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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Ein bewegender, fesselnder und unterhaltsamer Roman - ein Jahreshighlight

Pina fällt aus
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Pina bricht mitten auf der Straße zusammen und wird daraufhin auf die Intensivstation eingeliefert. Von einem Moment auf den anderen ist ihr autistischer Sohn Leo auf sich allein gestellt. Nur Pia versteht ...

Pina bricht mitten auf der Straße zusammen und wird daraufhin auf die Intensivstation eingeliefert. Von einem Moment auf den anderen ist ihr autistischer Sohn Leo auf sich allein gestellt. Nur Pia versteht seine besondere Welt wirklich. Die anderen Hausbewohner haben bislang kaum einen Blick füreinander, da jeder mit seinen eigenen Problemen beschäftigt ist. Doch plötzlich bleibt ihnen keine andere Wahl, als für Leo da zu sein, denn er ist dringend auf ihre Unterstützung angewiesen.
Ein unglaublich bewegender Roman, den ich von der ersten bis zur letzten Seite ins Herz geschlossen habe. Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser mit dieser außergewöhnlichen Geschichte in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und gut verständlich, die Figuren sind detailreich ausgearbeitet und wirken durchweg authentisch. Man fiebert mit ihnen mit, erlebt ihre Entwicklungen und ist beeindruckt davon, wie sie über sich hinauswachsen und sich den Herausforderungen stellen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Pina mit ihren absolut nachvollziehbaren Sorgen um ihren Sohn, die Hausbewohner mit ihren ganz eigenen Schwierigkeiten und die sich nach und nach entwickelnde Hilfsbereitschaft sowie Leo mit seinen fest verankerten Routinen haben mich durchgehend gefesselt. Besonders eindrücklich zeigt die Autorin auch, wie herausfordernd das Leben mit einem autistischen Kind für die Angehörigen sein kann und auf wie vieles Pia im Alltag verzichten muss.
Ein Buch über Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und darüber, wie unterschiedlichste Menschen zueinanderfinden können. Die Geschichte ist berührend, bringt einen zum Lächeln und hat mich rundum begeistert. Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen, vor allem Leo und Sam, der Pfleger von Pina. Ich hätte diese außergewöhnlichen Charaktere nur zu gern noch länger begleitet und wäre gerne weiter in ihre Welt eingetaucht. Vielleicht darf man ja auf eine Fortsetzung hoffen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung. Für mich ist dieses Buch ein echtes Jahreshighlight.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Thriller, der mich erst zum Ende fesseln konnte

Die Ärztin – Gefährlicher Besuch
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Dies ist der zweite Fall rund um die Gynäkologin Dr. Eva Mares. Erneut gerät die Ärztin in eine bedrohliche Situation. Eines Nachts stehen eine hochschwangere Frau und ihr Vater vor ihrer Tür. Da es der ...

Dies ist der zweite Fall rund um die Gynäkologin Dr. Eva Mares. Erneut gerät die Ärztin in eine bedrohliche Situation. Eines Nachts stehen eine hochschwangere Frau und ihr Vater vor ihrer Tür. Da es der jungen Frau schlecht geht, möchte sie sich untersuchen lassen. Nach eingehender Kontrolle kann Eva zunächst Entwarnung geben. Doch wenig später entdeckt sie auf ihrem Badezimmerspiegel einen Hilferuf.

Mit großer Neugier bin ich in den Roman gestartet. Leider fiel es mir anfangs schwer, richtig in den Lesefluss zu finden. Die Vielzahl an mir unbekannten Figuren, da ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe, sowie die häufigen Wechsel zwischen den kurzen Kapiteln haben mich eher gestört, obwohl ich kurze Kapitel sonst sehr schätze. Stellenweise kam es sogar vor, dass ich die Protagonisten miteinander verwechselt habe.

Zwar gibt es immer mal wieder spannende Momente, allerdings waren mir einige Beschreibungen zu ausführlich und wirkten stellenweise überflüssig. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zu einem aus Evas Sicht, aus der Sicht der beiden Ermittlerinnen sowie aus der eines Opfers, bei dem man lange miträtselt, um wen es sich handelt. Besonders gefallen haben mir die Abschnitte rund um Eva und ihre Familie.
Die Themen diese Thrillers werden erschütternd dargestellt. Das Schicksal der betroffenen Frauen hat mich sehr bewegt und mitgenommen.
So richtig fesseln konnte mich der Thriller jedoch erst gegen Ende. Dort nimmt die Spannung deutlich zu, und die Ereignisse überschlagen sich. Umso bedauerlicher ist es, dass sich dieses Spannungsniveau nicht durch das gesamte Buch zieht.
Insgesamt konnte der Roman meine Erwartungen nicht vollständig erfüllen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein unterhaltsamer, romantischer Cozy Slow Burn Roman mit Urlaubsfeeling

Summer Tides
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"Summer Tides“ ist der Auftakt der Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe. Es handelt sich um einen romantischen Liebesroman vor einer traumhaften Kulisse am Meer, der sofort meine Sehnsucht nach Urlaub ...

"Summer Tides“ ist der Auftakt der Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe. Es handelt sich um einen romantischen Liebesroman vor einer traumhaften Kulisse am Meer, der sofort meine Sehnsucht nach Urlaub geweckt hat. Der Autorin gelingt es wunderbar, den wunderschönen Ort St. Ives sehr bildhaft zu beschreiben, sodass man sich die Umgebung lebhaft vorstellen kann. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, dabei keineswegs langatmig und stellenweise humorvoll. Die kurzen Kapitel haben mir gut gefallen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Scarlett und Jonah erzählt. Beide sind sehr sympathische Charaktere. Scarlett wirkt stellenweise etwas naiv, und einige ihrer Entscheidungen sind recht überstürzt. Jonah dagegen erscheint zu Beginn eher distanziert ist aber sehr sympathisch.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und ruhig, ganz im Stil eines typischen Cozy-Slow-Burn-Romans. Die Figuren dieser Geschichte sind mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Vor allem die warmherzige Art der Familie Anderson hat mir sehr gefallen. Als ich am Ende gelesen habe, dass es im Herbst ein Wiedersehen mit den Protagonisten in St. Ives geben wird, habe ich mich besonders gefreut.
„Summer Tides“ erzählt eine Liebesgeschichte, die von Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt, Liebeskummer und persönlicher Weiterentwicklung geprägt ist. Insgesamt ist es ein schöner Wohlfühlroman mit echtem Urlaubsfeeling, perfekt für zwischendurch. Gerne empfehle ich diese romantische Liebesgeschichte weiter.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Tiefgründig und emotional

The Night We Met
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Mike und Chris sind beste Freunde. In einer Nacht lernt Larissa beide Männer kennen, und nach einiger Zeit ist sie mit Mike zusammen. Doch schon bald beginnen ihre Zweifel, ob sie sich wirklich für den ...

Mike und Chris sind beste Freunde. In einer Nacht lernt Larissa beide Männer kennen, und nach einiger Zeit ist sie mit Mike zusammen. Doch schon bald beginnen ihre Zweifel, ob sie sich wirklich für den Richtigen entschieden hat. Denn Mike ist nicht der, für den er sich ausgegeben hat. Mit Chris hingegen hat sie viele Gemeinsamkeiten, außerdem ist er immer für sie da.
Eigentlich wären die beiden das perfekte Paar. Doch sie stehen vor einer großen Entscheidung. Sollen sie Mikes Herz brechen oder auf die große Liebe verzichten?

Ich lese die Romane der Autorin sehr gerne, und auch dieses Buch konnte mich wieder begeistern. Der Schreibstil ist angenehm, locker und leicht zu lesen, mit etwas Humor, aber auch mit viel Tiefgang.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Chris und Larissa erzählt. Chris mochte ich mit seiner liebevollen Art und seiner Hilfsbereitschaft sofort. Teilweise habe ich richtig mit ihm gelitten, weil er zwischen Larissa und Mike stand. Auch Larissa war mir sehr sympathisch. Sie tat mir sehr leid, besonders wegen dem, was sie durch ihren Vater erleben musste.
Mein Herz hat allerdings auch „Wufferine“ erobert, der Yorkshire-Terrier-Welpe, der es mit allen möglichen Tieren aufgenommen hat. Er muss wirklich ein besonderes Exemplar gewesen sein, denn als Welpe schon 18 km laufen zu können, ist beeindruckend.
Mir hat die Mischung in diesem Roman sehr gut gefallen, da verschiedene Themen aufgegriffen werden. Die Bedeutung von Freundschaft wird hervorgehoben, es geht um die große Liebe, um wichtige Gespräche, aber auch um Alkoholismus, Depressionen, das Nichtaufgeben und darum, für seine Ziele zu kämpfen.
Ein bewegender und tiefgründiger Liebesroman, den ich sehr gerne gelesen habe und den ich auf jeden Fall weiterempfehle.













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Veröffentlicht am 10.03.2026

Ein vielschichtiger Roman über eine chinesische Einwanderfamilie - unterhaltsam und bewegend

Real Americans
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Ein Roman über die Herkunft einer chinesischen Einwandererfamilie in den USA, der sich über drei Generationen erstreckt und die Suche nach der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit beschreibt.
Die ...

Ein Roman über die Herkunft einer chinesischen Einwandererfamilie in den USA, der sich über drei Generationen erstreckt und die Suche nach der Identität und dem Wunsch nach Zugehörigkeit beschreibt.
Die Aktion „Deutschland liest ein Buch“ hat mir sehr gut gefallen und dadurch auch meine Neugier auf diesen Roman geweckt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei jeder Abschnitt aus der Perspektive einer der drei Protagonisten erzählt wird. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, lässt sich sehr gut lesen und hat mich gut unterhalten.
Im Verlauf der Geschichte werden Familiengeheimnisse nach und nach aufgedeckt.
Der Roman beginnt im Jahr 1999 mit Lily Chen, der Tochter der eingewanderten Familie. Sie wurde bereits in den USA geboren und von ihren Eltern bewusst als Amerikanerin erzogen. In diesem Teil werden besonders die bestehenden Klassenunterschiede eindrücklich dargestellt.
Der zweite Abschnitt spielt etwa zwanzig Jahre später und dreht sich um Nick, Lilys Sohn. Dieser versucht mehr über seinen Vater herauszufinden und sich selbst besser zu verstehen. Von allen Figuren war mir Nick persönlich am sympathischsten.
Im letzten Teil steht schließlich May im Mittelpunkt, Lilys Mutter. Hier erfährt man viele interessante Hintergrundinformationen über China, über ihr früheres Leben und auch über die schwierige Zeit unter der Herrschaft von Mao Zedong.
Alle drei Figuren befinden sich auf ihre Weise auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, nach Erfolg und nach Zugehörigkeit. Sowohl May als auch Lily verfolgen dabei das Ziel, dass es der jeweils nächsten Generation einmal besser gehen soll. Mit der Zeit werden die Beweggründe und Entscheidungen der Figuren immer verständlicher, sodass man ihr Handeln gut nachvollziehen kann. Besonders gefallen hat mir, wie die Autorin diese Entwicklung im Laufe der Geschichte aufgebaut hat.
Der Roman ist vielschichtig und behandelt zahlreiche Themen, darunter Migration, Familiengeheimnisse, Rassismus, chinesische Geschichte, Zugehörigkeit und familiäre Bindungen. Auch wissenschaftliche Aspekte spielen eine wichtige Rolle in diesem Roman.
Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass zu viele Themen beschrieben werden. Einige davon wurden meiner Meinung nach etwas zu kurz behandelt, während andere Stellen wiederum zu ausführlich beschrieben sind.
Trotzdem habe ich den Roman insgesamt sehr gerne gelesen. An manchen Stellen hat mich die Geschichte auch emotional sehr bewegt. Gerne empfehle ich den Roman weiter.

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