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Veröffentlicht am 23.04.2017

Schlechter Start, aber packendes Ende

Rebell
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Mit diesem Buch hatte ich am Anfang arge Probleme. Die Story war zu oberflächlich und Willow nicht so authentisch. Die ersten zwei Drittel haben sich mega gezogen und ich konnte so recht keine Bindung ...

Mit diesem Buch hatte ich am Anfang arge Probleme. Die Story war zu oberflächlich und Willow nicht so authentisch. Die ersten zwei Drittel haben sich mega gezogen und ich konnte so recht keine Bindung zur Geschichte aufbauen. Sie war okay, aber nicht wirklich packend. Gerade der dramatische Moment, war irgendwie alles andere als Überzeugend und da hab ich null gefühlt. Bis dahin war es einfach zu dünn und unpersönlich.

Das ominöse letzte Drittel konnte jedoch den vermasselten Anfang wieder gut heraus reißen. Plötzlich gab es Spannung in jederlei Hinsicht. Bis dahin war ich allerdings die ganze Zeit bei allen Charakteren Misstrauisch.

Willow wirkt irgendwie ein wenig zurückgeblieben und neigt dann wiederum leicht zu emotionalen Ausbrüchen. Sam, Willows beste Freundin ist mir zu abgedreht. Jonny, Sams Bruder, macht einen seltsamen Eindruck. Ich dachte echt, da passiert noch was, weil er sich ja so merkwürdig verhalten hat. Aber vielleicht kommt ja noch was. Und dann Noah. Ihn konnte ich wohl am wenigsten einschätzen und auch keinerlei Bindung aufbauen. Er war einfach nur da. Das Willow die Liebe ihres Lebens in ihn gefunden hat, ist für mich unrealistisch, vor allem, da sie ja selbst nichts über ihn weiß.

Bo, der düster und eher grob am Anfang wirkte, hatte ab einem gewissen Punkt meine Aufmerksamkeit gewonnen. Auch, wenn der Name etwas lustig ist, so ist er doch momentan mein Lieblingscharakter.

Im Großen und Ganzen war es einfach zu wenig Gefühl. Klar, wurden viele Gefühle (Liebe, Trauer, Wut, Angst) beschrieben, aber bei mir als Leser kam nichts davon an. Ich mag die Idee hinter der Geschichte und auch der Stil der Autorin ist nicht schlecht. Mit etwas mehr Fülle und Emotionen wäre das hier eine runde Sache gewesen. So hat es leider nicht gereicht und ich musste mich zwischen 3 und 4 Sternen entscheiden, da es keine halben gibt. Meine Neugier ist nach dem Ende jedoch geweckt, sodass ich Band 2 doch noch lesen werde.

Veröffentlicht am 20.04.2017

Gemobbt, gehasst, geliebt - Ella

Paper Princess
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Dieses Buch hat ja schon einiges an Aufmerksamkeit bekommen. Ich musste es also lesen. Allein schon, weil ich Strawbellycake, also die Synchronsprecherin vom Hörbuch so toll finde. Aber jetzt zum Buch…

Was ...

Dieses Buch hat ja schon einiges an Aufmerksamkeit bekommen. Ich musste es also lesen. Allein schon, weil ich Strawbellycake, also die Synchronsprecherin vom Hörbuch so toll finde. Aber jetzt zum Buch…

Was war ich geschockt. So viele Blogger (und auch Autoren) haben es gelesen und in den Himmel gelobt, aber genauso viele haben es einfach in den Dreck gezogen. Und das Schlimme ist, ich verstehe es nicht einmal.

Es wurde kritisiert, dass Ella nicht emanzipiert genug sei, dass sie ein naives Dummchen ist und ihre Art der Arbeit und das Leben in Amerika so gar nicht möglich wäre. Ich verstehe da nur mimimi.

Ganz ehrlich? Ich sehe in Ella eine unglaublich stolze, verletzliche und dennoch starke junge Frau. Nicht nur, dass sie sich seit dem Tod ihrer Mutter selbst finanzieren muss, nein, sie hat dabei sogar noch Prinzipien.
Die vielen Beleidigungen und eine Unmenge an Mobbingattacken hält sie einfach so aus und wehrt sich sogar dagegen. Und das, obwohl sie ganz allein da steht. Sie macht nicht einfach das, was Reed und seine Brüder von ihr verlangen – nein – sie hinterfragt, warum sie das tun soll und lässt sich eben nicht alles sagen. Sie nimmt ihre plötzlich gegebene Situation nicht einfach hin, sondern versucht auch dann noch selbstständig zu sein und zweifelt immer wieder ihre Lage an.
Ich sehe sie weder naiv, noch dumm und sehr wohl emanzipiert. Sie zeigt den eingebildeten Jungs einfach wo es lang geht. Ich liebe sie als Charakter sehr.

Die Royals. Nun, ich bin mir noch nicht so sicher mit allen. Ich mag sie, aber irgendetwas ist da noch. Muss ja, sonst würde es nicht noch weitere Bücher geben. Und ich will wissen, was die Herren noch zu verbergen haben.

Ein Buch soll in andere Welten entführen, einen aus dem Alltag reißen. Da muss nicht immer alles logisch und realitätsnah sein. Aber wer sagt uns denn, dass es nicht genauso sein kann? Warum kann es nicht sein, dass sich eine junge Frau, die ja schon in Berührung mit diesem Milieu kam, eben auch als Stripperin in Amerika arbeitet? Der einzige Fehler, den ich sehe, ist, dass viele den Inhalt des Buches einfach zerreißen, weil sie die eigentliche Message nicht verstanden haben. Ich hätte bei weitem nicht so tough reagiert wie Ella und finde den ganzen Aufbau der Geschichte einfach nur klasse.

Der Schreibstil ist modern, einfach gehalten und sehr flüssig lesbar. Den Sog, einfach mal zwischendrin aufzuhören, kann man eigentlich gar nicht nachgeben, sodass man es relativ flott durchgelesen hat.

Und dann das Ende. Warum??? Warum nur? Es quält mich. Okay, nicht mehr lange, denn Band 2 habe ich mir sofort bestellt. So kann ich sonst nicht ruhig schlafen.

Ich kann eigentlich so gut, wie gar nicht an der Geschichte meckern, auch, wenn mir irgendwie noch ein kleines Tüpfelchen auf dem „i“ gefehlt hat. Deswegen gibt es von mir hierfür eine hundertprozentige Empfehlung.

Veröffentlicht am 17.04.2017

Zunehmend spannend

Trywwidt
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Das Cover verspricht etwas düsteres, der Klappentext eine Fantasygeschichte mit Humor. Beides habe ich irgendwie verzweifelt gesucht. Klar, waren kleine neckische Momente enthalten und doch… es war zu ...

Das Cover verspricht etwas düsteres, der Klappentext eine Fantasygeschichte mit Humor. Beides habe ich irgendwie verzweifelt gesucht. Klar, waren kleine neckische Momente enthalten und doch… es war zu wenig.

Den Leser erwartet hier eine Abwechslungsreiche Geschichte über Elfen, Vampire und Menschen, aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Der Einstieg war jedoch so problematisch, dass ich nicht wusste, ob ich das Buch weiter lesen möchte. Aber wen begleiten wir hier denn nun?

Zunächst haben wir die Elfe Trywwindt und keine Sorge, es spricht sich gar nicht so schwer aus. Mir kam sie ein wenig einfältig vor. So richtig warm geworden bin ich mit ihr leider nicht. Der Student Klaus war mir zu unselbstständig. Ira wusste ich erst nicht so recht einzuschätzen. Aber irgendwie lief es dann doch mit ihr. Der Vampir Korwin war gut. Ihn mochte ich zwar nicht von Anfang an, aber er hat sich schnell als mein Buchliebling herauskristallisiert. Wie man merkt, sind viele Charaktere enthalten und das waren noch nicht alle. Die vielen verschiedenen Sichtweisen machten es mir allerdings schwer, in dieser Geschichte so richtig Fuß zu fassen.

Die Story war gut, keine Frage, aber irgendwie noch nicht so rund. An einzelnen Sätzen hing ich mich immer wieder auf und musste sie noch einmal lesen, um sie genau zu verstehen, was meinen Lesefluss leider stark gemindert hat. Hat man sich erstmal durch den Anfang durchgekämpft und lernt so langsam alle kennen, kann man etwas mehr in die erschaffene Welt eintauchen.

Gerade der sehr holprige Anfang und die hohe Seitenzahl können da schnell abschrecken, was den Leser wohl gerne mal zum Abbrechen zwingt. Ich finde jedoch, dass es sich für mich gelohnt hat weiter zu lesen, da ich tatsächlich irgendwann einfach nur noch die Geschichte in Ruhe genießen konnte und meine Meinung über die Story noch geändert habe.

Für die Idee, Story und den unheimlich sympathischen Klappentext gibt es von mir 3 Sterne. Und auch, wenn ich mich nicht mit dieser Geschichte identifizieren konnte, so empfehle ich jedem Fan von Urbanfantasy, die Abenteuer der kleine Elfe Trywwidt und den anderen zu lesen, um sich ein eigenes Bild zu machen. Danke an Klara Bellis für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Fesselnd bis zum Schluss

Funkenmagie - Farbenspiel der Nacht
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Dieses Buch hat mich auf eine emotionale Berg- und Talfahrt geschickt. Von der ersten Seite an war klar, hier ist viel Magie im Spiel. Hier treffen viele Völker aufeinander, deren magische Fähigkeiten ...

Dieses Buch hat mich auf eine emotionale Berg- und Talfahrt geschickt. Von der ersten Seite an war klar, hier ist viel Magie im Spiel. Hier treffen viele Völker aufeinander, deren magische Fähigkeiten ihr Wesen ausmachen und ihre Stellung im Kampf um die Vorherrschaft ihres Reiches. Außerdem kamen jede Menge Drachen darin vor und ich liebe Drachen.
Schnell wird auch klar, man kann nicht jedem trauen. Immer wieder gibt es neue Intrigen, neue Freunde, neue Feinde und unglaublich viele Charaktere, die wichtig sind für den Verlauf der Geschichte.

Man erlebt die Story aus der Sicht von Inea. Sie ist einfach unglaublich. Eine einfache Küchenhilfe der Arven, die ihre Familie aus finanziellen Gründen verlassen musste. Und doch hat sie so viel großes erreicht und jede menge Rückrat und vor allem Mut bewiesen. Sie ist wirklich ein großartiger Charakter, mit dem man einfach bis zur letzten Seite mitfiebert und ihr nur das Beste wünscht.

Eamon, anfangs noch voller Leben und Gefühle, stumpft mit der Zeit aufgrund seiner Magie ab. Und doch hat er immer einen Ruhepol in Inea gefunden, die ihn ans Licht zurück holt. Eamon ist stark und will für alle nur das Beste. Für sein Volk, für seine Familie, für seine Freunde und für Inea. Die beiden wirken einfach wunderbar zusammen.

Der Schreibstil war ungewohnt, aber super. Die ganze Story ist so dermaßen fesselnd und voller Detailtreue. Als es auf das Ende hinzu ging, rutschte mir mein Herz ein kleines bisschen in die Hose. Ich hatte solche Angst, dass es ein trauriges Ende werden könnte. Es war einfach so unglaublich ergreifend und hat einfach perfekt gepasst. Ich wurde hier wirklich wunderbar unterhalten und empfehle Funkenmagie sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 11.04.2017

Großes Potential

Wolfsmal
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Oh was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Und wie lange habe ich gewartet.
Ich liebe das Cover. Es sieht einfach wunderschön aus im Regal. Und der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich ...

Oh was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Und wie lange habe ich gewartet.
Ich liebe das Cover. Es sieht einfach wunderschön aus im Regal. Und der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Ich liebe Wölfe über alles und diese Kombi ist einfach klasse.

Die Grundidee basiert auf der nordischen Mythologie. Es geht um die Blulinie von Loki beziehungsweise seiner Kinder. Das alleine war für mich schon ein Grund, dieses Buch zu lesen, da einfach von vornherein alles passt. Der Schreibstil ist sehr angenehm und frech und ich konnte eine leichte Mundart erkennen, die mich so manches Mal hat schmunzeln lassen, weil ich Wörter, wie „döppte“ nicht kenne. Aus dem Kontext heraus war natürlich klar, worum es geht. Dies empfand ich dann als sehr niedlich.

Emilia war für mich eher nicht so überzeugend. Sie ist zwar eine freundliche und aufgeweckte junge Frau, aber sehr emotionslos. Vieles, was ihr passiert nimmt sie erstmal so hin. Ich wäre wahrscheinlich völlig ausgerastet bzw. hätte den ein oder anderen Charakter für verrückt erklärt.

Apropos andere Charaktere (Mother of Überleitungen schlägt wieder zu): Die Herrschaften, die Em an ihre Seite gestellt bekommt – yummie ?
Ich habe ja schon ziemlich gerätselt, ob Emilia sich für Finn oder Valentin entscheidet. Beide haben ganz klar ihren Reiz, wobei mir Finn von Anfang an ein bisschen sympatischer war. Auch, wenn er sich relativ schnell verschlossen hat. Vielleicht mag ich auch einfach Typen, die ein bisschen wilder sind XD

Die Geschichte beginnt relativ flott und behält auch dieses Tempo bei, was natürlich gerade am Anfang ein wenig verwirrend ist. Aber durch die stetig steigende Spannung war das alles andere als störend. Hier wollte ich dann, dass es schnell voran geht, damit ich nicht vor Neugier platze.

Klar, gibt es kleine sprachliche Macken, aber was wäre ein Buch, ohne Fehler? Niemand ist makellos und diese Geschichte ist mit ihrer Unperfektheit (gibt es dieses Wort überhaupt?) für mich schon ziemlich nah an einer perfekten dran. Und ich bin mir sicher, dass wenn man die Story noch einmal sauberer überarbeitet, dass dann etwas heraus kommt, dass einen nicht nur mitreißt, sondern auch voll und ganz überzeugen kann.

Ich wurde hier jedenfalls überzeugt und rate euch, dieses Buch trotz kleiner Macken und Fehler dennoch zu lesen – oder auf die Neuauflage zu warten ?