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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2020

Ein sehr gut geschriebener, emotionaler Jugendroman, der sich mit wichtigen Themen beschäftigt

Ein Lächeln sieht man auch im Dunkeln
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Samuel ist neu an der Schule und Marie findet ihn gleich sympathisch. Doch irgendetwas verbirgt Samuel vor ihr. Maries Bruder Theo leidet unter einem traumatischen Erlebnis und er hat große Probleme seine ...

Samuel ist neu an der Schule und Marie findet ihn gleich sympathisch. Doch irgendetwas verbirgt Samuel vor ihr. Maries Bruder Theo leidet unter einem traumatischen Erlebnis und er hat große Probleme seine Ängste in den Griff zu bekommen. Seit diesem schrecklichen Vorfall ist er das Mobbing Opfer an der Schule. Marie ist seine Beschützerin und immer für ihn da, wenn er sie braucht.

Dieser emotionale Jugendroman konnte mich von Anfang an fesseln. Trotz ernster Themen, schafft es die Autorin Humor in diesen Roman einfließen zu lassen.

Alle drei Hauptprotagonisten sind authentisch und liebenswert, ihre verschiedenen Probleme haben mich tief berührt.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive im Wechsel zwischen Marie, Theo und Samuel geschrieben, die dadurch dem Leser tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt geben. Auch Spannung wird von der Autorin aufgebaut, da der Leser unbedingt wissen möchte, welches traumatische Erlebnis Theo widerfahren ist. Aber auch die Frage, was in der Vergangenheit mit Samuel passiert ist hat mich sehr beschäftigt.

Der Roman ist gut konstruiert und gibt mit der Zeit immer mehr preis. Es geht in dem Buch nicht nur alleine um das Thema Mobbing auch um Ängste, die es schwer sind zu bewältigen, Freundschaft, Familie und die Hoffnung als Person wahrgenommen zu werden. Der Leser wird zum Nachdenken angeregt, denn hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?

Es gibt in diesem Roman so viele wichtige Themen, die die Autorin zu einem wunderbaren, sehr emotionalen Roman zusammen gefasst hat. Für mich ist dies ein ganz besonderes Jugendbuch, dass mich unheimlich gefesselt hat und schwer aus der Hand zu legen war. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Spannender Psychothriller

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Hendrik und Linda leben in ihrem Haus mit dem modernen Smart-Home-System "Adam", bei der die gesamte Haustechnik per App über dieses System steuerbar ist. Angeblich ist diese App absolut sicher, doch ist ...

Hendrik und Linda leben in ihrem Haus mit dem modernen Smart-Home-System "Adam", bei der die gesamte Haustechnik per App über dieses System steuerbar ist. Angeblich ist diese App absolut sicher, doch ist sie das wirklich?

Hendrik erlebt einen Psychoterror als Linda eines Nachts spurlos aus dem Haus verschwindet. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen und Hendrik weiß nicht mehr wem er vertrauen kann. Wird er in seinem Haus beobachtet?

Das Cover und auch der Klappentext haben bei mit gleich hohe Erwartungen aus Spannung und Nervenkitzel ausgelöst und ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor versteht es, von der ersten Seite an, Spannung zu erzeugen. Genauso stelle ich mir einen guten Psychothriller vor. Die Verzweiflung, Machtlosigkeit sowie Ängste und Panik der Protagonisten habe ich förmlich gespürt.

Das Buch hatte für mich eine Sogwirkung, deshalb hatte ich es innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Stellenweise fand ich die moderne Technik sehr beängstigend.

Auch wenn ein Teil der Story etwas unglaubwürdig erschien, nahm es nicht die Spannung. Der Autor legt auch verschiedene Fährten, dennoch war die Auflösung für mich nicht ganz unerwartet.

"Die App - Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst." ist ein fesselnder Psychothriller, der mich trotz kleiner Kritikpunkte gut unterhalten hat. Für mich steht fest, dass ich "Offline" auch unbedingt noch lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2020

Gelungener Auftakt dieser Reihe

Die Wunderfrauen
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Zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre möchten die vier Frauen in diesem Roman nur eins - endlich wieder glücklich sein. Alle diese Protagonisten haben eine bewegende Geschichte, die die Autorin im Wechsel ...

Zu Beginn der Wirtschaftswunderjahre möchten die vier Frauen in diesem Roman nur eins - endlich wieder glücklich sein. Alle diese Protagonisten haben eine bewegende Geschichte, die die Autorin im Wechsel der Kapitel beschreibt. Gut konstruiert kreuzen sich die Wege von Luise Dahlmann, Annabel von Thaler, Helga Knaup sowie Marie Wagner. Die Charaktere sind sehr authentisch, so dass man regelrecht mit ihnen mitfiebert. Besonders Marie ist mir ans Herz gewachsen, sie musste aus Schlesien fliehen und hat dort Schreckliches erlebt.

Der Auftakt dieser Trilogie "Die Wunderfrauen" ist der Autorin gut gelungen. Besonders die bildliche Beschreibungen und historischen Details versetzen den Leser in die Zeit der frühen 50er Jahre.

Der Roman ist gut recherchiert und es wird einem wieder bewusst, wie selbstverständlich heute Dinge für uns sind, die damals eine Sensation waren.

Den ab und zu einfließenden bayrischen Dialekt der Einheimischen hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Ich habe "Die Wunderfrauen" mit ihren sehr unterschiedlichen Geschichten und Schicksalen sehr gerne gelesen und freue mich schon auf den zweiten Teil, der leider erst nächstes Jahr erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

Etwas schwächer als Band 1

Get Even 2
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Margot liegt im Koma, Bree ist im Gefängnis und Olivia und Kitty sind die Einzigen von DGM, die jetzt noch die Morde aufklären können, um Brees Unschuld zu beweisen. Verzweifelt versuchen die beiden den ...

Margot liegt im Koma, Bree ist im Gefängnis und Olivia und Kitty sind die Einzigen von DGM, die jetzt noch die Morde aufklären können, um Brees Unschuld zu beweisen. Verzweifelt versuchen die beiden den Mörder zu finden, doch dann kommt es zu immer mehr schockierenden Ereignissen.

Endlich ist Get Even 2 – Vergeltung ist kein leichtes Spiel erschienen. Nachdem ich Band 1 verschlungen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

In der Zwischenzeit habe ich die erste Staffel der Netflix Serie Get Even geschaut und muss leider sagen, dass dies ein Fehler war. Die Serie bezieht sich nicht nur auf Band 1, sondern auf beide Geschichten und ich wurde ziemlich gespoilert. Dadurch wurde mir die Spannung aus Band 2 komplett genommen. Also wer die Serie sehen möchte, sollte dies erst im Nachhinein tun. Darüber hinaus kam es bei mir vor allem Anfangs zu Verwirrungen, da ich nicht mehr wusste, was in der Serie geschah und was im Buch. Viele Dingen wurden in der Serie geändert.

Dadurch fiel es mir zuerst nicht ganz so leicht wieder in die Geschichte hineinzufinden. Am Anfang des Buches passiert nicht wirklich viel und so konnte es mich nicht wie Band 1 fesseln. Doch je mehr ich las, desto spannender wurde es. Ab einem bestimmten Punkt passiert alles Schlag auf Schlag und wenn man nicht gewusst hätte, wer der Mörder ist, wäre die Geschichte auch richtig fesselnd geworden. Leider kann ich jetzt auch nicht weiter auf den Inhalt eingehen, da ich sonst zu viel spoilern würde.

Die Charaktere sind mir aber wie bei Band 1 nicht wirklich ans Herz gewachsen, was mich aber auch nicht weiter gestört hat. Ein paar Protagonisten hätten vielleicht etwas sympathischer sein können, so dass man bei den Liebesgeschichten mehr mitfiebern hätte können.

Mir persönlich hat Band 1 besser gefallen, aber auch Teil 2 hat einiges zu bieten. Die Geschichte ist vor allem zum Ende hin spannend und lässt sich flüssig und leicht lesen. Mir hätte das Buch eindeutig besser gefallen, wenn ich die Serie nicht geschaut hätte, aber das war schließlich mein Fehler und deshalb bekommt das Buch 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2020

Interessante Thematik-stellenweise spannend und emotional

Die Spur des Schweigens
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Der freien Journalistin Julia fehlen interessante Aufträge, beruflich sowie privat läuft nicht alles perfekt. Julia schlägt sich mit kleineren Aufträgen durchs Leben. Als sie eine Story über ein Forschungsinstitut ...

Der freien Journalistin Julia fehlen interessante Aufträge, beruflich sowie privat läuft nicht alles perfekt. Julia schlägt sich mit kleineren Aufträgen durchs Leben. Als sie eine Story über ein Forschungsinstitut schreiben soll, bei denen es Vorwürfe zu sexuellen Übergriffen gibt, geht sie anfangs nicht sehr motiviert an die Sache ran. Doch als sich Betroffene bei ihr melden, steigt sie richtig in das Thema ein. Zudem führen die Recherchen auch zu Informationen über ihren Bruder Robert, der vor zwölf Jahren spurlos verschwand.

Dies ist meine erster Roman von der Autorin Amelie Fried. Der Klappentext mit dem brisanten Thema, sexuelle Übergriffe am Arbeitsplatz, hat mich sofort angesprochen. Der Roman ist leicht zu lesen und die Autorin konnte mich stellenweise auch richtig fesseln.

Zur Hauptprotagonistin Julia konnte ich leider keinen richtigen Bezug aufbauen, ihre Einstellung und auch das Verhalten waren nicht immer nach meinen Vorstellungen. Der sympathischste Protagonist war für mich Sebastian, den Julia am Anfang des Romans kennenlernt.

Die Thematik der sexuellen Übergriffe, der Machtmissbrauch sowie das Schweigen der Betroffenen aus Angst und Scham, hat die Autorin interessant beschrieben. Trotzdem hatte ich zu diesen Themen etwas mehr erwartet, denn das Privatleben von Julia nimmt mir in diesem Roman etwas zu viel Raum ein. Es geht um die an Demenz erkrankte Mutter, die Trauer und Verzweiflung über das spurlose Verschwinden von Robert und die Treffen von Julia mit ihren Freundinnen. Ihr Privatleben hat die Spannung des Romans etwas ausgebremst.

Die Suche nach ihrem verschollenen Bruder hingegen sorgte wieder zu einer Spannungssteigerung.

"Die Spur des Schweigens" konnte mich teilweise richtig fesseln. Ich habe diese emotionalen Roman trotz kleiner Kritikpunkte sehr gerne gelesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere