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Veröffentlicht am 23.09.2022

Tolle Verlinkung zweier Zeitebenen

Die versteckte Apotheke
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Der Roman spielt in London zwei Zeitebenen. In der Gegenwart reist Caroline allein nach London. Eigentlich sollte es eine Reise zum 10.Hochzeitstag sein, aber nachdem sie von ihrem Ehemann betrogen wurde, ...

Der Roman spielt in London zwei Zeitebenen. In der Gegenwart reist Caroline allein nach London. Eigentlich sollte es eine Reise zum 10.Hochzeitstag sein, aber nachdem sie von ihrem Ehemann betrogen wurde, reist sie allein - sie braucht Abstand! Hier erkennt sie, dass sie sich ihrem Mann anscheinend völlig untergeordnet hat. Diese Erkenntnis und das Zusammentreffen mit Bachelor Alf führen dazu, dass sie an einer 'Schatzsuche' am Themseufer teilnimmt, eine kleine blaue, alte Flasche findet und mit Gaynor, einer Angestellten aus dem historischen Archiv, herausfindet, was es wahrscheinlich damit auf sich hat. Eine Reise ins London Ende des 18.Jahrhunderts.
Dort trifft der Leser auf die Apothekerin Nella und ein junges Mädchen Eliza Fanning, welches als Hausmädchen arbeitet.
Der Autorin ist es gut gelungen, Carolines Entdeckungen parallel mit der 'wahren' Geschichte 230 Jahre früher zu erzählen und zu verknüpfen.
Mir hat diese Reise in die Vergangenheit viel Freude bereitet. Auch Carolines langsames Befreien aus dem Ehekokon, ihre neue Freundschaft mit der sympathischen Gaynor und ihren Zukunftsplänen habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Mit der Apothekerin konnte ich überhaupt nicht warm werden, Eliza Fanning lag mir schon eher.
Interessant fand ich, wie anhand alter Karten, damaliger Strassenbezeichnungen und der Neugier von Caroline die versteckte alte Apotheke noch gefunden wurde. Lost Places.
Auch, wenn ein paar mysteriöse Tode geschahen, hatte ich einige vergnügliche Lesestunden.

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Veröffentlicht am 13.09.2022

Nicht mein Thema

Das Letzte, was du hörst
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Andreas Winkelmann steht für mich seit Jahren für spannende Lesestunden. Leider kam ich bei : 'Das Letzte was du hörst' anfangs nicht richtig in den gewohnten Leseschwung. Wahrscheinlich lag es größtenteils ...

Andreas Winkelmann steht für mich seit Jahren für spannende Lesestunden. Leider kam ich bei : 'Das Letzte was du hörst' anfangs nicht richtig in den gewohnten Leseschwung. Wahrscheinlich lag es größtenteils am Hauptthema. Ich persönlich kann Postcasts nicht richtig was abgewinnen und Menschen welche Massen in ihre Abhängigkeit ziehen möchten erst recht nicht.
Die einzelnen Handlungsstränge waren teilweise noch weit voneinander entfernt, näherten sich aber immer weiter und langsam wurde es auch spannender. Die Protagonisten bekamen klarere Profile und die Zusammenhänge wurden sichtbar. Die Spannung nahm noch etwas an Fahrt auf und endlich machte das Lesen wieder Spaß.
Ich habe schon bessere Thriller des Autors gelesen, räume aber meine Aversion gegen das Thema und den Hauptverdächtigen ein.
Der Schreibstil war gewohnt flüssig und gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 02.09.2022

Mehr davon

Wer mit den Toten spricht
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Ich habe gestern den Thriller: Wer mit den Toten spricht von A.K. Turner beendet und habe eine neue Serienheldin zu meinen Lieblingsprotagonisten hinzugefügt. Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe ...

Ich habe gestern den Thriller: Wer mit den Toten spricht von A.K. Turner beendet und habe eine neue Serienheldin zu meinen Lieblingsprotagonisten hinzugefügt. Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe um die Sektionsassistentin Cassie Raven. Auch ohne die Vorkenntnisse des ersten Bandes: Tote schweigen nie fand ich mich wunderbar zurecht. Es werden ab und zu Fachausdrücke verwendet, die aber dann sofort verständlich erklärt werden.
Cassie Raven ist eine junge Frau, die durch ihre vielen Tattoos und Piercings, ihrer Frisur und Aufmachung oft den Leuten ein falsches Bild von sich vermittelt. Auch, dass sie hart im Nehmen ist, stimmt so nicht ganz. Als ihre polnische Großmutter einen leichten Schlaganfall erleidet kümmert sie sich rührend um die alte Dame, welche sie als 4-jährige zu sich aufgenommen hatte. Aber jetzt erfährt Cassie von ihr, dass ihre Eltern nicht vor 20 Jahren bei einem Autounfall ums Leben kamen, sondern, dass ihr Vater als verurteilter Mörder im Gefängnis saß, weil er ihre Mutter erschlagen haben soll. Ist er jetzt hinter ihr her?
Diese Schicksalsschläge muss sie noch verdauen, als sie den 16-jahrigen Bradley auf dem Seziertisch vor sich liegen hat. Er hat sich erhängt. Aber warum? Es gab keine Anzeichen, dass der Junge unglücklich oder depressiv war.
Cassie versucht alles, um das Geschehen um ihre Eltern damals und die Umstände um Bradleys Tod herauszubekommen. Teilweise mit Hilfe und Unterstützung von DS Phyllida Flyte. Diese lernte sie im ersten Buch kennen .
Ich kenne schon mehrere Thriller, welche stellenweise in Sektionsräumen spielen. Aber auch, wenn die meisten Mitarbeiter respektvoll mit den Toten umgegangen sind, Cassie Raven erweist ihren Gästen hohen Respekt und behandelt sie auch wie Gäste und spricht mit ihnen. Manchmal hat sie dann das Gefühl, als ob sie eine Antwort oder einen Hinweis bekommen hätte. Diese kleinen Momente wirken aber in keiner Weise spooky.
Auch ihrer Familie und Freunden gegenüber tritt sie genauso auf. Ich finde sie sehr sympathisch und kompetent und würde gerne mehr von ihr und ihrem Leben lesen.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Andrea Olivers 2.Fall

Die Vergessene
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Seit Jahren lese ich begeistert die Buchreihen von Karin Slaughter.  Die Reihen Grant County, Atlanta und Georgia konnten mich voll überzeugen.
Bei dem Buch : Die Vergessene handelt es sich um den zweiten ...

Seit Jahren lese ich begeistert die Buchreihen von Karin Slaughter.  Die Reihen Grant County, Atlanta und Georgia konnten mich voll überzeugen.
Bei dem Buch : Die Vergessene handelt es sich um den zweiten Band der Andrea Oliver Reihe.
Andrea 'Andy' wurde gerade zum US- Marshal ausgebildet und mit der Ernennungsurkunde bekommt sie auch gleich ihren ersten Auftrag. Eine Richterin aus Longbill Beach hat Morddrohungen erhalten und soll nun in ihrem Haus Rundum Bewachung erhalten.
Gleichzeitig versucht Andrea, in einem alten Mordfall, die (Mit-)Schuld ihres Vaters zu beweisen, damit er nicht das Gefängnis verlassen darf.
Bei dem alten Fall handelt es sich um den Mord an der schwangeren Tochter der Richterin: Emily
Das Buch erzählt die Geschichte in zwei Ebenen. Einerseits Emilys Leben in der Zeit vor ihrem Tod. Ihre Leideszeit! Sie verbringt viel Zeit in ihrer Clique und fühlt sich dort dazugehörig, bis sie eines Tages unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und geschwängert wird. Fortan wird sie von allen geschnitten und schlecht gemacht. Bei dem Versuch den Vergewaltiger zu entlarven, kommt sie diesem wohl zu nah und es findet der Mordversuch statt.
Die zweite Ebene spielt in der Jetztzeit und 40 Jahre später. Andrea findet heraus, dass ihr Vater zu dieser Clique gehörte. Ist er der Übeltäter, oder einer der anderen? Sie leben wieder alle in Longbill Beach, außer dem verstorbenen Blake und dem inhaftierten Clay.
Kann sie die Richterin beschützen und gleichzeitig vielleicht auch den Mordfall von damals aufklären?
Das Buch ist gut geschrieben, durch die genauen Zeitangaben kann man der Handlung gut folgen. Die Charaktere werden im Laufe des Buches immer besser dargestellt. Die ineinander verwobene Handlung ist logisch und nachvollziehbar. Trotzdem werde ich mit dieser Reihe nicht richtig warm. Aber das ist mein persönliches Empfinden.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Man streift die Herkunft nicht einfach ab

Die Rückkehr der Kraniche
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Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin und liebe die Elbmarsch Krimireihe. Warum nicht einmal eine Familiengeschichte, welche ebenfalls dort spielt.
Der Schreibstil ist gewohnt gut zu lesen und auch ...

Ich kenne bereits einige Bücher der Autorin und liebe die Elbmarsch Krimireihe. Warum nicht einmal eine Familiengeschichte, welche ebenfalls dort spielt.
Der Schreibstil ist gewohnt gut zu lesen und auch die Handlung ist zwischenzeitlich spannend. Aber es ist nicht mein Lieblingsgenre. Deshalb kam ich nicht so zügig voran beim Lesen.
Wilhelmine in der Nachkriegszeit aufgewachsen, früh verwitwet mit zwei kleinen Mädchen alleinerziehend hat kein leichtes Leben. Aber sie beißt sich durch und wehrt später jede Neuerung auf bequemeres Leben ab. Die ältere Tochter Grete bekommt früh eine Tochter: Anne. Wilhelmine hilft Grete soweit, dass diese in Ruhe einem Beruf als Vogelwartin nachgehen kann. Nur alles spielt sich auf Distanz ab. Ihre Liebe kann Wilhemine ihren Töchtern nicht geben und zeigen. Ihre jüngere Tochter Freya verdrückt sich früh nach Berlin und gründet ein erfolgreiches Startup Unternehmen. Sie will das ärmliche Marschleben hinter sich lassen.
Die vier Hansen Frauen haben alle ihre Geheimnisse. Jede behält sie für sich und lebt damit mehr schlecht, als recht. Als Wilhelmine ernsthaft erkrankt und bereits dem Tode ins Auge blickt kommen die vier wieder zusammen. Sie versuchen gut miteinander auszukommen und sich wieder anzunähern. Nach und nach tauen Sie auf und offenbaren ihre Geheimnisse, nicht immer zum Wohle der anderen.
Mir persönlich waren die ganzen Versöhnungen und Offenbarungen zu viel des Guten. Im wahren Leben kommt es vor, aber so gehäuft und alle? Ich habe mehr die Erfahrungen gemacht, dass es mal kleine Reparaturen gibt, aber in dem Maße nicht. Aber es ist eben ein Roman.
Die Ortsbeschreibungen, die ausführlichen Beschreibungen der Vögel in ihrem Umfeld usw. habe ich sehr interessiert gelesen.
Ich vergebe 4* vor dem Hintergrund, dass es sich nicht um mein Lieblingsgenre handelt.

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