Wenn Tiere sprechen könnten…
Dr. Henrik Rabenstein reicht beim Landgericht Hamburg Klage ein, seine Mandantin ist das Schwein Rosa, das gegen seine Haltungsbedingungen und auf seine Freilassung klagt. Die Gegenseite, ein niederländischer ...
Dr. Henrik Rabenstein reicht beim Landgericht Hamburg Klage ein, seine Mandantin ist das Schwein Rosa, das gegen seine Haltungsbedingungen und auf seine Freilassung klagt. Die Gegenseite, ein niederländischer Agrarkonzern, wird vertreten durch den jungen Anwalt Dr. Ben Lorentz, dessen Weltsicht schon bald erschüttert wird. Mafiöse Strukturen, skrupellose Menschen und dazu geht es um eine Menge Geld. Beide Seiten haben viel zu verlieren.
»Anders als bei den Ferkeln eben, die laut quiekend und neugierig in die Welt hinausgeschaut hatten, nicht wissend, welches Schicksal sie in diesem Leben erwartete, lag in diesem Blick eine große Hoffnungslosigkeit. Rosa wusste mittlerweile, wo ihr Platz auf dieser Welt war und was sie vom Leben noch zu erwarten hatte.« (Seite 243)
Trotz des unfassbar interessanten Themas, immerhin geht es unter anderem um die Kommunikation mit Tieren, kam ich nur langsam voran, was den Einstieg in die Geschichte angeht, was ich jedoch nicht als unangenehm empfunden habe. So vielschichtig und komplex wie die Story war, so faszinierend waren die Ansätze und Möglichkeiten, die Tibor Rode skizziert und auch wiedergegeben hat. Dabei sind die Ausführungen in seinem True-Science-Thriller gar nicht mehr so weit von der Wirklichkeit entfernt, denn vieles davon basiert auf realen Fakten. Und genau dies machte einen großen Reiz für mich aus, wie ich zugeben muss. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf, phantastische Aussichten liegen in nicht allzu weiter Ferne.
Mir hat der Thriller sehr gefallen, die Mischung war ausgewogen, es gab nicht nur Schwarz und Weiß, sondern auch einige Schattierungen von Grau dazwischen, was ich sehr begrüßt habe. Ich bin zum Nachdenken gekommen, genau wie Tibor Rode, wie er im ausführlichen Nachwort verrät. Mein erstes Buch des Autors wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Große Leseempfehlung!