„Lieb doch, wie du willst: Geschichten von Lust und Sehnsucht“, herausgegeben von Ilona Einwohlt, ist eine Sammlung von sinnlichen Kurzgeschichten bekannter Autorinnen.
Ehrlichweise habe ich mir das Buch ...
„Lieb doch, wie du willst: Geschichten von Lust und Sehnsucht“, herausgegeben von Ilona Einwohlt, ist eine Sammlung von sinnlichen Kurzgeschichten bekannter Autorinnen.
Ehrlichweise habe ich mir das Buch hauptsächlich wegen des Beitrags von Anne Freytag zugelegt.
Ihre Geschichte fand ich dann auch wirklich sehr gelungen!
Die anderen Geschichten, die allesamt auf unterschiedliche Art und Weise von Liebe, Lust und Erotik handeln, sind sehr bunt und divers. Nicht alle haben mich gleichermaßen angesprochen, aber es waren ein paar gute Texte dabei.
Die Beiträge stammen von Antje Babendererde, Jennifer Benkau, Caroline Brinkmann, Benni Cullen, Ilona Einwohlt, Tobias Elsäßer mit Jana Fuhrmann, Anne Freytag, Kathrin Schrocke, Deniz Selek, Kai Spellmeier, Tobias Steinfeld und Anke Weber.
Das Buch ist für junge Leserinnen ab 16 Jahren empfohlen und ich denke, dass es bei dieser Zielgruppe auch gut ankommen wird.
Ich würde 3 von 5 Sternen vergeben, da mir das Buch insgesamt mäßig gut gefallen hat.
"Labyrinthe für Kinder" bietet jede Menge Unterhaltung und Kreativität. Mit 80 verschiedenen Labyrinthen in Form von lustigen Tieren, niedlichen Objekten und fantasievollen Motiven werden Kinder im Alter ...
"Labyrinthe für Kinder" bietet jede Menge Unterhaltung und Kreativität. Mit 80 verschiedenen Labyrinthen in Form von lustigen Tieren, niedlichen Objekten und fantasievollen Motiven werden Kinder im Alter von 10-14 (kommt wohl aufs Kind an) gleichermaßen unterhalten wie gefordert. Gut fürs logische Denken, und kreativ sein kann man dabei auch noch.
Unser Kind mag solche Beschäftigungsbücher immer gerne (für Wartezeiten oder unterwegs, oder mal einfach so, wenn Langeweile aufkommen sollte).
In der 2025 erschienenen Anthologie "Rethinking Motherhood", herausgegeben von Anne Theiss, finden sich 19 verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autor*innen rund ums Thema "Mutterschaft neu denken". ...
In der 2025 erschienenen Anthologie "Rethinking Motherhood", herausgegeben von Anne Theiss, finden sich 19 verschiedene Beiträge unterschiedlicher Autor*innen rund ums Thema "Mutterschaft neu denken". Wobei hier nicht nur Mütter, sondern auch Väter sowie ein homosexuelles Väterpaar zu Wort kommen; daher sollte man vielleicht besser „Elternschaft“ statt Mutterschaft sagen.
Zu Wort kommen hier unterschiedliche Personen (die zugegebenermaßen fast alle recht priviligiert sind, was einer meiner wenigen Kritikpunkte hier ist). Es sind Mütter aus Kultur und Politik, Sport und den sozialen Medien. So unterschiedlich wie die Menschen sind auch die Beiträge. Gemeinsam haben sie jedoch, dass sie alle sehr persönlich verfasst sind und damit für mein Empfinden sehr authentisch sind.
Thematisch umfasst das Buch alles, was mit Mutterschaft/Elternschaft zu tun hat: Betreuungsangebote bzw. der bestehende Mangel an Betreuungsplätzen, Gesundheitsvorsorge, Arbeit und Karrierechancen, Elternzeit, Care Arbeit, Rollenbilder und so weiter.
Das Buch startet fulminant mit einem Beitrag von Mareike Fallwickl – allein schon deshalb ist das Buch meiner Meinung nach sehr lesenwert!
Sehr gut gefallen haben mir auch die Beiträge von Martin Speer & Vincent-Immanuel Herr, von Tillman Prüfer sowie von Axel Krüger & Graeme C. Lawrence – denn um das Thema Mutterschaft bzw. Elternschaft neu zu denken und etwas verändern zu können, müssen ALLE Eltern zu Wort kommen und etwas beitragen, unabhängig vom Geschlecht.
Ein Buch, das mich oft aufgeregt und berührt hat.
Ganz klare Leseempfehlung, denn trotz kleiner Einschränkungen regt das Buch definitiv zum Nachdenken an.
„Vincent jagt das Phantom“ von Sonja Kaiblinger ist der 5. Band einer Kinderbuchreihe rund um die süße Fledermaus Vincent. Wir hatten zugegebenermaßen bisher noch keinen der Bände gelesen, doch das tat ...
„Vincent jagt das Phantom“ von Sonja Kaiblinger ist der 5. Band einer Kinderbuchreihe rund um die süße Fledermaus Vincent. Wir hatten zugegebenermaßen bisher noch keinen der Bände gelesen, doch das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
In diesem gruselig-unterhaltsamen Abenteuer ist Vincent nun offziell „Außenwachhund“ und soll Geisterverbrecher in der Menschenwelt jagen. Aber noch bevor er damit überhaupt anfangen kann, wird er selbst beschudigt, das Phantom zu sein: ein Meisterdieb, der in der Geisterwelt die Reichen ausraubt. Er kann nur einer Verhaftung entkommen, wenn es ihm zusammen mit seinen Freunden gelingen wird, das echte Phantom aufzuspüren und zu f angen. Gar nicht so einfach ... die Spürhunde aus der Geisterwelt sind ihnen nämlich dicht auf den Fersen. Werden die Freunde es schaffen?
Das Buch ist wirklich sehr schön und witzig illustriert, die Geschichte altersgerecht geschrieben, im angesagten Comic-Stil mit Sprechblasen. Ein wirklich unterhaltsames Buch, bei dem wir vor allem von der süßen und witzigen Fledermaus Vincent begeistert sind.
Die Autorin Annette Byford ist genauso wie die Icherzählerin ihres autofiktionalen Debütromans „Tanzende Spiegel“ Anfang der 50er Jahre in Deutschland geboren und absolvierte nach ihrem Umzug nach England ...
Die Autorin Annette Byford ist genauso wie die Icherzählerin ihres autofiktionalen Debütromans „Tanzende Spiegel“ Anfang der 50er Jahre in Deutschland geboren und absolvierte nach ihrem Umzug nach England eine Ausbildung als Psychotherapeutin.
Ihre Mutter war im Deutschland der frühen Nachkriegsjahre noch eine junge Frau, die unbedingt und intensiv leben wollte, die Glück und Liebe suchte, aber auch unabhängig bleiben wollte. Obwohl sie mit einem Arzt verlobt war, beginnt sie ein heimliches Verhältnis mit ihrem Vorgesetzten. Dieser ist viel älter als sie, verheiratet und Vater von vier Kindern. Als sie schwanger wird, muss sie abwägen, ob sie sich den gesellschaftlichen Normen fügt und sich für ein Leben als Ehefrau eines Arztes entscheidet.
Auf der anderen Seite ist da ihre Tochter, die ein halbes Jahrhundert später in Großbritannien lebt ind arbeitet. Die alternde Psychotherapeutin ist kürzlich Witwe geworden. Diesen Verlust hat sie noch nicht überwunden, sie hadert mit ihrem neuen Alltag, ohne ihren Mann. In Rückblenden analysiert sie das Leben ihrer Mutter, deren Entscheidungen und was diese für Folgen für ihr eigenes Leben hatten und haben.
"Sie hat nämlich später mit mir über all das gesprochen und mich mit ihren Vorstellungen zu Liebe und Leidenschaft gefüttert, zu Kompromissen und der Frage, wie man als Frau Entscheidungen trifft. Ihre Muttermilch war angereichert mit Bildern und Gedanken und Erwartungen, was sich zwischen Männern und Frauen abspielt. So lernen wir Töchter das von unseren Müttern. Wir hören zu, wir beobachten, wir trinken diese Milch, und ohne es zu wissen, lernen wir von Liebe, der Liebe, die etwas mit diesem Blick zu tun hat, mit dem sich ein Mann und eine Frau erkennen, tief in den anderen hineinschauen und sich wirklich sehen. Und in Bezug auf die Ehe lernen wir, dass ich der Blick verändern kann, nicht mehr nur aufeinander gerichtet ist, sondern sich nach außen wendet, auf ein Kind vielleicht, ein Projekt, ein gemeinsames Leben. Das ist es, was wir lernen."
Als sich die Ich-Erzählerin in eine ihrer Patientinnen verliebt, eine junge Cellistin, gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie kann ihre Gefühle nur schwer unter Kontrolle halten; sie wünscht sich, die Cellistin auch außerhalb der Praxis zu kontaktieren. Doch damit würde sie ihren Beruf, alles aufs Spiel zu setzen ...
Die Zeitsprünge und Perspektivwechsel vom Nachkriegsdeutschland ins heutige Großbritannien fand ich sehr gelungen. Sprachlich ist das Buch sehr feinfühlig, besonders die Abschnitte über ihre Mutter sind der Autorin sehr liebevoll und berührend gelungen. Insgesamt ist diese Mutter-Tochter-Beziehung, die generationenübergreifend von Schweigen, aber auch emotionalen Parallelen geprägt ist, sehr beeindruckend dargestellt.
„So ist es eben: Du schaust deine Mutter an und siehst dich im Spiegel ihrer Augen.“
Auch die inneren Konflikte der Tochter, ihre Zerrissenheit zwischen zwei Nationen sowie ihr Leben, ihre Arbeit als Psychotherapeutin, waren sehr authentisch dargestellt (was sicher auch am beruflichen wie privaten Hintergrund der Autorin liegt):
"Was auch immer, ich habe dieses seltsame dazwischen immer gemocht, Etablierte und Außenseiterin zugleich. Es hat mich nie gestört; ich hatte immer das Gefühl, dass etwas daran zu mir passt. Ist das nicht genau das, was ich als Psychotherapeutin die ganze zeit bin - zugleich Teil der inneren Welt meiner Patienten und doch eine Außenseiterin in ihrer äußeren Welt, wichtig und unwichtig zugleich?“
Ein Debütroman, der unbedingt Beachtung finden sollte.