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Veröffentlicht am 27.03.2021

Eine eigenwillige Prinzessin, auf der Suche nach einer Freundin

Pandekraska Pampernella
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Pandekraska Pampernella (11 Jahre) ist die weltberühmte Prinzessin von Florin. Als Thronfolgerin sind die Augen der Welt auf sie gerichtet. Sie hat einen Bodyguard, einen Chronisten Don Pluto, eine Patentante, ...

Pandekraska Pampernella (11 Jahre) ist die weltberühmte Prinzessin von Florin. Als Thronfolgerin sind die Augen der Welt auf sie gerichtet. Sie hat einen Bodyguard, einen Chronisten Don Pluto, eine Patentante, die als Professorin für fast jedes Problem eine Lösung hat und eine Stylistin die ihr jeden Tag eine neue aufregende Frisur entwirft. Doch eins hat sie nicht: eine beste Freundin, dafür aber eine ärgste Feindin und die hat geschworen, dass Pandekraska Pampernella eines nie haben wird: eine beste Freundin, es sei denn, sie wäre es selbst. Das ist allerdings Pandekraska Pampernellas größte und einzige Angst und die raubt ihr den Schlaf. Daher beschließt sie, sie mit Hilfe ihres Leibwächters, ihres Chronisten und ihrer Patentante anzugehen. Die Professorin errechnet mittels eines von ihr selbst entwickelten Algorithmus drei geeignete Kandidatinnen, die ebenso einzigartig sind, wie ihre Patentochter: eine mongolische Fürstentochter und Tierschützerin, eine irische Popprinzessin und eine indische Lifestylebloggerin aus bestem Hause. Nun reisen sie zusammen um die Welt, um herauszufinden, welches Mädchen wirklich zu Pandekraska Pampernella passt.
Ich war ja etwas skeptisch, ob mir diese Geschichte nicht zu abgedreht sein würde, aber meine Tochter hat sie wie erwartet von Anfang an geliebt. Die junge Heldin ähnelt ihr auch in gewisser Weise, so hat sie ebenfalls sehr früh beschlossen, keine Windeln zu tragen und es durchgezogen... so wie bei Pandekraska auch. Die eigenwillige Erzählweise liegt ihr, während ich mich erst etwas einhören musste, was mir dank des quirlig, selbstbewussten Vortrags von Franziska Hartmann als Pandekraska Pampernella und Pascal Houdus als sympathisch, engagiertem Chronisten Don Pluto. Ja, denn selbst Don Pluto ist nicht immer und überall dabei gewesen, deswegen erzählt mal Pandekraska selbst, z.B. von ihrer Taufe und wie sie entschied, dass sie dringend einen eigenen Chronisten bräuchte und wie ihre Patentante, die eigentlich gar nicht ihre Patentante werden wollte, bis sie es mitten in der Taufzeremonie dann doch beschloss und diesen Beschluss sofort umsetzte, zur Verblüffung des Papstes... ja, niemand Geringeres hat diese junge Prinzessin getauft und mal Don Pluto. Seinen Schilderungen spürt man seine Zuneigung zu dem jungen Mädchen ohne Freundin deutlich an und so ist auch mir dieses eigenwillige Kind, mit dem ich zunächst fremdelte, ans Herz gewachsen und ich wünschte ihr eine Freundin, statt nur einer Feindin! Anders als ich es zuerst von einem Mädchen mit täglich neuem Styling erwartete, ist Pandekraska Pampernella keine Hohlbirne und so konnte ich ihre Enttäuschungen bei ihrem Projekt gut verstehen. Auch wenn die Kandidatinnen wirklich sehr eigen waren, waren sie doch auch sehr unterhaltsam. Noch immer klingt das schrille „Pandiiiiiii“ in meinem Hörgedächtnis nach und ich muss grinsen. So wurde die zunächst nervigste Kandidatin schlussendlich meine Favoritin.
Die Geschichte ist sehr eigenwillig und gleichzeitig auch sehr kurzweilig, weil sie so anders ist. Man kann einfach nie erahnen, was denn nun als nächstes passiert und wenn einem alle Mittel und Wege offenstehen, dann passiert auch immer was. Das was da passiert regt mal zum Nachdenken und mal zum Lachen an. Die jungen Damen haben bisweilen einiges zu sagen und fassen es auch geschickt in Worte, die nicht nur die junge Heldin der Geschichte zum Nachdenken bringen. So habe ich mich richtig gut mit ihr angefreundet, doch dann kam das Ende und das war so gar nicht, wie von mir erwartet, denn es ist noch nicht alles gut und somit noch nicht das Ende. Das ist tatsächlich so, aber ohne ein Cliffhanger im klassischen Sinne zu sein. Man denkt „nanu, wie? Ich habe doch noch so viele Fragen!“ und tatsächlich wird es früher oder später eine Antwort auf alle noch unbeantworteten Fragen zu dieser ungewöhnlichen Heldin geben und nicht nur, wie die Klatschpresse fragen würde: „Welche Frisur trägt sie als nächstes?“.
Ich persönlich bevorzuge angelsächsische Autoren und diese Geschichte verwendet eine andere Erzähltradition, die schon recht eigenwillig, aber charmant ist. Aber meine Tochter, die sehr auf die skandinavische Erzählweise steht, findet den Stil total klasse und mitreißend. Das noch gepaart mit zwei sich super ergänzenden Sprechern ist ein sofortiger Hinhörer für sie! Ab 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 24.03.2021

Teuflischer Lesespass, selbst für Lesemuffe.!

Luzifer junior (Band 9) - Ein Dämon im Klassenzimmer
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Uff, Luzi, der viel zu nette Sohn des Höllenfürsten Luzifer ist endlich zurück aus der Hölle. Die Überraschung zu seinem und Lillys Geburtstag war dann doch höllisch anstrengend und so freut er sich tatsächlich ...

Uff, Luzi, der viel zu nette Sohn des Höllenfürsten Luzifer ist endlich zurück aus der Hölle. Die Überraschung zu seinem und Lillys Geburtstag war dann doch höllisch anstrengend und so freut er sich tatsächlich auf einen stinklangweiligen Schultag. Doch so ganz normal beginnt er nicht. Mit seinem Hausdämon Cornibus stimmt was nicht, er mag noch nicht mal Schokolade und röchelt merkwürdig. Wenigstens seine Freunde erkennen eine Erkältung, wenn sie eine sehen, aber was sonst so in der Schule los ist, ist unglaublich. Was ist denn bloß in Lehrer Holzapfel gefahren? Hat er Gustav im Speisesaal wirklich ein Bein gestellt, laute Furzgeräusche von sich gegeben und die Rede des Direktors durch respektlose Zwischenrufe gestört? Als dann die Mathestunde für Gustav noch schlimmer wird, dämmert ihnen, dass sie nicht alleine aus der Hölle zurück gekehrt sind. Doch wie werden sie den Dämon wieder los, ohne gleich Luzifer senior um Hilfe zu bitten?
Band 9 ist nicht nur teuflisch gut, er setzt auch nahtlos bei Band 8 an! Es lohnt sich daher wirklich alle Bände der Reihe nach zu lesen, auch wenn es nicht zwingend erforderlich ist. Natürlich beginnt auch der neunte Band mit Steven, dem kreativen Höllenhirn, der verzweifelt nach freiwilligen Testpersonen für seine neue Erfindung sucht, aber er wird nicht von Luzifer herbei gebrüllt! Der Einstieg mit Steven ist zwingend, andernfalls machen wir uns Sorgen, dass die Hölle zufriert!
Sehr lustig fanden wir nicht nur, das Cornibus einen tödlichen Männerschnupfen hat, wie Lilly es so treffend diagnostiziert, sondern auch die irrigen Ansichten von Gustav und Luzi zu angemessenem Lehrerverhalten. Meine Lehrerskinder haben sich kringelig gelacht, als sie lasen, was Lehrer so angeblich alles nicht tun... Tja, aber das ist ja nicht ihr einziger Irrtum, denn von Ruhe kann keine Rede sein. Eine weitere höllisch kniffelige Aufgabe steht ihnen bevor: wie vertreibt man einem Dämon, ohne dass die ganze Schule merkt was los ist und ohne Luzifer senior um Hilfe zu bitten? Zum Glück ist Luzi entschlossen, Gustav verzweifelt und Aaron erfinderisch. Und Lilly, die ist am Boden zerstört, denn niemand lässt sie ihre Geburtsstagstreitaxt schwingen... Ja, da spielen sich echte Dramen ab, die besonders in der Wiederholung irre witzig sind. Die Illustrationen von Raimund Frey, der der Reihe seit Band 1 treu ergeben ist, sind einfach der Knaller. Wer möchte nicht so einen knuffeligen Cornibus mit Sprachfehler sein eigen nennen? Die Erkältung kann er gerne behalten, aber ansonsten, zeigt er sich hier von seiner besten Seite! Natürlich kommen auch andere alte Bekannte aus den vorherigen Bänden vor. Das ist für Fans der Reihe ein besonderes Highlight. Neben den Illustrationen, die die Emotionen auf den Punkt bzw. auf die Flatulenz bringen... bis hin zum traditionellen Abschlusscomicstrip. Der ist wieder richtig lustig und tröstet einen über die nächsten 6 Monate Wartezeit hinweg, denn der 10. Band wird bereits angekündigt!
Franziskas Meinung: Ich fand es sehr lustig. Die Mathebücher zu verbrennen wäre doch mal eine abwechslungsreiche Hausaufgabe und im Winter sehr wärmend! Besonders gut gefallen hat mir das Ende, denn so ein kleiner, verfressener Hausdämon ist nicht nur praktisch, sondern auch äußerst liebenswürdig!
Johannas Meinung: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es gab immer was zu lachen und wurde nie langweilig. Vor allem Lilly und Cornibus sind mit ihren Macken meine absoluten Lieblinge! Lilly wie sie endlich ihr teuflisches Geburtstagsgeschenk ausprobieren will und Cornibus der seine Erkältung herrlich dramatisiert!
Fazit: Das Abenteuer ist wieder teuflisch witzig, spannend und rasant. Da liest sogar meine Große das Buch in einem durch. Das Schriftbild ist sehr angenehm und erleichtert die Lesbarkeit enorm. Ein guter-Laune-Garant für Jungs und Mädchen ab 10 Jahren!
Ein höllischer Spaß, der hier sogar die Lesemuffel zu Leseratten mutieren lässt!

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Mehr als nur Fantasy!

Amari und die Nachtbrüder (Teil 1)
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Amari ist 12 Jahre alt, hat wilde Afrolocken und dunkle Haut und wächst bei ihrer Mutter in sehr bescheidenen Verhältnissen im Sozialbauviertel der Stadt auf. Anders als ihr 10 Jahre älterer Bruder Quinton, ...

Amari ist 12 Jahre alt, hat wilde Afrolocken und dunkle Haut und wächst bei ihrer Mutter in sehr bescheidenen Verhältnissen im Sozialbauviertel der Stadt auf. Anders als ihr 10 Jahre älterer Bruder Quinton, ist sie recht unauffällig, meint sie. Denn Quinton war immer und überall der Beste und hatte ein Stipendium an einer piekfeinen Privatschule zwischen lauter Weißen. Nach dem Abschluss studierte er jedoch nicht, sondern trat eine streng geheime Tätigkeit an und ist seit sechs Monaten spurlos verschwunden! Das bereitet Amari und ihrer Mutter große Sorgen. Anders als Quinton kommt Amari unter all den reichen Kids nicht klar und kann das tägliche Mobbing nicht gut wegstecken. Als sie sich zu einem Schubser gegenüber einer Peinigerin hinreißen lässt, verliert sie ihr Stipendium und ihre Mutter ist verzweifelt. Doch da erreicht sie eine geheimnisvolle Nachricht ihres Bruders, er lässt ihr mitteilen, dass ihm etwas zugestoßen sein muss, da sie ansonsten diese Nachricht nicht erhielte. Er nominiert sie zu einer Sommerakademie an der er früher auch stets teilnahm. Ihr Mutter ist begeistert und Amari sofort entschlossen, der Einladung ihres Bruders zu folgen. Was ihre Mutter nicht ahnt: das ist keine normale Akademie, sondern wird organisiert von der Oberbehörde für übernatürliche Fähigkeiten. Nur wer über übernatürliche Fähigkeiten verfügt, darf teilnehmen. Das muss doch ein Irrtum sein, oder? Doch beim Auswahlverfahren stellt sich heraus, dass Amari eine Magierin der Stufe 2 ist und das ist streng verboten! Ist sie wirklich gefährlich?!

Ich finde es super, dass auch farbige Kids endlich mal die Hauptrolle in einem Fantasyabenteuer bekommen und nicht nur in sozialkritischen Geschichten. Natürlich bekommt damit auch das Abenteuer sozialkritische Aspekte, aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Spannung und Magie sollten den kritischen Geist nicht ausschalten! Dem bleibt auch Amari selbst treu und sie sieht das schnelle, illegale Geld in ihrer Gegend mehr als kritisch! Dafür ist sie aber ihrer neuen Zimmergenossin in ihrem Zimmer ausgesprochen offen gegenüber. Das liegt nicht nur daran, dass sie keine Ahnung hat, was sie bei einem Drachenmädchen zu erwarten hat, sondern weil ihr deren offene, freundliche Art und ihr Erfindungsreichtum absolut sympathisch ist. Außerdem ist sie glücklich, endlich eine Freundin gefunden zu haben, da ja sonst sie diejenige ist, die von den Übrigen abgelehnt und ausgegrenzt wird. Na ja, diesmal ergeht es ihr nicht viel besser, aber mit einer solchen Freundin an der Seite, lässt sich das gleich viel besser verkraften. Zu dem Zeitpunkt ahnt sie noch nicht, wie dringend sie diese Freundin noch brauchen wird, denn vor ihr liegt ein unglaublich gefährliches und spannendes Abenteuer! Es ist ungemein fantasievoll und voller unerwarteter Wendungen, kehrt aber doch immer wieder zu einem Thema zurück: die Ausgrenzung des Ghettogirls wegen seiner Herkunft und Hautfarbe, sowie Vorurteile und Stigmen. Ja, Fantasy darf auch gerne hintergründiger sein. Daher sind auch die Charaktere nicht einfach gut oder böse. Nein, einige spielen ein doppeltes Spiel, um hinter der Fassade die Strippen ziehen zu können, ohne sich selbst zu gefährden. Was Amari davon halten soll, ist ihr nicht so ganz klar, für die Zuhörer ist es ganz klar faszinierend und sorgt für einen Extra-Touch des gewissen Etwas.

Ich war ja ganz angetan von der frischen, unverbrauchte Stimme von Merete Brettschneider, die für mein Empfinden Amari eine wirklich authentische Stimme verleiht. Dann betrat meine Große die Küche und meinte sofort: „Die Stimme kenne ich doch, das ist doch Marie aus „Die drei !!!““. Ja, sie klingt auch in der Tat wirklich professionell und alles andere als stümperhaft. Für viele junge Hörerinnen klingt sie also nach Jugend und ungebrochenen Forscher- und Ermittlergeist, perfekt für diese junge Heldin!

Ein erfrischend einfallsreiches und kritisches Fantasyabenteuer ab 10 Jahren, dass nicht ständig an bekannte Vorbilder erinnert, sondern aufregend neu ist, allerdings wie zu erwarten, mit vielen bekannten und unbekannten magischen Wesen aufwarten kann! Ich bin schon gespannt, wie es weitergehen wird und kann es nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 22.03.2021

Spannend, magisch, fesselnd!

Meridian Princess 2. Die Zeiterben von London
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Das neue Schuljahr an der Clockmakers Academy für Zeiterben bricht an. Für Vollwaise Jade und ihre beste Freundin Orla wird sich im zweiten Jahr einiges ändern. Mat ist nicht mit ihnen zurückgekehrt, da ...

Das neue Schuljahr an der Clockmakers Academy für Zeiterben bricht an. Für Vollwaise Jade und ihre beste Freundin Orla wird sich im zweiten Jahr einiges ändern. Mat ist nicht mit ihnen zurückgekehrt, da ihm der Schattenfraß sämtliche Zeiterbengene genommen hat. Henry hat die Schule beendet und beginnt nun eine Uhrmacherlehre am Clockmakers Market. Dafür bringt er seine jüngere Schwester Lucy im Black Swan bei Jades Tante Odette unter. Doch mit Lucy stimmt etwas nicht, sie verhält sich seltsam und wird ständig vor dem Zeitstillstand ohnmächtig. Henry benimmt sich sehr merkwürdig, aber Jade mag nicht glauben, dass Mat mit seinen Warnungen vor ihm recht hat. Insgesamt wird die Stimmung aber deutlich düsterer, denn irgendjemand hat Jade auf den Kieker. Die Anfeindungen ihr gegenüber werden immer offener und ihre neue Klassenlehrerin Selda Brice lässt nichts unversucht, um sie vor den Time Court zu zitieren bzw. von der Schule werfen zu lassen! Zum Glück stehen ihr nicht nur ihre Freunde zur Seite, sondern auch Master Gridlock und Mr. Darwy, sowie Freunde ihrer verstorbenen Eltern. Das ist für Jade essentiell denn immer öfter kreuzen Schattenhunde ihren Weg und ein unheimlicher Fremder scheint sie zu beobachten...
Dieser Band ist wunderbar düster und spannend. Mit wunderbar düster meine ich, dass ich es eine angenehme und keine bedrückende Düsternis fand, einfach unglaublich spannend! Vollwaise Jade und ihre beste Freundin Orla kehren zurück an die Clockmakers Academy. Einige neiden Jade ihren Ruhm, nachdem sie den verschollenen Stundenzeiger zum Time House zurück gebracht und somit vor dem Herren der Unwelt Chronos in Sicherheit gebracht hat. Chronos will die Herrschaft über die Zeit gewinnen, um sich die Menschen zu unterwerfen. Dafür benötigt er die 3 fehlenden Uhrenzeiger der Uhr des Times Houses, wobei ihm Jade bereits einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Orla steht ihr stets bei, obwohl sie eigene Sorgen hat. Als Tochter eines verurteilten Schwerverbrechers, meiden und schmähen einige Mitschüler sie. Als Sippenhaft für den missratenen Vater. Darin werden diese Schüler ganz offen von Jades neuer Lehrerin für Gaukelei bestärkt, die ihr scheinbar unmögliche Aufgaben stellt. Doch zum Glück ist Peter Polkins bereit ihr heimlich Nachhilfe zu erteilen. Orlas ehemaliger Mentor ist inzwischen Hilfslehrer an der Academy und Orlas großer Schwarm. Es ist richtig süß, wie die zwei sich anhimmeln, ohne es zu merken. Allen Umstehenden entgeht diese Schwärmerei natürlich nicht. Jade hingegen ist hin und hergerissen. Sie möchte ihrem ehemaligen Mentor Henry so gerne vertrauen, aber er macht es ihr echt nicht einfach. Außerdem ist da ja immer noch ihr alter Freund seit Kindertagen Mat, den sie wahnsinnig vermisst. Ein ganz schönes Gefühlswirrwarr, aber so ist das Leben mit 16 Jahren! Allerdings ist dieses Mal das Tempo so hoch, dass kaum Zeit für zarte Gefühle bleibt. Jade und mit ihr die Leserinnen, spürt wie sich die Atmosphäre verfinstert und dunkle Mächte mit schwarzer Magie die Herrschaft an sich reißen möchten. Natürlich ahnen die normalen Menschen in London nichts von der unheimlichen Bedrohung, die sich da zusammenbraut und die über ihr Schicksal entscheiden wird. Die Welt der Zeiterben und ihrer Gegner aus der Unterwelt ist feingesponnen. Eine fantastischen Parallelgesellschaft gedeiht mitten in London und niemand ahnt etwas davon. Dabei ist es wirklich faszinierend, wie Galeonsgeister die Zeiterben schützen und die tödlichen Schattenhunde abgewehrt werden. Besonders die Technik der Zeitsprünge für schnelle Ortswechsel macht mich neidisch! Das würde unser Transportsystem ökologisch unbedenklich entlasten! Eine magisch spannende Geschichte voller Ideen, spannender Charaktere und zarter Gefühle ab 13 Jahren. Mich hat es richtig in seinen Bann gezogen!

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Veröffentlicht am 22.03.2021

Super Lesemotivation!

Die Nacht in der Schule
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Die Jungs der Klasse 6b planen eine heimliche Übernachtungsparty in der Schule in der Nacht vor dem Sportfest. Ohne Mädchen! Doch Sophia bekommt das natürlich mit und natürlich wollen sie und die anderen ...

Die Jungs der Klasse 6b planen eine heimliche Übernachtungsparty in der Schule in der Nacht vor dem Sportfest. Ohne Mädchen! Doch Sophia bekommt das natürlich mit und natürlich wollen sie und die anderen Mädchen mitmachen, immerhin bekommen die Jungs das eh nicht so richtig alleine organisiert. Bis es so weit ist, gilt es Ausreden zu erfinden, Alibis zu organisieren, Chips und Cola zu kaufen und heimlich seine Sachen zu packen. Trotz des allgemeinen Partyfiebers trauen sich nicht alle mitzumachen. Dabei ahnen sie noch gar nicht, dass diese Nacht ganz anders verlaufen wird, als sie sich das erträumen und dass sie nicht alleine sein werden.

Diese Reihe wendet sich speziell an Leser, die eigentlich keine Anfänger mehr sein sollten, sich aber dennoch mit dem Lesen schwertun und vor längeren Texten zurückscheuen. Oft sind das Kinder mit LRS, aber nicht zwangsläufig. Manchmal sind ihnen Bücher auch zu lang und zu weilig. Das ist hier nicht der Fall, denn die Schüler der 6 b planen das, wovon Schüler weltweit träumen: nachts heimlich in der Schule zu übernachten und dabei Party machen. Natürlich ganz geheim und daher nicht bei voller Lautstärke, denn sie wollen ja nicht erwischt werden! Der Reiz des Verbotenen und des Geheimen ist einfach unwiderstehlich, gepaart mit einer Möglichkeit aus der kindlichen Lebenswirklichkeit. Eine Nacht unerlaubt, alleine in der Schule zu verbringen! Man frage nur mal jede X-beliebige Schulleitung und ihr stehen die Haare zu Berge. Es gibt 1.000 gute Gründe die dagegen sprechen und das macht es so interessant. Wieso soll man erst bis zum Abi warten, um es zu wagen? Das ist ja dummerweise das Problem, sie haben die falsche Nacht des Jahres gewählt, die einzige in der sie nicht ungestört und alleine sind! Das macht die Aktion natürlich noch spannender als das geplante YouTube Video!

In der Tat liest sich dieses Buch super einfach. Das liegt nicht nur an der Sprache, die weitgehend auf schwierige Begriffe verzichtet, sondern auch an der komfortablen Schriftgröße und Zeilenabständen, lässig kurzen Absätzen und überschaubaren Satzlängen. Das ermüdet nicht so beim Lesen und drum sind auch die Kapitel schön kurz. Da schafft es auch der angestrengteste Leser bis zum Kapitelende durchzuhalten. Klar, ist das bei Leseanfängerbüchern ähnlich, sogar noch mit vielen bunten Bildern, aber dieses Buch richtet sich ja gerade nicht an Leseanfänger, für diese Art von Geschichten sind Kinder ab 11 Jahren wirklich schon zu alt. Völlig uncool, im Gegensatz zu YouTube und geheimen Übernachtungspartys! Hier wird auf wenigen und übersichtlichen Seiten eine richtige Geschichte erzählt, die sowohl Jungs als auch Mädchen von 11 bis 13 Jahren auch wirklich interessiert. Schon allein das Cover mit dem geheimnisvollen Blick durchs Schlüsselloch, mit dem aufgeklebten Zettelchen und dem Sticker „super lesbar“ hat meine Töchter 11 und 13 Jahre sofort angesprochen. Das sieht gleichzeitig spannend aus und in Zeiten des Homeschoolings ist Schule eh ein Ort zum Freunde treffen, statt des Schreckens. Dazu kommt auch, das beide bisweilen sehr lesefaul sind. Hier klingt es jedoch deutlich entspannter....

Das trifft auch tatsächlich zu, durch das angenehme Druckbild und die spannende Geschichte fliegt man geradezu durch die Seiten, auch ohne Illustrationen. Das ist eine gute Übung für die Schule, denn dort sind die Fachtexte auch nicht immer bunt bebildert, gelesen werden müssen sie dennoch. Da hilft Übung ungemein, aber warum sollte diese Übung nicht gleich Spaß machen und spannend sein? Aber das alleine macht den Reiz nicht aus, denn es geht auch um Freundschaft, Einfallsreichtum und wie die Kleinen den Großen zeigen, wo es langgeht!

Autorin Anja Janotta hat sich mit den Schwierigkeiten des Lesenlernens jahrelang hautnah auseinander gesetzt, denn eines ihrer Kinde hat selbst mit dieser Fähigkeit gekämpft und kann sich nun trotz Linkslesestärke, besser bekannt unter LRS, nun keinen Urlaub ohne Bücher mehr vorstellen. Kindern das Lesen nahezubringen, kann schwierig sein, aber es lohnt sich dran zu bleiben, und sich immer wieder neue Anreize auszudenken und auszuprobieren. Bücher wie dieses sind dabei ein ganz toller Anreiz! Absolut unschlagbare Kombi für Leseliebhaber auf den X. Anlauf...

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