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Veröffentlicht am 23.06.2022

Eine Party zum 50. Geburtstag - mit vielen Emotionen und Lebensmaximen – GELUNGEN!

Schlaflos auf Sylt
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Der Aufenthalt auf Sylt entwickelt sich neben den vielschichtigen Ereignissen auf der Geburtstagsparty von Merle zu einer neuen Zeitrechnung: Soll sie dem Angebot zu neuem Job, neuer Wohnung und sogar ...

Der Aufenthalt auf Sylt entwickelt sich neben den vielschichtigen Ereignissen auf der Geburtstagsparty von Merle zu einer neuen Zeitrechnung: Soll sie dem Angebot zu neuem Job, neuer Wohnung und sogar neuem Mann folgen? Davor reflektiert sie mit ihren diversen Partygästen auch über Lebensinhalte wie Geldverdienen und Karrieremachen statt wie ihre Mutter sich für eine Familie mit Kindern zu entscheiden. Weiterhin sinniert sie über Liebe an sich, über Liebe ohne Reibung wie in ihrer gescheiterten Ehe. Sie bewundert die unerwarteten, unkonventionellen Einstellungen ihrer Eltern zur Bisexualität von Rolf, ihrem Stiefvater. Im Zusammentreffen mit Ex-Freunden und Ex-Kolleginnen denkt sie über Enttäuschungen, Vergeben und dem Verjähren von Schmerz nach, der ihr in diesem Zeitraum widerfahren ist. Neben so viel Selbstreflektion über ihr bisheriges Leben, über die Generation Silver Sex und davon, dass fünfzig das neue dreißig ist, schwingt mit Ben und seinem Projekt zur Insel-Infrastruktur-Reanimation neuer Wind herein, mit vielen Gedankenanstößen auch für Leser im reifen Lebensalter.

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Veröffentlicht am 22.06.2022

Wie leben queere Kids z. B. in konservativen Religionsgemeinschaften? – Zum Nachdenken!

I Kissed Shara Wheeler
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Im »Bible Belt« der USA bzw. in Republikanerstaaten lebt Shara Wheeler, die langweiligste Langweilerin dieser unerträglich langweiligen, mittleren Kleinstadt in Alabama, das jedenfalls denkt Chloe Green, ...

Im »Bible Belt« der USA bzw. in Republikanerstaaten lebt Shara Wheeler, die langweiligste Langweilerin dieser unerträglich langweiligen, mittleren Kleinstadt in Alabama, das jedenfalls denkt Chloe Green, die vor vier Jahren mit ihren zwei Moms, ihren Eltern, hierher gezogen ist. Sie beide haben jeden Tag ihrer Highschool-Karrieren dem einzigen Ziel gewidmet, den Abschluss als Jahrgangsbeste zu machen. Sie haben einander nie gehasst, eher so, als hätten sie einander endlich erkannt nach Abschluss der Highschool, hervorgerufen durch einen unerwarteten Kuss. Chloe erfährt, dass viel mehr Leute tun, was sie tun müssen, um an einem Ort wie die Willowgrove Highschool zu überleben, der sich nicht so anfühlt, als wollte man sie hierhaben. Man liest, dass dieser Überlebenskampf viele der sexual anders ausgerichteten Menschen sehr belastet. Sie erkennt, dass es eine einfache Entscheidung war, ihre sexuelle Orientierung nicht zu verleugnen, als sie hierherzog, aber wenn sie hier aufgewachsen wäre, hätte sie sich vielleicht gar nicht für ein Coming-out entschieden. Vielleicht wäre sie ein völlig anderer Mensch. Das Leben umfasst so vieles, über das nie jemand spricht. Sollte man Religion vielleicht abschaffen?

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Eine erfolgreiche Künstlerin neben Claude Monet

Blanche Monet und das Leuchten der Seerosen (Ikonen ihrer Zeit 6)
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Blanche Hoschedé Monet war mir bisher als Malerin kein Begriff, auch im Zusammenhang mit Claude Monet, dem Impressionisten in der Malerei, ist sie mir erst nachträglich nach abschließendem Lesen dieses ...

Blanche Hoschedé Monet war mir bisher als Malerin kein Begriff, auch im Zusammenhang mit Claude Monet, dem Impressionisten in der Malerei, ist sie mir erst nachträglich nach abschließendem Lesen dieses Romans voll als ebenbürtige Künstlerin zu Bewusstsein gelangt. Ihre Bilder habe ich mir neben den Werken von Claude Monat angesehen und erkenne viele im Roman beschriebene Szenen und Örtlichkeiten wieder. Nicht im Schatten, sondern im Licht von Claude Monet wird Blanche hier dargestellt mit einem Herz so groß wie der Ozean.
Berührt hat mich besonders die Beschreibung der ‚Hungerjahre‘ in Vétheuil, voller Unsicherheiten und Nöte ab 1878. Die Schilderungen über die Zeit in Giverny ab 1883 sind sehr bildlich als erfolgreiche, harmonische Zeit der Familie Monet, in angenehmem Sprachstil. Das internationale Wirken von Claude Monet im Zusammenhang mit seinen Freunden wie Rodin, Pissarro oder Sisley, Octave Mirbeau, Paul Durand-Ruel, Paul Helleu sowie seinen alten Freund, den Politiker Georges Clemenceau wird deutlich rund um die Weltausstellung auf dem Champ de Mars, aber auch mit amerikanischen Künstlern seiner Zeit dort.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Das Leben von Franziska Josefin Kummert mit Familie und Freunden – wenig ansprechend.

Freizeit
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Franziska: Mit 25 Jahren in Paris studierend, mit Cyril für eine Zeitspanne zusammen, nach zwei Jahren wieder zurück in Deutschland mit abgeschlossenem Studium, gutem Verdienst und in ihrer Freizeit oft ...

Franziska: Mit 25 Jahren in Paris studierend, mit Cyril für eine Zeitspanne zusammen, nach zwei Jahren wieder zurück in Deutschland mit abgeschlossenem Studium, gutem Verdienst und in ihrer Freizeit oft mit ihrer Freundin Mina zusammen, unterwegs auf Parties, in Cafés etc. Franziskas und Minas Gedanken über ihre Lebensgestaltung über diverse Entwicklungsphasen hinweg werden preisgegeben.
Die Charaktere wirken an der einen oder anderen Stelle zu flach trotz vieler Reflektionen über Drogen, Zwischenmenschlichkeit und verschiedenen Lebensentwürfen. Vermisst wird auch ein Spannungsbogen innerhalb der dreigeteilten Romanteile. Themen könnten vielleicht noch tiefgründiger heraus kristallisiert werden. Das Porträt dieser jungen Generation spricht mich nicht zu 100 % an.

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Veröffentlicht am 18.06.2022

Mia Sund auf der Suche nach Nina Silke Strad, der Teppichknüpferin – ein sehr fein gesponnener, interessanter Roman.

Fischers Frau
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Die studierte Textilarchäologin Mia Sund auf der Suche nach Nina Silke Strad (Schwedisch), Nina Seidenfaden, Teppichknüpferin, weil sie es war, die einen seidenen Faden in die Welt hinein zu spinnen wusste ...

Die studierte Textilarchäologin Mia Sund auf der Suche nach Nina Silke Strad (Schwedisch), Nina Seidenfaden, Teppichknüpferin, weil sie es war, die einen seidenen Faden in die Welt hinein zu spinnen wusste – auch in fantasievollen Geschichten. Die Frau dieses Namens, die vor etwa hundert Jahren einen rätselhaften Teppich geknüpft hat, in vorwiegend grünlich gehaltenen Farben. Er gibt sich den Anschein eines Fischerteppichs, trägt jedoch eine Reihe geheimer Botschaften in sich, die im weiteren teils romantischen Verlauf gelüftet werden.
Über Fischerteppiche habe ich viel gelernt, ursprünglich hergestellt in Freest und Lubmin. Die Anfangskapitel sind inhaltlich etwas zu langatmig und zu wirr geraten. Der Schreibstil und die Wortwahl sind ansprechend gewählt, verknüpft mit vielen kreativen Details im Romanverlauf. Das Cover zeigt zwei Frauenköpfe in den Farben Grün (in Anspielung auf den grünen Fischerteppich) und Blau (vielleicht für die Baltische See).

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