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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2023

Greta Vogelsang konnte mich nicht überzeugen

Die Spur der Aale
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Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, leider wird der erste Fall mit der Staatsanwältin Greta Vogelsang wohl auch mein letzter sein. Der Schreibstil gefiel mir gar nicht. Kurze knappe Sätze, ...

Der Klappentext hörte sich vielversprechend an, leider wird der erste Fall mit der Staatsanwältin Greta Vogelsang wohl auch mein letzter sein. Der Schreibstil gefiel mir gar nicht. Kurze knappe Sätze, die ruhig etwas runder ausfallen könnten. Viel hin und her, wie der getötete Zollfahnder Lars Mathissen und die Staatsanwältin Greta Vogelsang zusammenhingen. Eine Beschreibung der Personen hätte mir besser gefallen. Wie alt ist sie? In welcher Beziehung lebt sie mit Mika? Was ist in ihrer brisanten Vergangenheit passiert? Vielleicht wäre sie dann greifbarer gewesen. Aber so waren für mich, nicht nur Greta, sondern alle Personen sehr unrealistisch. Naja, Radfahren tut sie wohl gerne!
Das Thema: Schmuggelei von Glasaalen war gut umrissen und ich fand es interessant. Mal etwas anderes! Als der Transport der Schmuggelware von Frankreich zum Frankfurter Flughafen beschrieben wurde, war die Handlung plötzlich flüssig zu lesen und ich hatte schon Hoffnung, dass sich das Durchhalten doch noch gelohnt hatte. Aber der Rest des Buches war wieder abgehackt und ohne Spannung. Mir kam schon der Verdacht, dass vielleicht mehrere Personen den Text verfasst haben.
Ein interessantes Thema leider schlecht umgesetzt. Und warum mussten Raumdüfte so vulgär beschrieben werden? Sollte es das Buch aufwerten?

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Am Polarkreis wurde wieder gemordet

Tief im Schatten
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Erst zwei Monate ist es her, dass Hanna Ahlander, nach ihrer unschönen Trennung von ihrem Lebensgefährten, im Ferienhaus ihrer Schwester in Åre untergekommen ist. Genauso lange ist der erste Fall her, ...

Erst zwei Monate ist es her, dass Hanna Ahlander, nach ihrer unschönen Trennung von ihrem Lebensgefährten, im Ferienhaus ihrer Schwester in Åre untergekommen ist. Genauso lange ist der erste Fall her, den sie mit ihrem Kollegen Daniel Lindskog gelöst hat, als schon wieder eine Leiche gefunden wird. Es handelt sich um den ehemaligen Olympiasieger Johan Lars Adersson, der sehr beliebt war und niemand kann etwas schlechtes über ihn berichten. Warum wurde er so brutal misshandelt und getötet? Warum war er an den Händen gefesselt? In Verdacht gerät zunächst sein Kollege und Geschäftspartner, mit dem er eine Klempnerfirma gegründet hatte. Denn dieser ist hochverschuldet und wäre der Nutznießer.
Bei den Ermittlungen treffen Hanna und Daniel auf die Spur von Rebecka. Doch sie können sie nirgends antreffen. Wo hält sie sich auf? Freiwillig, oder gezwungen? Wie geht es ihr? Schwanger und nicht ganz gesund? Hannah ahnt nichts Gutes, als sie auch noch Hinweise auf Misshandlungen durch den Ehemann erhält.
Die Suche nach Rebecka gerät in den Vordergrund, wobei die Suche nach dem Mörder von Johan Andersson nicht außer Acht gelassen wird und plötzlich eine ganz andere Richtung einschlägt.
Hanna und Daniel sind so vertieft in den Fall, dass keine Zeit für die Klärung privater Probleme bleibt. Bei Daniel und seiner Frau Ida spitzt sich die Lage zu.
Mich hat die Handlung gleich in den Bann gezogen und es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen. Spannend vom Anfang bis zum Ende. Der Schreibstil und die schön gegliederten kurzen Abschnitte haben mir sehr gut gefallen. Eine wunderbare Mischung aus Krimihandlung und Privatleben der handelnden Personen.
Mir hat der zweite Band fast noch besser gefallen als der 1.Fall und ich freue mich auf weitere Polarkreis-Krimis aus der Feder von Viveca Sten.

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Veröffentlicht am 19.09.2023

Toni Lorenz und Edgar Brehm haben viel zu meistern

Schattenriss
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Mit Schattenriss erschien der zweite Teil von Theresa Prammers Krimireihe mit dem Privatdetektiv Edgar Brehm und der angehenden Schauspielerin Toni Lorenz. Mittlerweile ist dieses ungleiche Gespann zu ...

Mit Schattenriss erschien der zweite Teil von Theresa Prammers Krimireihe mit dem Privatdetektiv Edgar Brehm und der angehenden Schauspielerin Toni Lorenz. Mittlerweile ist dieses ungleiche Gespann zu einem erfolgreichen Team zusammengewachsen. Leider geht es meist nur um Beschattungen in Ehegeschichten.
Als zwei Jugendliche nach einem Praterbesuch verschwunden sind, wird Edgar Brehm gebeten, bei der Suche zu helfen. Er zögert und würde es am liebsten ablehnen, aber Toni kann ihn überreden. Kurze Zeit später wird die Leiche von Julian im Wasser gefunden und es stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Seine Begleitung Anna-Sophie gerät in Verdacht die Tätern zu sein. Bis sie selbst, lebend, aber verletzt gefunden wird.
Bis zur endgültigen Aufklärung des Falles, geraten viele Personen in Verdacht. Die Charaktere werden toll beschrieben, man sieht die Personen bildhaft vor sich und nicht alle sind sehr sympathisch.
Auch im Liebesleben der Hauptpersonen Toni und Edgar geht es drunter und drüber. Edgar trifft seine grosse Liebe Ralph wieder. Dieser ist mittlerweile katholischer Pfarrer und hatte öfter Kontakt zu Julian und dessen Familie.
Toni macht einen Sommerkurs in der Schauspielschule. Der junge, schon berühmte Schauspieler Tim, bringt ihr Gefühlsleben mächtig durcheinander.
Das Buch ist spannend und abwechslungsreich; ich mochte es zwischenzeitlich gar nicht aus der Hand legen.......ich hätte ja etwas verpassen können.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich hoffe, genau wie Edgar, auf eine weitere Zusammenarbeit von diesem tollen Detektivgespann.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Tsokos neue Thrillerreihe beginnt spannend

Mit kalter Präzision
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Nach dem Fred Abel sich aus dem Team der Rechtsmediziner des BKAs verabschiedet hat, widmet der Autor Michael Tsokos der Nachfolgerin Dr. Sabine Yao eine neue Thrillerreihe. Da Herr Tsokos vom Fach ist, ...

Nach dem Fred Abel sich aus dem Team der Rechtsmediziner des BKAs verabschiedet hat, widmet der Autor Michael Tsokos der Nachfolgerin Dr. Sabine Yao eine neue Thrillerreihe. Da Herr Tsokos vom Fach ist, macht es immer Freude seine Bücher zu lesen. Eine gelungene Mischung aus fiktiver Handlung(oft basierend auf realen Fällen) , genauer Beschreibungen des Sektionssaales und den dort durchgeführten Handlungen und Einsicht in das private Umfeld der Protagonistin versprechen immer spannende Lesestunden.
Als die Frau des bekannten Schönheitschirurgen Roderich Kracht tot in ihrem Badezimmer aufgefunden wird, werden gleich zwei Rechtsmediziner zur Begutachtung des Leichnams hinzugezogen. Beide kommen bezüglich der Todeszeit zum gleichen Ergebnis. Aber eine Unstimmigkeit bei der Totenstarre lässt beide ratlos zurück. Da es sich um Mord handelt, ist der Todeszeitpunkt äußerst wichtig. Haben die mutmaßlichen Täter, in erster Linie der Ehemann, ein Alibi?
In Sabine Yao nagt diese Ungewissheit. Was haben sie übersehen? Wer ist Roderich Kracht überhaupt? Wie ist sein Werdegang? Sie lässt nicht locker und erfährt, dass dieser selbst zwei Jahre als Rechtsmediziner gearbeitet hat und keinen rühmlichen Abgang hatte. Also weiter nachhaken, bei einer IT Spezialistin und alte Akten zu Rate ziehen. Und siehe da, Roderich Krachts Name taucht bei mindestens drei weiteren Fällen auf, alles Selbstmorde, oder doch als Selbstmorde getarnte Morde?
Sabine Yao geht so weit, dass sie sich selbst in Lebensgefahr begibt! Eine spannende Lektüre mit einem großen Makel:
So störten die vielen, sich wiederholenden grammatikalischen Fehler öfter das Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Eiskalte Spannung in schneereichem Setting

Mord im Christmas Express
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Mich hat das schöne Cover neugierig gemacht, dann noch der Hinweis auf den Mord im Orientexpress ( ich liebe die Verfilmung von 1974) und natürlich die Leseprobe.
Es gibt kleine Gemeinsamkeiten mit dem ...

Mich hat das schöne Cover neugierig gemacht, dann noch der Hinweis auf den Mord im Orientexpress ( ich liebe die Verfilmung von 1974) und natürlich die Leseprobe.
Es gibt kleine Gemeinsamkeiten mit dem Krimi von Agatha Christie, aber die Unterschiede überwiegen, sodass es sich nicht um einen Abklatsch der berühmten Vorlage handelt.
Roz (Rosalind Parker), eine pensionierte Polizistin, versucht verzweifelt pünktlich zum Bahnhof Euston Station zu kommen. Das Taxi sitzt im Stau fest, also zu Fuß weiter. Schneetreiben in London! Es wird knapp, dabei muss sie doch unbedingt den Zug erwischen, damit sie morgen, am Heiligabend, bei ihrer schwangeren Tochter sein kann. Die Wehen haben eingesetzt - 6 Wochen zu früh. Sie hat Glück, der Zug verspätet sich, fällt aber nicht aus, wie viele andere. Schon auf dem Bahnhof kann sie einige der Mitreisenden beobachten.
Aber das Drama geht weiter. Ihre Tochter muss als Notfall in ein Krankenhaus. Und Roz? Sitzt auf heißen Kohlen. Wann kommt sie wohl endlich in Fort William an und kann ihrer Tochter und deren Lebensgefährtin beistehen?
Aber auch im Zug wird es spannend. Nothalt wegen des Schneesturms, gleichzeitig wird die junge mitreisenden Influencerin tot aufgefunden. Es kann dauern, bis Hilfe naht. Also nimmt Roz zwischenzeitlich erste Ermittlungen auf. Als noch weitere Todesfälle geschehen. Außerdem gehen die Ereignisse Roz so nah, dass ihre eigene Vergangenheit immer wieder in den Vordergrund tritt.
Die Geschichte ist sehr spannend und flüssig zu lesen. Die einzelnen Personen sind gut beschrieben, die einzelnen Charaktere wunderbar dargestellt.
Ich hatte spannende Lesestunden, auch wenn das späte Hochsommerwetter gerade nicht zu der schottischen Schneelandschaft passte.
Ich gebe eine klare Leseempfehlung.

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