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Veröffentlicht am 22.06.2026

Starker Schreibstil, aber der Plot konnte mich nicht überzeugen

The Night We Met
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Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte ...

Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte immer neugierig genug, weiterzulesen. Sprachlich hat mich die Geschichte definitiv abgeholt.

Mit dem Plot selbst hatte ich allerdings deutlich mehr Schwierigkeiten.

Das zentrale Love Triangle hat für mich leider nicht funktioniert – vor allem deshalb, weil ich zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl hatte, dass Larissa in Mike verliebt ist. Ich habe über das gesamte Buch hinweg darauf gewartet, endlich zu verstehen, warum sie überhaupt mit ihm zusammen ist. Dadurch fehlte mir ein Stück weit die emotionale Grundlage für den eigentlichen Konflikt.

Erschwerend kam dazu, dass Mike für mich von Anfang an schwer greifbar war. Er wirkte auf mich unsympathisch, unzuverlässig und hat seine Freunde immer wieder in seine eigenen Lügen mit hineingezogen. Natürlich bringt er eigene Probleme mit, aber das tun die anderen Figuren ebenfalls, für mich hat das sein Verhalten nicht wirklich aufgefangen. Stellenweise hat es mich ehrlich gesagt eher frustriert, wie viel Larissa sich von ihm gefallen lässt.

Chris mochte ich insgesamt deutlich lieber, auch wenn ich mit ihm nicht komplett warm geworden bin. Seine Handlungen sind nachvollziehbar von seinen Gefühlen für Larissa geprägt, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er ihr zu wenig zutraut. Gerade im Umgang mit ihrer schweren Allergie fand ich das schwierig: Larissa wirkt verantwortungsvoll und kompetent im Umgang damit; trotzdem kontrolliert Chris ständig ihren EpiPen. Irgendwann wirkte das auf mich eher bevormundend als fürsorglich.

Leider konnten mich auch die Nebenfiguren nicht wirklich abholen. Larissas Mutter empfand ich oft als unnötig unverschämt und auch mit Wufferine wurde ich nicht warm – dass der Hund ständig andere Tiere tötet, sollte vermutlich skurril oder humorvoll wirken, hat bei mir aber eher die Frage ausgelöst, welchen Mehrwert das eigentlich für die Geschichte hatte.

Insgesamt war das für mich ein Buch mit einem wirklich mitreißenden Schreibstil, aber einer Handlung und Figurenkonstellation, die emotional nicht ganz aufgegangen sind. Ich habe es gerne gelesen, aber die Geschichte selbst konnte mich nicht so überzeugen wie erhofft.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Schnell gelesen, sehr spicy und überraschend erfrischend

Crushed On Ice
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Crushed on Ice war für mich so ein Buch, in das man eigentlich nur kurz reinlesen will – und plötzlich ist der Tag vorbei und man hat es komplett durchgesuchtet. Der Schreibstil liest sich unglaublich ...

Crushed on Ice war für mich so ein Buch, in das man eigentlich nur kurz reinlesen will – und plötzlich ist der Tag vorbei und man hat es komplett durchgesuchtet. Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig, die Kapitel fliegen nur so dahin und durch die Dual POV bekommt man sowohl Cammies als auch Chases Sicht gut mit.

Was mir besonders gefallen hat: Endlich dürfen Fanfictions auch mal in Romance-Büchern existieren, ohne nur ein kleiner Nebengag zu sein. Cammie als Protagonistin hat mir insgesamt richtig gut gefallen – sie wirkt nicht wie die typische College-Romance-Heldin, sondern etwas verträumt, sozial eher zurückhaltend und sehr in ihrer eigenen Welt unterwegs.

Und ja: Dieses Buch ist wirklich spicy. Die Anziehung zwischen den beiden lässt nicht lange auf sich warten und die Handlung entwickelt sich insgesamt ziemlich schnell – das sollte man mögen oder zumindest erwarten. Für mich hat das größtenteils funktioniert, auch wenn ich an manchen Stellen etwas gestutzt habe: gerade weil Cammie über weite Teile der Geschichte eher schüchtern und sozial distanziert wirkt, hat mich überrascht, wie schnell sie mit der Situation klarkommt, plötzlich mit Chase ein Zimmer teilen zu müssen und wie schnell es zwischen den beiden körperlich wird. Andererseits: Wer solche Fanfictions schreibt, hat vermutlich zumindest theoretisch schon ein paar Szenarien durchgespielt.

Chase selbst war für mich ein interessanter Mix. Einerseits absoluter Golden Retriever – charmant, aufmerksam und insgesamt sehr liebenswert. Andererseits wirkte er stellenweise etwas realitätsfern und hatte manchmal Schwierigkeiten, sich wirklich in Cammie hineinzuversetzen oder die Auswirkungen seiner Entscheidungen abzuschätzen.

Ein kleiner Punkt, bei dem ich andere Erwartungen hatte: Der Sportanteil. Durch Setting und Aufmachung hatte ich deutlich mehr Eishockey erwartet. Tatsächlich hätte die Geschichte für mich fast genauso gut ohne den Sport funktioniert – wer also eine klassische Sports Romance sucht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Insgesamt aber eine super unterhaltsame, moderne Romance mit ungewöhnlicher Hauptfigur, viel Tempo und ordentlich Spice – perfekt zum Wegsuchten, wenn man Lust auf schnelle Gefühle und starke Chemie hat.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Eine Liebeserklärung an Romance

The Romance Rivalry
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Wer Romance liest, wird sich in The Romance Rivalry ziemlich schnell zuhause fühlen. Susan Lee baut die Geschichte rund um Irene und Aiden konsequent entlang bekannter Romance-Tropes auf – von Fake Dating ...

Wer Romance liest, wird sich in The Romance Rivalry ziemlich schnell zuhause fühlen. Susan Lee baut die Geschichte rund um Irene und Aiden konsequent entlang bekannter Romance-Tropes auf – von Fake Dating bis Rivalität – und spielt dabei sehr bewusst mit den Erwartungen ihrer Leser:innen.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Ich bin ohne Probleme durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, irgendwo hängen zu bleiben. Gerade für ein Buch, das so sehr mit Romance-Klischees arbeitet, funktioniert das Tempo wirklich gut.

Mit Irene hatte ich allerdings nicht immer leichtes Spiel. Ich mochte ihre Begeisterung für Bücher und dass Romance für sie so viel mehr als nur Unterhaltung ist – gleichzeitig wirkte sie auf mich stellenweise etwas zu sehr auf dieses eine Thema fokussiert. Vor allem in Bezug auf ihr Literaturstudium konnte ich manches nicht ganz nachvollziehen. Es entstand bei mir zwischendurch der Eindruck, als hätte sie sich vorher wenig damit beschäftigt, was ein Literaturstudium tatsächlich umfasst – Literatur besteht eben nicht ausschließlich aus Romance-Romanen. Dadurch wirkte sie auf mich an einigen Stellen etwas unüberlegt oder wenig verantwortungsbewusst.

Ein echtes Highlight waren dafür die Nebenfiguren Charles und Jeanette. Besonders schön fand ich, dass sie nicht nur Beiwerk bleiben, sondern einen eigenen Handlungsstrang bekommen und dadurch deutlich mehr Tiefe in die Geschichte bringen.

Insgesamt ist The Romance Rivalry ein unterhaltsamer, liebevoller Romance-Roman mit vielen Anspielungen für Genre-Fans und einer klaren Liebeserklärung an Liebesgeschichten. Für mich gab es kleinere Abzüge bei der Hauptfigur, aber der Charme, der Humor und die starke Dynamik der Figuren haben das mehr als ausgeglichen.

Veröffentlicht am 08.06.2026

Absolutes Wohlfühlbuch

All the things I didn't say
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„All the Things I Didn't Say“ von Ann Liang war für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte drin und habe Sadies ...

„All the Things I Didn't Say“ von Ann Liang war für mich ein echtes Wohlfühlbuch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in der Geschichte drin und habe Sadies Chaos mit jeder Menge Mitgefühl, aber auch Spaß verfolgt.

Sadie ist nach außen das perfekte Vorzeigemädchen: erfolgreich, organisiert und immer freundlich, manchmal auch zu sehr. Doch in ihren Mail-Entwürfen zeigt sie ihre ungefilterte Seite – und genau das wird zum Problem, als diese auf einmal verschickt werden.

Besonders gut gefallen hat mir Ann Liangs Schreibstil. Das Buch liest sich unglaublich flüssig und die Schlagabtausche zwischen Sadie und Julius waren einfach großartig. Die beiden liefern sich herrliche Wortgefechte, während sich ihre Beziehung langsam von Enemies zu Lovers entwickelt. Zwar war die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar, aber das hat dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch getan. Gerade in diesem Genre gehört das für mich teilweise einfach dazu.

Neben der romantischen Geschichte greift das Buch auch ernstere Themen auf. Es geht um Erfolgsdruck, den Verlust eines Elternteils durch Trennung, Schuldgefühle und die hohen Erwartungen, die man an sich selbst stellt. Diese Themen nehmen nie zu viel Raum ein, werden aber dennoch sensibel und glaubwürdig behandelt. Besonders gelungen fand ich, dass sowohl Sadie als auch Julius deutlich mehr Tiefe besitzen, als es auf den ersten Blick scheint. Nach und nach zeigt sich, was sich hinter ihren Fassaden verbirgt.

Insgesamt ist „All the Things I Didn't Say“ eine wirklich süße, emotionale und gleichzeitig sehr unterhaltsame Liebesgeschichte mit liebenswerten Figuren, viel Humor und genau der richtigen Portion Tiefgang.

Veröffentlicht am 05.06.2026

Sozialkompetenzen spielerisch und alltagsnah vermittelt

tiptoi® Abenteuer Großwerden - Smilla lernt ein gutes Miteinander
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„Smilla lernt ein gutes Miteinander“ aus der Reihe „Abenteuer Großwerden“ ist ein rundum gelungenes tiptoi-Buch für Kinder von etwa 2 bis 4 Jahren. Auf sieben liebevoll gestalteten Doppelseiten werden ...

„Smilla lernt ein gutes Miteinander“ aus der Reihe „Abenteuer Großwerden“ ist ein rundum gelungenes tiptoi-Buch für Kinder von etwa 2 bis 4 Jahren. Auf sieben liebevoll gestalteten Doppelseiten werden wichtige Sozialkompetenzen vermittelt – und zwar ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Statt belehrend zu wirken, begleitet das Buch Kinder durch vertraute Alltagssituationen, in denen sie sich leicht wiederfinden können.

Im Mittelpunkt stehen Smilla, ihre Zwillingsschwester Liv, ihr Bruder Ole sowie ihre Familie und Freunde aus dem Kindergarten. Da die gleichen Figuren immer wieder auftauchen, entsteht schnell Vertrautheit, was gerade für die jüngsten Kinder besonders schön ist.

Die Themen sind nah an der Lebenswelt kleiner Kinder: gemeinsames Frühstücken, der Ausklang des Tages, ein Kindergeburtstag, Situationen im Kindergarten, ein Besuch auf dem Wochenmarkt oder auf dem Spielplatz. Jede Doppelseite widmet sich dabei einem bestimmten Aspekt des Miteinanders: Streit und Versöhnung, Rücksichtnahme, Teilen, um etwas bitten oder auch Nein sagen. Gerade letzteres gefällt mir besonders gut, da hier kindgerecht vermittelt wird, dass persönliche Grenzen wichtig sind und respektiert werden sollten.

Zu jedem Thema gibt es ein zentrales Geschehen rund um Smilla, gleichzeitig zeigen die Illustrationen viele weitere kleine Situationen, die zum Entdecken und Gespräch anregen. Die Bilder sind wunderbar wimmelig und detailreich, ohne dabei überladen zu wirken. So gibt es auf jeder Seite viel zu entdecken, ohne dass kleinere Kinder überfordert werden.

Besonders gelungen ist auch der Abschluss des Buches: Beim Zubettgehen spricht die Mama von Smilla und Liv noch einmal mit den Kindern über die Erlebnisse des Tages. Das greift die Themen auf und regt Kinder dazu an, über ihr eigenes Verhalten und ihre Gefühle nachzudenken.

Wie von tiptoi gewohnt, sorgt die interaktive Umsetzung für zusätzlichen Spiel- und Lernspaß. Neben zahlreichen Gesprächen und Geräuschen finden sich viele Lieder und Reime in den Illustrationen versteckt. Zusätzlich gibt es über den bekannten Noten-Button weitere Lieder zum Anhören. Auf jeder Doppelseite ergänzt ein kurzer Vorlesetext die Szenen und bietet einen guten Einstieg in das jeweilige Thema.

Ein durchdachtes, liebevoll gestaltetes Buch, das wichtige soziale Themen altersgerecht vermittelt und dabei jede Menge Spaß macht. Von uns eine klare Empfehlung!

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