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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2017

Gerne mehr davon!

Vier Jahre ohne dich
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Nora hatte es nie leicht im Leben. Ihre Mutter war Drogensüchtig und sie musste von einer Pflegefamilie in die nächste, war nie irgendwo richtig Zuhause und geborgen, bis sie Jan traf und sich in ihn verliebte.

In ...

Nora hatte es nie leicht im Leben. Ihre Mutter war Drogensüchtig und sie musste von einer Pflegefamilie in die nächste, war nie irgendwo richtig Zuhause und geborgen, bis sie Jan traf und sich in ihn verliebte.

In dessen Familie fühlt sie sich wohl. Jans Mutter, sowie sein Bruder Sebastian mögen Nora sehr. Und dann geschehen so viele Missverständnisse, dass die Beziehung kippt und Nora todunglücklich die Stadt verlässt. Vier Jahre später taucht sie wieder auf und ist ein völlig neuer Mensch.

Ich muss zugeben, ich habe die Geschichte am Anfang unterschätzt. Jan kam mir wie ein 0815 Typ rüber und auch Nora wirkte auf mich erst, wie eine ruhige graue Maus.

Doch weit gefehlt! Nora hat so viel schlimmes in ihrer Kindheit erlebt und in den vier Jahren nach der Trennung so viel durchgemacht und doch wirkt sie nach Außen, wie eine taffe, wunderschöne junge Frau. Innerlich ist sie abgestumpft. Fühlt sich weder in der Lage zu lieben, noch geliebt zu werden. Das empfand ich als sehr traurig.

Aber auch Jan hat im Buch eine Veränderung durchgemacht. Er geht mehr auf seine Mitmenschen ein, ist schlagfertig und versucht seine Fehler wieder rückgängig zu machen.

Diese Geschichte wird von Seite zu Seite besser. Sie ruft viele Emotionen in einen wach. Ich hatte das Gefühl, als würde ich es miterlebt haben. Man ist die ganze Zeit bei Nora und möchte ihr zur Seite stehen und fiebert immer wieder mit.
Besonders passend finde ich hier ja auch den Prolog, sowie den Epilog, die einen tollen ersten und letzten Eindruck hinterlassen.

Katharina Wolf versteht es, mit Worten zu arbeiten und so viel Gefühle auf wenige Seiten zu vermitteln. Ihr Schreibstil ist jugendlich frisch und liest sich super flüssig durch. Die Charaktere sind alle super gelungen und runden diese tolle Liebesgeschichte ab. Die Story macht Lust auf mehr, sodass ich Vier Jahre ohne dich sehr gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 24.05.2017

Galgenhumor

Knochenjob!
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Oh wie passend dieser Klappentext doch im Nachhinein ist.

Tod ist einfach eine coole Sau. Eine tolle Socke. Ein… naja Tod eben. Er hält Monologe, er spricht direkt zum Leser und er faszinierte mich einfach ...

Oh wie passend dieser Klappentext doch im Nachhinein ist.

Tod ist einfach eine coole Sau. Eine tolle Socke. Ein… naja Tod eben. Er hält Monologe, er spricht direkt zum Leser und er faszinierte mich einfach nur.

Ich meine, ich habe gleichzeitig beim Lesen auch noch etwas gelernt! Wie geil ist das denn? Irgendwie begann alles bei einer Katze und artete irgendwie aus. So weit, dass ich plötzlich gelernt habe, wie die Evolution „wirklich“ ablief. Und das war bei weitem nicht so langweilig, wie uns die Biologie immer weis machen will.

Tod ist witzig, Tod ist anders und er möchte nicht immer nur der gefürchtet Tod sein.

Knochenjob ist mit super schwarzem Humor bespikt, wahnsinnig tiefsinnig und eine wunderbare Gestaltung ziert seine Seiten. Wegen eben diesem Humor – und diverser Ausschweifungen in seinen Monologen – war mir Tod super sympatisch, sodass ich Knochenjob sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 21.05.2017

Gerne mehr davon!

Paper Palace
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Achtung! Dies ist der dritte Band der Paper Reihe! Solltet ihr die ersten beiden Bücher noch nicht gelesen haben, ist es möglich, dass ihr euch beim Lesen meiner Rezension selbst spoilert! Ihr seid somit ...

Achtung! Dies ist der dritte Band der Paper Reihe! Solltet ihr die ersten beiden Bücher noch nicht gelesen haben, ist es möglich, dass ihr euch beim Lesen meiner Rezension selbst spoilert! Ihr seid somit gewarnt wurden.

War ich gespannt nach Paper Prince zu erfahren, wie das ganze Geschehen um Steve nun seinen Lauf nimmt. Und dieser Mann ist einfach so furchtbar. Hier wurde von den Autoren ein Charakter erschaffen, den ich von Anfang an genauso wenig leiden konnte, wie Umbridge in Harry Potter. Netter Vergleich denke ich mir gerade. Dieser Moment, in dem er in seiner Vaterrolle aufgeht, ist glaube ich das schlimmste Szenario, dass ich mir vorstellen kann.

Im Fall Reed war ich überrascht muss ich zugeben. Ich war mir sicher, wer es war, wurde zwei mal an der Nase herum geführt, nur um am Ende festzustellen, dass ich Recht hatte. Er und Ella sind zusammen unschlagbar und das bis zum Schluss. Es gibt viele süße Momente, die ruhig noch etwas mehr in den Vordergrund gekonnt hätten, aber so war es auch schon toll.

Ella selbst hat sich sehr gemacht. Sie ist ruhiger geworden, hat aber ihre kämpferische Art nie verloren.

Das Ende der Reihe war für mich mehr als zufriedenstellend, nicht nur, weil endlich alles aufgeklärt wurde, sondern, weil ich hier Material für weitere Bücher wittere. Man könnte die Geschichte der Zwillinge weiterführen, die Geschichte um Wade und Val, aber ganz besonders dieses bisschen etwas, was uns von Easton zugeworfen wird. Ich hoffe doch sehr, dass ich zu ihm noch eine Geschichte bekomme, denn ich bin jetzt schon ziemlich neugierig geworden, was diesen Charmbolzen betrifft.

Der Schreibstil war wieder angenehm zu lesen, die Kapitel hatten eine angenehme Länge und es wird wieder aus den Sichten von Ella und Reed erzählt. Der seichte Einstieg war definitiv notwendig. Diese umstrittene Reihe hat Suchtfaktor, ganz klar. Man fühlt eigentlich die ganze Zeit mit. Ich habe geliebt, gehasst, geschmunzelt und viel Mitleid verteilt. Ich freue mich über weitere Bücher in dieser Kombination und auf eine eventuelle Fortsetzung der Bücher mit anderen Royals. Paper Palace ist, wie seine beiden Vorgänger, eine ganz klare Empfehlung meinerseits.

Veröffentlicht am 20.05.2017

Mit einem Lächeln beendet

How to be happy 1: Liliennächte
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Lielien Nächte hat mich begeistert. In vielerlei Hinsicht. Aber erstmal alles auf Anfang.

Man begleitet Lily durch eine besondere Zeit. Der Tod ihrer Mutter ist noch nicht ganz verarbeitet und sie muss ...

Lielien Nächte hat mich begeistert. In vielerlei Hinsicht. Aber erstmal alles auf Anfang.

Man begleitet Lily durch eine besondere Zeit. Der Tod ihrer Mutter ist noch nicht ganz verarbeitet und sie muss sich nicht nur von ihrer Heimat, sondern auch Freunden und Familie verabschieden. In New York muss sie dann mit Schrecken feststellen, dass ihre Mitbewohner doch keine Mädchen sind, wie ihre Namen es erst vermuten lassen. Überall verwechseln die Leute sie mir ihrer Vorgängerin und auch das lässt sie nach und nach nicht los. Zwischendurch knistert es noch gewaltig und schwupp könnte das Ende nicht schöner sein.

Denkt man.

Kim Leopold arbeitet hier mit vielen Klischees, doch diese hat sie so toll umgesetzt und mit dieser Geschichte bei mir genau ins Schwarze getroffen. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Es werden mehrere Schicksale aufgegriffen und es ist alles sehr detailliert beschrieben und realistisch gehalten. 'How to be Happy' ist wirklich ein gelungener Untertitel für das Buch, weil es ja letzten Endes irgendwie immer darum geht, ob man glücklich ist und andere glücklich machen kann.

Und obwohl das Ende so offen ist und man nicht so recht weiß, ob man es jetzt als Happy End einstufen sollte, oder nicht, so bin ich doch sehr glücklich nach diesem Ende, denn es bietet im Prinzip die perfekte Vorlage für den zweiten Band.
Der Schreibstil war sehr angenehm und auch, wenn diese Geschichte etwas seichter beginnt, so baut sich im Laufe der Story genügend Spannung auf, die einen das Buch ungern aus der Hand legen lässt. Man fühlt sich einfach wohl in der Geschichte und kann sich komplett darauf einlassen. Da ich so unglaublich gut unterhalten wurde, empfehle ich Lilien Nächte sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 13.05.2017

Hat mich leider nicht überzeugt

Entfachte Glut
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Ich muss zugeben, ich war neugierig. Der Klappentext klang viel versprechend. Es ging zunächst etwas holprig für mich los. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich aber relativ schnell an den Stil gewöhnen ...

Ich muss zugeben, ich war neugierig. Der Klappentext klang viel versprechend. Es ging zunächst etwas holprig für mich los. Nach ein paar Kapiteln habe ich mich aber relativ schnell an den Stil gewöhnen können.

Hier werden Abwechselnd die Erlebnisse und Empfindungen aus Kane’s und Tanja’s Sicht erzählt. Kane, der sich eher dem Schwur seinem Vater gegegnüber verpflichtet fühlt, versucht die aufkommenden Emotionen zu unterdrücken. Er verspürt sofort eine magische Anziehung zu Tanja. Und genau das geht mir irgendwie zu schnell. Irgendwie kommt die Story nicht so recht vorran und schnell wird das Hauptaugenmerk wieder auf die erotischen Szenen gelenkt, die leider etwas zu derbe für meinen Geschmack waren. Eine bessere Wortwahl hätte das Ganze hier ein wenig angenehmer gestalten können.

Nichts desto trotz gibt es auch positives zu berichten. Ich mag die von der Autorin erschaffene Welt. Es finden sich viele magische Wesen darin, die mir in ihrer Art gefallen haben und auch die beschriebene Szenerie und der Aufbau der Geschichte sind gut.

Dennoch ist das Ganze für mich sehr ausbaufähig. Der Schreibstil war mir einfach zu holprig, die Erotik zu übertrieben und leider auch arge Fehler im Text, über die man auf Dauer nicht mehr hinwegsehen kann. Mich konnte es deshalb nicht ganz so überzeugen. Für diejenigen, die sich aber an einer etwas derberen Wortwahl nicht stören, mag es ein guter Fantasy-New Adult – Mix sein.