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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein hilfreicher Werkzeugkasten für Eltern

50 Sätze, die es Eltern leichter machen
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‚50 Sätze, die es Eltern leichter machen‘ bietet Eltern eine umfangreiche Sammlung an Formulierungen, die die Kommunikation und Bindung mit ihren Kindern einfacher machen sollen. Dabei geht es nicht nur ...

‚50 Sätze, die es Eltern leichter machen‘ bietet Eltern eine umfangreiche Sammlung an Formulierungen, die die Kommunikation und Bindung mit ihren Kindern einfacher machen sollen. Dabei geht es nicht nur um konkrete Sätze für Gespräche, Konfliktsituationen oder schwierige Momente wie Trauer und Überforderung, sondern häufig auch um die innere Haltung dahinter.
Birgit Gattringer zeigt dabei immer wieder, wie wichtig es ist, Dinge kindgerecht zu verbalisieren, um Verständnis und Vertrauen zu schaffen.

Das Buch ist wie ein Werkzeugkasten aufgebaut: In sieben Kapiteln sind die Sätze thematisch gegliedert – unter anderem zu Bindung, Verständnis, Wut, Grenzen setzen, Diskussionen, Konflikte zwischen Geschwistern und Selbstfürsorge. Zu jedem Satz gibt es nicht nur theoretische Hintergründe, sondern vor allem praxisnahe Beispiele für den Familienalltag. Genau das macht dieses Buch besonders wertvoll.
Wie von der Autorin empfohlen, lohnt es sich, das Buch zunächst komplett zu lesen, da einige Inhalte aufeinander aufbauen. Danach eignet es sich aber auch hervorragend als Nachschlagewerk für konkrete Alltagssituationen – insbesondere durch das Fazit am Schluss eines jeden Abschnitts.
An manchen Stellen hätte ich mir allerdings noch mehr Hinweise gewünscht, wie man vorgehen kann, wenn sich ein Konflikt trotz der beschriebenen Ansätze nicht lösen lässt. Eine Art ‚zweite Runde‘ oder alternative Handlungsmöglichkeiten hätten den Ratgeber für mich noch hilfreicher gemacht.

Besonders angenehm ist der wertschätzende und urteilsfreie Schreibstil. Vieles liest sich, als würde eine gute Freundin von ihren eigenen Erfahrungen berichten – ehrlich, empathisch und mit Blick auf die Herausforderungen des Familienalltags. Sehr gelungen fand ich auch den Hinweis, dass die vorgestellten Sätze nicht immer funktionieren müssen. Das nimmt Druck heraus und macht Mut, Neues auszuprobieren. Dazu passt auch das Kapitel über Selbstfürsorge, das deutlich macht, dass Eltern nicht perfekt sein müssen.

Vor allem der starke Praxisbezug hat mich überzeugt. Theoretische Hintergründe sind wichtig, doch durch die vielen alltagsnahen Beispiele lassen sich die Anregungen deutlich leichter in das eigene Familienleben integrieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.05.2026

Warten auf die Schule mit Pippi Langstrumpf

Mein Schulstart. Countdown zur Einschulung mit Pippi Langstrumpf
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Mit diesem Buch verkürzt Pippi Langstrumpf die Wartezeit auf den Schulanfang mit einem zehntägigen Countdown. Aufgebaut wie ein Buch-Adventskalender können an jedem Tag neue Seiten geöffnet werden. Neben ...

Mit diesem Buch verkürzt Pippi Langstrumpf die Wartezeit auf den Schulanfang mit einem zehntägigen Countdown. Aufgebaut wie ein Buch-Adventskalender können an jedem Tag neue Seiten geöffnet werden. Neben einer Geschichte finden sich darin auch passende Aktivitätsvorschläge wie Rezepte, Bastelanleitungen, Spielideen sowie Mal- und Denkanregungen. Leider enthalten die Rezepte häufig Süßigkeiten. Weniger gelungen ist zudem, dass sich die Doppelseiten mit den Vorschlägen mitten in der Geschichte befinden – dadurch wird der Vorlesefluss unterbrochen.

Die Geschichten rund um Pippi sind altbekannt, humorvoll und altersgerecht. Wer bereits Bücher wie Pippi geht in die Schule, Pippi geht in den Zirkus oder Pippi als Sachensucherin zuhause hat, wird hier allerdings wenig Neues entdecken.

Insgesamt ist es ein schönes Mitmachbuch, das die Vorfreude auf die Schule stärkt und Kindern zugleich Anregungen gibt, wie sie in dieser aufregenden Zeit neue Freundschaften knüpfen können.

Veröffentlicht am 04.05.2026

Zwischen Fürsorge und Fremdbestimmung

Once Upon A Tender Kiss
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Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus ...

Mia hat es nicht leicht: Ihre überfürsorglichen Eltern schirmen sie nach einer Herzkrankheit bei ihrer Geburt von allem ab und würden sie am liebsten bei jeder Kleinigkeit zum Check-up ins Krankenhaus schicken. Unter ihrer Wohnung eröffnet zudem eine Tanzbar, deren Musik bis tief in die Nacht in ihre vier Wände dröhnt. Und auch ihr neuer Nachbar Tate scheint zunächst alles andere als rücksichtsvoll. Doch dann zeigt er eine überraschend charmante Seite, und gemeinsam mit seiner elfjährigen Tochter Riley wirbelt er Mias bislang so behütetes Leben gehörig durcheinander.

Obwohl mir die Geschichte insgesamt gut gefallen hat und sich der Schreibstil angenehm lesen lässt, ließ meine anfängliche Begeisterung nach etwa einem Drittel des Buches spürbar nach. Das lag nicht nur am extrem übergriffigen und nervigen Verhalten von Mias Eltern, die unter dem Deckmantel der Sorge wiederholt gegen ihre Interessen handeln und sie emotional unter Druck setzen, sondern auch an Mias Reaktionen darauf. Ihre wiederkehrende Schockstarre wirkte auf mich zunehmend schwer nachvollziehbar, da sie die Situation eigentlich reflektieren kann. Ebenso blieb für mich unverständlich, warum sie den Kontakt nicht früher einschränkt und weshalb sowohl ihre beste Freundin als auch ihre Patentante so zurückhaltend bleiben, statt ihr mehr den Rücken zu stärken.

Nicht nur der Plot erinnert stellenweise an ein modernes Märchen – entsprechende Anspielungen und Vergleiche ziehen sich auch durch den Text, wirken dabei aber gelegentlich etwas zu bemüht.

Insgesamt ein solider Plot mit interessanten Ansätzen, der mich jedoch nicht vollständig überzeugen konnte.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein zauberhafter Gute-Nacht-Schatz für kleine und große Lindgren-Fans

Gute Nacht mit Astrid Lindgren
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Dieses wunderbare Gute-Nacht-Buch vereint eine liebevolle Auswahl verschiedener Werke von Astrid Lindgren. Wir begegnen bekannten Figuren wie Pippi, Lotta, Michel oder Tomte Tummetott. Gleichzeitig enthält ...

Dieses wunderbare Gute-Nacht-Buch vereint eine liebevolle Auswahl verschiedener Werke von Astrid Lindgren. Wir begegnen bekannten Figuren wie Pippi, Lotta, Michel oder Tomte Tummetott. Gleichzeitig enthält der Band auch einige weniger bekannte Geschichten und Lieder, die es neu zu entdecken gilt.

Die Geschichten variieren in Länge und Anspruch, sodass sie sich ideal zum abendlichen Vorlesen eignen – je nach verfügbarer Zeit kann man immer eine passende Geschichte auswählen. Offiziell wird der Sammelband für Kinder ab fünf Jahren empfohlen, einige der kürzeren Texte und Lieder können jedoch auch schon jüngeren Kindern Freude bereiten.

Die liebevoll gestalteten Illustrationen stammen von verschiedenen Künstler*innen und verleihen jeder Geschichte ihren ganz eigenen Charakter. Manche Bilder wecken dabei nostalgische Erinnerungen.

Ein rundum gelungener Sammelband für neue wie auch langjährige Fans von Astrid Lindgren, den wir sehr gerne weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Zauberhafte Geschichte mit wichtiger Botschaft

Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte
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Grimlin ist ein sympathischer kleiner Wichtel, der sein Leben ruhig und gemütlich mit seinen besten Freunden etwas außerhalb des Wichteldorfs in seinem Mooshäuschen unter einer alten Kastanie verbringt. ...

Grimlin ist ein sympathischer kleiner Wichtel, der sein Leben ruhig und gemütlich mit seinen besten Freunden etwas außerhalb des Wichteldorfs in seinem Mooshäuschen unter einer alten Kastanie verbringt. Eines Tages bringt er sein leckeres Mirabelmus ins Dorf und erfährt dort von einem neuen Bewohner: Tjelle, einem Wichtelzauberer. Aufgrund seines dunklen Umhangs und der seltsamen rosa Rauchwolken aus seinem Kamin ist dieser den Dorfbewohnern jedoch suspekt – schließlich wird er sogar aus dem Dorf vertrieben.
Grimlins Freundinnen, die Elfen Winni und Ninina, beschreiben Tjelle hingegen ganz anders: freundlich, wenn auch etwas ungewöhnlich – und als Bäcker von köstlichem Brimbelkuchen. Aus früheren Abenteuern weiß Grimlin, dass man sich kein Urteil über jemanden bilden sollte, den man nicht kennt. Also macht er sich selbst auf die Suche nach Tjelle. Dabei stellt er fest, dass seine eigenen Ängste – etwa vor den Wiesenzischlern oder dem Schnappzahn – unbegründet sind und dass er wunderbare Freunde hat, die ihm zur Seite stehen. Schließlich gelingt es ihm, Tjelle zu finden und die Vorurteile der Dorfbewohner zu zerstreuen.

Obwohl Grimlin weiß, dass Vorurteile problematisch sind, ertappt er sich selbst immer wieder dabei. Diese werden im Verlauf der Geschichte jedoch reflektiert und aufgelöst, sodass Kinder spielerisch lernen können, wie wichtig es ist, sich eine eigene Meinung zu bilden – eine gerade heute sehr relevante Botschaft.

Die Sprache ist stellenweise etwas anspruchsvoller, insgesamt aber für die empfohlene Altersgruppe ab 5 Jahren gut geeignet. Die Kapitellänge eignet sich hervorragend zum Vorlesen, aber auch zum Selbstlesen für geübtere junge Leser*innen.
Das Buch lässt sich grundsätzlich auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes lesen, allerdings fehlt an einigen Stellen etwas Hintergrundwissen zur Vorgeschichte.
Die Illustrationen sind zauberhaft, farbenfroh und humorvoll gestaltet und passen sehr gut zur Geschichte. Besonders gelungen sind die Landkarte sowie die Doppelseite zur Vorstellung der Figuren, die Kindern den Einstieg in Grimlins Welt erleichtern.

Insgesamt ist dies eine liebevoll erzählte Geschichte über Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen.

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