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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2021

Ein gelungener Abschluss der Everything-for-you Trilogie

Alles, was du mir versprichst
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Der Tierarzt Ramón Alvarez ist aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage den Kinderwunsch seiner Frau zu erfüllen und wird deshalb von ihr verlassen. Er lebt erst wieder richtig auf, als er Amelie und ...

Der Tierarzt Ramón Alvarez ist aufgrund einer Krankheit nicht in der Lage den Kinderwunsch seiner Frau zu erfüllen und wird deshalb von ihr verlassen. Er lebt erst wieder richtig auf, als er Amelie und den fünfjährigen Ben kennenlernt. Starke Sympathie ist von Anfang an zu spüren, doch was verbirgt Amelie vor allen? Zerstört ihr Geheimnis eine gemeinsame Zukunft mit Rámon?
Auf den dritten Teil der „Everything-for-you Trilogie“ habe ich mit Vorfreude gewartet. Dieses Mal geht es um Rámon, den letzten der drei Álvarez-Brüder. Es war wieder richtig schön auf die Hacienda in Andalusien zurück zu kehren und den Zusammenhalt der Familie dort zu erleben.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt leicht und flüssig, deshalb fiel es mir auch dieses Mal einfach in die Geschichte einzutauchen. Erzählt wird der Roman im Wechsel aus der Ich-Perspektive von Amelie und Rámon. Dadurch konnte ich mich sehr gut in die Gefühlswelt der beiden hineinversetzen, besonders in die Ängste von Amelie. Ramons liebevolle Art und Hilfsbereitschaft hat mir richtig gut, aber mein Herz und Mitgefühl hat der kleine Ben vollkommen beansprucht.
Auch wenn ich den gewählten Zufluchtsort von Amelie und die Aufnahme auf der Hacienda etwas unrealistisch empfand, führte die große Frage, was sie für ein Geheimnis verbirgt dazu, dass ich unbedingt weiter lesen wollte.
Die Autorin konnte mich auch dieses Mal mit dem letzten Teil der Everything-for-you Reihe gut unterhalten. Dies ist ein bewegender Roman mit einer wunderschönen Liebesgeschichte und dadurch ein gelungener Abschluss der Trilogie. Dennoch bleibt mein Favorit der erste Teil der Reihe „Alles, was ich für dich fühle“.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Plötzlich offline. Die Abhängigkeit vom Internet schonungslos vor Augen geführt!

Systemfehler
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Wolf Harlander rückt in seinem Buch „Systemfehler“ die Auswirkungen eines Internetzusammenbruchs in den Vordergrund. In Europa fällt plötzlich während der Urlaubszeit das Internet aus. Dies hat weitreichende ...

Wolf Harlander rückt in seinem Buch „Systemfehler“ die Auswirkungen eines Internetzusammenbruchs in den Vordergrund. In Europa fällt plötzlich während der Urlaubszeit das Internet aus. Dies hat weitreichende Folgen. Der Verkehrssektor versinkt im Chaos, Telefon- und Wasserversorgungsnetze funktionieren nicht mehr, Lieferketten sind unterbrochen und Krankenhäuser sind nicht mehr arbeitsfähig. In diesem Ausnahmezustand geraten die Menschen in Panik und kämpfen um ihr Überleben. Als Retter tritt der BND-Ermittler Nelson Carius auf den Plan. Er vermutet einen hochkomplexen Virus hinter den Systemausfällen und ermittelt in verschiedene Richtungen. Ins Visier der Ermittler gerät u.a. der IT-Experte und Familienvater Daniel Faber, der nicht nur seine Unschuld beweisen muss, sondern nebenbei auch noch einige familiäre Probleme zu lösen hat.

Der Autor nimmt sich einem aktuellen und grundsätzlich nachvollziehbaren Bedrohungsszenario und den daraus resultierenden Auswirkungen an. Die Idee ist gut, aber leider hat mir die Umsetzung nicht gefallen. Die Story leidet unter naiv handelnden bzw. nervigen Protagonisten und vorhersehbaren Wendungen. Das ein Berufsanfänger bereits an seinem ersten Arbeitstag für den Bundesnachrichtendienst zum wichtigsten Ermittler aufsteigt und quer durch Europa jettet, ist dann doch etwas zu dick aufgetragen.

Für den Leser ist die Auseinandersetzung mit den möglichen Auswirkungen eines Internetausfalls dennoch interessant. Insbesondere die Erkenntnis, welche lebenswichtigen Bereiche mittlerweile vernetzt und digitalisiert sind und somit von einem Zusammenbruch des Internets unmittelbar betroffen sind.

Wer sich für digitale Bedrohungsszenarien interessiert, die Story nicht allzu kritisch hinterfragt und auf der Suche nach einer Strandlektüre ist, liegt hier genau richtig.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2021

Ein gelungenes Debüt, fesselnd und unvorhersehbar

Ausweglos
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Der Ringfingermörder hat nach Jahren erneut brutal zugeschlagen. Kommissar Elias Blom setzt alles daran, um wieder Teil des Ermittlungsteam zu werden. Bei dieser Tat gibt es zum ersten Mal einen Zeugen, ...


Der Ringfingermörder hat nach Jahren erneut brutal zugeschlagen. Kommissar Elias Blom setzt alles daran, um wieder Teil des Ermittlungsteam zu werden. Bei dieser Tat gibt es zum ersten Mal einen Zeugen, Noah, ein Nachbar des Opfers. Doch kann Elias Blom der Aussage des Nachbarn vertrauen?

„Ausweglos“ ist das Thriller Debüt von Henri Faber und ich bin davon mehr als begeistert. Der Autor holt den Leser von der ersten Seite ab, Spannung pur mit einem tollen Schreibstil, kurzen Sätzen und Kapiteln. Das Buch besticht durch unterschiedliche Erzählperspektiven zwischen den Protagonisten Elias, Noah und seiner Frau Linda. Richtig gut hat der Autor deren Gedankengänge vermittelt, z.B. wie Blom sich selbstkritisch hinterfragt, mit seinem fehlenden Fingerspitzengefühl und mangelnden Einfühlungsvermögen, dann Noahs Verzweiflung die Bilder des Opfers los zu werden und seine Frau Linda mit ihrem verbissenen Kinderwunsch. Die dramatischen Ereignisse und die Verzweiflung, die Bilder und Geschehnisse zu verarbeiten, macht die Protagonisten authentisch. Zusätzlich erhält der Leser auch Einblicke in die interessanten Gedanken des Täters.

Auch wenn die Spannung zwischenzeitlich minimal abnimmt, hat mich diese gut konstruierte Geschichte begeistert. Ununterbrochen habe ich mitgerätselt und mich genau wie Elias Blom gefragt, was ist Wahrheit, was ist Lüge?

Thriller Fans sollten sich dieses geniale Debüt nicht entgehen lassen. „Ausweglos“ ist ein packender und ganz anderer Thriller als erwartet. Ich freue mich schon auf weitere Bücher des Autors.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Eine wunderschöne Liebesgeschichte der Willow-Creek- Reihe

A History of Us − Erst auf den zweiten Blick
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Stacy freut sich jedes Jahr im Sommer auf die wunderschöne Abwechslung in ihrer Heimatstadt Willow Creek, auf das vierwöchige Mittelalterfestival, bei dem sie als Schaustellerin arbeitet. Leider ist ihr ...

Stacy freut sich jedes Jahr im Sommer auf die wunderschöne Abwechslung in ihrer Heimatstadt Willow Creek, auf das vierwöchige Mittelalterfestival, bei dem sie als Schaustellerin arbeitet. Leider ist ihr Leben ansonsten nicht sehr aufregend. Sie hat keine Beziehung, keinen Traumjob und lebt mit fast siebenundzwanzig in einer kleinen Wohnung bei ihren Eltern. Stacy wird bewusst, es muss sich dringend etwas ändern. Und das geschieht durch eine E-Mail, die sie an einen Mann schreibt.
Ich war schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Willow-Creek- Reihe. Da die Bücher in sich abgeschlossen sind, ist es kein Problem ohne Vorkenntnisse mit diesem Roman zu starten. Sehr gefreut hat es mich, dass in diesem Teil Emily und Simon, die Hauptprotagonisten aus dem Reihenauftakt, mit zu dieser Geschichte beitragen.
Die Autorin konnte mich mit ihrem lockeren Schreibstil gleich von Anfang an begeistern. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Stacy erzählt. Dabei hat mich ihre Geschichte mehr überzeugt als der erste Teil der Reihe, denn ich empfand diesen Roman zu keiner Zeit langatmig. Auch mit den sympathischen Hauptprotagonisten hatte ich dieses Mal keine Probleme. Dieses Mal steht das Mittelalterfestival nicht mehr so im Fokus, wie im ersten Teil. Mir hat das Lesen richtig Spaß gemacht, deshalb wollte ich diesen Roman auch nicht aus der Hand legen.
Durch Stacys E-Mail entwickelt sich eine wunderschöne und auch romantische Online Beziehung. Ich freute mich genau wie sie auf jede neue Nachricht. Durch den Austausch geheimster Gedanken kommt der Leser den Hauptprotagonisten immer näher.
Jen DeLuca hat es geschafft, mich mit ihrer süßen Liebesgeschichte gut zu unterhalten und zu berühren. Gerne empfehle ich diesen wunderschönen Roman weiter.
Leider geht es mit dem dritten Teil der Reihe „A History of Us – Nur drei kleine Worte“ erst im nächsten Jahr weiter.












  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Der neue Fall von Paul Colossa hat leider nicht meinen Geschmack getroffen

Giftrausch
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Der Anwalt Paul Colossa wird von einer renommierten Kanzlei als Sonderermittler eingesetzt, damit er für ein fürstliches Honorar den Ruf des privaten und berühmten Knabenmusikgymnasiums wiederherstellt. ...

Der Anwalt Paul Colossa wird von einer renommierten Kanzlei als Sonderermittler eingesetzt, damit er für ein fürstliches Honorar den Ruf des privaten und berühmten Knabenmusikgymnasiums wiederherstellt. Dort werden die Schüler mit Ritalin gedopt, um ihre Leistungen zu steigern. Doch als ein Schüler durch die Einnahme ins Koma fällt, soll Paul Colossa diesen Skandal vertuschen.
Lange musste der Leser auf das neue Buch von Hendrik Esch warten. Ich bin mit großer Vorfreude in den Roman gestartet, da mich das Debüt „ Jagdtrieb“ mit dem verpeilten Anwalt Paul Colossa sehr gut unterhalten hatte.
Leider traf der Autor dieses Mal so gar nicht meinen Geschmack, denn Pauls Verhalten ist extrem überzogen, verpeilt und chaotisch beschrieben. Er blamiert sich ständig und seine Inkompetenz empfand ich eher als anstrengend und nervig. Der Anwalt lässt den Leser auch in diesem Buch viel Teil haben an seinen stellenweise recht merkwürdigen und äußerst ausführlichen Gedanken, die ich schon beim vorherigen Buch etwas zu viel fand. Auch die Ausdrucksweise und Gedanken der Protagonisten war nicht immer stilvoll und empfand ich häufig zu extrem.
Darüber hinaus befasst sich der Autor zu ausführlich mit Nebensächlichkeiten, dabei interessierten mich weder die Auswirkungen von Viagra noch die Probleme des Harndrangs von Paul Colossa. Zusätzlich habe ich mich ständig gefragt, wann es endlich in der Hauptgeschichte weiter geht. Nach Spannung habe ich in diesem Roman vergebens gesucht, statt dessen musste ich mich leider genervt durch die Seiten quälen. Für mich hat dieses Buch auch zu keiner Zeit den Charakter eines Kriminalromans.
Leider bin ich ziemlich enttäuscht von diesem zweiten Teil. Für mich ist die Reihe hier auf jeden Fall zu Ende. Aber es gibt bestimmt Leser, denen dieses Buch über den chaotischen Anwalt besser gefällt und die dieser „Humor“ anspricht. Meinen Geschmack hat diese skurrile, völlig überzogene Geschichte leider nicht getroffen. Schade.

































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