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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2026

Großer Wimmelspaß für kleine Fahrzeugfans

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge
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Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge richtet sich an Kinder ab einem Jahr und bietet auf sieben stabilen Papp-Doppelseiten jede Menge Fahrzeuge zum Entdecken. Insgesamt hat uns das Buch gut ...

Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge richtet sich an Kinder ab einem Jahr und bietet auf sieben stabilen Papp-Doppelseiten jede Menge Fahrzeuge zum Entdecken. Insgesamt hat uns das Buch gut gefallen und eignet sich prima für die ersten gemeinsamen Such- und Benennspiele.

Die Illustrationen sind altersgerecht gestaltet: Die Fahrzeuge sind vereinfacht dargestellt und dadurch leicht zu erkennen. Gleichzeitig gibt es auf jeder Seite viel zu entdecken, ohne dass die Wimmelbilder überladen wirken. Gerade für die empfohlene Altersgruppe finde ich diese Balance sehr gelungen.

Besonders schön fand ich die Fahrzeugauswahl. Neben den Klassikern wie Feuerwehr, Bagger oder Zug tauchen auch Fahrzeuge auf, die man in Kinderbüchern eher selten sieht. So gibt es unter anderem einen Zwillingskinderwagen, einen Zeppelin, einen Aufsitzrasenmäher, ein Lastenfahrrad, eine Vespa oder einen Milchtankwagen zu entdecken. Das sorgt für Abwechslung und erweitert den Wortschatz der kleinen Leserinnen und Leser spielerisch.

Auch die Texte sind kurz, einfach formuliert und passen gut zu den jeweiligen Bildern. Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich allerdings: Auf einer Seite werden die Aufräumarbeiten nach einem Fest gezeigt, der Text beginnt mit ‚Das Fest ist vorbei‘. Da das Fest selbst vorher gar nicht vorkommt, wirkte dieser Einstieg auf mich etwas abrupt.

Die Suchaufgaben sind dagegen genau richtig für die Zielgruppe. Sie sind überschaubar, gut lösbar und motivieren schon die Kleinsten zum genauen Hinschauen und Wiederfinden.

Ein kleiner Wermutstropfen ist für mich die Größe des Buches. Obwohl es bereits für Kinder ab einem Jahr empfohlen wird, ist es für kleine Hände noch etwas unhandlich. Dank der stabilen Pappseiten lässt es sich zwar gut gemeinsam anschauen, zum selbstständigen Halten hätte ich mir ein etwas kompakteres Format gewünscht.

Insgesamt ist Mein erstes Sachen suchen Wimmelbuch: Fahrzeuge ein gelungenes erstes Wimmelbuch mit liebevollen Illustrationen, einer abwechslungsreichen Fahrzeugauswahl und altersgerechten Suchaufgaben – ideal für kleine Fahrzeugfans, die gerade beginnen, ihre Welt zu entdecken.

Veröffentlicht am 27.06.2026

College Sports Romance

Don't let me fall # 01
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Don’t Let Me Fall war für mich eines dieser Bücher, bei denen man nach ein paar Kapiteln merkt: Okay, das wird heute wahrscheinlich nichts mehr mit „nur noch kurz weiterlesen“. Ich war schnell komplett ...

Don’t Let Me Fall war für mich eines dieser Bücher, bei denen man nach ein paar Kapiteln merkt: Okay, das wird heute wahrscheinlich nichts mehr mit „nur noch kurz weiterlesen“. Ich war schnell komplett drin und habe das Buch in kurzer Zeit durchgelesen, was einerseits an der Dynamik zwischen Ash und Colt lag, aber definitiv auch am Schreibstil. Der liest sich flüssig, mitreißend und sorgt dafür, dass die Seiten nur so vorbeifliegen.

Wer College Sports Romance mag und Lust auf Forbidden Love hat, bekommt hier ziemlich genau das, was der Klappentext verspricht. Und obwohl ich bei Love Triangles inzwischen oft vorsichtig geworden bin, weil sie für mich häufig sehr vorhersehbar geschrieben sind, hatte die Geschichte für mich trotzdem viel Sog.

Mein größter Kritikpunkt liegt gleichzeitig in genau diesem Bereich: Ich habe inzwischen oft das Gefühl, dass aktuelle Beziehungen in solchen Konstellationen nur deshalb existieren, damit man möglichst schnell versteht, wer eigentlich das „richtige“ Paar ist und dafür wird der aktuelle Freund dann häufig zum kompletten Unsympathen gemacht. Leider war das hier für mich teilweise ähnlich. Ash spürt selbst relativ früh, dass ihre Beziehung längst nicht mehr stabil ist, als Colt in ihr Leben tritt. Trotzdem hält sie sehr lange daran fest, während ihr Freund immer wieder eifersüchtig, eingeschnappt und kontrollierend reagiert, obwohl er derjenige ist, der ständig fremdgeht. Dadurch fehlte mir stellenweise etwas die emotionale Grauzone, die ich bei solchen Geschichten besonders spannend finde.

Dafür hat mich Colt positiv überrascht. Nach außen wirkt er zunächst wie der klassische Bad Boy: Er wurde von seiner alten Uni geworfen, bringt einen gewissen Ruf mit und wirkt wie jemand, der vieles gegen die Wand gefahren hat. Tatsächlich steckt darunter aber ein Charakter, der sich um seine Freunde und Familie kümmert und deutlich mehr green flag als villain energy ausstrahlt. Ich wollte ziemlich schnell wissen, was wirklich hinter seiner Geschichte steckt.

Besonders gefallen haben mir außerdem die Nebencharaktere, vor allem Theo und Blake. Sie haben für mich sofort genug Persönlichkeit mitgebracht, dass ich neugierig auf ihre Geschichte geworden bin. Umso schöner, dass der nächste Band ihnen gewidmet ist.

Einen Punkt gab es allerdings, der mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht hat: die Wortwahl an manchen Stellen. Mehrfach wird davon gesprochen, dass Mädchen den Jungs „gehören“ oder von ihnen „beherrscht“ werden. Grundsätzlich kann Sprache natürlich Figurencharakterisierung sein; aber gerade im Zusammenspiel mit dem Nebenplot um Ashs Mitbewohnerin, deren Ex sich mehrfach übergriffig und sogar gewalttätig verhält, hat mich diese Wortwahl irritiert. Das wirkte für mich nicht ganz stimmig und hat sich mit den anderen Themen des Buches gebissen.

Insgesamt hatte ich aber richtig viel Spaß mit Don’t Let Me Fall: tolle Chemie, starker Lesefluss, sympathische Figuren und eine Romance, die mich emotional deutlich mehr gepackt hat als manche andere Sports Romance zuletzt.

Veröffentlicht am 22.06.2026

Starker Schreibstil, aber der Plot konnte mich nicht überzeugen

The Night We Met
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Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte ...

Das war mein erstes Buch von Abby Jimenez und ich verstehe, warum so viele ihren Schreibstil mögen. Das Buch liest sich unglaublich flüssig, die Seiten vergehen schnell und ich war trotz meiner Kritikpunkte immer neugierig genug, weiterzulesen. Sprachlich hat mich die Geschichte definitiv abgeholt.

Mit dem Plot selbst hatte ich allerdings deutlich mehr Schwierigkeiten.

Das zentrale Love Triangle hat für mich leider nicht funktioniert – vor allem deshalb, weil ich zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl hatte, dass Larissa in Mike verliebt ist. Ich habe über das gesamte Buch hinweg darauf gewartet, endlich zu verstehen, warum sie überhaupt mit ihm zusammen ist. Dadurch fehlte mir ein Stück weit die emotionale Grundlage für den eigentlichen Konflikt.

Erschwerend kam dazu, dass Mike für mich von Anfang an schwer greifbar war. Er wirkte auf mich unsympathisch, unzuverlässig und hat seine Freunde immer wieder in seine eigenen Lügen mit hineingezogen. Natürlich bringt er eigene Probleme mit, aber das tun die anderen Figuren ebenfalls, für mich hat das sein Verhalten nicht wirklich aufgefangen. Stellenweise hat es mich ehrlich gesagt eher frustriert, wie viel Larissa sich von ihm gefallen lässt.

Chris mochte ich insgesamt deutlich lieber, auch wenn ich mit ihm nicht komplett warm geworden bin. Seine Handlungen sind nachvollziehbar von seinen Gefühlen für Larissa geprägt, aber ich hatte immer wieder das Gefühl, dass er ihr zu wenig zutraut. Gerade im Umgang mit ihrer schweren Allergie fand ich das schwierig: Larissa wirkt verantwortungsvoll und kompetent im Umgang damit; trotzdem kontrolliert Chris ständig ihren EpiPen. Irgendwann wirkte das auf mich eher bevormundend als fürsorglich.

Leider konnten mich auch die Nebenfiguren nicht wirklich abholen. Larissas Mutter empfand ich oft als unnötig unverschämt und auch mit Wufferine wurde ich nicht warm – dass der Hund ständig andere Tiere tötet, sollte vermutlich skurril oder humorvoll wirken, hat bei mir aber eher die Frage ausgelöst, welchen Mehrwert das eigentlich für die Geschichte hatte.

Insgesamt war das für mich ein Buch mit einem wirklich mitreißenden Schreibstil, aber einer Handlung und Figurenkonstellation, die emotional nicht ganz aufgegangen sind. Ich habe es gerne gelesen, aber die Geschichte selbst konnte mich nicht so überzeugen wie erhofft.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Schnell gelesen, sehr spicy und überraschend erfrischend

Crushed On Ice
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Crushed on Ice war für mich so ein Buch, in das man eigentlich nur kurz reinlesen will – und plötzlich ist der Tag vorbei und man hat es komplett durchgesuchtet. Der Schreibstil liest sich unglaublich ...

Crushed on Ice war für mich so ein Buch, in das man eigentlich nur kurz reinlesen will – und plötzlich ist der Tag vorbei und man hat es komplett durchgesuchtet. Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig, die Kapitel fliegen nur so dahin und durch die Dual POV bekommt man sowohl Cammies als auch Chases Sicht gut mit.

Was mir besonders gefallen hat: Endlich dürfen Fanfictions auch mal in Romance-Büchern existieren, ohne nur ein kleiner Nebengag zu sein. Cammie als Protagonistin hat mir insgesamt richtig gut gefallen – sie wirkt nicht wie die typische College-Romance-Heldin, sondern etwas verträumt, sozial eher zurückhaltend und sehr in ihrer eigenen Welt unterwegs.

Und ja: Dieses Buch ist wirklich spicy. Die Anziehung zwischen den beiden lässt nicht lange auf sich warten und die Handlung entwickelt sich insgesamt ziemlich schnell – das sollte man mögen oder zumindest erwarten. Für mich hat das größtenteils funktioniert, auch wenn ich an manchen Stellen etwas gestutzt habe: gerade weil Cammie über weite Teile der Geschichte eher schüchtern und sozial distanziert wirkt, hat mich überrascht, wie schnell sie mit der Situation klarkommt, plötzlich mit Chase ein Zimmer teilen zu müssen und wie schnell es zwischen den beiden körperlich wird. Andererseits: Wer solche Fanfictions schreibt, hat vermutlich zumindest theoretisch schon ein paar Szenarien durchgespielt.

Chase selbst war für mich ein interessanter Mix. Einerseits absoluter Golden Retriever – charmant, aufmerksam und insgesamt sehr liebenswert. Andererseits wirkte er stellenweise etwas realitätsfern und hatte manchmal Schwierigkeiten, sich wirklich in Cammie hineinzuversetzen oder die Auswirkungen seiner Entscheidungen abzuschätzen.

Ein kleiner Punkt, bei dem ich andere Erwartungen hatte: Der Sportanteil. Durch Setting und Aufmachung hatte ich deutlich mehr Eishockey erwartet. Tatsächlich hätte die Geschichte für mich fast genauso gut ohne den Sport funktioniert – wer also eine klassische Sports Romance sucht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Insgesamt aber eine super unterhaltsame, moderne Romance mit ungewöhnlicher Hauptfigur, viel Tempo und ordentlich Spice – perfekt zum Wegsuchten, wenn man Lust auf schnelle Gefühle und starke Chemie hat.

Veröffentlicht am 15.06.2026

Eine Liebeserklärung an Romance

The Romance Rivalry
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Wer Romance liest, wird sich in The Romance Rivalry ziemlich schnell zuhause fühlen. Susan Lee baut die Geschichte rund um Irene und Aiden konsequent entlang bekannter Romance-Tropes auf – von Fake Dating ...

Wer Romance liest, wird sich in The Romance Rivalry ziemlich schnell zuhause fühlen. Susan Lee baut die Geschichte rund um Irene und Aiden konsequent entlang bekannter Romance-Tropes auf – von Fake Dating bis Rivalität – und spielt dabei sehr bewusst mit den Erwartungen ihrer Leser:innen.

Besonders gefallen hat mir der Schreibstil: leicht, flüssig und angenehm zu lesen. Ich bin ohne Probleme durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, irgendwo hängen zu bleiben. Gerade für ein Buch, das so sehr mit Romance-Klischees arbeitet, funktioniert das Tempo wirklich gut.

Mit Irene hatte ich allerdings nicht immer leichtes Spiel. Ich mochte ihre Begeisterung für Bücher und dass Romance für sie so viel mehr als nur Unterhaltung ist – gleichzeitig wirkte sie auf mich stellenweise etwas zu sehr auf dieses eine Thema fokussiert. Vor allem in Bezug auf ihr Literaturstudium konnte ich manches nicht ganz nachvollziehen. Es entstand bei mir zwischendurch der Eindruck, als hätte sie sich vorher wenig damit beschäftigt, was ein Literaturstudium tatsächlich umfasst – Literatur besteht eben nicht ausschließlich aus Romance-Romanen. Dadurch wirkte sie auf mich an einigen Stellen etwas unüberlegt oder wenig verantwortungsbewusst.

Ein echtes Highlight waren dafür die Nebenfiguren Charles und Jeanette. Besonders schön fand ich, dass sie nicht nur Beiwerk bleiben, sondern einen eigenen Handlungsstrang bekommen und dadurch deutlich mehr Tiefe in die Geschichte bringen.

Insgesamt ist The Romance Rivalry ein unterhaltsamer, liebevoller Romance-Roman mit vielen Anspielungen für Genre-Fans und einer klaren Liebeserklärung an Liebesgeschichten. Für mich gab es kleinere Abzüge bei der Hauptfigur, aber der Charme, der Humor und die starke Dynamik der Figuren haben das mehr als ausgeglichen.