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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Verwirrend und spannend

Ostfriesennebel
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Bei Ostfriesennebel handelt es sich bereits um den 19. Ostfriesenkrimi aus der Feder des Autors Klaus-Peter Wolf. Wie immer begeht ein Serienkiller den Fehler nach Ostfriesland zu kommen. Dabei müsste ...

Bei Ostfriesennebel handelt es sich bereits um den 19. Ostfriesenkrimi aus der Feder des Autors Klaus-Peter Wolf. Wie immer begeht ein Serienkiller den Fehler nach Ostfriesland zu kommen. Dabei müsste es sich doch auch bei ihnen rumgesprochen haben, dass hier Endstation für sie ist, denn Ann-Kathrin Klassen und ihr Team bringt sie alle zur Strecke. Sie ist eine Gute, kann sich aber in die Täter hineinversetzen.
Als Carina Oberdieck in der Polizeistation in Norden erscheint und behauptet, dass der Mann bei ihr zu Hause nicht ihr wahrer Ehemann sei, sondern vermutlich dessen Zwillingsbruder, wird diese Behauptung nicht ernst genommen. Der Zwillingsbruder sei angeblich im Urlaub gestorben, als er in einen Vulkan gestürzt sei. Und hier fängt das Verwirrspiel an, welches sich durch das ganze Buch zieht und von Herrn Wolf wunderbar inszeniert wird. Die Zwillingsbrüder haben schon ihr Leben lang die Rollen getauscht und nicht nur für harmlose Streiche. Einige Frauen wurden so von ihnen missbraucht.
Zusätzlich zu diesem Fall gibt es eine Frauenleiche, welche auf Eisenbahnschienen gefunden wurde. Das Team von Ann-Kathrin Klassen bekommt hierbei das BKA vor die Nase gesetzt. Aber ohne Hilfe der ostfriesischen Mannschaft geht hier auch nichts!
Ich habe im Laufe der Jahre alle Fälle der Krimireihe verfolgt. Gelesen und auch oft zusätzlich gehört. KPW liest seine Krimis wunderbar und er lässt seine Charaktere zum Leben erwachen. Seine Freunde und Bekannten im wahren Leben werden gerne auch liebevoll in den Geschichten bedacht. Ich empfinde es manchmal schon fast wie Nachhausekommen, obwohl ich noch nie dort war.
Allerdings habe ich diesmal mit dem Hörbuch begonnen und hatte dann doch Schwierigkeiten den ganzen Namen zu folgen. Aber das liegt nicht an der Interpretation des Autors, sondern an meiner Schwäche mir Namen gut zu merken. Schriftlich klappt es besser, habe ich festgestellt.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Verwirrend und enttäuschend

Campion. Tödliches Erbe
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Campion, der "vielleicht beste Detektiv, den England je kannte" wurde vor fast 100 Jahren von der Autorin Margery Allingham erfunden. Ich kannte bisher noch keine Bücher von dieser Reihe und habe mich ...

Campion, der "vielleicht beste Detektiv, den England je kannte" wurde vor fast 100 Jahren von der Autorin Margery Allingham erfunden. Ich kannte bisher noch keine Bücher von dieser Reihe und habe mich auf 'Tödliches Erbe' gefreut, da ich auf einen neuen Poirot gehofft hatte.
Leider wurde ich sehr enttäuscht. Mir war nicht bewusst, dass es sich um den dritten Band der Reihe handelt, aber das merkte ich ziemlich schnell. Denn die Autorin setzte wohl voraus, dass man den Detektiv bereits aus den bisherigen Fällen kannte. Ich konnte auf jeden Fall, das ganze Buch lang mit dieser Person nicht warm werden. Sie tauchte immer mal auf, wusste plötzlich Fakten, arrangierte irgendwelche Hilfen und löste den Fall mit Bravour. Nur, um was es wirklich ging und warum er sich engagierte, blieb mir ein Rätsel. Vielleicht muss man Engländer sein und die Geheimnisse rund um das Königshaus kennen?
Die schöne Aufmachung des Buches und der Klappentext haben mich verführt, diese Geschichte zu lesen. Bei der Übersetzung vermute ich fast die alte Version und dachte an manchen Stellen, hier hat jemand Wort für Wort übersetzt, ohne den Sinn des Satzes bzw. der ganzen Handlung zu verstehen oder zu berücksichtigen. Der Detektiv wird nicht richtig vorgestellt und die ganze Geschichte ist nur einfach langweilig geschrieben.
Das große grauenvolle Geheimnis, auf welches immer mal wieder hingewiesen wird, wird zwar letztendlich aufgedeckt, aber auch hier fehlte mir das Verständnis und ich war froh, die 270 Seiten beendet zu haben.
2,5*

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Toller Debütroman

Die Brücke von London
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Bei 'Die Brücke von London' handelt es sich um historischen Roman des Autors Julius Arth. Es ist sein erster Roman und ich hoffe nicht sein letzter. Bei dem Titel hatte ich gleich an die Towerbridge gedacht, ...

Bei 'Die Brücke von London' handelt es sich um historischen Roman des Autors Julius Arth. Es ist sein erster Roman und ich hoffe nicht sein letzter. Bei dem Titel hatte ich gleich an die Towerbridge gedacht, wurde aber eines Besseren belehrt.
Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, zum einen zu Beginn des 13.Jahrhunderts, als sich die Brücke von London im Bau befindet und dann über 500 Jahre später, als auf der Brücke reges Leben herrscht, denn es befinden sich viele Geschäfte und Wohnungen auf ihr.
Den größeren Anteil hat die Geschichte aus dem Jahr 1749, als die Witwe Juliana Hamley versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen. Denn ihr verstorbener Mann hat ihr nicht nur das Tuchgeschäft hinterlassen, sondern auch einen Haufen Schulden. Als sie eines Tages einen Jungen aus der Themse rettet, der sich bisher als Taschendieb verdingt hat, hat sie plötzlich nützliche Unterstützung durch ihn und seine vier Freunde. Und auch den Gehilfen des Brückenmeisters weiß sie auf ihrer Seite.
Der Roman ist sehr flüssig geschrieben und spannend zu lesen. Der Autor hat darauf verzichtet, die Sprache der damaligen Zeit zu übernehmen. Außerdem werden die damals teilweise schlechten Lebensumstände nicht bis ins Detail umschrieben, sodass man sich gut auf das Geschehen konzentrieren kann. Lange Zeit rätselt man, wie die Erzählstränge und die Personen von 1205 mit denen von 1749 zusammenhängen könnten und dem Autor ist es wunderbar gelungen den Zusammenhang darzustellen.
Die ca 550 Seiten flogen nur so dahin und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Verzwickte Ermittlungen

Das Todesflüstern der Raben
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Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal ...

Bei: Das Todesflüstern der Raben von Frank Esser handelt es sich um den 3.Fall in der Jana Brinkhorst Krimi Reihe. Kriminalhauptkommissarin Jana Brinkhorst und ihr Team ermitteln in Hamburg und diesmal erhalten sie unerwartet und eigentlich unerwünscht Hilfe von einem Aachener Kollegen. Dieser ist eigentlich beurlaubt, da er bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt wurde und nun auf seine Eingliederung wartet. Vorher besucht er noch seinen Vater in Hamburg und findet seinen Onkel zerquetscht von der Hebebühne unter einem Oldtimer. Klar, dass er bei der Aufklärung mitmischen muss.
Jana sieht bei diesem Mordfall aber Parallelen zu zwei alten Fällen. Denn es wurde wieder ein Origami Rabe am Tatort zurückgelassen und bei den Spuren Bonsaierde gefunden. Helfen tun die Spuren allerdings nicht.
Durch geschickte Polizeiarbeit gelingt die Aufklärung, allerdings gibt es bis dahin noch einige Tote zu beklagen. Auch die offenen Fragen werden beantwortet, ohne das irgendetwas vom Autor im letzten Moment aus dem Hut gezaubert wird, was zur eigentlichen Aufklärung beigetragen hat.
Der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch etwas weiter zu lesen als man eigentlich gerade wollte. Auch der Spannungsaufbau trägt dazu bei.
Ich kenne die Vorgängerbände nicht komplett und sind bei mir auch vom Inhalt nicht mehr ganz präsent. Aber das hat meinem Lesevergnügen nicht geschadet, mir fehlten keine Informationen und ich konnte der Handlung 'entspannt' folgen

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Guter Beginn einer neuen Krimireihe

Eric Holler: Wo ist Lisa?
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Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht ...

Bei: Wo ist Lisa? Handelt es sich um den ersten Band der Krimireihe um den Privatdetektiv Eric Holler. Verfasst wurde es von dem Autor und Selfpublisher Roman Just. Da diese Bücher ohne Lektorat veröffentlicht werden, bin ich immer skeptisch, ob ich sie lesen mag.
Bei diesem Krimi waren meine Bedenken aber nicht angebracht. Der Schreibstil war erst einmal etwas verwirrend, da der Autor sehr viele Informationen in einem Satz unterbringt. Dadurch fand ich den Beginn etwas hektisch und hätte gerne etwas mehr Informationen bezüglich der handelnden Personen gehabt. Aber nachdem sich alles etwas beruhigt hatte und ich der Handlung gut folgen konnte, kam das Lesevergnügen.
Zum Schluss klärt sich alles logisch auf, ohne übertriebenes Happyend.
Der Privatdetektiv findet in dem KHK Manfred Werthofen einen Gleichgesinnten und so werden die beiden bestimmt noch einige Fälle in Gelsenkirchen aufklären. Ich werde dranbleiben

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