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Veröffentlicht am 09.05.2026

Spannend, magische Fortsetzung

Thea Magica, Band 2 - Der Schatz von Palau Chai
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Robin ist noch ganz von den letzten Offenbarungen mitgenommen, dass ihr Vater ein gesuchter Verbrecher sein soll und ihre magische Fähigkeit des Gedankenlesens streng verboten. Sie muss diese genauso verheimlichen, ...

Robin ist noch ganz von den letzten Offenbarungen mitgenommen, dass ihr Vater ein gesuchter Verbrecher sein soll und ihre magische Fähigkeit des Gedankenlesens streng verboten. Sie muss diese genauso verheimlichen, wie ihre Freundin Mai Lingh, dass ihre magischen Kräfte stets funktionieren, ohne dass sie zuvor eine Tasse des Thea Magica trinkt, wie bei allen anderen. Um Mai Lingh zu helfen, ihre verborgenen Talente zu tarnen, sind sie, Mai Lingh und Cornelius entschlossen, den legendären Schatz von Port Mint zu finden. Doch auch ihr geährlichster Widersacher Quinton Chest ist nicht nur ihnen, sondern auch diesem Schatz auf der Spur und sie müssen unbedingt schneller sein als er! Die Suche nach dem Schatz führt sie ins magische Museum und dort auf ein antikes Schiff, dass plötzlich in die Lüfte abhebt, doch nicht nur sie sind an Bord, sondern auch Mais ehemals beste Freundin und jetzige Erzfeindin Jasmin und deren Bruder Finn, Robins Projektpartner. Wie sollen sie ihre Mission erfolgreich beenden, wenn sie stets unter Beobachtung stehen? Zumindest Jasmin ist fest entschlossen sämtliche Unregelmäßigkeiten Quinton Chest zu petzen! Das Ziel ihrer Reise, stellt dann noch mal alles in den Schatten!

Manchmal muss man sich den geltenden Regeln und Gesetzen widersetzen, um das Richtige zu tun!

Chantal Busse präsentiert uns wieder die ebenso magischen, wie gefährlichen Abenteuer von Robin und ihren Freunden mit ebenso jugendlich frischer Stimme, als auch der richtigen Portion Abenteuerlust, als auch Entschlossenheit und misstrauischer Zurückhaltung in der Stimme. Nie ist es so ganz klar, wem sie trauen können und was als nächstes passiert ist stets ungewiss! Es ist einfach zu unglaublich, was ihnen nun passiert, da sie ihre nicht immer legalen magischen Talente entdeckt haben und versuchen in diese verwirrende Welt der magischen Geheimbünde einzusteigen. Chantal Busse reißt uns mit ihrer dynamischen Art mit und lässt keine Langeweile aufkommen! Dabei hätte Robin durchaus nichts gegen ein paar langweilige Tage einzuwenden gehabt, um sich an die neue, völlig verwirrende Situation zu gewöhnen. Alles steht Kopf!

Vivien Verley nimmt uns mit, nicht nur in eine streng geheime Einrichtung mit ganz eigenen Regeln, sie entführt uns auch auf einem fliegenden Schiff auf eine sagenumwobene Insel mit Bewohnern, die ebenso eigenwillig, wie magisch sind. Ihr Worldbuilding ist gut durchdacht, ohne langatmig zu sein. Sie beginnt etwas ruhiger im Schulmodus, der sich auch für Robin noch nicht alltäglich anfühlt und startet dann richtig durch. Doch trotz aller Spannung bleiben die Charaktere und ihre Besonderheiten nicht auf der Strecke. Gerade weil die Geschichte aus Robins Perspektive in Ich-Form erzählt wird, fühlt man sich ganz schnell als Teil des Ganzen. Dabei treffen wir sowohl auf vertraute Gestalten und Eigenheiten aus Band 1, werden allerdings wie die jungen Protagonisten auch neue Charaktere und unglaubliche Entdeckungen machen.

Das Ende ist rasant und voller Wendungen, die uns den Atem anhalten lassen und erahnen lassen, dass noch nicht alles wieder gut ist, sondern die Gefahren gerade erst beginnen. Da sie jedoch immer mehr als Team zusammen wachsen und sich einige Annahmen erfreulicherweise als falsch entpuppt haben, werden sie trotz allem, auch den nächsten Herausforderungen gemeinsam entgegen treten. Spannende Fantasy um Freundschaft und zivilen Ungehorsam für Kinder ab 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Super zum Erlernen vieler Fertigkeiten!

Erstes Lernen Puzzlebuch. Mein Tag
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Puzzle sind großartige Übungen für das Gedächtnis, die Motorik, die Formerkennung und die Auge-Hand-Koordination, deswegen sind einfach Puzzle super für erste Lernerfolge, besonders, wenn sie den Erlebnis-Horizont ...

Puzzle sind großartige Übungen für das Gedächtnis, die Motorik, die Formerkennung und die Auge-Hand-Koordination, deswegen sind einfach Puzzle super für erste Lernerfolge, besonders, wenn sie den Erlebnis-Horizont berücksichtigen.

Das Puzzlebuch „Mein Tag“ kombiniert jene zuvor genannte Eigenschaften mit dem Erlernen erster Worte aus dem Kinderalltag, wobei diese nach Themen sortiert sind:
-Guten Morgen. Bist du schon angezogen? Es gibt Frühstück, mit Begriffen aus den Bereichen Kleidung und Frühstück, kombiniert mit der Frage nach dem morgendlichen Zähne putzen und der Aufforderung mit den Zehen in den Socken zu wackeln! Das ist super, weil es Kindern zum einen zeigt, wie selbstverständlich das Zähne putzen ist und sie schon stolz die erste Mitmachaufgabe lösen können. Ansonsten können sie alle Begriffe auf der Seite entnehmen und wieder einsetzen. Das sieht sehr einfach aus, aber die Teile sitzen sehr fest, so dass beim ersten Mal es sinnvoll erscheint, wenn dies erst mal Erwachsene machen. Die Puzzleteile müssen auch wirklich ganz exakt gedreht werden, damit sie wieder zurück an ihre ausgestanzte Stelle passen, bei einigen, wie dem Apfel, der eben nicht exakt rund ist, aber fast, ist das echt eine Herausforderung.

-Lass uns spielen – Was möchtest Du gerne machen? Mit typischen Spielzeugfotos von Spielsachen der Alterskategorie 18 – 24 Monate, auch hier mit zwei verschiedenen Mitmach-Ideen, entsprechend des Alters.

-Guten Appetit! Es ist Zeit für das Mittagessen. Was möchtest du? Neben den einzelnen Besteckteilen und dem Lätzchen gibt es typische, gesunde Nahrung, die kleine Kinder typischer Weise essen, bzw. sollten, wie Nudeln mit Tomatensauce, einen Apfel, Gurke oder Suppe, kombiniert mit zwei Mitmach-Aufgaben.

-Es gibt viel zu tun. Wir müssen putzen und einkaufen. Hilfst Du mir? Hier gibt es weitere Nahrungsmittel, als auch Alltagshaushaltsgegenstände zu entdecken, die ungefährlich sind, selbst in Kleinkindhänden. Zwei Fragen fordern die Kleinen spielerisch dazu auf, Dinge zu erkennen, in ihrer Funktion und vielleicht sogar schon zu benennen.

-Gute Nacht. Es ist schon spät, lass uns schlafen gehen. Auch hier sind wieder einige besonders prägnante Teile zum Herausnehmen und andere nur zum Erkennen und bestaunen. Alles, was so zum Einschlafritual von kleinen Kindern gehören kann.

Eine tolle Übung um gemeinsam mit Kindern von 18 bis 24 Monaten die Spracherwerb zu trainieren, ebenso wie die Auge-Hand-Koordination.

Die Bücher sind sehr hochwertig gearbeitet aus sehr fester, feucht abwischbarer Pappe mit ganz klaren und deutlichen Fotos, die auf den ersten Blick erfassen und erkennen lassen, was hier gerade abgebildet ist

Die Pappe kommt auch nachhaltigem Anbau, wurde aber leider in China produziert.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Das macht richtig Mut!

Der kleine Drache und die grossen Augen
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Als der kleine Luftdrache behutsam aus seinem Ei schlüpft, erschrickt er sich ganz mächtig. Riesige Augen schauen ihn an! Und schon sind sie wieder weg! Doch zum Glück ist er nicht alleine, sondern umgeben ...

Als der kleine Luftdrache behutsam aus seinem Ei schlüpft, erschrickt er sich ganz mächtig. Riesige Augen schauen ihn an! Und schon sind sie wieder weg! Doch zum Glück ist er nicht alleine, sondern umgeben von ganz vielen anderen freundlichen Drachenkinder, die mit ihm gemeinsam das Geheimnis dieser riesigen

Augen lösen wollen. Was könnte das nur gewesen sein? Ganz sicherlich kein anderes

Drachenkind. So machen sie sich auf die Suche, am Land, unter Wasser und auf den Bäumen. Durch die gemeinsame Suche wächst nicht nur die Zuversicht des kleinen Drachen, sondern auch sein

Mut und die

Freundschaft untereinander. Als ihm eine Schlange den entscheidenden Hinweis gibt, traut er sich daher voran zu gehen und zwischen dem Schilf nachzuschauen. Dort staunt er nicht schlecht, über die wundervolle Auflösung des Rätsels!

Ich habe mich sofort in die freundlichen Drachen auf dem Cover verliebt und auch die riesigen Augen vor dem kleinen Drachengesichtchen fand ich eigentlich sehr niedlich. So macht das rätselhafte #Geheimnis auch nicht wirklich Angst und die Geschichte ist daher auch als Gute-Nacht-Geschichte sehr gut geeignet. Als großer Drachenkindertrupp ziehen sie los und so erlebt der kleine Frischgeschlüpfte schon sofort ein wohltuendes Gemeinschaftsgefühl und spürt, dass man so mit anderen sich wohl behütet und geschützt fühlt und einiges mehr wagen kann, als alleine.

Die Illustrationen von Autorin und Illustratorin Celine Gaser sind herrlich leuchtend und farbenfroh. Überall gibt es Augen zu entdecken und natürlich ihre jeweiligen Besitzer. Die Drachen sind ganz unterschiedlich: Feuerdrachen, Wasserdrachen, Luftdrachen... daher haben sie ganz unterschiedliche Fähigkeiten und sehen auch unterschiedlich aus, aber dass sie alle Drachens sind, verbindet sie. Es müssen ja nicht alle gleich sein, eine Gemeinsamkeit kann schon völlig ausreichen für ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das macht nicht nur mutig, man kann auch die Freunde und Überraschung gemeinsam erleben und teilen. Natürlich macht so eine aufregende Suche auch echt müde und so kehren alle Drachenkinder gemeinsam zu ihren Nestern zurück, kuscheln sich bei ihren Eltern ein und schlafen friedlich und unbesorgt ein!

Eine zauberhafte Geschichte über Mut und Freundschaft und dass Überraschungen auch schön sein können und ein Abenteuer ganz schön müde macht! Daher bestens vor dem Einschlafen für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

An dieser Schule ist immer was los!

Krawall im Klassenzimmer - Schüleraustausch mit Hindernissen
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Nach den Ferien ist vor den Ferien und immer vor den Ferien verleiht „das Blaue Auge“ der inoffizielle Schulblog eine Trophäe für „die beste Hammeraktion“, also eine Aktion, die Schwung in den öden Schulalltag ...

Nach den Ferien ist vor den Ferien und immer vor den Ferien verleiht „das Blaue Auge“ der inoffizielle Schulblog eine Trophäe für „die beste Hammeraktion“, also eine Aktion, die Schwung in den öden

Schulalltag der Lindenberg Schule bringt! Klar das Fritzi und Nils nun richtig heiß sind, die begehrte Trophäe für ihre jeweiligen Klassen zu gewinnen. Allerdings nehmen beide auch

Austauschschüler aus Italien auf und das sorgt schon für allerlei Trubel. Nils Austauschpartner Enzo sieht nicht nur gut aus und ist super sportlich, sondern hat offensichtlich auf ein Auge auf Fritzi geworfen. Sandra, auf die Fritzi sich so gefreut hatte, ist eher still und zurückhaltend und gar nicht so, wie sie sich eine temperamentvolle Italienerin vorgestellt hatte! Und dann ist da ja noch Mirko Novak, dessen Angebot vom Schulkiosk man den Gästen aus Italien ja nun wirklich nicht vorsetzen kann. Da muss sich doch etwas machen lassen!

Witzige

Schulabenteuer mitten aus dem Leben, mit vielen Dialogen und Vignetten und Illustrationen von Julia Weinmann, die den Lesespaß erhöhen. Die Geschichten richten sich gezielt an 8-11 jährige-Nicht-Leseratten und bieten gezielt Geschichten, die die Zielgruppe interessieren, ohne die

Lesemotivation zu erschöpfen. So sind die Geschichten nicht nur altersgerecht und kurzweilig, sondern haben auch ein ganz klares, gut lesbares Schriftbild in augenfreundlicher Größe und einem großen Zeilenabstand, bei dem man nicht so leicht in der Zeile verrutscht. Die Kapitel sind schön kurz und auch der Umfang des Buches schreckt nicht ab. Aber, es ist ein richtiges Buch und kein Comic-Roman, worauf sicherlich einige Eltern oder Lehrer Wert legen werden. Dieses Buch meidet also ganz bewusst viele Punkte, die bei üblichen Büchern für diese Altersklasse jene Kinder abschrecken, die sich mit dem Lesen schwer tun oder das Lesen noch nicht für sich entdeckt haben. Ja, wenn ich schon an die kleine Schrift der meisten Bücher und die engen Zeilen denke, vergeht mir oft die Lust... Das Problem hatte ich hier überhaupt nicht.

Und die Themen? #Streiche in der Schule lieben alle Schüler, aber es ist gar nicht so leicht a) sich was Gutes auszudenken und b) nicht dabei erwischt zu werden! Insbesondere wenn Mirko Novak und die Direktorin nur so auf der Lauer liegen! Es ist schön, alle quirligen Schüler der 6 a und 6 d wieder zutreffen in ihrem ewigen Kampf um die begehrte Trophäe, der ja nicht so bierernst, sondern eher kameradschaftlich ist. So musste sich die Autorin ja auch pädagogisch vertretbare Streiche ausdenken, die cool und beeindruckend sind, aber nicht die Eltern der Leser entsetzen, sollten diese sie nachmachen wollen (und immer schön hinterher aufräumen, nicht wahr?!). Die kurzen Zwischenkapitel mit den frechen und ironischen Kommentaren und Berichten von @Das-blaue-Auge im Schulblog lockern die Geschichte auf und spornen den Ehrgeiz der rivalisierenden Klassen an. Natürlich wird die Identität hinter dem geheimnisvollen Blog auch dieses Mal nicht verraten.

Am Ende stellen alle fest, dass so ein Schulaustausch eine aufregende Sache ist, allerdings der erste Anschein auch ganz schön trügen kann und man sich nicht so feste Vorstellungen von seinen Austauschpartnern machen sollte sondern sie lieber so nehmen wie sie sind! Gemeinsam kann man die größte Party aller Zeiten auf die Beine stellen! Anja Janotta hält sich nicht mit langen Beschreibungen oder Erklärungen auf, das meiste ergibt sich aus den Dialogen. Dadurch erhält die Story Schwung, ohne Längen, in einfacher kindgerechter Sprache – mitten aus dem Schülerleben eben! Ob das Essen an der Lindenberg Schule besser wird? Abwarten!

Kurzweiliger Schulspaß von 8 – 11 Jahren, besonders für Lesemuffel geeignet.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine bewegende Geschichte - aber das ist doch kein Ende!

Der andere Arthur
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Arthur Opp war schon als Kind pummelig und wurde daher von seinem berühmten Vater einem Stararchitekten ebenso abgelehnt, wie seine übergewichtige, aber liebevolle Mutter, die viel zu früh, wahrscheinlich ...

Arthur Opp war schon als Kind pummelig und wurde daher von seinem berühmten Vater einem Stararchitekten ebenso abgelehnt, wie seine übergewichtige, aber liebevolle Mutter, die viel zu früh, wahrscheinlich an einem gebrochenen Herzen starb. Seither hat Arthur das Gefühl, von allen die ihm etwas bedeuten über kurz oder lang verlassen zu werden. Einst war er Literaturprofessor, doch seit 18 Jahren auch dies nicht mehr, doch ist er bestens versorgt. Mit einer ehemaligen Studentin, die sich nicht mehr als ein Semester am College leisten konnte, begann er einen jahrelangen Briefwechsel. Mit ihr Charlene Turner, deren Einsamkeit für ihn so greifbar war, wie seine eigene, fühlte er sich verbunden, wie mit niemand anderem. Seit 9/11, als niemand bei ihm anrief, um sich zu erkundigen, wie es ihm ging und er ebenfalls niemanden anrufen wollte, um sich zu erkundigen, verlässt er das Haus nicht mehr. Wozu? Niemand da draußen wartet auf ihn und er kann sich alles liefern lassen. Seither wird er immer dicker.... Doch eines Tages kommt Bewegung in seinen Trott. Charlene ruft plötzlich an, nachdem sie über ein Jahr nicht geschrieben hat und kündigt einen weiteren Brief an. Sie bittet ihn, ihrem Sohn bei seinen College-Bewerbungen zu helfen und er lädt sie ein. Doch so kann er sie nicht ins Haus lassen und mit Yolanda engagiert er eine junge, quirlige Haushaltshilfe, die sein Haus und ihn in Schwung bringt während er auf Charlene und ihren Sohn wartet.

Uve Teschner und Timmo Nisner interpretieren diese zwei Arthurs, die kaum unterschiedlicher sein könnten, die jedoch ihre tiefe Einsamkeit und die Liebe zu Charlene Turner Keller verbindet ganz wunderbar. So gut, dass es einem beim Hören ein wenig aufs Gemüt schlägt, denn die Geschichte ist sehr sensibel und feinfühlig, aber nicht gerade ein Stimmungsaufheller. Da hat der Klappentext etwas falsche Erwartungen geweckt, denn Spoiler, anders als der Klappentext vermuten lässt, begegnen sich die beiden bis zum Schluss nicht. Was letztendlich aus ihnen wird und ob sie ihre Einsamkeit erfolgreich überwinden statt nur neue Perspektiven zu erhalten, das muss man für sich selbst entscheiden, dass lässt die Autorin bewusst offen. Das mag poetisch sein, lässt einen jedoch auch etwas ratlos zurück. Mir fehlte hier so der Optimismuskick zum Schluß. Der Roman wird aus der Perspektive von Arthur Opp (Uve Teschner, der viel älter und müder klingt als sonst) und dem jugendlich, orientierungslosen Kel (Timmo Nisner) erzählt, die uns an dem jeweiligen, tief vergrabenen Schmerz und der Einsamkeit der Protagonisten teilhaben lässt.

Liz Keller versteht es auf jeden Fall Geschichten zu erzählen, über ganz eigene Charaktere, die im Gedächtnis bleiben. Kel ist an jeder Schule, an die er kommt erst mal ein Star. Er ist zwar kein überragender Schüler, aber ein großer, athletischer Kerl, der in fast jedem Sport glänzt und in Baseball außergewöhnlich ist. So außergewöhnlich, dass sich sogar die Scouts von Profi Vereinen und mehreren College-Mannschaften für ihn interessieren. So könnte er doch noch den größten Traum seiner Mutter erfüllen und auf's College gehen! Doch alles in ihm sträubt sich. So sehr er das eigene Heim meidet, da er niemanden mit nehmen kann, in ein Haus in der seine Mutter stets betrunken auf dem Sofa liegt und noch dazu zu viel isst... so sehr fühlt er sich auch für sie verantwortlich, denn sie hatten auch gute Zeiten. Jedes College würde ihn zu weit von ihr fortbringen und sie würde vor die Hunde gehen, wenn er nicht auf sie aufpassen würde. Je schlechter der Zustand seiner Mutter wird, desto mehr schottet er sich innerlich von der Außenwelt ab. Er zeigt seinen Kumpels und auch den Mädels mit denen er rummacht nur seine Fassade, ganz besonders auf der neuen Edelschule.... nur Lindsey ist da anders und sie wüsste gerne mehr von ihm... Ich wüsste so gerne, ob er es noch schafft, sein Leben in den Griff zu bekommen...

Eine Geschichte über Einsamkeit, Perspektiven und die Bedeutung sich anderen gegenüber zu öffnen.

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