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Veröffentlicht am 18.04.2025

Back to the 90's

Das Schweigen der Kegelrobben. Ein Inselkrimi
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Kriminalkommissarin Nicole Stappenbek fragt sich, was sie sich denn eigentlich gedacht hat, als sie dem Revival-Treffen ihrer Allergikertruppe aus Jugendtagen auf Amrum zugestimmt hat. Damals 1998 war ...

Kriminalkommissarin Nicole Stappenbek fragt sich, was sie sich denn eigentlich gedacht hat, als sie dem Revival-Treffen ihrer Allergikertruppe aus Jugendtagen auf Amrum zugestimmt hat. Damals 1998 war alles irgendwie aufregend und neu, aber so richtig sympathisch waren sie ihr alle nicht. Doch natürlich ist sie neugierig, was aus der kessen Jacky oder dem schönen Alex geworden ist, oder gar Aufschneider Torben, aus dem Installationsbetrieb... Als sie unfreiwillig Alex kopfüber in der Toilette des ehemaligen Jugendheims ertrunken auffindet, dort, wo sie ihn abends zuvor noch zurück gestoßen hat, ist ihr klar dass es Mord war! Natürlich beordert sie ihren Kollegen Thies Detelfsen und den unwilligen Gerichtsmediziner auf die Insel, wo sich aus ganz unterschiedlichen Gründen bereits der übrige Trupp aus „de Hidde Kist“ inklusive ihres jüngsten Sohnes Fiete befindet. Sie ahnt schon, dass das kein Urlaub mehr für sie wird, aber nicht wie viele Leichen sie noch finden werden. Irgendeiner ihrer Jugendfreunde hat mehr als nur Dreck am Stecken, oder doch nicht?

Wer kennt das nicht? Bei Klassentreffen verfällt man wieder in alte Muster und Nicole geht es ganz ähnlich und ärgert sich vor allem über sich selbst, dass sie zugesagt hat. Immerhin passen Antje und passen auf Fiete auf, während Niggemeier und Finn erst nach Ferienbeginn nachkommen. Als sich der schöne Alex ausgerechnet an Nicole ranmacht, fühlt sie sich geschmeichelt, doch will sie noch mehr? Es ist eine Geschichte von Neid und Gier und die sind ja bekanntlich für reichlich Mordopfer verantwortlich, so auch auf Amrum. Da sie aber alle keine Lämmer sind, die Mitglieder der ehemaligen Allergikerfreizeit, ist es schwer zu sagen, wer denn hier so gierig, neidisch oder missgünstig ist, dass er über Leichen geht...

Das Schweigen der Kegelrobben ist gespickt nicht nur mit Anspielungen auf die Inselfauna, sondern auch auf den Horrorklassiker „Das Schweigen der Lämmer“ mit Jodie Foster und Anthony Hopkins als maliciös, bestialischem Hannibal Lector. Anders als Lämmer sind Kebelrobben aber Raubtiere und so fühlt sich Nicole auch, nicht unter Lämmern, eher unter Haifischen. Nach und nach verschwinden ihre Jugendgefährten verschwinden, ja es sind vor allem die damaligen Jungs, die plötzlich fehlen, bis... das will ich nicht spoilern. Dafür kann ich verraten, dass eigentlich das Who-is-Who von Fredenbüll bis auf den Frisiersalon und Thies Frau, mit auf Amrum ist. Mit all ihren Macken und Marotten und einige der Figuren aus einer früheren Episode auf Amrum. Auch wenn in der Wellness-Oase von Nicole das Essen vegetarisch-vegan ist, haben natürlich Antje und Nicoles Ex-Chef Petersen Erbarmen mit ihren Lieben und laden täglich zu köstlichen Küstenspezialitäten ein. Wer beim Hören Appetit bekommt, kann die Rezepte in der Papp-Klapp-Hülle des Tonträgers nachlesen, etwas Kocherfahrung hilft dabei schon, denn der Autor kocht mit viel Gefühl und Erfahrung.

Autor Krischan Koch spricht bereits seit geraumer Zeit diese Reihe selbst ein. Aber keine Sorge, er ist nicht nur Filmkritiker und macht Kurzfilme, er ist auch Kabarettist und als solcher kann er natürlich nicht nur mit Sprache, sondern auch mit seiner Stimme und dem norddeutschen Zungenschlag spielen. So bringt er die Absurditäten dieser Ermittlungen wunderbar auf den Punkt und die Betonung. Nicht nur bei Nicole kommen mit Kim von Echt und „Alles wird sich ändern wenn wir groß sind“ und Gwen Stephani von NO DOUBT mit „Don't Speak“ Jugenderinnerungen und solche an bisweilen unliebsame Wiedersehen zurück. Dabei spielt die Musik auch in Nicoles Kopf und kann sich schon mal mit Szenen und Zitaten von Hannibal Lector vermischen... Da kann man auch bei Sonnenschein schon mal eine Gänsehaut bekommen. Auf jeden Fall schafft es Krischan Koch uns beim Hören immer wieder gefühlsmäßig in die Vergangenheit zu transportieren.

Kurzweilig vergnügliche Cosy Küsten Krimiunterhaltung, bei der es schön ist, die Vorgänger zu kennen (insbesondere für die running gags), aber nicht zwingend erforderlich.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Nur mal kurz die Welt retten.... äh, nur wie?

Ninja ohne Plan
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Nick hält sich für ganz normal, auch wenn er bei seiner Oma Erika aufwächst, die auf Meditation schwört. Nick ist daher absoluter Meditationsprofi, besonders seine Atemtechniken sind sensationell. Gegen ...

Nick hält sich für ganz normal, auch wenn er bei seiner Oma Erika aufwächst, die auf Meditation schwört. Nick ist daher absoluter Meditationsprofi, besonders seine Atemtechniken sind sensationell. Gegen die fiesen Angriffe der Schulmobber Lilli und Lauri mit ihrer Gang schützt es ihn jedoch nicht und auch beim Rechnen an der Tafel nur bedingt. Sein Leben könnte also besser sein. Als dann aber ein kauziger alter Typ, mit einem menschlichen Gorilla an seiner Seite vor ihm steht und ihm verkündet, dass er der Auserwählte sei, um die Welt zu retten, überkommen ihn sofort Zweifel. Dennoch folgt er Meister Jojo in sein Dojo, dass in einem Hundesalon versteckt ist und trifft doch auf weitere Nachwuchs Ninjas: Olga, Zoran und Zeynep. Deren Training sieht beeindruckend aus, da könnten sie die Welt doch eigentlich ohne ihn retten.... sie sind auch nicht unbedingt scharf auf seine Mitarbeit. Das Training ist für ihn noch viel schwieriger als gefürchtet und noch ehe er wirklich was gelernt hat, werden sie auf die Probe gestellt: Nach und nach fällt in der Stadt straßenweise der Strom aus. Dort wo das passiert, funktioniert nichts mehr. Alles was sich dort befand, als der Stromausfall einsetzte und was auf Strom angewiesen ist klappt nicht mehr. Kein Handy, kein Auto, keine Ampel.... Es setzt ein ganz schönes Chaos ein, vor allem als sich herausstellt, dass es kein echter Stromausfall ist, sondern eine gezielte Erpressung von skrupellosen Gangstern

Nick wurde offensichtlich nicht zum Helden geboren, aber was bleibt ihm anderes übrig, wenn Meister Jojo überzeugt ist, dass er der Auserwählte ist?! Also folgt er seinen neuen Ninja-Kollegen und Kolleginnen, deren Ninja-Tricks ihm natürlich haushoch überlegen sind. Dafür kann niemand so gut ein- und ausatmen wie er. Diese Gegensätze zusammen mit den spritzigen Zeichnungen und Wortfetzen von Christian Effenberger im Comicstil sind extem witzig und letztendlich extre erfolgreich. So richtig weiß Nick wirklich nicht wie im geschieht, aber der Weg dahin ist absolut unvorhersehbar und irre und eben auch irre erfolgreich! Dummerweise blieb da keine Zeit für Hausaufgaben.... Wenn die jugen Leser und wahrscheinlich auch Fans dieser bunten Truppe mal in ähnliche Schwierigkeiten gelangen und sie ebenso erfolgreich lösen, wird ihre Lehrerin sicherlich deutlich verständnisvoller sein, als Frau Brinkeldinkel, die stets unversöhnliche Lehrerin von Nick. So schlecht ist die eigene Schule doch gar nicht, oder?

Das Abenteuer als solches ist echt schräg, ebenso schräg wie seine Helden und Schurken und eben die Namen und Berufe der Beteiligten. Der Name der Lehrerin lässt es schon vermuten, aber sie ist da keine Ausnahme, die Namen sind Programm und Autor Christian Tielmann ist das auch konsequent vielsagend kreativ. Das macht einfach Spaß zu lesen.

Statt der verlangten Hausaufgaben, hält Nick dieses Abenteuer in einem Schulheft fest, was an einigen Seiten auf Karopapier auch offensichtlich ist. Die zahlreichen Illustrationen und Comic-blasen, lockern die Seiten auf und mit den kurzen Kapitel ist das Lesen nur noch halb so anstrengend! Den Rest an Motiviation bringt die wirklich irre Geschichte mit, in der die wahren Helden völlig verkannt werden, nicht nur Nick. Der Druck ist recht dick, wodurch die Schrift schön kontrastreich ist, was es erleichert, beim Lesen nicht in der Zeile zu verrutschen. Da sie noch etwas größer ist, strengt sie auch die Augen nicht so an, macht aber schon deutlich, dass sich die Geschichte nicht an die kompletten Anfänger richtet. Na klar, dieses Abenteuer ist doch schon für Drittklässler!

Ich hoffe, diese irre Truppe wird noch viele weitere abgefahrene Abenteuer erleben und nebenbei die Welt retten, beim Ein- und Ausatmen..... Ommm....

Ein großer Spaß für alle verkannten Helden und Heldinnen ab 8 Jahren.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Es ist nicht alles Gold......

Die Allee
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Die 16 jährige Isi soll von ihrer großbürgerlichen, adeligen Ärzte-Familie in die Berliner Gesellschaft eingeführt werden. Ihre Eltern haben den Sohn des legendären Dr. Sauerbruch als Tischherren auserkoren, ...

Die 16 jährige Isi soll von ihrer großbürgerlichen, adeligen Ärzte-Familie in die Berliner Gesellschaft eingeführt werden. Ihre Eltern haben den Sohn des legendären Dr. Sauerbruch als Tischherren auserkoren, doch der Arbeitskollege ihrer Cousine, den diese aus Not um seine Begleitung bat, Hermann Henselmann, ein visionärer junger Architekt zieht sie sofort an. Auch wenn er 10 Jahre älter ist und auch einer Handwerkerfamilie stammt, verfällt sie ihm und seinen Ideen sofort. Mit 18 heiratet sie ihn und sie schlagen sich mehr recht als schlecht durch, während Isi ein Kind nach dem anderen auf die Welt bringt. Das ist während des jahrelangen Krieges mehr als nur herausfordernd, ebenso wie Herrmanns Bemühungen trotz seiner jüdischen Abstammung und seiner Liebe zu den Ideen des Bauhauses und LeCorbusiers, sowohl während des 3. Reichs, als auch später in der DDR seine Ziele durch zu setzen und seine Träume in Beton wachsen zu sehen.
Nach dem Krieg sind einige wichtige Posten neu zu besetzen und durch Glück und Zufall wird Hermann Henselmann zum neuen Direktor des Bauhauses. Isi bietet sich nun die Gelegenheit auch ohne Abitur und trotz acht Kindern endlich Architektur zu studieren.

Auch sprachlich bedient sich Florentine Anders des Credos des Bauhauses, schlicht, schnörkellos, und direkt. Sie kommt auf den Punkt und es gibt keinen Raum für Missinterpretation. Das ist erfrischend matter of fact und frei von jeglichem Kitsch und Gefühlsduselei, selbst in den schwersten Kriegszeiten. Dieser sachliche Stil mag nicht jedermanns Geschmack sein, er passt aber ganz hervorragend zum architektonischen Stil der Architekten-Dynastie Henselmann. Ihre Werke kennt jeder, der schon mal in Berlin war, der Name hingegen war mir kein Begriff und schon gar nicht, welche Geschichte dahinter steckt. Das fand ich wahnsinnig interessant, gerade auch, weil meine Eltern in einem von LeCorbusier inspirierten Bungalow wohnen, den ich furchtbar fand, bis wir ihn im Kunstunterricht in der Oberstufe thematisierten, ihn, die Charta von Athen und die gesellschaftlichen Ideen die dahinter steckten und die im krassen Gegensatz zu den Idealen der Nazis standen.

Jördis Triebel spricht die Geschichte schnörkellos und ganz direkt, ganz im Stile des Bauhauses und der Henselmannschen Baukunst. Sie klingt energiegeladen und als lasse sie sich kein X für ein U vormachen. Absolut passend zum Schreibstil. Dabei klingt ihre weibliche Stimme durchaus sympathisch, trotz der cholerischen Gewaltexzesse des männlichen Familienoberhauptes. Das hat nichts mit „so war Erziehung damals“ da ging es nur um ein Ventil für aufgestaute Wut und da traf es meist Isa und Peter, die nicht ganz so waren, wie man es von ihnen erwartete. So müssen sie früh lernen, sich ebenso aus brenzligen Situationen herauszulavieren, wie es der Vater stets im Umgang mit der jeweils herrschenden Obrigkeit ihnen vormacht. Die Kinder sind ihm und seiner Willkür ebenso ausgeliefert, wie Herrmann Henselmann den Nazis oder dem Politbüro. So schaffte er es während des 3. Reichs seine stetig wachsene Sippe trotz jüdischer Wurzeln heil durch den Krieg zu bringen und den Sozialisten seinen funktional-schlichten Baustil für die prägenden Bauten der Stalin-Allee unterzujubeln, trotz der entgegenstehenden Vorgaben aus Moskau.

Auch wenn man nicht alle Henselmanns durchweg mögen kann, hat mich ihre Cleverness doch beim Zuhören grinsen lassen. Die Autorin ist übrigens die Enkelin von Hermann und Isi und Tochter von Isa. Somit erhalten die Hörerinnen ganz persönliche und bisweilen unglaublich schmerzhafte Einblicke in diese kreative Dynastie.

Ein absolut lohnender Einblick in eine Dynastie, die nicht nur unseren Städtebau geprägt hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Toleranz und Rücksichtnahme

Der Dinosaurier von nebenan
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Die kleine Liz ist sich ganz sicher, dass ihr Nachbar Herr Wilson, von nebenan ein Geheimnis hat: er ist kein Mensch, sondern ein Dinosaurier. Ein Dinofan wie sie, merkt das natürlich sofort, aber wieso ...

Die kleine Liz ist sich ganz sicher, dass ihr Nachbar Herr Wilson, von nebenan ein Geheimnis hat: er ist kein Mensch, sondern ein Dinosaurier. Ein Dinofan wie sie, merkt das natürlich sofort, aber wieso fällt das sonst niemandem auf, dass sein Hals so lang und seine Haut so grün ist? Außerdem hören die Erwachsenen nicht wirklich zu und glauben ihr schon gar nicht. Da entschließt sich Liz ins Museum zu gehen und es dort einer berühmten Paläotologin zu erzählen. Doch auch die scheint es nur für eine Kinderspinnerei zu halten, oder doch nicht? Die Folgen sind auf jeden Fall erschreckend und doch ganz anders, als die Wissenschaftler es sich gedacht hatten....

Ich hatte mal im Studium eine Freundin, die fest davon überzeugt war, dass unser Kommilitone ein Alien sei! Das fand ich etwas fies, aber auch etwas bizarr. Da kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Liz mit ihrer Überzeugung nicht immer auf viel Verständnis stößt, sondern bestensfalls belächelt wird. Aber sie hat eine Mission und gibt nicht auf. Sie beobachtet Herrn Wilson ganz genau und der ist sehr freundlich und ein ganz hervorragender Bäcker! Er stört eigentlich niemanden und gefährlich ist er auch nicht, dafür sind seine Backkünste äußerst beliebt. Warum kann es Liz dann nicht einfach dabei belassen? Die Geschichte wird angeprisen als herzerwärmende Geschichte: Bleib dir selbst treu, egal welcher Spezies du angehörtst. Ich finde sie wirklich herzerwärmend und sie hinterlässt ein wunderbar warmes Gefühl, wenn man sie beendet hat, aber es steckt noch viel mehr dahinter. Einmal: hört den Kindern zu und außerdem: Lasst Eure Mitmenschen doch in Ruhe, wenn sie Euch nichts getan haben und immer freundlich sind, seid freundlich zurück! Außerdem zeigt es auch, dass manchen Geheimnisse besser nicht öffentlich gemacht werden sollten. Also eine kurze Geschichte, mit so vielen Botschafen. Was macht einen eigentlich aus? Was kennzeichnet mein „Ich“?

Der Illustrationsstil ist typisch für den Autor, mit aquarellartigem Hintergrund und Lichtakzenten, wenn es wundbar/wundersam wird. Die Gesichter sind auf das Wesentliche konzentriert, auf ihren Ausdruck. Und so kann man richtig mit Mr. Wilson mitfühlen, dass die Dinge ganz anders kommen, als Liz es sich gedacht hatte und wenn sie ehrlich ist, hat sie es so auch nicht gewollt. Aber zum Glück, sind die meisten Menschen viel besser als ihr Ruf und so geht diese Geschichte auch ganz wunderbar für Mr. Wilson aus und alle sind hochzufrieden damit! So verstehen auch schon Kinder ab 4 Jahren worauf es angekommt. Die Sprache ist dabei gut verständlich, aber dennoch lebendig und ausdrucksstark.

David Litchfield ist ein preisgekrönter Illustrator und Kinderbuchautor, ganz zurecht, wie dieses kleine Meisterwerk ab 4 Jahren verdeutlicht.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Magischer Reihenauftakt!

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Christopher soll die Sommerferien bei seinem Opa in der schottischen Pampa verbringen. Klar gibt es kein Netz und sein Vater hat ihm auch noch streng verboten zum See hinter dem Hügel im Garten zu gehen.... ...

Christopher soll die Sommerferien bei seinem Opa in der schottischen Pampa verbringen. Klar gibt es kein Netz und sein Vater hat ihm auch noch streng verboten zum See hinter dem Hügel im Garten zu gehen.... Als er aus Angst vor einem unheimlichen Angreifer dorthin flüchtet, traut er seinen Augen nicht: ein Baby-Greiff schwimmt dort und er rettet ihn. Sein Opa erklärt ihm auch, dass dieser Greiff in Gefahr ist. Er kommt aus dem Archipel einer versteckten Welt voller magischer Wesen, zu denen man durch den dunklen See am Ende des Gartens gelangt. Genau wie Christopher hat auch er schon immer Tiere magisch angezogen, genau wie auch seine Tochter, Christophers verstorbene Mutter. Es liegt in der Familie, sie sind die auserkorenen Hüter des geheimen Zwischenweges. Auf der Suche nach dem Greiff taucht dann auch noch Mal auf, ein mutiges Mädchen namens Mal mit einem Flugmantel, direkt aus dem Archipel. Sie verdonnert Christopher ihnen zu helfen zurück in das Archipel zu gelangen, um dort den Greiff in Sicherheit zu bringen und all die anderen vom neuen Herrscher zur Ausrottung verdammten magischen Wesen zu schützen. Christopher ist etwas überfordert, erhält von seinem Großvater jedoch zur Hilfe sein Bestiarium des Hüters. Ein Nachschlagewerk über alle magischen Wesen des Archipels, denn dort leben viel mehr als nur Einhörner und Drachen....

Zu Beginn des Buches gewährt uns Tomislav Tomic einen Blick ins Bestiarium der Hüter und das ist ganz schön umfangreich und sehr praktisch. Im Archipel leben so viele unterschiedliche magische Tiere, dass auch ich sie noch nicht alle kannte und es hilft ungemein, wenn man beim Lesen oder Hören immer mal wieder nachschlagen kann, was das denn für Wesen genau waren, die gerade Christopher, Mal und ihren Begleitern das Leben schwer machen. Ich hätte mir allerdings sehr gewünscht, wenn hinter den jeweiligen Wesen in Klammern der Name des jeweiligen Begleiters gestanden hätte, der auch zu diesen Wesen gehört. Christopher und Mal sind sehr sympathisch und man wünscht ihnen gleich viel Glück auf ihrer Flucht, vor ihren (noch) unbekannten Verfolgern.

Markus J. Bachmann liest sehr lebendig und abwechslungsreich, da ich aber bisweilen viele Figuren bisweilen durcheinander warf, konnte es mich nicht so fesseln wie erwartet. Hier wäre ein Booklet echt hilfreich gewesen, weil die Charaktere teilweise auch recht komplizierte, zumindest aber ungewöhnliche Namen haben. Als ich allerdings mal in der Geschichte und ihren magischen Herausforderungen angekommen bin, war es nicht nur magisch, sondern auch aufregend und sehr viel tiefgründiger als gedacht. Ich war übrigens endlich mal froh, ein Jahr Latein gelernt zu haben, damit hatte ich den jungen Helden was voraus ;) Die Geschichte ist eigentlich abgeschlossen und doch eröffnet sie die Möglichkeit für weitere Abenteuer für den künftigen Hüter des Zwischenweges.

Magisch, tiefgründig, sehr komplex ab 10 Jahren. Ein aufregender Reihenauftakt mit vielen Fans weltweit.

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