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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.09.2025

Spannend mit interessanten Themen

Animal
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Ben Lorentz ist ein aufstrebender Anwalt und in der Kanzlei Winterfeldt angestellt. Leider hat er sich mit dem Erbe seines Vaters hoch verschuldet. Eine Ausschlagung des Erbes kam für ihn nicht in Frage, ...

Ben Lorentz ist ein aufstrebender Anwalt und in der Kanzlei Winterfeldt angestellt. Leider hat er sich mit dem Erbe seines Vaters hoch verschuldet. Eine Ausschlagung des Erbes kam für ihn nicht in Frage, denn er bewahrt im Keller seines Vaters ein großes Geheimnis. Außerdem hat sein Vater sich wohl auch bei einem zwielichtigen Geldverleiher hoch verschuldet. Aus dieser Sache kommt er nur raus, indem er das Geld zurückzahlt. Die Geldeintreiber kann er vorübergehend mit einer List abwimmeln.
Als sein Vorgesetzter ihn zu einer nicht zu verlierenden Verhandlung ins Gericht schickt, glaubt er sich auf gutem Weg, aus den Schulden herauszukommen. Er vertritt einen Agrarkonzern. Da er sich so kurzfristig gar nicht richtig informieren konnte, geht es zuerst einmal gar nicht so glatt zu bei der Verhandlung.
Die Klägerin: Die Sau Rosa. Darf ein Tier neuerdings klagen? Ihr Verteidiger meint ja und bringt gewichtige Argumente vor.
Tibor Rode hat hier einen Thriller geschrieben, indem Tierwohl, Massentierhaltung, (teils militante)Tierschützer, KI und Gerichtsverhandlungen in den Vordergrund gerückt werden, aber auch zwischenmenschliche Beziehungen eine große Rolle spielen.
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel mit wechselnden Geschehen und immer wieder kleinen Cliffhangern lassen es fast nicht zu, daß Buch aus der Hand zu legen. Man fiebert mit den Protagonisten mit und ist über manche Geschehen sehr erstaunt. Es ist wohl alles sehr gut recherchiert und wurde zu einem spannenden Thriller verarbeitet. Die Szenen in den Ställen sind nicht leicht zu verarbeiten und lassen einen grübelnd zurück.
Wieder ist es dem Autor gelungen mir mit seinem Thriller spannende Lesestunden zu bereiten. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung ab.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Cozy - aber noch lange nicht A.Christie Qualität

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Rosemary MacLaine, von ihren Freunden Mimi genannt, bekommt eine Einladung zu einer Mottoparty im Stil der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ausgerechnet von ihrer Nachbarin Jane, zu der sie kein sehr ...

Rosemary MacLaine, von ihren Freunden Mimi genannt, bekommt eine Einladung zu einer Mottoparty im Stil der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ausgerechnet von ihrer Nachbarin Jane, zu der sie kein sehr gutes Verhältnis hat. Allerdings liegt der Einladung noch ein Brief mit genauen Anweisungen bei. Es würde eine Versteigerung statt finden und Mimi solle auf einen bestimmten Gegenstand bieten und eine beträchtliche Summe dafür bezahlen, ansonsten würde ihr dunkles Geheimnis aufgedeckt.
Mimi bittet ihre Enkelin Addie, sie zu dieser Party in das große Herrenhaus von Jane zu begleiten. Um dieses zu erreichen muss man über eine Zugbrücke., welche später dann von Matthew heraufgezogen wird. Matthew, ist eigentlich der Schwiegersohn von Jane. Aber es gehen die Gerüchte, dass er mittlerweile der Geliebte der Hausherrin sei. Als es dann noch einen Jahrhundert Schneesturm gibt und alle im Herrenhaus festsitzen gibt es den ersten Mord.
Das Setting ist perfekt für einen Krimi, wie von Agatha Christie inszeniert.
Leider hält die Geschichte dann nicht, was sie eigentlich verspricht. Die Protagonisten sind schwach dargestellt. Ich bin mit keinem warm geworden. Die Morde werden fast beiläufig erwähnt und alle Gäste benehmen sich weiterhin, als ob nichts geschehen wäre. Die Geheimnisse der Gäste, die sie gezwungen haben, dort zu erscheinen, werden nebenbei aufgedeckt und erwähnt.
Der Schreibstil war gut zu lesen, allerdings plätschert die Handlung dahin und mir fehlte Raffinesse und Charisma, zumindest bei Mimi und Addie. Die vielen Hinweise und Erwähnungen auf das Spiel, welches Addie als Spieleentwicklerin ins Leben gerufen und vermarktet hat, wurden immer häufiger und sie haben mich sehr gestört, da ich gar nichts damit anfangen konnte. Total überflüssig für die Handlung.
Eine gute Buchidee, leider sehr schwach umgesetzt.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Erebos zum Dritten

Erebos 3
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Nick Dunmore denkt an nichts Böses, als sich plötzlich wieder Erebos auf seinem PC blicken lässt und ihn zu einem neuen Spiel 'einlädt'. Diesmal soll er eine Horde leiten und muss dafür einige Mitglieder ...

Nick Dunmore denkt an nichts Böses, als sich plötzlich wieder Erebos auf seinem PC blicken lässt und ihn zu einem neuen Spiel 'einlädt'. Diesmal soll er eine Horde leiten und muss dafür einige Mitglieder rekrutieren. Obwohl es zu früher einige Neuerungen gibt, findet er sich zurecht. Nur welche Aufgabe haben die Galgenvögel, diesen Namen haben sie sich gegeben, eigentlich zu erledigen? Sie sollen etwas suchen und haben zwischenzeitlich etwas ganz anderes im Sinn, aber zum Schluss sind sie auf der richtigen Spur.
Ich muss gestehen, ich habe die beiden Vorgängerbücher gelesen und hauptsächlich Band 1 in sehr guter Erinnerung. Allerdings habe ich wohl sehr viel vom Inhalt nicht abgespeichert. Aber trotzdem konnte ich der Handlung sehr gut folgen, sodass es auch für Neueinsteiger kein Problem ist, das Buch zu lesen. Der Schreibstil von Frau Poznanski und ihre Buchideen faszinieren mich seit Jahren. Ob Jugendfantasy oder Krimis.
Auch für Erebos 3 gibt es von mir 5* und eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 07.08.2025

Emmy Lou Clifton ermittelt in North Falls

Dunkle Sühne
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North Falls, eine Kleinstadt mit nur wenigen hundert Einwohnern. Der Sheriff Gerald Clifton und seine Tochter Emmy Lou versuchen für Recht und Ordnung zu sorgen. Sie entstammen dem verarmten Familienzweig ...

North Falls, eine Kleinstadt mit nur wenigen hundert Einwohnern. Der Sheriff Gerald Clifton und seine Tochter Emmy Lou versuchen für Recht und Ordnung zu sorgen. Sie entstammen dem verarmten Familienzweig der Cliftons und mit dem reichen Zweig der Cliftons bilden sie ungefähr die Hälfte der Einwohner von North Falls. Als vor 12 Jahren zwei 15jährige Mädchen verschwinden, beteiligen sich fast alle an der Suche nach ihnen. Man ist eben gut vernetzt. Leider können die Mädchen nur noch tot geborgen werden. Ein Täter wird ausgemacht und verurteilt.
12 Jahre später bekommt dieser aber unerwartet ein Alibi. Er war zum Tatzeitpunkt der Entführung an einer anderen Straftat beteiligt und kommt somit auf freien Fuß.
Kurz darauf gibt es wieder eine Entführung. Diesmal handelt es sich um ein 14jähriges Mädchen. Führen die Ermittlungen diesmal schneller ans Ziel und kann das Mädchen lebend gefunden werden? Ist es derselbe Tatverdächtige?
Unterstützung bekommt Emmy von einer Psychlogin des FBI. Wie sich herausstellt, handelt es sich um ihre eigene Schwester, welche sie nie kennengelernt hatte und für tot gehalten hatte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten arbeiten die beiden Frauen perfekt zusammen und auch Emmys Sohn, mittlerweile auch Polizist, fügt sich gut ein.
Sie merken bald, dass sie in diesem Fall nur weiterkommen, wenn sie den alten Fall einbeziehen und wieder aufrollen.
Frau Slaughter hat wieder tolle Kriminalfälle inszeniert und eine Kleinstadtatmoshäre geschaffen, in die man sich gut hineinversetzen konnte. Die Verwandtschaftsverhältnisse wurden ausführlich ausgearbeitet, wobei es mir teilweise etwas zu Klein Klein wurde. Aber insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf neue Fälle mit Emmy und Jude.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Cozy, cozy und etwas crime

Mörderisch verstrickt – Ein Strickclub ermittelt
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Da ich mit der Romanreihe vom kleinen Strickladen in den Highlands schöne Lesestunden verbracht habe, stand 'Mörderisch verstrickt' weit oben auf meiner Wunschliste. Als langjährige Strickerin und Leseratte ...

Da ich mit der Romanreihe vom kleinen Strickladen in den Highlands schöne Lesestunden verbracht habe, stand 'Mörderisch verstrickt' weit oben auf meiner Wunschliste. Als langjährige Strickerin und Leseratte sind diese Bücher Wohlfühlstunden für mich. Da mein bevorzugtes Genre Thriller und Krimis sind, schloss sich der Kreis.
Mettes Großmutter hatte ihr das Haus in Lüttjekoog vermacht und obwohl Mette Tiermedizin studiert hatte, beschloss sie einen Strickladen zu eröffnen. Ihre Freundin und Dorfpfarrerin Anne, die Friseurin Brunhilde und der Bootsverleiher Gustavsen treffen sich dort gerne für gemeinsame Strickstunden im Strickladen Strickschick.
Eines Tages findet Anne bei einer Wattwanderung eine goldene Statuette, welche sie gerne noch in der Kirche ausstellen möchte, bevor diese den Behörden übergeben wird. Voraussehbar wurde diese gestohlen und Anne dabei niedergeschlagen.
Mette und die anderen möchten natürlich den Fall aufklären.
Der Schreibstil von Frau Oswald ist sehr angenehm zu lesen, die Atmosphäre rund um den Strickladen und das Stricken ist wohlig wollig und der Krimi flicht sich in die Handlung ein, ohne eine große Rolle zu spielen. Das Dorfleben und Charatere und Schicksale der handelnden Personen übernimmt den Hauptteil der Geschichte. Ein Roman mit einem Hauch Cozycrime.

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