 Geburtstag kündigt er ihr eine große ...

Solange Emma denken kann, lebt sie mit ihrem Papa einen Autor von Ratgebern, alleine in der kleinen, engen Wohnung im Parterre von Frau Meiser. Einen Tag vor ihrem 8 Geburtstag kündigt er ihr eine große Geburtstagsüberraschung an. Emma denkt dass endlich ihr sehnlichster Wunsch, ein Hund, bei ihr einziehen darf, aber tatsächlich soll nur Papas neue Freundin, Bäckerin Diana mit ihren Söhnen Paul und Lenny (10) einziehen. Emma soll sich mit ihnen sogar das Zimmer teilen! Tatsächlich gelingt es aber ausgerechnet Diana und ihren Söhnen Papa von einem Hund zu überzeugen, aber er muss aus dem Tierheim sein. So beschließen sie einen Hund (ohne Foto) aus einem rumänischen Tierheim zu adoptieren. Als Brutus bei Nacht und Nebel in einem Sarg geliefert wird, ist das Erstaunen groß, aber auch sonst ist Brutus nicht wie andere Hunde. Statt Hundefutter leert er mit seinen spitzen Eckzähnen die Ketchup-Flaschen. Allerdings haben Papa und Diana auch vergessen die Vermieterin um Erlaubnis zu fragen und nun sollten sie besser ausgerechnet an Halloween eine neue Bleibe suchen. Dieses Halloween wird niemand von ihnen so schnell vergessen!

Die vielen farbigen Illustrationen von Alexandra Helm lassen auch die ungewöhnlichsten Kreaturen vor den kindlichen Augen entstehen, aber ohne wirklich zu ängstigen. So können geübte kleine Zuhörer, oder Leseanfänger bis zur 3. Klasse den Höhen und Tiefen, des Zusammenwachsens als Patchworkfamilie mit Vampirtier und Graf Dracula wunderbar folgen. Mit viel Gefühl erleben sie in kurzen Kapiteln Emmas Enttäuschung, als sie statt eines Hundes 2 große Brüder bekommen soll. Die Sprache ist gut verständlich und als Vorlesebuch ist die Schrift komfortabel, zum Selbstlesen ist es aber von der Textmenge her eher für geübtere Leseanfänger zu Beginn der 3. Klasse und können sich am reimender Dracula, der gemeinen und verschlagenen Vermieterin erfreuen! Sehr lebendig, witzig und bisweilen auch ganz schön gruselig geht es zu, wenn Emma ihr Herz nicht nur für das neue Haustier öffnet!

Auch wenn es zwischendrin ganz schön gruselig ist, endet alles witzig, chaotisch und doch auch harmonisch unterm Weihnachtsbaum! Nicht nur Emma stellt fest, dass es umso lustiger ist, je mehr sie sind und all ihre Befürtungen völlig umsonst! Ich war ja anfangs etwas böse auf Emmas Papa, ihr einfach so 2 fremde Jungs ins Zimmer zu setzen, aber die Kinder sind ausgesprochen offen und gehen trotz der Herausforderung ziemlich entspannt miteinander um, statt sich zu bekriegen. Friedlich ist es gemeinsam nicht nur schöner, es ist in diesem Fall auch viel aufregender! Wenn man sich offen auf eine neue Situation einlässt, kann man sich wunderbar positiv überraschen lassen, auch von so merkwürdigen Tierheimhunden und merkwürdig reimenden Grafen. Wenn Euer Haustier lieber Ketchup statt Tierfutter frisst, sollte Euch das allerdings zu denken geben! Lotte Schweizer ist wieder ein herrlicher Spaß gelungen, der direkt mehrere Genres miteinander verbindet.

Ein tierisch gruseliger Halloweenspaß ab 6 Jahren, der aber auch danach allen Keksfreunden noch richtig Spaß macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2023

Nicht nur zu Halloween, macht diese Geisterjagd eine spaßige Gänsehaut

Magic Agents - In Prag drehen die Geister durch!
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Inmitten einen Angriffs auf die deutsche Magentenzentrale, den Elia mit ihrer Tante abwehrt, erhält sie von Epione einen neuen Auftrag: Sie muss sofort nach Prag reisen, wo die mächtige Geisterprinzessin ...

Inmitten einen Angriffs auf die deutsche Magentenzentrale, den Elia mit ihrer Tante abwehrt, erhält sie von Epione einen neuen Auftrag: Sie muss sofort nach Prag reisen, wo die mächtige Geisterprinzessin Libuse gekidnappt wurde, andernfalls droht der Stadt der Untergang! Libuse hat ihre Entführung wohl mithilfe ihrer Kristallkugel kommen sehen und daher noch schnell einen Notruf an S.A.M. International abgesetzt. Seither sind die Geister in Prag unkontrolliert auf freiem Fuß und wütende Poltergeister gehören noch zu dem geringsten Problem... Obwohl es eilt kann Elia dieses Mal wegen ihres sperrigen Gepäcks nicht den Flieger nehmen, sondern den Zug. Doch kann der nicht starten, solange ein Poltergeist der Klasse 2 sein Unwesen dort treibt. Elia ist also schon ganz schön ausgepowert, als sie endlich in der Prager Jugendherberge ankommt und für sie nur noch die Besenkammper übrig ist

Zeit zum Langweilen oder für Prüfungen bleiben Elia nicht. Kaum ist sie von ihrer erfolgreichen Mission in Dublin zurück, geht es auch schon weiter! Allerdings ist die Zentrale von einem Imp-Angriff verwüstet worden und es ist gar nicht so einfach, ihre Ausrüstung zusammenzustellen. Auch gibt es aus unerklärlichen Gründen Nachschubprobleme, weil die magischen Drohnen nicht mehr zurückkehren. Insgesamt ist die Situation bei der S.A.M. gerade besorgniserregend. Doch die Situation in Prag ist so angespannt, dass keine Zeit bleibt er diese Probleme zu lösen. Als alleinreisende Teenagerin fällt Elia mit ihren 12 Jahren natürlich auf und soll wir Deckung in der Menge einer Schulklasse auf Klassenfahrt suchen. Dabei lernt sie den netten Jimmi kennen, der ganz schön beeindruckt ist! Fast so beeindruckt wie ich von den coolen magischen Gadgets, die Elias Erfindervater Enno immer wieder neu kreiert. Ja, der Gute ist viel besser als sein Ruf, immerhin darf er nicht mehr in den Räumlichkeiten der Zentrale arbeiten, nach allzu vielen Störfällen. Doch auch Elia, ihr magischer Muffel Selmor und ihre Witch-Watch Glenda werden von allerhand Störfällen heimgesucht, die sie skeptisch machen. Allerdings halten die zwei Geistermädchen Katze und Tatze, die in der Herberge spuken sie kräftig auf Trab, während sie in den dunklen Gassen von Prag und in seinen Alchemistenlaboren doch eigentlich nach der entführten Libuse suchen will. Während der Nebel zunimmt steigt auch das Tempo dieses magischen Agentenabenteuers...

Anja Wagner nimmt uns mit in ein Prag, wie wir es wohl nie kennenlernen werden. Dafür verrät sie uns aber auch einiges über die Geschichte von Prag, so ganz nebenher, denn Libuse ist nicht irgendwer in Prag... Voller magischer Einfälle und Fabelwesen, schafft sie es mit immer neuen Wendungen und einem sympathisch chaotischen Heldentrupp uns in den Bann der Geister und der gefährlichen Elite zu ziehen. Dabei halten uns Einträge aus dem Lexikon der magischen Wesen und Gebrauchsanweisungen für magische Tools gestaltet von Sonja Gebhardt immer up to date! Die hochwertige Gestaltung mit Listen und Zeitungsartikeln wird sogar auf dem liebevoll gestalteten Hörbuchcover aufgegriffen, das somit als Tonträger einem Download deutlich überlegen ist.

Die bekannte Sprecherin Mia Diekow schlüpft auch dieses Mal in die Rolle der unerschrockenen jungen Magentin Elia und ihrer recht eigenwilligen Begleiter. Lebendig erzählt sie aus Elias Sicht, was vor sich geht, baut gekonnt die Spannungsbögen auf und weckt den Grusel beim Zuhören. Besonderen Spaß machen mir aber auch immer ihre sachlich, trocknen Darstellungen der Fachtexte, wenn sie z.B. über „IMP, der noun (n) aud dem Altenglischen...“ informiert. Magententum ist eine ernste Sache, da sollte man immer und überall bestens informiert sein und nicht seine Zeit mit irgendwelchen Games verzocken, denn auch Magenten haben so ihre Schwächen...

Spannend, witzig und vor allem magentenmagisch nicht nur zu Halloween zu empfehlen ab 10 Jahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2023

Wenn die Gauner die Guten sind...

Schule der Meisterdiebe
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Der 13 jährige Gabriel lebt mit seiner Grandma in großer Armut, eigentlich ist sie gar nicht seine Verwandte, aber sie hat ihn adoptiert, als seine Eltern ihn zurückließen. Aktuell ist seine Grandma die ...

Der 13 jährige Gabriel lebt mit seiner Grandma in großer Armut, eigentlich ist sie gar nicht seine Verwandte, aber sie hat ihn adoptiert, als seine Eltern ihn zurückließen. Aktuell ist seine Grandma die Haushälterin eines großen Herrenhauses, und dafür dürfen sie in einer windschiefen Bruchbude bei wenig Lohn leben. Aus Hunger stiehlt Gabriel und ist inzwischen darin meisterlich. Doch dann trifft er Caspian Crook, der stieht ihm das Einzige, was er von seinen Eltern hat, eine seltsame Münze und übergibt ihm dafür eine Einladung nach Crookhaven, einem geheimen Internat das seine Schüler zu Meisterganoven ausbildet. Das Credo der Schule, dessen Leiter Caspian Crook ist: Stehlt und betrügt nur die, die zu ihrem Reichtum nicht auf ehrliche Weise kamen. Nehmt nur soviel, wie ihr braucht und gebt den Rest den Armen. In der Schule gibt es Legaten, deren Vorfahren schon immer dort waren und die Meriten, die sich ihren Platz verdient haben. Klar, dass sich die Legaten für was Besseres halten! Aber Gabriel ist tatsächlich nicht nur froh, endlich nicht mehr hungern zu müssen und nicht mehr zu frieren, er findet auch erstmals echte Freunde in Penelope, der genialen Tochter des Schulleiters, den Zwillingen Ede & Ade die sich als Meisterhacker „die Gebrüder Crim“ nennen und der stillen Amira Dhawan, einer meisterlichen Kletterin. Gemeinsam beschließen sie das fast unschaffbare zu meistern: den Gaunerpokal durch einen Diebstahl aus dem hochgesicherten Direktorenbüro zu gewinnen und nebenbei das ein oder andere Geheimnis rund um die Schule und ihre eigene Herkunft zu lösen...

Ich war mir unsicher, ob ich mich mit einer Schule für Ganuer anfreunden kann, aber der Gedanke dahinter ist eigentlich logisch: große Vermögen sind selten auf legale Art und Weise entstanden. Auch die ehrenwerten Grimaldis stammen von Raubrittern ab... viele Industrielle haben im 3. Reich viel Geld dank der Zwangsarbeiter verdient... Dabei finde ich das Konzept und die Charaktere wirklich gut durchdacht. Allerdings hatte ich etwas Probleme mit den internationalen Namen sämtlicher Charaktere, weswegen ich sehr froh über die vollständige Personenübersicht im Inlay war. Die Geschichte fängt langsam an, indem ein gerechter Zorn über die soziale Ungerechtigkeit aufgebaut wird, in der Gabriel aufwächst und die ihn isoliert. Je besser man die Protagonisten kennt, desto schneller nimmt es Fahrt auf, die Geschichte wird vertrackter und komplizierter und man sollte gut zuhören, denn am Ende kommen die Schüler jeder Menge Geheimnisse auf die Spur. Genug Geheimnisse, für zwei weitere Bände, da es eine Triologie wird. Ich fände es auch spannend, wer von den Strolchen im Laufe seiner Schulzeit vielleicht doch noch zur dunklen Seite der Gaunerei, zu den Namenlosen wechselt.

Dies ist das erste Kinderbuch des protugiesisch-englischen Autors und es ist unglaublich fesselnd geschrieben. Ich hoffe, wir werden noch viel von ihm lesen. Ebenso möchte ich gerne noch weitere von Nico-Alexander Wilhelm gelesene Hörbücher hören und er wird wohl auch die noch kommenden zwei Bände der Reihe lesen. Mit seiner warmen, männlichen und doch jungen Stimme schafft er es gleichermaßen, die Schüler, als auch die Lehrer zu interpretieren.

Ein wirklich spannendes. fanstasievolles Hörbuch, dass auch zum Nachdenken über soziale Gerechtigkeit anregt ab 9 Jahren.

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Veröffentlicht am 24.10.2023

Vorleseglück

Papa liest vor
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Jeden Abend freut sich die Tochter wenn Papa nach Hause kommt, denn dann freut er sich auf sie und auf das Buch und das gemeinsame Vorlesen! Papazeit ist Abenteuerzeit, denn gemeinsam lesen sie. Papa ...


Jeden Abend freut sich die Tochter wenn Papa nach Hause kommt, denn dann freut er sich auf sie und auf das Buch und das gemeinsame Vorlesen! Papazeit ist Abenteuerzeit, denn gemeinsam lesen sie. Papa macht dabei die tollsten Stimmen nach und entführt seine Tochter in die aufregendsten Abenteuer. Papa liest nur die Bücher vor, die ihm auch selbst gefallen und dabei kann man herrlich kuscheln! Aber manchmal vergisst Papa beim Lesen alles um ihn herum, so wie es schon sein Vater früher bei ihm tat. Dafür liebt seine Tochter ihn, für all diese Spektakel, auch wenn er dabei die Welt um sich herum vergisst und sie nimmt sich eines ganz fest vor....

Ja, Kinder die vorgelesen bekommen, von klein auf, entwickeln eine ganz andere Beziehung zu Geschichten, bereichern ihre Fantasie und ihren Wortschatz. Vorlesen kann ein echtes Spektakel sein und eine wunderbare aufregende gemeinsame Zeit. Da beginnt man am Besten ganz früh mit Bilderbüchern. Allerdings übertreibt Papa es hier, denn bisweilen geht es drunter und drüber, wobei ich es weniger witzig finde, als etwas schade. Mir kommt es etwas so vor, als ob Papa vor lauter Lesen auch schon mal seine Tochter vergisst. Die scheint das erstaunlich wenig zu stören. Ich frage mich, ob das so eine Art Beichte des Autors ist, in der er einräumt es bisweilen übertrieben zu haben, oder ob es doch humorvoll gemeint sei, so ganz kann ich es nicht einschätzen.

Bislang war mir Martin Baltscheit als Autor, vor allem des hinreißenden Buches „Nur ein Tag“ und als Sprecher von Kinderbüchern bekannt. Dass er seine eigenen Bücher auch bisweilen selbst illustriert war mir gar nicht bekannt. Dabei hat er tatsächlich Kommunikationsdesign an der Folkwanghochschule in Essen studiert. Seine Illustrationen sind bunt und plakativ, voller Emotionen und Ausdruckskraft. Hier sagen die Bilder und Farben oft mehr als Worte und das finde ich für die Zielgruppe ab 3 Jahren, die ja erst noch lernt in der Welt der Worte und Sprache anzukommen und sich in ihr zurecht zu finden goldrichtig. Da müssen die Texte kurz und einfach und auf den Punkt sein. Das gelingt ihm sehr gut. Als Geschichte ist sie etwas dünn, aber das ist auch etwas dem Zielgruppenalter geschuldet, für 3 Jährige ist die Welt noch groß und neu und ich muss nicht 10 verschiedene Probleme in einem einzigen Buch thematisieren. Hier geht es um den Zauber der gemeinsamen Zeit des Vorlesens, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

Da Kinder ab 3 Jahren noch ziemlich viel in den Mund stecken, finde ich es prima, dass das Buch in Deutschland gedruckt wurde auf zertifiziertem Papier!

Eine Liebeserklärung an das Vorlesen und eine Ermahnung unseren Kinder vorzulesen, wer weiß, vielleicht lesen sie ja eines Tages uns auch wieder vor?


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