Platzhalter für Profilbild

dido_dance

Lesejury Star
offline

dido_dance ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit dido_dance über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2024

Ella reduziert sich

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben
1

In diesem Buch begleiten wir die Dokumentationsfilmerin Ella, die nach familiärer Veränderung einen radikalen Schnitt wagt.
Nach dem Verkauf des ehelichen Hauses, zieht sie mit ganz wenig Dingen in ein ...

In diesem Buch begleiten wir die Dokumentationsfilmerin Ella, die nach familiärer Veränderung einen radikalen Schnitt wagt.
Nach dem Verkauf des ehelichen Hauses, zieht sie mit ganz wenig Dingen in ein Dorf aus Tiny Häusern, über die sie vor einiger Zeit einen Film gedreht hat.
Ich fand den Ansatz spannend, weshalb ich mich sehr auf die Lektüre gefreut habe.
Sicherlich ist es mutig, was Ella da macht, ich könnte es in dieser Konsequenz sicherlich nicht.
Aber natürlich trifft Kristina Günak mit diesem Thema den aktuellen Zeitgeist.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen.
Die Beschreibung des Settings ist sehr detailliert, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
Die Dorfgemeinschaft bietet eine Vielzahl von Charakteren, die alle wunderbar gezeichnet sind.

Jeder hat so seine Macken, aber jeder bietet auch seine eigene Geschichte an.

Zum Beispiel Margarete hat mich beeindruckt, die Bilder ihrer Ausstellung waren so kraftvoll beschrieben, dass ich das Gefühl hatte mitten in der Ausstellung zu stehen und einen Blick auf die Bilder zu erhaschen.

Ein weiterer sympathischer Charakter ist Theo, der quasi der Dorfvater ist. Rätsel gibt Jakob auf, aber da lohnt es sich an der Geschichte dran zu bleiben.

Aber es gab auch genug Stellen im Buch zum schmunzeln, ein Beispiel dazu, wer bitte nennt denn seinen Hund Ackermann ?

Gegen Ende wird es nochmal richtig spannend und emotional.

Die Gefühle von Ella waren gut nachvollziehbar geschildert, die Zerrissenheit ihrer Gefühlswelt habe ich fast körperlich gefühlt.

Aber auch andere Figuren hatten Schicksalsschläge, sodass mir nicht nur einmal Tränen die Wangen heruntergerollt sind.

Eine zutiefst berührende Geschichte, wenn auch ganz anders als erwartet., die mit Sicherheit noch lange in mir nachhallen wird.

Wieder einmal hat mich Kristina Günak mit einer Geschichte überrascht und konnte mich voll und ganz damit überzeugen.

Von mir gibt es einer ganz klare Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.09.2024

Die Vergangneheit holt dich immer ein

Winterzauber auf dem kleinen Bücherschiff
0

In diesem zweiten Band um das kleine Bücherschiff im Museumshafen Oevelgönne erfahren wir die Geschichte von Katja.

Ich kannte den ersten Teil nicht, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte ...

In diesem zweiten Band um das kleine Bücherschiff im Museumshafen Oevelgönne erfahren wir die Geschichte von Katja.

Ich kannte den ersten Teil nicht, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen.

Die Autorin läßt Ihre zwei Buchhändlerinnen MIri und Katja viele Buchempfehlungen aussprechen von Autoren und Autorinnen und deren Büchern, die ich selber auch kenne bzw auf meiner Wunschliste habe. Das empfand ich als einen witzigen Einfall, der jedoch etwas überstrapaziert wurde.

Auch die Beschreibung der Buchhandlung auf dem "Kleinen Bücherschiff" und der stattfindenden Events haben mir ausnehmend gut gefallen. Sehr gerne würde ich mich auch, wie die Stammkundin Frau Tietgen, in den Sessel kuscheln und drauf los lesen.

Die Figurengestaltung war in meinen Augen überwiegend gelungen, lediglich bei Katja kam bei mir Unmut auf.

Mit Ihrer Figur bin ich bis um Schluss nicht warm geworden. Sie war mir zu naiv, zu unentschlossen und zu wankelmütig.

Schon alleine ein Einschreiben weg zu werfen, weil man es für Fake hält, statt sich direkt um die Klärung der Angelegenheit zu kümmern, hat mich an ihr zweifeln lassen. Ich denke Sie führt ein Unternehmen, da kann ich mich doch nicht wie eine Auszubildende verhalten, die keine Ahnung vom Umgang mit Banken hat.

Auch die endgültige Lösung dieses Problemes war mir dann doch etwas zu sehr an den Haaren herbei gezogen.

Deshalb gibt es von mir einen Abzug in der Bewertung.

Ansonsten war es eine kurzweilige Lektüre, mit vielleicht ein paar zuvielen Verweisen auf andere Bücher.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2024

Wenn Du Dich zwischen zwei Kontinenten zerrissen fühlst

Und dahinter das Meer
0

Dieser Roman beleuchtet Geschehnisse in Amerika und England zwischen 1940 und 1977, was an sich eine geschichtlich spannende Zeit mit vielen politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen darstellt.

Jedoch ...

Dieser Roman beleuchtet Geschehnisse in Amerika und England zwischen 1940 und 1977, was an sich eine geschichtlich spannende Zeit mit vielen politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen darstellt.

Jedoch konnte das Buch diesem hohen Anspruch nicht gerecht werden.

Hautperson ist die anfänglich 11 jährige Bea, die 1940 von Ihren Eltern aus London, wie so viele Kinder in dieser Zeit, nach Amerika verschickt wird um in Sicherheit vor den Kriegswirren zu sein.

Im Laufe der Geschichte, die mit einigen Zeitsprüngen den genannten Zeitpunkt abdecken will, werden immer wieder geschichtliche Begebenheiten angerissen, die in meinen Augen jedoch nicht wirklich auserzählt werden.

Da wurde meines Erachtens viel Potential verschenkt.

Der Schreibstil ist durch die Erzählperspektive aus der dritten Person heraus eher distanziert und konnte mich nicht wirklich bei der Stange halten. Auch wenn ich die Übersetzung so wortgewaltig wie sie ist, für gelungen halte, war der Fortgang der Geschichte doch sehr behäbig geschildert und wirkte damit teilweise sehr langatmig. Irgendwie plätscherte die Geschichte teilweise einfach so vor sich hin und ist von Figur zu Figur gesprungen, ohne bei irgendjemandem lange zu verweilen.

Ich habe das Buch zwischenzeitlich immer wieder zur Seite gelegt, denn auch der Wechsel der Erzählperspektive zwischen am Schluss 8 verschiedenen Figuren war ermüdend und hatte für mich den Effekt, dass ich mit keiner der Figuren richtig warm werden konnte.

Am ehesten hat mich das Schicksal von Gerald, dem jüngsten Sohn der Gastfamilie berühren können. Bea als Protagonistin blieb für mich in ihrer Verschlossenheit viel zu blaß.

Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen an das Buch, was zur Folge hatte, dass es mich nur enttäuschen konnte.

Ich hatte das Gefühl, dass die Autroin zu viel wollte und dabei an der Umsetzung gescheitert ist.

Aufgrund der guten Idee und der bildhaften Beschreibung des Settings vergebe ich wohlwollend 3 Sterne.

Sehr gerne wäre ich auch auf der Insel der Gregorys in Maine dabei gewesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2024

Ach wie ist es am Rhein so schön

Das Weingut im Tal der Loreley
0

Da ich selbst nur ein knappes Stündchen von der Loreley entfernt wohne, war ich neugierig auf das Buch.

Deshalb habe ich mich gerne auf die Geschichte von Mia eingelassen.

Der Einstieg in die Geschichte ...

Da ich selbst nur ein knappes Stündchen von der Loreley entfernt wohne, war ich neugierig auf das Buch.

Deshalb habe ich mich gerne auf die Geschichte von Mia eingelassen.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt leicht, der Scheibstl ist flüssig und angenehm zu lesen.

Die Figuren sind abwechslungsreich gestaltet. Mia mochte ich von Anfang an sehr, auch wenn ich nicht alle Ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Bei Hannes habe ich etwas gebraucht, um mit ihm warm zu werden, aber er wirkte dennoch sehr authentisch auf mich.

Und dass ein Hund den Namen Pinot bekommt, das passte für mich sehr gut zu der Weingeschichte und brachte mich zum schmunzeln.

Da ich die Gegend in der die Geschichte spielt sehr gut kenne, hatte ich das Gefühl mittendrin dabei zu sein und hatte alles genau vor Augen.

Ich hoffe, dass andere Lesende es zum Anlass nehmen in diese schöne Gegend zu reisen.

Ich war die ganze Zeit wunderbar im Lesefluss mit den Geschehnissen um Mia, Hannes, Franzi, Peter und all den anderen aus Spay, sodass ich gar nicht gemerkt habe wie schnell die Zeit beim Lesen vergangen ist.

Denn ich hatte kurzweilige, emotionale aber auch nachdenkliche Lesestunden mit dem Buch, das mich berührt hat und sehr gut unterhalten konnte.

Es war mein erstes Buch von Jule Böhm, aber es wird sicherlich nicht das letzte bleiben, denn sie konnte mich mit ihrer Erzählweise voll und ganz überzeugen.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und natürlich 5 Loreley Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2024

Die Liebe zur Kunst

Die Farbe der Alpen
0

Mit dem ersten Buch, das ich von Christina Wermescher gelesen habe, entführt sie mich nicht nur in die Alpen, sondern auch in die Kunstwelt.

Wir begleiten Valerie, die aufgrund einer OP Ihrer Mutter kurzzeitig ...

Mit dem ersten Buch, das ich von Christina Wermescher gelesen habe, entführt sie mich nicht nur in die Alpen, sondern auch in die Kunstwelt.

Wir begleiten Valerie, die aufgrund einer OP Ihrer Mutter kurzzeitig die Künsterlagentur in München übernehmen soll.

Hedy, die Mutter, traut Valerie dies anscheindend kein bisschen zu, weshalb Valerie versucht sich etwas zu profilieren und einen Maler aus seiner Schaffenskrise herausholen möchte.

Der Schreibstil hat mich von Anfang an mit nehmen können. Seite für Seite habe ich umgeblättert und der Autorin an den Lippen gehangen.

Die Beschreibung des Settings und auch der Kunstwerke waren so detailliert und gekonnt, dass ich gemeinsam mit Valerie durch die Bergwelt der Alpen gewandert bin, aber genau wie sie fasziniert von der Ausdrucksstärke der Bilder war und mit ihr die Location für die Vernissage gesucht habe.

Die Figuren wurden von Christina Wermescher wunderbar gestaltet. Ich konnte gut nachvollziehen, was in Valerie vorgeht, aber auch das Misstrauen von Konstantin wurde sehr gut transportiert. Auch die Nebenfiguren waren mit viel Empathie ausgestaltet und wirken sehr authentisch.

Die Bedeutung des zauberhaften Titels erschliesst sich im Laufe des Lesens und ich fand die Erklärung dazu einfach nur schön.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es wird sicherlich nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

Denn sie konnte mich mit der Geschichte mitreißen und hat mich voll und ganz überzeugt.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und natürlich 5 Alpen Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere