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Veröffentlicht am 01.09.2024

Ein neuer Fall für Rocco Eberhardt

Der 1. Patient
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Klinikum Spreehöhe in Berlin: Der Chefchirurgin Dr. Sasha Müller stirbt ein Patient mitten in einer Routine OP weg. Sofort wird sie und ihr OP Team freigestellt um jegliche Manipulation vorzubeugen und ...

Klinikum Spreehöhe in Berlin: Der Chefchirurgin Dr. Sasha Müller stirbt ein Patient mitten in einer Routine OP weg. Sofort wird sie und ihr OP Team freigestellt um jegliche Manipulation vorzubeugen und der Klinik keinen weiteren Schaden zuzufügen. Das Heikle an der Situation ist, dass die Chirurgin KI einsetzte und dieser voll und ganz vertraute.
Der Gerichtsmediziner Justus Jarmer stellt bei der Obduktion fest, dass das Verabreichen eines Kontrastmittels zum Tod geführt hat, da der Patient darauf sehr allergisch reagierte und das Ganze zu einem anaphylaktischem Schock führte. Rocco Eberhardt wird nun gebeten, die Ärztin vor Gericht zu vertreten, da sie von der Staatsanwaltschaft der fahrlässigen Tötung angeklagt wird.
Rocco Eberhardt will seinen Wiedereinstieg eigentlich langsam beginnen, aber dieser Fall interessiert ihn schon. Wie weit kann die KI Schuld an dem Tod des Patienten sein? Er ist erst einmal von der Unschuld der Ärztin überzeugt, ansonsten würde er den Fall gar nicht übernehmen.
Die anschließende Gerichtsverhandlung zieht sich etwas, nimmt aber interessante Wendungen. Der ein oder andere Experte entlarvt sich selbst und das OP Team von Dr. Sasha Müller hat sich auch nicht immer ganz korrekt verhalten. Wurden Unterlagen manipuliert?
Das Ende der Verhandlung ist eine Überraschung und zeugt von tiefen negativen Motiven.
Mir persönlich zogen sich die Szenen im Gerichtssaal manchmal etwas zu lange hin, aber so sind sie wohl auch im realen Leben. Der Schreibstil hat mich aber trotzdem gut von Seite zu Seite geleitet und ich hatte ein paar spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Spannend, allerdings mit brutalen Szenen

Krähentage
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Es wird eine neue Sondereinheit für komplexe Serienstraftaten gegründet. Gruppe 4 heisst sie und soll von den beiden Kommissaren Mila Weiss und Jakob Krogh geleitet werden. Jakob hatte sich eine einjährige ...

Es wird eine neue Sondereinheit für komplexe Serienstraftaten gegründet. Gruppe 4 heisst sie und soll von den beiden Kommissaren Mila Weiss und Jakob Krogh geleitet werden. Jakob hatte sich eine einjährige Auszeit genommen und auch Mila bringt ein privates Geheimnis mit. Im Laufe des Buches wird teilweise die Vergangenheit der beiden erklärt.
Aber bevor die beiden sich überhaupt mit dem übrigen Expertenteam beschnuppern können, sind sie schon mitten in den Ermittlungen. Die ältere Dame Irene Nowak wird ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. Nach dem Tod noch misshandelt von einer Krähe. Gefunden wurde sie, da in der Nachbarwohnung eine junge Frau brutal überfallen wurde und die Polizisten eine Zeugenbefragung durchführen wollten. Gehören die Taten irgendwie zusammen? Und wieso wurde Frau Novak noch gesehen, obwohl sie laut Gerichtsmediziner bereits schon zwei Tage tot war?
Der Schreibstil ist flüssig und spannend, die Handlung brutal und oft detailgetreu beschrieben. Nichts für schwache Nerven. Der Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch, denn die Überfälle auf Frauen und auch die 'Krähenmorde' nehmen zu und das Ermittlerteam ermittelt fast ohne Unterlass. Jede Spur wird verfolgt. Als Leser erfährt man schon etwas früher wer der Täter ist und seine Vorgehensweise, allerdings seine Motivation erst ziemlich zum Schluss. Die Handlung endet zwar mit einem bösen Cliffhanger, aber man kann das Buch als Einzelband lesen.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Unterhaltsames Lesevergnügen

Mord im Antiquitätenladen
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Eigentlich stand dieses Buch nicht auf meiner Wunsch- und Leseliste, aber wenn es schon mal hier lag, konnte ich es auch lesen. Ich wurde angenehm überrascht mit einem kurzweiligen, humorvollen Cosycrime.
Da ...

Eigentlich stand dieses Buch nicht auf meiner Wunsch- und Leseliste, aber wenn es schon mal hier lag, konnte ich es auch lesen. Ich wurde angenehm überrascht mit einem kurzweiligen, humorvollen Cosycrime.
Da ich den Autor nicht aus dem TV kenne, kann ich keine Vergleiche zu Siggi, dem Antiquitätenhändler aus dem Buch stellen. Die fiktive Gestalt stellt sich sympathisch dar und den Antiquitätenladen konnte ich mir vor und nach den Putzaktionen von Doro gut vorstellen. Das Geschäft scheint ja auch ganz gut zu laufen und somit bedient das Buch nicht alle Klischees anderer Cosycrimes.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen.
Gleich zu Beginn taucht ein Toter auf, welcher aber gleich wieder verschwunden ist, dafür hängt plötzlich ein unbekanntes Bild, eine Tapisserie an der Wand. Siggi bemerkt es sofort, obwohl es für Außenstehende unbegreiflich ist, wie er den Überblick in seinem unübersichlichem Laden behalten kann.
Da die Polizei ihm die Geschichte mit der verschwundenen Leiche nicht glaubt, nimmt er selbst die Ermittlungen in die Hand. Angespornt von Doro, seiner neuen Raumpflegerin und unterstützt von Anton, einem Kunstsachverständigen und Freund aus Köln. Nach vielen Wirrungen und Irrungen und einigen Blessuren gelingt es ihnen die Zusammenhänge zu erkennen und aufzuklären.
Ich hatte ein paar vergnügliche Lesestunden mit diesem Buch und kann es Lesern von Cosycrimes empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.07.2024

Es tun sich Abgründe auf

Letzte Lügen
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Sara Linton und Will Trent haben geheiratet; Will hat die Organisation für die Hochzeitsreise übernommen und Sara ist wirklich freudig überrascht, was Will geplant hat. Eine Woche Auszeit in der Ridgeview ...

Sara Linton und Will Trent haben geheiratet; Will hat die Organisation für die Hochzeitsreise übernommen und Sara ist wirklich freudig überrascht, was Will geplant hat. Eine Woche Auszeit in der Ridgeview Lodge, am Anfang des Appalachian Trail. Bevor sie dorthin gelangen, müssen sie eine 2-stündige Wanderung bergan hinter sich bringen. Oben werden sie mit einer tollen Umgebung und Hütte belohnt. Auch der Empfang durch die Betreiber, der Familie McAlpine ist angenehm. Allerdings ändert sich der positive Eindruck gleich beim gemeinschaftlichen Abendessen. Die Familie scheint sich über irgendetwas nicht einig zu sein, die Chefin Mercy wird von allen niedergemacht und auch die Gäste scheinen etwas auszusetzen zu haben oder betrinken sich sinnlos.
Sara und Will wollen noch etwas im Fluss entspannen, als sie plötzlich durch einen Schrei aufgeschreckt werden. Will findet Mercy niedergestreckt von mehreren Messerstichen am Ufer und beginnt mit den Rettungsversuchen, bei denen er sich selbst schwer an der Hand verletzt. Die letzten Worte die Mercy ihm zuflüstert werden dem Leser immer stückchenweise wiedergegeben.
Für Will steht der Täter fest. Es muss sich um Dave handeln. Dieser ist nicht nur der brutale Ex-Mann von Mercy, sondern auch Wills Alptraum aus dem Kinderheim.
Nach vielen Ermittlungen, bei denen der heimische Sheriff nicht viel dazutut, aber Amanda, Faith und Kevin, mittlerweile dazugerufen, jeder Spur nachgehen, gelingt es den wahren Täter zu überführen. Bis dahin ist es ein langer Weg, denn oft handelt es sich um eine Sackgasse, es tun sich Abgründe auf bei der Famile McAlpine. Fast jeder hat Dreck am Stecken.
Ich kenne fast alle Bücher von Karin Slaughter und lese sie bereits seit fast 20 Jahren. Brutale Szenen sind ihr Markenzeichen, aber diesmal fand ich ihre vulgäre Sprache und die vielen Kraftausdrücke etwas übertrieben. Die ersten 100 - 200 Seiten waren etwas langatmig und ich hätte mir gewünscht, dass nicht gleich am ersten Abend der Mord geschieht. Ein, zwei Tage mit den geplanten Ausflügen hätte ich persönlich reizvoll gefunden. Nach dem etwas langsamen Einstieg, nahm die Spannung rasant zu und ich habe das Buch dann sehr schnell weiter- und zu Ende gelesen. Und nun freue ich mich auf weitere spannende Fälle mit den Frischvermählten und ihren Kollegen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Gelungene Fortsetzung

Signum
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Nach dem tollen Auftakt der Stormland-Trilogie im letzten Jahr mit 'Refugium' war ich nun gespannt auf den zweiten Teil: Signum. Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn es nicht ganz so rasant zuging wie ...

Nach dem tollen Auftakt der Stormland-Trilogie im letzten Jahr mit 'Refugium' war ich nun gespannt auf den zweiten Teil: Signum. Ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn es nicht ganz so rasant zuging wie im ersten Teil. Der Schreibstil und die Übersetzung waren gut zu lesen und ließen die knapp 500 Seiten fast wie im Fluge vergehen. Die gebundene Ausgabe passt vom Cover gut zu Refugium und macht insgesamt einen soliden Eindruck.
Julias Krimireihe soll als Serie verfilmt werden und sie ist mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden. Ihr wird :erhöhte Realität, märchenhaft - für ihre Bücher attestiert. Ihren Frust versucht sie bei Irma Rydings loszuwerden. Die Schriftstellerkollegin gibt ihr Beistand und Tipps, versucht aber auch ihren Nachlass zu regeln.
Kim entführt den Schockdoktor Martin Rudbeck, um endlich ein Geständnis und die Gründe für dessen Misshandlungen an ihm zu erfahren. Er hält ihn im Keller seines Hauses gefangen und dann läuft alles aus dem Ruder. Obwohl er die Entführung gut geplant hatte und falsche Spuren gelegt hatte, kommt ihm die Polizei auf die Spur. Ein Wettrennen um die Zeit beginnt.
Es gibt verschiedene Handlungsstränge, Julia recherchiert über : Die wahren Schweden - eine rechtsextreme Gruppe, Kim hat mit sich und Martin Rudbeck genug zu tun und der Exmann von Julia findet ein neues Liebesglück, verliert aber die Ermittlungen bezgl. Des Entführungsfalls Rudbeck nicht aus den Augen und zieht die richtigen Schlüsse. Allerdings werden seine Beweise durch CES sabotiert. Ich hoffe, dass wir über CES im dritten und letzten Band mehr erfahren.
Alles hängt mit allem zusammen und es bleiben einige offene Fragen, sodass ich mich jetzt schon auf Band drei freue. Es hatte wieder spannende Lesestunden mit diesem Thriller.

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